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Sonntag, 6. März 2016, 10:39

Skyrans Stories

Coruscant, 16 NVC

Skyran, der Jedi, saß auf einer Parkbank in der Nähe der Jedi-Büros auf Coruscant, langsam über die Kratzer und Kanten der Holzplanken streichend. Er trug seine körperbetonte rote Robe, die im kühlen Wind, der durch den Park strich, leise flatterte und sich der Musik der zirpenden Vögel unterordnete. Er dachte über Kaeldo Barton nach, den jungen Padawan ohne Meister, den er zuletzt bei der Schlacht von Tython gesehen hatte als dieser ihm geholfen hatte, den Schildgenerator lange zu verteidigen. Die beiden hatten während der Vorbereitungen darüber geredet, dass Skyran ihn als Padawan annehmen würde. Der Meister hoffte nun, da er hier auf der Parkbank saß, dass es ihm gut ging.

Ein neuer Padawan. Der Gedanke ließ ihn nicht los. Seit Coruscant vor sechzehn Jahren von den Sith attackiert wurde und seine Padawan Pit Costa im Verlauf der Kämpfe getötet war hatte er keinen Padawanschüler gehabt: Zum Einen, da er während des Waffenstillstand viele Jahre hinter den Feindeslinien an zu gefährliche Orte geschickt wurde als man einem jungen Padawan zutrauen sollte und zum Anderen konnte er sich nachdem er auf Korriban gefoltert wurde, lange nicht als Meister eines weiteren Padawan sehen. Doch das war nun auch verjährt. Er war lange auf Tython stationiert, hatte dort von und mit Jünglingen gelehrt und gelernt. Es war an der Zeit wieder einen Ritter zu erschaffen.

Der Jedi-Meister tippte auf seinem Datapad herum und öffnete ein Photo von Pit auf Coruscant vor dem Jedi-Tempel. Sie lächelte fröhlich und hoffnungsvoll über die Aussicht Coruscant für ihre erste, eigene Solomission zu verlassen und sich dem Orden zu beweisen. Skyran lächelte und für einige Augenblicke schwelgte er so in fernen Erinnerungen: Er saß ihr im Meditationsraum gegenüber und blickte in ihre Augen, als er durch die Wellen der Macht spürte, dass sie seine Padawan werden würde. Er war damals so stolz, dass er in so jungem Alter bereits anfangen würde seine zweite Padawan auszubilden. Skyran schüttelte den Kopf. Er war ein Idiot gewesen. Er erinnerte sich daran, wie gelangweilt sie schaute, als er ohne sie in den Esstran Sektor loszog um sich der Rim-Kampagne anzuschließen, die, wie allgemein bekannt, mit dem Verlust des Esstran Sektors an das Imperium endete. Ihr Talent in Form VI Niman, eine Form die Skyran, erinnerte er sich, damals nur in der Jar'Kai Anwendung beherrschte. Zuletzt erinnerte er sich an ihre Freude, Zuneigung und Unterstützung die sie ihm immer wieder bei seinen Juyo-Übungen gab sowie ihre jugendliche Freude, als er offiziell die umstrittenene Form VII gemeistert hatte … Und der Tag an dem sie in seinen Armen starb.

Nach dem Durchbruch des Fortitude-Class Shuttles in der Tempelhalle und dem daraus folgenden Angriff der Sith um Darth Malgus begann für Skyran einer der schwierigsten Tage seines Lebens. Nachdem die erste Welle der Jedi um Meister Ven Zallow vernichtend geschlagen war, wurde der Befehl der Evakuation durchgegeben. Sie fand Skyran im Archiv. Pit hatte einen Speeder organisieren können um Skyran, seiner ehemaligen Padawan Jedi-Ritter Keta und zwei weiteren Rittern die Flucht in die Unterwelt Coruscants zu ermöglichen. Sie flog durch eine weite Bresche in der Tempelwand nahe der Archive und war so konzentriert nicht im kleinen Flur in die Wand zu fliegen, dass sie den Sith nicht im Ansatz wahrnahm, der ihr sein violettes Lichtschwert von hinten durch die Brust werfen würde. Er hatte ihr noch zugerufen und versucht das Lichtschwert in der Flugbahn zu behindern, doch der Sith war zu mächtig für ihn und so konnte er nur angestrengt am Lichtschwert ziehend zuschauen, wie sie von hinten durch die Brust getötet wurde.

Konzentriert strich er sich durch den weißen Bart um sein vernarbtes Kinn und atmete tief aus. Er hatte als er Pit aufnahm, gehofft nicht die gleichen Fehler, die er bei der Ausbildung Ketas gemacht hatte, zu tun, doch war es ein Sith, der ihm seine Padawan nahm.

Keta. Nur ein Jahr nach seiner Erhebung in den Rang eines Ritters hatte er die junge Togruta Keta Tas angenommen und ihr über die nächsten dreizehn Jahre alles beigebracht, was er konnte und ein Padawan lernen sollte. Von seinem Verständnis des Kodex und Interpretationen sowie all seinem Wissen über Krieg und Frieden, Politik und Geschichte und natürlich seinem Können in Ataru. Sie war eine Musterschülerin und so hatte er auch von ihr jahrelang viel lernen können. Der Macht sei Dank war die Togruta eine der Jedi-Wächterinnen des Bormea-Sektors und so weit entfernt als die Zakuul Tython attackierten. Durch ihre Aufgabe als Wächterin war sie unter anderem für Skyrans Heimatplaneten Brentaal IV und die umliegenden Planeten und Planetoiden verantwortlich. Selbst heutzutage tauschten sich die beiden regelmäßig aus und diskutierten häufig.

Langsam strich der Jedi über die Holzbank und schüttelte den Kopf. Wie kam er überhaupt auf dieses Thema. Kaeldo, richtig.

Er tippte den Power-Knopf des Datapads an und lehnte sich wieder auf der Parkbank zurück um den zirpenden Thrantcill in den Bäumen zu lauschen. Die Augen bei den Lauten schließend und die fahlen Stadtgerüche im Park einatmend, strich er langsam über seine Lichtschwertgriffe und erinnerte sich noch einmal an das Lichtschwert, das Pit getötet hatte. Er hakte den Schwertgriff los, nahm ihn in die Hände und betrachtete ihn eingehend. Skyran schaute über die Kratzer und rauhen Kanten im Chrom-Griff und spürte die Kristalle im Inneren. Der alte Jedi-Meister nutzte seit sechs Jahren die violetten Hurrikaine Kristalle des Sith in seinen Schwertern.

Nach der Gefangenschaft auf Korriban hatte er begonnen neue Lichtschwerter zu bauen und als die Frage der Kristalle aufkam, ersuchte er die Erlaubnis die Kristalle des Doppelklingen-Lichtschwerts zu nutzen, das er dem Sith nur wenige Jahre zuvor abnahm. Es war ein schwieriges Ritual, das er nur durch die Hilfe von Vade Savoth absolvierte, doch am Ende waren die Kristalle von der dunklen Seite gereinigt. Ihre Farbe hatte sich allerdings nicht verändert, wie es in einigen alten Berichten der Fall war, die Meisterin Savoth ausgegraben hatte.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Xine (06.03.2016), Jade-Lynx (07.03.2016)

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Sonntag, 20. März 2016, 11:53

Coruscant, 16 NVC

Ein trübes, gelbes Leuchten trat aus dem Holocron aus, als Skyran es langsam in seinen Händen wendete und drehte. Er saß auf der Ecke des notdürftigen Bettes, das ihm kurz nach dem Angriff auf Tython zugeteilt wurde. Er legte das Holocron beiseite und steckte eine Hand kurz in eine der Taschen an seinem Gürtel. Langsam und vorsichtig zog er ein angerostetes, altes Lichtschwert heraus und freute sich: Er hatte nicht zu hoffen gewagt, dieses Lichtschwert wiederzusehen. Ehrfürchtig den Kopf senkend, wanderten seine Finger zum Aktivierungsknopf. Die Augen geschlossen klickte er darauf und hörte das vertraute Summen und Surren. Er deaktivierte das Schwert wieder und setzte sich vom Bett auf den Fußboden. Er fühlte mit der Macht nach dem Lichtschwert und hob es telekinetisch in die Höhe bis es vor seinen Augen schwebte. Dann legte er das Holocron auf den Boden vor sich und lehnte sich gegen das Bett.

