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Rhyess

Schüler

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Beruf: Student - Bauingenieurwesen

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Montag, 9. April 2018, 23:43

[Rhyess Amren] Si vis pacem, para bellum

Vor dem Krieg kommt das Turnier

Gelände des Jedi-Tempels auf Tython, Rhyess im Alter von knapp 10 Jahren


,,Wie ihr wisst ist bald das Clanturnier der Anwärter. Ich möchte, dass jeder von euch daran teilnimmt. jeder einzelne soll eine Chance
bekommen zu zeigen was er gelernt hat.''

Rhyess blickte in die Runde der anderen Jünglinge, um zu sehen, wie die Worte des ithorianischen Meisters bei seinen Mitschülern wirken.
Ihm selbst fällt es nicht schwer, diese Wirkung bei sich zu bestimmen. Es ist Begeisterung. Er, Rhyess, geschätzt für sein Talent im Schwertkampf, und Missbilligung schürend, dass er außer diesem Talent für nichts anderes einen Kopf gehabt hatte, durfte beim Clanturnier mitmachen.

Er hatte einiges gelernt. Mehr als so manch anderer hier. Im Geiste ging er die anderen Anwärter durch und überlegte, wer ihm überlegen sein
konnte. Die Teevanerin, Ailbhe, war kein Problem. Er mochte sie und trainierte gerne mit ihr. Sie waren Freunde, aber das änderte nichts daran, dass er etwas Genugtuung in dem Wissen verspürte, dass sie kein Gegner für ihn war und wohl auch nie werden würde.

Skye Marsadi dagegen war aus einem anderen Holz geschnitzt. Er betrachtete nachdenklich ihr Gesicht. Sie schien ähnliche Gedanken zu haben
wie er, seinen Blick aber nicht zu bemerken. Ihre Stärke lag zweifellos in der Offensive. Stark genug, dass sie vielleicht imstande wäre, seine zu oft noch brüchige Verteidigung zu durchbrechen und zu siegen, sollte es zum Kampf kommen.

Die übrigen, Giplo, Morg, Refes, Torsten und Colrin waren bis auf letztgenannten solide Kämpfer, die mal besser, mal schlechter in Form
schienen. Mal gewann der eine, mal der andere. Einzig Colrin, der größte in der Gruppe, überzeugte mit einem gerechtfertigten Selbstvertrauen in jedem Moment. Rhyess gab es nicht gern zu, aber insgeheim bewunderte er Colrin für die Stärke seiner Angriffe. Bereits jetzt sah er ihn als größten Rivalen im Kampf um den ersten Platz.

Die Zeit bis zum Turniertag schien ihm ewig zu sein. Und das, obwohl sie geprägt war von seiner Lieblingsbeschäftigung. Trainingseinheiten.
Drei bis Vier Stunden, jeden Tag. Immer wieder, unermüdlich. Diese Ausrede zu haben, warum er nun viel mehr trainierte und weniger meditierte, war einfach wunderbar. Er wollte unbedingt in Höchstform sein. Und schließlich war es soweit.

Der Trainingsplatz aus Sand war ordentlich hergerichtet, vier Kampffelder wurden geschaffen dazwischen Platz für die Schiedsrichter.
Drumherum wurde sogar ein Zaun aufgestellt, wie bei einem richtigen Ring. Ganz außen dann einige kleine Zuschauertribünen.

Viel Zeit, das Areal zu bewundern, blieb nicht, denn es ging nach dem Frühstück gleich zur Erwärmung, in deren Anschluss sofort die
Kampfpaare sowie die Regeln verkündet wurden. Gut, weder Colrin noch Skye waren seine ersten Gegner. Aber leider auch nicht Ailbhe. Stattdessen stand er nur eine Viertelstunde später auf Feld vier, gegenüber von Giplo. Nicht die beste Wahl. Mit Giplo hatte er nur selten trainiert und so war er sich nun nicht einmal sicher, ob der Junge mit den roten Haaren und Sommersprossen im Ataru kämpfte, oder ob er sich da nicht irrte.

Kurz bevor der Kampf begann, schob er den Gedanken beiseite und fokussierte sich auf Verteidigung. Seine Hoffnung bestätigte sich binnen
Sekunden. Giplo schnellte hervor und stach horizontal zu. Zu motiviert. Es hatten sich Zuschauer eingefunden, die zusahen, wie Rhyess zur Seite auswich und mit der eigenen Waffe auf den ausgestreckten Schwertarm seines Kontrahenten schlug, als dieser ihm so angeboten wurde.

