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Cayenne

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Sonntag, 5. Juli 2015, 14:46

Eins muß ich mal loswerden...

Falls Ihr zufällig in oder um Karlsruhe wohnt, oder falls Ihr von Eurem sommerlichen Italienurlaub auf der Heimreise in den Norden zufällig durch Karlsruhe kommt, oder Euch anderweitig im Zeitraum bis Ende September zeitweise in oder um Karlsruhe aufhaltet, dann schaut Euch unbedingt mal die Schloßlichtspiele anläßlich des 300. Stadtgeburtstags der Landeshauptstadt Badens an, die derzeit allabendlich dort zu sehen sind. Beginn war am 20.06. und die letzte Vorführung wird am 26.09. sein. Eintritt ist frei, es fallen nur eventuelle Fahrtkosten an. Das Spektakel beginnt, sobald es dunkel genug ist (also je später im Jahr, desto eher fangen sie an), dauert eine grobe Viertelstunde und wird dann mit Pausen zwischendrin bis 24 Uhr wiederholt, freitags und samstags bis 1 Uhr.


Was ist zu sehen? Das Schloß wird angeleuchtet, wie der Name Schloßlichtspiele schon vermuten läßt. Die Art und Weise jedoch, zusammen mit der akustischen Begleitung, ist umwerfend, hinreißend, atemberaubend. Eigentlich kann man das nur mit einem Wort angemessen beschreiben: unbeschreiblich. Das würde selbst Jedi aus den Socken hauen! Ich habe mir das inzwischen mehrfach angesehen, hatte bei dieser einzigartigen Liebeserklärung an Karlsruhe jedesmal Tränen der Rührung in den Augen, und habe noch lange nicht genug davon. Genau dieses wird, wenn ich die Terminübersicht recht verstehe, leider nur noch bis zum 31.07. gezeigt werden. Danach werden andere Sachen gezeigt, bzw. schon ab 03.07. abwechselnd mit anderen. (Ist aber noch jeden Abend mindestens einmal dran.) Vom 17.07. - 19.07. ist allerdings gar nichts geplant, warum auch immer.

Die Eröffnungsfeier am 20.06. mit insgesamt ein paar Hundert Darstellern war schon echt umwerfend. Die 300 Cent Eintritt waren das absolut wert. Die haben eine halbe Oper um die Stadtgründung und andere Themen komponiert, mit dem Stadtgründer Markgraf Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach und seiner Frau Magdalena Wilhelmine von Württemberg. Da lief Karl Wilhelm mit einer überdimensionierten Pappaxt über die Bühne, um damit große Pappbäume zu fällen, die von anderen Darstellern als Wald arrangiert wurden. (Die mußten damals ja erstmal den Wald weghauen, um Platz für Schloß und Stadt zu schaffen. Heutzutage würden sich da vermutlich haufenweise Greenpeaceler an die Bäume ketten, die man mit umhacken müßte, aber damals gab es die noch nicht.) Nur den Hiphoper hätten sie sich meiner Meinung nach wirklich sparen können... Auch wenn er ein Karlsruher Hiphoper ist... Oder durch etwas anderes austauschen... Dieses öde Geleiere ist einfach nicht mein Ding. Auszüge aus der Eröffnungsfeier, die ich bei Youtube gefunden habe, leider ist die Kameraführung ein wenig... wackelig.

Bis ca. 08:30 Schloßbau und Stadtgründung. Anschließend der Hiphoper zu Aufnahmen des ersten Teils der Schloßlichtspiele, die aber eigentlich erst nach der Eröffnungsfeier das erste Mal gezeigt wurden. Aber verständlich, daß sie die Bilder seines Ge(hip)hopses durch irgendetwas herzeigbares ersetzen wollten. (Warum nicht auch gleich das Geleiere?) Den kann man überspringen:


Ab 04:12 ein Teil, der den bedeutenden Frauen Karlsruhes gewidmet ist. Vorher der Oberbürgermeister und der Ministerpräsident beim Redenschwingen, die kann man überspringen:


Bis 05:20 hübsche Musik mit hübsch beleuchtetem Schloß, ab 05:20 Ballett.


Bis 06:30 ist die Musik ein wenig... schräg. Ich mag diesen... modernen Kompositionsstil überhaupt nicht. Ab 06:30 ist die Musik zwar nicht sehr aufregend, aber in Ordnung. In jedem Falle aber ein sehr schönes Beleuchtungsspektakel am Schloß:


Live ansehen wird man sich die Eröffnungsfeier leider nicht mehr können, höchstens noch bei einer Wiederholung im Fernsehen (Baden-TV hatte das am folgenden Tag im Programm, vielleicht zeigen sie das irgendwann nochmal) oder vielleicht auch irgendwann auf Youtube. (Habe da aber noch keine komplette Version gefunden.)