Beatrice war gerissen ihr Holocron mit so etwas unorthodoxen zu verschließen. Viele Holocrons waren mithilfe kodierter Wörter, Sätze oder Schlüsseln zu öffnen. Andere wurden mit der Macht angefasst und manipuliert und eröffneten dann erst ihr eingetragenes Wissen.


Bothawui, 16 NVC

Der Jedi-Meister hob ächzend ein metallenes Trümmerstück aus dem Weg und legte es neben sich ab. Er war auf Bothawui und hatte die Überreste des Schildgenerators ausgesucht, der so verbissenverteidigt wurde, dass sich hier das Blatt für die Republik gewendet hatte. Viele Dutzend Jedi, darunter Meister Belth Allusis und Ritterin Beatrice, seine Meisterin hatten beschützt von über viertausend Soldaten den Generator so lange gegen zig tausend Imperiale verteidigt, bis die Imperialen trotz des eventuellen Siegs ihre Schiffe zurückziehen mussten. Alle waren gefallen, jeder Jedi und jeder tapfere republikanische Soldat war gestorben. Dies war der Ort an dem Skyran seine Meisterin zurückgelassen hatte und nie wieder gesehen hatte.

Er hatte vor drei Monaten einen Sith gestellt und geschlagen, der eine helle Signatur bei sich trug. Ein Funken des Lichts in der Aura der Dunkelheit, die das Reinblut verströmte. Dieser Funken war ein Holocron, das wie sich herausstellte Beatrice gehörte und das der Sith öffnen wollte. Das war allerdings alles andere als einfach.

Skyran strich die Robe über seinem Hintern glatt und legte sich auf den Boden, schloss die Augen und ließ sich in fallen.

Just als er das unangenehme Ziehen in der Magengegend verspürte, jagte eine Rakete kreischend an ihm vorbei und er schlug seine Augen auf. Der Weiße sprang in die Höhe und schaute sich um, doch ehe er sich versah, schlug ein Blasterbolzen in seine Brust oder eher durch ihn hindurch. Sein Blick folgte dem Bolzen und er konnte erspähen, wie der Blasterschuss sein Ziel im Helm eines republikanischen Soldaten fand, als ein explodierender Thermaldetonator den Rest des Soldaten erfasste.

Skyran war sprachlos. Er war in einer Vision der Vergangenheit und erlebte die Schlacht als stummer Beobachter mit. Er konnte sehen wie die gesamte Flotte des Imperiums, die einen gewaltigen Geschosshagel auf den Planetenschild herabregnen ließ, weit über ihm schwebte. Er sah, wie ein rotes Lichtschwert aufblitzte und eine Folge von Blasterschüssen parierte und sich die Leichen der Soldaten beider Seiten in Schützengräben aufgetürmt wurden. Sith wie Jedi, Imperiale wie Republikaner kämpften verbissen um jeden Milimeter des bothanischen Boden. Einen Blick auf Meister Allusis konnte er ebenfalls erhaschen, als dieser in hohem Bogen über die Kampflinie sprang und in einer Machtschockwelle zwischen einem halben Dutzend Imperialer Truppen landete.

Er wanderte zwischen all diesen Momenten der Zerstörung und der Aufopferung hindurch, bis er schließlich vier Lichtschwerter in einem eindrucksvollen Kampf in der Distanz erspähen konnte. Beatrice wehrte sich gegen drei Sith und verlor immer mehr Raum als sie sie von der Kampflinie in den Urwald drückten. Ihr Lichtschwert zuckte, jagte panisch durch die Luft, als einer der Sith an ihrer Deckung vorbeikam und ihr den linken Arm abschlug. Eine Angriffsfolge später fiel sie tot zu Boden.

Ihr habt euch tapfer geschlagen, Meisterin. Geht in Frieden. Skyran setzte sich neben sie auf den Erdboden und strich nach ihrem Gesicht, doch griff er hindurch und seine Finger berührten etwas Metallenes.


Coruscant, 16 NVC

Skyran beäugte das Lichtschwert. Es war angerostet und abgenutzt. Er schloss die Augen und nahm es mit hilfe der Macht auseinander. Er legte den Emitterschutz neben den Verstellungsflansch, den Stärkeregler neben die Längeneinstellung und die Diatium-Energiezelle neben die Energiekammer. Als er den Prozess für beendete erklärte schewebte nur noch der von der langen Zeit auf Bothawui unbeeinflusste gelbe Lichtschwertkristall in der Luft vor ihm.

Er pflückte den Kristall aus der Luft, rollte ihn in der Hand und legte ihn auf das Holocron. Ein kurzes Surren später hörte er eine klare, vertraute Stimme sprechen:

„Ihr seid alt geworden, Padawan.“
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Xine (20.03.2016), Jade-Lynx (20.03.2016)

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Donnerstag, 14. April 2016, 21:08

Sluis Van, 17 NVC

Mit einem Krachen brach die Wand und Skyran wurde unsanft gegen das Kinderbett im Inneren des Hauses geschleudert. Der Jedi-Meister spuckte ein paar Tropfen Blut, hievte sich an den abgebrochenen Holzsprossen des Bettes auf die Beine, zückte seine Lichtschwerter erneut und aktivierte sie, bevor er, sie durch die Luft wirbelnd, wieder durch das Loch in der Wand stieg und sich auf der Straße umschaute.

Nachdem Informationen gewonnen wurden, die vermuten ließen, dass das Ewige Imperium die Schiffswerften von Sluis Van attackieren würden, wurden vier Hammerheads und neun Thrantas zur Verstärkung des Planeten der Sluissi geschickt. Mit den effektiven, wenn auch langsamen, Schiffswerften war der Planet eine wichtige Ressource im Kampf gegen beide feindlichen Imperien insbesondere nachdem Schiffswerften eins der primären Ziele der Zakuul wurden und so konnte die Republik es sich nicht leisten das schlangen-ähnliche Volk der Sluissi im Stich zu lassen. Bereits als sie aus dem Hyperraum fielen und wider Erwarten nicht ein einziges Kampfschiff der Zakuul wahrnehmen konnten, wurde den ersten Soldaten und jüngeren Padawanen mulmig, doch über ihre Sensoren und vereinzelte Kommunikation mit den verbliebenen Bodentruppen konnten sie herausfinden, dass die Kampfschiffe der Zakuul den Raum verlassen hatten und ihre Bodentruppen fürs erste zurückgelassen hatten.
Trotz der Gefahr um einen Hinterhalt musste sofort damit begonnen werden, den Großteil der Truppen über Assault Shuttles zum Boden zu bringen und den Sluissi bei der Verteidigung und Evakuierung der Hauptstadt zu helfen.
Sie konnten es sich nicht leisten, darüber nachzudenken, warum die Zakuul ihre Schiffe abgezogen, aber ihre Truppen zurückgelassen hatten und so landeten die republikanischen Truppen und die meisten Jedi mitten im Kreuzfeuer und nahmen so den langsam unterliegenden Wachtruppen den Druck und ermöglichten ihnen sich neu zu formieren, durchzuatmen und eine neue Kampflinie zu ziehen.