„Punkt 1 für Anwärter Amren!“ erklang die Stimme des Schiedsrichters und füllte Rhyess mit einem Anflug von Freude.

In der zweiten Runde machte Giplo es ihm etwas schwerer. Es dauerte mehrere Minuten, bis ihn ein Knaufschlag ins Gesicht traf, der Rhyess
den zweiten Punkt bescherte. Im dritten und letzten Durchgang hatte er überlegt, Giplo einen Ehrentreffer zu gönnen, aber das Ego setzte sich am Ende doch durch, als sein Kontrahent zunehmend mit Verzweiflung als Technik angriff und so beinahe ins offene Messer lief.

Es folgten weitere Gruppenkämpfe gegen Morg und Refes. In beiden verlor Rhyess einen von drei Punkten. Genug, um die K.O.-Runde zu
erreichen und erst recht genug, um seinen Stolz anzukratzen und dafür zu sorgen, dass er mit Eifer und Siegeswillen in die Endrunde ging.
Ailbhe war nicht weit gekommen, erwartungsgemäß. Und besser noch, er musste im Halbfinale weder gegen Colrin noch gegen Skye kämpfen. Die
beiden standen sich nun auf Feld Zwei gegenüber, während er sich mit Morg auf Feld Eins auseinandersetzen musste.

Die Anwärterin war noch kleiner als er und ebenso zierlich, aber sie verstand sich gut darin, ihre Schnelligkeit auszunutzen. Die Ansätze von Ataru, die sie inzwischen gelernt hatte, kamen daher relativ häufig ganz ohne Machteinsatz aus. Es war ein schmerzhaftes Gefühl, als sie mit der Übungsklinge gegen seinen Rücken schnellte und damit den ersten Punkt erhielt. Schlecht vorbereitet, Rhyess, dachte er sich fest entschlossen, die nächsten zwei Runden besser zu machen.
Es war der bisher schwerste Kampf des Turniers. Nur mit Mühe hat er die beiden anderen Runden für sich entschieden. Als Preis dafür
stand er im Finale. Nicht gegen Skye, sondern gegen Colrin. Und offenbar hatte dieser mit seiner Gegnerin vorher weniger Schwierigkeiten. Jedenfalls sah er nicht so erschöpft aus, wie Rhyess sich inzwischen fühlte.

Dennoch ging der erste Punkt an ihn. Colrin griff mit bösartigen Hieben an, aber es war wohl eher Zufall und Glück, dass er stolperte
und damit Rhyess die Gelegenheit gab, einen kaum geübten Konter auszuführen, der den Großen am Bein traf.
Die Strafe folgte auf dem Fuße. Colrin kämpfte in der nachfolgenden Runde mit beeindruckender Ausdauer und griff immer und immer
wieder an, während die Deckung seines Gegners zusehends bröckelte. Ein Schlag gegen die seitliche Lende, dann war Runde zwei beendet und Rhyess rang nach Luft. In der dritten Runde war er hoffnungslos unterlegen und k.o. Sie dauerte nicht viel länger als der allererste Kampf von Amren in diesem Turnier und ließ ihn keuchend und mit schmerzenden Armen zurück.

Im Anschluss an das Finale konnte Rhyess sich endlich erholen und den Kampf um Platz 3 ansehen. Skye und Morg war beiden die Erschöpfung, die
er selbst empfand, deutlich anzusehen. Es war ein offenkundig sehr zäher Kampf, keine der beiden Anwärterinnen war noch so recht imstande, die sonst so hohe Schnelligkeit durchzuhalten, die ihren Kampfstil ausmachte, bis Marsadi dann doch noch einen Zacken schneller war und das Duell und damit den dritten Platz für sich entschied.

Ein Pfiff erschall vom Schiedsrichter, dann war das Turnier beendet. In wenigen Minuten wird er auf der Siegertreppe stehen, leicht
unterhalb von Colrin, der die zusätzliche Höhe nun eigentlich wirklich nicht brauchen würde. Zweiter Platz. Es war ein gutes Gefühl, damit ließ es sich leben. Aber er wird künftig oft mit seinem heutigen Bezwinger trainieren und irgendwann, irgendwann wird er auch ihn schlagen…


Anmerkung: Die Geschichte steht in Analogie zu der von Ailbhe, die das gleiche Event aus ihrer Sicht beschreibt...was mich auch dazu bewogen hat, diese hier zu schreiben.
Das Streben nach Frieden ist das Ziel. Wissen ist das Mittel. Gelassenheit ist der Weg. Vereine ich diese drei, erlange ich Harmonie.

- Rhyess Amren, 22 nVC

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