Für all die bedauernswerten Menschen, die keine Möglichkeit haben werden, sich die Schloßlichtspiele live beim Schloß Karlsruhe anzusehen, und für die Neugierigen, die zwar die Möglichkeit haben, aber es einfach nicht abwarten können, habe ich eine professionelle Aufnahme von den Machern selbst in den Spoiler gepackt. (Es gibt auch sehr viele größtenteils sehr schlechte Laienaufnahmen, mit ständig wackelnden Kameras, und/oder bei denen man nur das halbe Schloß sieht, und/oder bei denen der Ton so grausam ist, daß man am liebsten weglaufen möchte.) Genau dieses wird jedoch, wie oben schon geschrieben, nur noch bis zum 31.07. gezeigt.

 Ich kann aber wirklich nur empfehlen, falls Ihr die Möglichkeit habt, schaut es Euch zunächst vor Ort an! Es lohnt sich!


Überhaupt ist Karlsruhe eine wundervolle Stadt, für Touristen oder Einwohner, für junge oder alte Menschen, für Singles, Pärchen oder Familien, für Studenten oder Erwerbstätige, und Erwerbslose... nun ja, die stehen dort halt vor den Problemen, die sie überall in Deutschland haben... Nur für hitzeempfindliche Menschen ist es gar nichts. Nicht umsonst wurden zu Zeiten des Kaiserreiches Soldaten für einen Sommer in Karlsruhe (und auch Freiburg) stationiert, um sie auf Tropentauglichkeit zu testen, und erst, nachdem sie das überstanden hatten, ohne in der Hitze zusammenzuklappen, in die afrikanischen Kolonien geschickt. Karlsruhe gehört mit zu den familien- bzw. kinderfreundlichsten Städten, die ich je gesehen habe, mit haufenweise tollen Spielplätzen und zahlreichen Angeboten speziell für Kinder und Jugendliche vor allem für die Ferien, und zahlreichen wirklich schönen Grünanlagen. (Der Schloßgarten, der Stadtgarten (inklusive Zoo), in dem früher jährlich, inzwischen leider nur noch zweijährlich das Lichterfest stattfindet (das nächste mal am 22.08, läßt sich also gut mit einem Besuch der Schloßlichtspiele kombinieren), die Günther-Klotz-Anlage, in der alljährlich Das Fest stattfindet, zu dem regelmäßig ehemalige Karlsruher aus ganz Deutschland anreisen, mit einer bunten Mischung aus gut bekannten und zum Zeitpunkt des Auftritts noch nicht, aber teilweise Jahre später ebenfalls sehr bekannten Musikgruppen (beispielsweise Guano Apes) plus traditionellem Klassikkonzert am Sonntag Vormittag des Festwochenendes (nächster Termin 24.-26.07., läßt sich also gut mit einem Besuch der Schloßlichtspiele kombinieren), und weitere.) Immer lohnt sich auch ein Besuch des ZKM. (Mitverantwortlich für das Gesamtprojekt der Schloßlichtspiele.) Derzeit haben sie unter anderem eine begehbare Wolke im Angebot. So eine richtige, echte Wolke, wie sie auch am Himmel schweben, mitten in einer Halle, nur halt ein wenig kleiner als die am Himmel. Anläßlich des 300. Stadtgeburtstags gibt es zudem, wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe, 500 Veranstaltungen innerhalb von 100 Tagen, welche dem Thema 300 Jahre Karlsruhe gewidmet sind. (Einige davon sind zum Zeitpunkt dieses Beitrags natürlich schon vorbei.) Karlsruhe dürfte den meisten auch aus den Nachrichten bekannt sein, ist es doch der Sitz sowohl des Bundesverfassungsgerichts als auch des Bundesgerichtshofs. (Zitat aus der Rede des Oberbürgermeisters auf der Eröffnungsfeier: "Wenn es ums Recht geht, haben wir immer das letzte Wort." (So oder so ähnlich.) Insgesamt gehört Karlsruhe trotz der Großbaustellen in der Innenstadt, welche die Straßenbahnführung seit 2010 bis voraussichtlich 2019 in einem Mammutprojekt zu großen Teilen umgestalten und teilweise unter die Erde verlegen, zu den schönsten Städten dieser Erde. Einmal ein Karlsruher, immer ein Karlsruher! (Ich zumindest kenne keinen ehemaligen Karlsruher, der sich nicht über kurz oder lang zurücksehnt.)

/Schleichwerbung Ende
Wie Naja zu ihrem Namen kam.

Erst, wenn man ein Schwert tausendmal geschwungen hat, beginnt man zu lernen, wie man ein Schwert schwingt.

 Spoiler


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Talasha (05.07.2015), Jestocost (05.07.2015)