„Das war nun bereits vier Tage her“, dachte Skyran als er mit ächzenden Knochen zur Wandöffnung schritt. Hinter ihm das Kinderzimmer, durch dessen Wand er gestoßen wurde, schaute Skyran sich um: Drei Jedi lagen mittlerweile reglos in der Straße nahe des Marktplatzes und eine Unzahl an Skytrooper-Überresten und sluissi sowie republikanischen Soldaten lag tot oder verwundet um ihre Barrikaden. Als Skyran zur feindlichen Kampflinie schaute, konnte er zwei Zakuul-Ritter sehen, die Padawan Farr ihre Lanzen durch den Körper stießen. Skyran fühlte die Macht seine Glieder erstarken und stieß sich sofort kraftvoll von der Hauswand ab, überflog das Kreuzfeuer der Blasterschüsse und feuerte einen kraftvollen Machtstoß so auf beide Ritter, dass sie durch die Hauswand brachen, wie sie es ihm nur wenige Momente zuvor angetan hatten. Ihnen folgend, zischte er in seine COM-Einheit: „Overwatch, wir benötigen Luftunterstützung, bringen sie Aurek, Besh und Dorn hier runter. Vaapad-Manöver!“ Als er das Gerät wieder stummschaltete, rappelten sich die beiden Ritter bereits wieder auf. Ihre Schilde hatten sie nicht mehr aufnehmen können und so umklammerten sie ihre Lichtlanzen als sie an Skyran heranschritten.

Einen Moment von der staubigen Öffnung in die dunkle Wohnung blickend zögerte Skyran... „Lasst die Lanzen fallen.“ und als sich ihre Griffe festigten begann er seinen ersten Schritt zu tun. Seine Aura verdunkelte sich schlagartig. Skyrans Innerstes brodelte, eine Woge des Schmerzes überkam ihn, seine Aura bog und flammte auf als er sich an jeden Schnitt, jeden Stich, jeden Tag der Folter erinnerte, die ihm auf Korriban zwei Jahre lang angetan wurde. Ein zweiter Schritt. Zum Schmerz kam der Hass hinzu und zwang seine Aura in die Knie. Ein dritter Schritt. Als sich diesen beiden Empfindungen noch seine unbändige Wut anschloss, hatte von einer Sekunde auf die andere sein komplettes Wesen von der tempogeladenen Philosophie Atarus auf die emotionale Wildheit Juyos gewechselt und so schoss Skyran wie ein Feuersturm auf sie zu.

Die Zakuul ließen Tische und Stühle schweben und feuerten sie in seine Richtung, doch er brach durch sie hindurch, sie griffen nach Töpfen und Schranktüren, doch sie zersplitterten vor ihm und als sie ihre Lichtlanzen erhoben, um ihm Paroli zu bieten, drückte er die eine Lanze zur Seite, duckte sich unter der zweiten durch, durchtrennte dem Rechten den Oberkörper und schnitt, während er dem Linken tief in die Augen sah, diesem die rechte Hand vom Arm und mit einem faulen Schlenker den Kopf von den Schultern. Scheppernd gingen die beiden Ritter zu Boden während Skyran sich bereits umdrehte, ein Lichtschwert an den Gürtel hängte und mit leichtem Lippenzucken all die dunklen Gefühle wieder tief in sich verschloss.

„Mögt ihr Frieden finden und diesem ewigen Krieg entfliehen können“, flüsterte der Jedi-Meister, riss sich den kläglichen Rest seines Mantels von den Schultern und drückte seinen Rücken durch.

Er machte sich auf den Weg zur Straße, während er nun auch die gehetzten Stimmen auf seiner COM-Einheit wahrnahm: „Fünf.. aus dem Hy...rraum! Jäger schw.. aus, wir ..nden unsere ...uttles zum Boden!“ Meister D'Annunzio schnitt hinein als Skyran langsam zum aufblitzenden Himmel schaute und fügte hinzu: „Alle Bodentruppen: Zieht euch zurück zur LZ Aurek beim alten Marktplatz, wir werden den Wachtruppen den Vortritt lassen, denn die Zakuul würden sie nicht überleben lassen!“ Die COM-Einheit fiepte, als mit einem Mal der Himmel erhellt wurde.

Fünfzehn Schlachtkreuzer der Flotte des Ewigen Imperiums waren in den Orbit gesprungen und hatten sofort das Feuer auf die Kriegsschiffe der Republik eröffnet. Skyran zog sich nun in der Soresu Haltung zurück zur republikanischen Linie und unterstützte die dortigen Kräfte bei dem Rückzug zum Marktplatz.

Als sie wenige Minuten später dort ankamen, war die Shuttlekette zur zwölften Flotte bereits in Betrieb und schaffte minütlich hunderte Soldaten der Wachtruppen und des republikanischen Militärs zu den Hammerheads und Thrantas.

Das Lichtblitzgewitter über ihren Köpfen stoppte keine Sekunde und immer wieder fielen Jäger und Shuttles abgeschossen in die Stadt hinunter. Explosionen aus den abseitigen Straßen tönten wie ein dumpfer Chorus zu ihnen hinüber. Raketen schrien über den zusammengesteckten Köpfen der Soldaten hinweg und brachten ein Haus über einer Seitenstraße zu Boden. Wilde Schreie kamen aus der Straße gegenüber von Skyran und seiner Einheit.

Er war Krieg gewohnt. Seit dem Ausbruch des Großen Galaktischen Krieg war Skyran von Schlachtfeld zu Schlachtfeld geschickt worden und wurde so seit Jahrzehnten an vorderster Front erst gegen Sith und deren Imperium und nun Ritter von Zakuul und deren Imperium eingesetzt.

Ein Leutnant drückte einem zitternden Soldaten sein Gewehr in die Hand und scheuchte ihn wieder an die Front, lud einem weiteren Soldaten das Gewehr durch und schlug ihm mehrfach ums Gesicht: „Wir halten sie zurück, du Arschloch! Schieb Taylurs Körper zur Seite und übernimm seine Position!“

Die Soldaten fielen hier und dort wie Bündel Stroh. Der Hauptmann der Bodentruppen wurde früh während der Evakuation getötet. Sein Körper lag ausgestreckt auf dem Boden wie ein sich erholender Mann doch auf seinem Gesicht war ein überraschter und trauriger Blick, als ob ihm ein Freund Schlechtes angetan hatte. Ein brabbelnder Schütze wurde von einem Schuss gestreift und eine blasenschlagende Wunde klaffte über seinem Arm. Er fasste sich an die Wunde. „Oh“, rief er und rannte. Ein weiterer grunzte als ob er von einer Keule in den Bauch geschlagen wurde. Er setzte sich zu Boden und blickte umher. In seinen Augen war dieser stumme, unendliche Vorwurf. Weiter die Linie hoch stand ein Mann hinter einer Statue, dessen Knie von einem Schuss durchtrennt wurde. Sofort ließ er sein Gewehr fallen und hielt sich an der Statue fest. Dort blieb er, sich verzweifelt festhaltend und um Hilfe schreiend. Ein Twilek lag keuchend hinter der Barrikade, seine Augen starrten ins Leere als der Schmerz des abgetrennten Lekku seine Sinne überwältigte. Ein junger Padawan, keine zwanzig, wurde erst das linke Bein über dem Knie abgetrennt bevor der goldene Ritter schräg durch den gesamten Körper schlug, mehr Kraft als Finesse.

Wie Banshees schrien die Jäger über sie als sie ihre tödliche Ladung über dem Feind fallen ließen. Dieses Chaos nutzend landete die nächste Welle der Shuttles. „Rein da! Rückzug!“, kläfften die Unteroffiziere, die Wut verzogener Kinder darstellend. Sie bewegten beim Schreien den Kopf, die Arme und die Beine.

Skyran drehte sich derweil aus einem weiteren tödlichen Tanz heraus und stieß den toten Körper eines Zakuul-Ritter mit einem Machtstoß in die schnell folgenden Feindestruppen. Mit langen Sätzen zog er sich zurück und sprang machtverstärkt in die offene Luke des langsam anhebenden Shuttles.

Sich umschauend und den gelegentlichen Blasterbolzen abwehrend konnte er kurz darauf über den Dächern der Hauptstadt schwebend das Ausmaß der Zerstörung nicht nur tief in der Macht verankert fühlen sondern sehen. Die ganze Stadt war von außen nach Innen in einem tagelangen Häuserkampf zerstört und nun mit dem Verlust des Marktplatzes war die ganze Stadt in Feindeshand. Wie eine Narbe lag nun die brennende Metropole auf der Haut des Planeten.


Skyran schaute hoch zur Nase der Hammerhead. "Die zwölfte ist gefallen, Meister. Was sollen wir nur tun?"
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Dexter (14.04.2016), Aloncor Torn (15.04.2016), Jade-Lynx (15.04.2016)

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Donnerstag, 28. April 2016, 11:55

Praesitlyn, 17 NVC

Er stoppte und schaute langsam am Wrack des Kreuzers hoch, über die lose hinunterhängenden Metallblenden der Brücke bis hin zur oberen Turbolaserkanone, die langsam knackend von der Nase der Hammerhead zeigte. Ein junger Twilek führte die Truppe an Soldaten, die hinter ihm aus dem Wald trat, an, zog sich den Helm vom Kopf und fragte den Jedi-Meister: "Die zwölfte Flotte ist gefallen, Meister Vandorack. Was sollen wir nur tun?"

Skyran drehte sich um und fasste den Soldaten an der Schulter. „Der Kreuzer ist nicht mehr zu retten. Wir werden ihn ausschlachten, wenn möglich die Speeder, vielleicht einen Jäger bergen und dann nach den anderen Rettungskapseln suchen. Wir werden nicht die einzigen sein, die auf Praesitlyn gelandet sind. Wenn ich mich nicht irre, ist die Hammerhead Bastila ebenfalls hier abgestürzt, richtig?“, der Jedi wand sich an die Gruppe: „Sergeant Eltanin, Hearn, checkt den Antrieb und überprüft, das wir nicht bald hochgehen. Hut, Lelino, Crux wir benötigen Medizin und Munition.“ „Krankenstation und Arsenal, verstanden“, kam es von Corporal Hut zurück. „Meseip, Dusklast und ihr fünf checkt im Lauftempo nach Überlebenden, Meseip, ihr geht direkt hoch zur Brücke und schaut nach Informationen, falls die Energie noch an ist, aktiviert die Droiden zur Säuberung und bringt jeden, egal ob Lebend oder Droide in den Backbord-Hangar. Veeck und Yaketi, schnappt euch den Rest: Zum Hangar! Los!“ Ein Moment schauten sich die Soldaten an, klopften sich gegenseitig auf Schultern und Hintern und verteilten sich im Laufschritt im Kreuzer.

Über die nächsten Stunden unterstützte Skyran die Bergungsarbeiten der Speeder, Jäger und Panzer in den Hangaren und überhörte über die COM-Verbindung die restlichen Arbeiten im Wrack. Als sie sich endgültig aus der Hammerhead zurückzogen, hatten sie eine beachtliche Menge an Vorräten gesammelt und neben zwei Jägern, einem Shuttle und vier Speedern sogar einen Panzer freischaufeln und reparieren können. „Sergeant Eltanin, initiiert die Selbstzerstörung, es darf nichts in die Hände der Zakuul fallen, die uns bestimmt bald aufgespürt haben“, befahl Skyran dem Sergeant, wartete bis dieser im Bauch des Raumschiffs verschwand und winkte vier junge Soldaten zu sich. „Ihr werdet unser Überleben sichern, indem ihr euch in den vier Himmelsrichtungen verteilt und mithilfe der Speeder weitere Gruppen sucht. Bleibt auf Frequenz Aurek Dor.“

An diesem Abend hörte er das erste Mal seit vier Tagen Lachen und schaute in offene, fröhliche Gesichter, als die immense Explosion des einst stolzen Kreuzers den Horizont erhellte. Sie hatten sich vorerst in das nahe Gebirge zurückgezogen und Skyran verstand, warum die Soldaten lachten und sich gegenseitig beim Abendessen mit lustigen und peinlichen Geschichten aufheiterten, doch konnte der Jedi-Meister heute noch nicht mitmachen. Nach den Tagen der Kämpfe und des Verlusts von mehreren tausend Soldaten und Dutzenden Jedi im Kampf um Sluis Van die alle bleibenden Eindruck in Skyran hinterließen, benötigte der Brentaalaner einen Moment der Ruhe, also klopfte er Sergeant Eltanin neben sich auf die Schulter und stand auf.

Er spazierte abseits vom Lagerfeuer und dem Gewirr der Stimmen in den Wald und ging in die Knie. Er setzte sich auf den trockenen Waldboden, legte den Kopf über eine kleine Baumwurzel. Mit bedächtigen Bewegungen zog er die Beine ein und begann einen Gedankenstrom nach dem anderen abzuknipsen und langsam eine Leere in sich zu spüren, die jede Sorge, jeden trotzigen Gedanken und jedes falsche Gefühl ersticken ließ. Er fühlte sich für einen Moment als würde er fallen, als würde er inmitten der Galaxie tausende Parsecs vom nächsten Planeten entfernt durch den luftleeren Raum schweben. Dann erst erreichte er seinen Mittelpunkt. Dann erst beruhigte sich sein Herzschlag.


Die Zakuul spürten sie vier Monate später auf und schickten vier Hundertschaften Skytrooper und einige Ritter um den Überresten der Zwölften den Todesstoß zu liefern, doch wurden ihre schutzlos zurückgelassenen Truppentransporter unverhofft von nahen Piraten zerstört. Skyran und vier Dutzend Soldaten überlebten die Schlacht in den Wäldern, die die Besatzungen der zwei auf Praesitlyn gestürzten Hammerheads aufrieb, und handelten mit den Piraten einen Deal aus. Nach den Neuigkeiten, dass der Jedi-Orden aufgelöst war und die Republik kapituliert hatte, schlossen sich die rachsüchtigen Soldaten den Piraten an und überließen Skyran einen XS-Frachter und eine T7-Einheit, damit er seine neue Mission, das Auffinden der verbliebenen Jedi, beginnen konnte.

Kaum im Hyperraum und Autopilot, ging der Jedi durch den Lagerraum, versteckte die mitgenommenen Lichtlanzen, Blastergewehre und anderen Wertgegenstände in verschiedenen Abteilen des Frachters und begann mit seinem abendlichen Alchaka, die Route nach Dantooine bereits im Nav-Computer.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Deikan (28.04.2016)

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Sonntag, 22. Mai 2016, 18:13

In der Nähe von Sriluur, 17 NVC

Ein dumpfes Knacken entging seinen Wirbeln, als Skyran seinen Rücken streckte. T7-36 hatte ihn geweckt, da der Frachter nun eine kurze Distanz von Sriluur entfernt aus dem Hyperraum fiel. Seit Wochen verbrachte er die Tage und Nächte in den leeren Fluren des XS Frachters unterbrochen von den wenigen Stunden auf verschiedenen Planeten zum Auffüllen der Vorräte und dem Erwerb von Informationen.

Als er in seiner auf Tatooine erstandenen Söldnerrüstung in die Bar eintrat, schauten ein paar interessiert zum Neuankömmling hinüber, doch als sie nur einen weiteren uninteressanten Piraten sahen, wandten sie sich wieder ihrem Getränk zu. Der Barkeeper raunzte den vermeintlichen Söldner an: “Was willst du trinken?“ Skyran humpelte zum Tresen, schüttelte seinen behelmten Kopf und reichte dem Barkeeper zwanzig Credits. “Wo kann ich Waffen verkaufen?“ Langsam den Stofffetzen, der seinen Mantel darstellen sollte, zur Seite ziehend, erlaubte er dem Barkeeper einen Blick auf die beiden Lichtlanzen, die er unter seine Rüstungselemente geklemmt hatte und die für seinen humpelnden Gang verantwortlich waren.



“Bleischleudern..” Der Jedi rubbelte den frischen Ruß von seiner Rüstung und drehte sich wieder zur Galaxiekarte des Frachters. Knapp entkommen musste er schnell von Sriluur verschwinden um weiter den Weg nach Dantooine zu verfolgen. Es war nicht ganz ungefährlich über die Handelsrouten der Hutten seinen Weg auf die andere Seite der Galaxis zu finden, doch waren hier die Chancen höher Händler zu finden, die Lichtlanzen aufkauften und die Chancen niedriger, dass die Zakuul davon allzu schnell Wind kriegen würden. Er hatte nicht damit gerechnet, dass der Waffenhändler, den der Barkeeper ihm vorgeschlagen hatte, ein Imperialen-Sympathisant war, doch konnte er sich von diesem hässlichen Wüstenplaneten verabschieden ohne seine Lichtschwerter sprechen lassen zu müssen und er war trotz der Auseinandersetzung und dem Kauf einer neuen Rüstung einige tausend Credits reicher.

Sriluur bildete jedoch den Abschluss der Reise durch den Huttenraum und Skyran folgte so weiter dem Salin Korridor nach Salin und dann der Veragi Handelsroute über Bimmiel, Sernpidal und Dubrillion nach Dantooine.

Auf den meisten Planeten landete er vor allem um eine schnelle Suche der örtlichen, öffentlichen Datenbanken über Gefangennahmen von Jedi oder sonstigen abnormalen Geschehnissen durchzuführen. Die einzigen Informationen die er bekam, bei denen es sich um Jedi handelte, sprachen von Kopfgeldern, den folgenden Tötungsberichten und Warnungen.

Er war sich nicht sicher wer von seinen alten Freunden und Bekannten noch lebte und wer in dieser totalen Überwältigung in die Macht eingegangen war. Ob seine ehemalige Padawan noch lebte, wer die Schlacht von Sluis Van neben ihm und den paar tapferen Soldaten überlebt und die zahlreichen anderen Schlachten im imperialen Raum oder den Kernwelten, als das Ewige Imperium immer weiter ins Zentrum stieß, überstanden hatte.

Also tat er das was ein Jedi tun muss um sich auf die künftigen Kämpfe und Schlachten vorzubereiten. Er trainierte, schärfte Körper und Geist weiter und hatte viel Zeit damit verbracht seine Machtfähigkeiten zu stärken, wie er es immer in Zeiten der Ungewissheit und des Abwartens tat. Zwischen den langen Einheiten und Meditationen dachte er viel über seine Meisterin und die Fragen nach, die noch unbeantwortet in ihrem Holocron lagen, wo auch immer es sich nun befand.

Mit einem Zischen öffnete sich die Laderampe des XS und Skyran schritt heraus auf den kleinen Raumhafen von Khoonda, der Siedlung, die der Jedi-Enklave am nächsten war. Es war lange her, dass er auf diesem Planeten war, zu besseren Zeiten, als die Republik und die Jedi noch im Frieden waren und nur den Zwisten und Bürgerkriegen des Outer Rim beiwohnen mussten. Damals hatte seine Meisterin ihn hergebracht um ihm die Vergangenheit des Ordens beizubringen und hat in ihm das brennende Interesse zur Geschichte der Galaxis entfacht, dass er über viele Vorlesungen als Lehrer auch in Anwärtern und Padawanen entfachen versuchte. Ein Klick und die Zentralverriegelung des Frachters verschloss die Laderampe.

Vom Raumhafen arbeitete er sich durch die beachtliche Siedlung am Regierungsgebäude vorbei zu einem ihm bekannten Speeder-Vermieter. Dort mietete der Jedi einen Speeder um „die Farm seiner Familie zu besuchen“ und verließ Khoonda fast so schnell, wie er angekommen war.

Als er über eine Hügelkuppe schoss und die Enklave in Sicht kam, breitete sich ein Gefühl der Unruhe in ihm aus. Die Zakuul würden hier bestimmt Späher haben, da es sich um einen der bekanntesten Orte handelte, der den Jedi wichtig war und mehrmals zuletzt unter Metra Surik geholfen hatte, die Jedi aus dem Exil zurück in die Öffentlichkeit zu bringen.

Er erreichte die Enklave, verschaffte sich Zugang indem er den Eintritts-Code auf der Konsole eingab und ließ den Speeder kurz hinter den Türen im Eingangsbereich liegen. Langsam um jede Ecke spähend bewegte er sich durch die alten, verlassenen Gänge und Räume bis er in der Versammlungskammer des Rates stand. Skyran zückte ein Datapad und versteckte es unter einem der Sitze.



Der Jedi-Meister blickte noch einmal traurig zurück zur verlassenen Enklave als er wieder auf der Hügelkuppe ankam und seufzte erneut. Er wurde langsam ungeduldig. Er war seit Monaten unterwegs und hatte keinen anderen Jedi getroffen noch wirkliche Informationen finden können, was mit dem Rat oder seiner Großmeisterin passiert war. Nun, hier in der Enklave, hatte er eine Nachricht hinterlassen, die etwaige Jedi zu ihm führen oder auch Gefahren mit sich bringen konnte. Er gab die Hoffnung nicht auf seine Brüder und Schwestern zu finden, doch musste er zugeben, dass es wohl noch sehr lange dauern könnte bis er wieder in vertrauter Gesellschaft sein könnte.

Am Raumhafen angekommen aktivierte er die Laderampe und kletterte in das Raumschiff. Er hatte den Speeder bereits abgegeben und machte sich daran die Route für den Flug nach Telos IV einzugeben um die nächste Enklave anzufliegen, als er ein Piepen seiner Gerätschaften hörte. T7-36 rollte ins Cockpit und gab einige Töne von sich. “Das hilft mir nicht, T7. Schrei nicht einfach nur Warnung sondern zeig es auf dem Schirm an.” T7 gab ein trauriges Surren von sich und rollte zu einem Droiden-Port hinüber. Auf dem Pilotenschirm tauchte die Warnmeldung nun auf, die Skyran dazu brachte in den Pilotensitz zu springen und die Triebwerke, ohne auf Starterlaubnis zu warten, zu zünden. Mit feuerspuckenden Triebwerken donnerte er in den Abendhimmel.



Als er erwachte, waren sie gerade dabei, ihn aus dem Raumanzug zu befreien. Geistesgegenwärtig versuchte er so schlaff und bewusstlos wie ihm nur möglich zu wirken und wartete bis sie fertig waren. Eine Männerstimme donnerte: “Guck dir mal seine Rüstung an, weiß wie seine Haare und bereit für den Einsatz. Der wollte wohl weiterkämpfen und sich nicht verkriechen wie die beiden hier.” Skyran wurde hellhörig. Zwei andere? Andere was? Jedi? Er spürte keine anderen Machtnutzer. Der Mann redete weiter: “Töte ihn jetzt, Inky, der wird sich bestimmt mehr wehren als die beiden Grünen.”

Skyran spannte sich an, katapultierte sich in die Luft, zog die Lichtschwerter aus den inneren Taschen der Rüstung und landete. Er schaute sich zackig um als die ersten Gewehre auf ihn gerichtet wurden und sah sie. Zwei Mirialaner in abgewetzten, aber klassischen Jedi-Roben lagen tot in zwei Cryo-Behältern, ein dritter offen daneben.

Jedi. Er hatte welche gefunden. Skyran wütete in einem wilden Creschendo durch die Kopfgeldjäger und endete dem Kampf indem er dem Mann mit der donnernden Stimme das Gewehr samt der Hände abtrennte und mit einem kraftvollen Machtschub gegen das innere des Cryotanks schleuderte. Eine konzentrierte Handbewegung schloss die Klappe und der Tank aktivierte sich automatisch.

Als das neue Schiff des Jedi den Mond verließ, hinterließ er einen kleinen Haufen an Leichen neben dem Wrack des treuen XS Frachters.

Während des Starts auf Dantooine hatte ihn ein Raumschiff ins Ziel genommen und beim Eintritt in den Hyperraum kritisch getroffen. Durchgeschüttelt und irgendwo in der Galaxis ausgespuckt konnte Skyran den Frachter auf Kollisionskurs mit einem Mond bringen, doch dann musste er warten, bis ihn jemand fand. Skyran schaute sich weiter im Schiff um während der Autopilot ihn aus dem Gravitationsfeld brachte. Es war eine alte Defender-Klasse, vermutlich das zugeteilte Schiff der beiden Jedi, die tot im Lagerraum lagen. Der Mensch konnte diese Theorie bestätigen, als er durch die Logs des Schiffes las und die beiden als Ritter Vopo und Padawan Sasz identifizieren konnte, die auf der Flucht vor einer Patrouille der Zakuul in die Hände der Kopfgeldjäger gelangten.

Wieder alleine in einem viel zu großen Schiff, diesmal sogar ohne einen hilfsbereiten Droiden, machte er sich auf den geplanten Weg nach Telos IV.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Deikan (22.05.2016), Harlen Gregorius (23.05.2016), Dexter (23.05.2016)

6

Sonntag, 22. Mai 2016, 18:13

Telos IV, 17 NVC

Telos IV. Mittlerweile zum Touristenplaneten des Outer Rim geworden war für Skyran nur interessant, ob die Enklave in der Polarregion des Planeten noch stand und ob in dieser geheimen Enklave so die Macht mit ihm war sogar Überlebende zu finden waren.

Skyran landete auf dem Hochplateau nahe des Zugangsfahrstuhls im Schnee und gab an der Konsole neben der Tür den Zugangscode ein. Zu seiner Freude ertönte eine Stimme, wenn sie auch ängstlich war: “Telos Bewässerungssysteme, guten Tag? Wer sind sie und warum sind sie hier?” Skyran lachte auf. Natürlich. Die Akademie war damals in einem verlassenen Bewässerungssystem aufgebaut worden. Er antwortete: “Jedi-Meister Skyran Vandorack. Kennzeichen 277892. Ich würde gerne reinkommen, hier oben ist es bitterkalt.” Nach einer kurzen Pause erwiderte ihm eine andere gefestigtere Stimme: “Natürlich, Meister Vandorack. Die Polarenklave steht euch offen. Bitte landet im Ost-Hangar.” Skyran folgte der Bitte und stieg aus der Defender aus. Ein gutes Dutzend Männer und Frauen empfing ihn, hieß ihn willkommen und bedeutete ihn weiter ins Innere zu kommen.

Sie gingen in die Küche und setzten sich um den langen Tisch in der Cafeteria. Skyran fing an: “Wie viele haben wir hier, Jedi, Soldaten, Zivilisten? Wie oft habt ihr den Zakuul die Stirn geboten?” Er wollte noch weitere Fragen stellen, doch die greifbare Stille und die hinunterhängenden Köpfe brachten ihn zum Schweigen. Ein Jedi antwortete: “Ich bin Ritter Pharmi Gage. Wir sind zwei Jedi, euch nicht eingeschlossen, zweiunddreißig Soldaten und knapp hundert Zivilisten?” Beim letzten Teil blickte er fragend in die Runde. Ein paar nickten und der Ritter erzählte weiter: “Wir konnten es uns nicht leisten aggressiv zu sein, wir hatten außerdem weder eine Nachricht vom Jedi-Rat oder dem republikanischen Militär. Mit so wenig Mann wäre es ein Himmelfahrtskommando ohne die Hilfe der Republik oder des Ordens alleine gegen die Zakuul zu stehen. Neben einzelnen Nachrichten von entfernten Planeten haben wir keine Informationen über andere Gruppierungen die sich den Zakuul nicht beugen wollen. Wir haben nicht genug Mittel, keine Schiffe, keine Panzer um uns zu wehren. Vor allem haben wir hier so wenig Credits, dass wir gerade so überleben.”

Skyran überlegte. Er hatte gehofft, dass die Situation besser war, dass zumindest hier jemand vom Rat gehört hätte oder weiterkämpfte. “Ich verstehe, Ritter Gage, dass ihr die Zivilisten nicht riskieren wollt und möchte das auch nicht. Ihr habt wundervolle Arbeit geleistet und solltet stolz auf all die Leben sein, die ihr retten konntet. Ohne eure Hilfe währen sie sicher in schlechten Umständen oder bereits in die Macht eingegangen. Doch ich bitte euch mir zu helfen und mit mir zu kämpfen, ihr seid Jedi.” Skyran schaut vom Ritter zu den Soldaten: “Und ihr Soldaten der Republik. Betretet die Defender und schaut den beiden getöteten Jedi, den beiden Mirialanern in die Augen, schaut ihren leblosen Körpern, von Kopfgeldjägern hingerichtet, in die Augen und sagt mir, dass ihr nicht kämpfen wollt. Kämpfen gegen Invasoren die unsere Republik und unsere Völker unterwerfen wollen, unsere Brüder und Schwestern hinrichten, ob Jedi oder Soldat und die Demokratie zerstören. Schließt euch mir an und wir werden ihnen zeigen, dass die Republik ihren Biss noch nicht verloren hat und wir werden, wie wir uns heute hier auf Telos gefunden haben, noch viele weitere finden die sich uns anschließen.” Die Soldaten schauten einander an und zuckten mit den Schultern. Ein recht bulliger Soldat, der Kerl, der Skyran in den Hangar einlud, meldete sich zu Wort: "Das ist schön und gut, Meister, doch was können ein paar Dutzend Soldaten und drei Jedi ausmachen, wenn sich das Militär zurückhält und ihr die einzigen... lebendigen Jedi seid, die wir seit Monaten gesehen haben. Jeder Widerstand wurde niedergeschlagen, jedwede Art eines Aufstandes blutig zerstört. Wir haben keine Kontakte außerhalb des Telos Systems, die sich noch trauen auf die Straße zu gehen, geschweige aktiv gegen das neue Imperium vorzugehen. Wir müssen die Füße stillhalten und warten bis der Senat beginnt sich zu wehren oder wir haben gar keine Chance mehr die Republik erstarken zu sehen. Es wird wohl lange dauern, doch diese Enklave hat alles, was wir zum Überleben brauchen. Ihr könnt euch gerne anschließen, wir haben genug Platz, Meister Vandorack." Der Meister zögerte kurz, er hatte eine positivere Antwort erwartet, also musste er eine andere Taktik wählen: "Da habt ihr natürlich auch Recht, wir sind wenige Männer und Frauen, definitiv zu wenige um die Zakuul ganz alleine zu schlagen, doch jemand muss den Anfang machen, den Funken Hoffnung entzünden und sicherstellen, dass er am Leben bleibt. Wir werden uns nicht direkt gegen das Ewige Imperium stellen können, aber wir können ihre Arbeit behindern, ihnen Schwierigkeiten machen. Und wenn das nicht funktioniert, dann werden wir einen Rückzugsort benötigen und dort versuchen zu überleben, bis der Jedi-Orden wieder existiert oder die Republik sich wehrt. Ihr vierunddreißig habt die Kraft dazu, zu diesen Tapferen zu gehören, die sich den Tyrannen entgegenstellen. Aber denkt nicht, dass wir sterben werden, denn ich erinnere euch daran, dass kein Krieg gewonnen wurde, indem man für seine Seite stirbt, sondern indem man den dummen, armen Bastard für seine Seite sterben lässt. Die Zeit der Diplomatie ist leider endgültig vorüber." Eine Stille senkte sich über die Cafeteria, bis der Sergeant sich räusperte und in die Runde sprach: "Ich werde ihm folgen. Wartet, bevor ihr ebenfalls 'Ja' sagt, geht in euch, schlaft drüber, denn nicht jeder wird von dieser Mission wieder zurückkehren und Ruhm und Glorie erwartet niemanden von uns. Nur schwerste Zeiten, Verlust und Angst. Wenn ihr dazu bereit seid, meldet euch morgen beim Frühstück bei mir."

Sie benötigten einige Tage um sich vorzubereiten, brachten Vorräte in die Defender und die Thunderclap, mit der der Großteil der Soldaten hergekommen war und trainierten in der Zwischenzeit um sich auf die harte Zeit, die folgen würde, vorzubereiten. Die Zivilisten wurden in einigen Fuhren zur Hauptstadt gebracht und dort in Flüchtlingshäusern untergebracht, nachdem die beiden Jedi-Ritter einige Beamte per Geistestrick ‘überzeugt’ hatten das Richtige zu tun. Sie blieben nicht hier in der Polarenklave, da es zu gefährlich würde, falls einer der Soldaten oder Jedi gefangen genommen und verhört würde. Skyran trat kurz vor Aufbruch vor die fast drei Dutzend Männer und Frauen die sich nun unter sein Kommando geben würden und schaute in jedes einzelne Gesicht. Er hatte noch nicht genug Zeit gehabt um jeden Namen zu lernen, doch ihre Gesichter würde er nicht vergessen. Ehemalige Mitglieder der TSF und zwei Jedi die sich darauf vorbereiteten gegen ein Reich vorzugehen, dass die gesamte, bekannte Galaxis unterjocht hatte und sollten sie fallen, wegen ihm, Skyran, sterben würden. Er hielt sich in der Rede kurz: “Männer, Frauen: Wir werden uns unser ganzes Leben an diesen Tag erinnern, egal wie kurz oder lang es noch sein wird, doch dieser Moment symbolisiert unseren Aufstand, unsere Unfähigkeit uns zu beugen, bis die Ideale in der Galaxis wieder vertreten werden, für die wir unsere Leben bereit sind zu geben. Es ist mir eine Ehre mit euch wundervollen Männern und Frauen in den Kampf zu ziehen, jederzeit, überall.”

Sie waren bereits im Hyperraum, als Skyran die Squadleader und Jedi im Besprechungsraum der Defender zusammenrief und kurz auf dem Datapad rumtippte, bis auf dem Holo-Tisch eine Kugel auftauchte. Flackernd bildeten sich die topographischen Gegebenheiten bis der Planet leicht zu identifizieren war. “Coruscant?”, fragte Squadleader Lee ungläubig.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Deikan (23.05.2016), Dexter (23.05.2016)

7

Freitag, 12. August 2016, 13:28

Coruscant, Mitte 17 NVC

Sie hatten niemanden gefunden. Nach dem Erfolg auf Telos IV hatte er wieder in seiner Mission Jedi ausfindig zu machen versagt. Mit vier Freiwilligen war er auf Coruscant gelandet und sie hatten mehrere Tage bei Informationsmaklern versucht Informationen über Jedi und andere Machtnutzer zu bekommen. Ohne Erfolg.

Die Angst schlug in ihren Auren durch. Zu groß war die Gefahr von den Zakuul und ihren Sympathisanten gefunden zu werden, wenn man über Jedi sprach. So mussten sich Skyran und seine Kumpanen an Orten umsehen, die den Jedi damals wichtig waren. Sie durchforsteten selbst die Ruine des Tempels der vor 17 Jahren noch als Symbol der Hoffnung hoch in den coruscanti Himmel stach.

Skyran strich an einer Wand entlang, ein wages Lächeln schlich sich auf seinen Mund und strahlte müde über seine vernarbten Wangen. „Ritter Gage, erinnert ihr euch?“ Der Ritter nickte ihm munter zu, während er sich unter einer gefallenen Säule hindurchzwang: „Ja, Meister, dies war die Cantina.“

„Es bringt nichts, wir kommen hier nicht weiter, lasst uns wieder zum Rest der Einheit stoßen“, sagte Gage eines Abends, nachdem sie drei Wochen auf dem Capitalplaneten ohne eine einzige Spur, ohne einen einzigen brauchbaren Hinweis verbracht hatten.


Tatooine, Ende 17 NVC

„Onkel, wir haben endlich den Delikatessenhändler gefunden, von dem ihr so lange geschwärmt habt”, tönte es aus der COM-Einheit.Skyran antwortete: „Das ist schön, mein Neffe. Bringt ihr mir etwas mit?“ Ritter Gage antwortete übers COM: „Ein richtiger Dantooine Flapjack, Onkel. Wir haben eine ganze Kiste davon eingepackt.“
Den Rest des Gesprächs verfolgte er nur noch halbherzig, denn seine Gedanken rasten. Sie hatten einen Meister ausfindig gemacht und er würde in zwei Wochen eintreffen.


Tatooine, Ende 17 NVC

„Vade Savoth, willkommen auf Tatooine“, begrüsste Skyran die alte Meisterin als sie hinter Sergeant Piela ins Zimmer humpelte. „Ich hoffe Ihr hattet eine angenehme Reise und findet euch gut ein. Wir sind so froh einen weiteren Jedi in unserer Mitte zu haben.“
Er war froh, dass sie nun endlich hier war, doch konnte er den unfairen Gedanken nicht von sich schütteln, dass er all die Zeit gehofft hatte, dass es sich bei dem Meister um einen Schwertmeister oder zumindest einen Veteran der letzten Kriege handelte. Jemanden der im bevorstehenden Krieg neben ihm stehen würde und seinen Rücken deckte. Keine staubige Biobliothekarin. Skyran atmete aus. Nun, sie war eine Archivarin und hatte so ein sehr tiefes Verständnis des Wissens, dass in den Jedi-Tempeln auf Coruscant und später Tython gelagert wurde. So würde sie eine große Rolle in der Ausbildung der Jüngeren im Stützpunkt Espelar einnehmen und könnte die Leitung des Standortes übernehmen wenn er auf einer Mission fernab jeder Möglichkeit des Kontaktes war. Nein, sobald sie sich eingelebt hatte, würde sie diesen Stützpunkt leiten.

Er zeigte ihr den Stützpunkt, die Zelte, das Hauptgebäude, den Nahrungsspeicher, stellte sie der Truppe vor und teilte mit ihr das lang ersehnte Abendessen bevor er sie in die zahlreichen Probleme einweihte, die sie plagten, vom behobenen Womprattenproblem bis zur verbesserungswürdigen finanziellen Lage und ihren Plänen diese zu entschärfen. Zum Ende hin besprachen sie ihre Erfahrungen im Kampf gegen die Zakuul und wie Meisterin Savoth ihnen helfen konnte.

„Vandorack, ihr müsst nicht um den Brei herum reden, wir kennen uns doch. Ihr habt auf einen Kämpfer gehofft um den Zakuul wieder gegenüber treten zu können. Doch was ich euch ermöglichen kann, ist noch viel mehr. Ich werde die Jünglinge und Padawane ausbilden und diesen Stützpunkt in all seinem … Glanz erscheinen lassen, während ihr euch wieder dem Krieg widmen könnt, dem Widerstand. Als Tarnung wäre am Sinnvollsten, wenn ich die Besitzerin der Söldnergruppe bin, die die TSF vorgibt zu sein, den Nails. Mit den aktuellen Problemen macht es Sinn, dass ich hier bin und die Truppe wieder auf Vordermann bringe. Mit der freigewordenen Zeit könnt ihr euch dann auch wieder dem Krieg gegen die Zakuul widmen. Was meint ihr?“

Sie hatte den Nagel auf den Kopf getroffen.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Deikan (12.08.2016), Aloncor Torn (16.08.2016)

8

Mittwoch, 3. Mai 2017, 10:02

In der Nähe von Tatooine, 22 NVC

Skyran hatte sich damals, als junger Padawan, gefragt, was er, ein einfacher Sohn eines Möbelverkäufers von Brentaal IV, Großes, Bedeutendes und vor allem Bleibendes erreichen könnte. Er würde kein President oder Kanzler der Republik werden, der große Reden halten würde und die Leben von Milliarden Republikanern verbessern könnte. Kein Schauspieler, dessen Werke auf dem gesamten Holonet abgespielt und der Galaxie Entspannung und Unterhaltung bringen würden. Auch kein Musiker, der live vor hunderttausenden Republiksbürgern auftreten dürfte. ‘Du bist ein Träumer!’, hatte sein Vater eines Tages geschimpft: ‘Mein Grossvater, mein Vater und ich haben diesen Planeten nicht verlassen, sondern uns um dieses Unternehmen gekümmert und du wirst nicht der erste sein, der diese Tradition bricht! Dies ist ein Familienunternehmen und das wird es auch bleiben.’ Sein Vater hatte ihn an den Haaren in die Werkstatt gezogen und vor die Werkbank geworfen. ‘Du verlässt diesen Raum erst, wenn du es geschafft hast einen soliden Greel Holzstuhl zu bauen. Ein Eimer ist in der Ecke.’

Skyran wich den weiten Schlägen des Sith aus, zog sich zurück und führte den Feind so durch den engen Flur bis zum Lagerraum. Die wilden Schnitte des Sith zerstörten Leitungen über ihren Köpfen und durchbohrte die Metallwände mit Leichtigkeit. Der Sith würde sie beide noch umbringen, dachte Skyran und sprang einen Satz zurück bis knapp vor die Lagertür.

Als er seiner Meisterin, einige Jahre später, davon erzählte, hörte sie ihm geduldig zu und strich ihm über die kurzen weißen Haare: ‘Du wirst kein Kanzler oder Superstar werden, damit hast du Recht. Weißt du denn bereits, was du mit deinem Leben anfangen willst? Ich möchte allerdings nicht hören, was Skyran der Padawan tun möchte, sondern Skyran der junge Mann.’
Er musste darüber eine Weile nachdenken. Er wollte direkt behaupten, dass er nichts lieber tun würde, als dem Jedi Kodex folgen. Es wäre keine Lüge, doch es wäre auch nicht die Wahrheit, die er in seinem Herzen kannte.
"Ich... möchte helfen’, krächzte er hervor.
Beatrice schloss ihre Augen, öffnete sie und schaute ihm tief in seine.
‘Ist das so? Wenn ich in deiner Klasse einen nach dem anderen fragen würde, würden alle genau das auf diese Frage antworten: “Ich möchte helfen”. Kann das sein oder sagt ihr nur das, was von euch erwartet wird oder die erste Antwort, die euch in den Sinn kommt? Geh bitte in dich hinein und prüfe ob das genau das ist, was du willst.’
‘Ich möchte, dass Personen, die mit mir Kontakt haben, am Ende fröhlicher, glücklicher und besser dran sind als vorher. Ich habe nicht die Gabe, Verletzte effektiv zu heilen oder für die Jedi im Senat zu arbeiten und nach Unterstützung zu bitten, aber ich habe das Zeug dazu für die Ideale und Wünsche anderer einzustehen und die Bewohner der Galaxie in ihrer Not zu verteidigen.’ Er hatte nicht gemerkt, dass er mittlerweile stand und die schmächtige Brust geschwellt vor seiner Meisterin posierte. Skyran sah, wie sie sich das Lächeln verkniff und mittlerweile wusste er, dank ihres Holocrons, dass sie ihn damals für einen kleinen Idealisten hielt und gehofft hatte, dass er in der damaligen Zeit des galaktischen Friedens diesen Idealismus behalten könnte. Das nur wenige Jahre später die Rückkehr der Sith bevorstand, konnte niemand erahnen.


Der Jedi torkelte zurück, Blut lief ihm aus der Nase und er tippte sich, das Lichtschwert in der Hand gegen den Nasenrücken. Gebrochen war sie nicht, das war die gute Nachricht. Er wandte sich wieder seinem Gegenüber zu und hob das Lichtschwert. “Gib mir einen Moment, Sith.” Der Reinblütige lächelte ihn an, die spitzen Zähne und ein dämonisches Grinsen mischten dabei zu einer unheimlichen Grimasse. Er trug eine schwarze Rüstung im klassischen Sith Design und hob das massive Lichtschwert in eine Variante der Ausgangsstellung der Form V. Skyran hob den Kopf und schnaubte Blut auf den Boden.

Seine Meisterin hatte ihm geraten mit kleinen, aber bestimmten Schritten anzufangen. ‘Hilf Padawan Davip bei seinen Studien. Genau wie er dir in Biologie und Informatik voraus ist, bist du ihm in Politik und Geschichte voraus… und wenn er in seinem nächsten oder übernächsten Test von seinem Meister ein Kompliment kriegt, dann weißt du, dass es funktioniert hat und du jemandem geholfen hast oder du hilfst Archivarin Yuotu bei den Aufräumarbeiten im Archiv. Das würde ihr sicher sehr gut tun, sie ist alt geworden und kann es nicht mehr so gut ab die etlichen Leitern hochzuklettern. Und wenn wir auf unserer nächsten Mission einem Verbrecher das Handwerk legen und so einer Siedlung Ruhe und Frieden bringen, dann ist auch das eine kleine Welle der Güte und der Hoffnung, die dein Handeln in der Galaxie verursacht hat.’

Skyran hob die Lichtschwerter und wurde in ein violettes Licht getaucht. Wurden all die aberhundert Wellen, die er seitdem verursacht hatte, von den Zakuul zunichte gemacht oder vielleicht nur abgeschwächt? Er duckte der roten Klinge aus dem Weg, rollte sich zur Seite und griff mit hilfe der Macht einen Werkzeugkasten den er auf den Reinblütigen feuerte. Dieser ließ den Kasten an sich abprallen ohne an Momentum zu verlieren. Er hieb von oben herab auf den Menschen, der mit beiden Lichtschwertern krachend parierte. Seine Arme bebten und zitterten und Skyran hatte das Gefühl, wortwörtlich in den Boden gestampft zu sein. Als bereits der nächste Schlag, wie eine Sense nach seinem Bauch jagte, rollte der Jedi knapp darunter durch und gab einen Machtstoß Richtung Sith ab.

‘Und wenn wir einen Sith besiegen, dann haben wir eine große Welle ausgelöst, richtig?’, fragte Skyran aufgeregt und stellte sich bereits die haarsträubendsten Kämpfe und Siegesparaden vor. ‘Skyran, setz dich hin. Darüber scherzen wir nicht. Tausende Jedi und Millionen Vertreter der verschiedensten Spezies sind den Sith in den letzten vierhundert Jahren zum Opfer gefallen. Planeten wurden geschliffen und ihrer Lebenskraft beraubt. Und vor dreihundert Jahren wurden sie besiegt. Endgültig.’

‘Wohl nicht’, dachte Skyran und ging mit einer komplexen Angriffsfolge auf den Sith los. Er vollführte eine Scherenattacke, stach nach den kleinen Lücken, die sich bei dem Sith bildeten und drückte immer vorwärts, plötzlich nach links oder nach rechts, doch immer auf den Sith zu. Dieser war nicht überrascht, doch trotzdem in Bedrängnis. Sie kämpften im Laderaum der ‘Ribbon Renegate’, der Sith-Corvette von Wizur, dem Sith-Lord, der vor ihm stand und dieser hatte sich in eine Ecke drängen lassen. Der Jedi-Meister hämmerte links, schmetterte gegen das Lichtschwert, täuschte rechts vor und stach nach seinem Kopf. Schwitzend und nur knapp einer letzten Migräne ausweichend, strauchelte der Sith. Skyran hieb nach seinem Hals, schnitt ihm während seiner Parade durch den rechten Oberschenkel und trat nach der Innenseite seines Knies. Wizur schrie, knickte ein und versuchte einen letzten hoffnungsvollen Schlag gegen den offenen Rücken des Jedi, doch dieser fing den Arm ab, drückte ihn samt des Schwertes hoch, duckte sich darunter hinweg und tötete den Sith mit einem Stich durch das Herz. Skyran humpelte schnell aus dem Lagerraum und den kurzen Flur entlang zum Cockpit.

Über die Jahre hatte sich sein idealistischer Wunsch zu helfen verändert. Er konnte nicht mehr nur helfen. Er wollte verhindern. Er wollte kämpfen. Und manchmal musste er töten.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

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Dexter (03.05.2017), Aloncor Torn (03.05.2017)