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Kinman

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Samstag, 30. Mai 2015, 21:13

Der Berichte-Guide

Hallo allerseits!

Heute will ich mich einem teils unbeliebten Thema widmen: den Berichten. Ich weiß von einigen Spielern, dass sie das Verfassen von Berichten als Strafe ansehen bzw. es ungern tun. Manche davon sind generell nicht gerne im Forum unterwegs, andere mögen es nicht, längere Texte zu tippen, und manche tun sich schwer, einen Bericht zu strukturieren. Für den ersten Fall kann ich leider nichts tun, aber ich hoffe, mit diesem Guide den letzten beiden Fällen weiterhelfen zu können. Wichtig: dieser Guide ist ein Ratschlag, kein „so muss es sein“ oder „anderes ist schlecht“. Wer ihn als Stütze nutzen will, ist herzlich dazu eingeladen; wer Berichte lieber auf seine Weise schreibt, dem steht das ebenso frei. Gerne kann Feedback zu dem Guide gegeben werden und bei Bedarf werde ich ihn entsprechend überarbeiten.

Warum Berichte schreiben
Berichte haben mehrere Zwecke. Einer davon ist es, Atmosphäre zu schaffen. Wir wollen hier einen großen Jedi-Orden simulieren und entsprechend existiert ein Archiv, das voll mit Informationen ist. Berichte zu den Tätigkeiten unserer Charaktere und dem Geschehen des RPs verdichten diese Atmosphäre. Bei Plots, die mehr als nur Eintagsfliegen sind, helfen Berichte als Gedankenstütze oder, wenn neue Charaktere und Spieler dazukommen, als Einleitung zu dem bisher Geschehenen. Zusätzlich können Berichte RP-fördernd sein, da Charaktere, sofern sie die nötigen Freigaben haben, die Berichte lesen und andere darauf ansprechen können.

Wer schreibt den Bericht
Idealerweise wird es IC sowie OOC festgelegt, wer den Bericht zu einem Plot schreibt. Wenn sich jemand freiwillig meldet, ist es einfach, die Person zu wählen. Meldet sich niemand, gehe ich nach diesem Prinzip vor:
Ist es IC logisch, dass einer der Spielercharaktere und nicht die Plotleitung den Bericht schreibt, dann ist bei mir die Plotleitung davon befreit. Denn die Plotleitung hatte oft die meiste OOC-Arbeit und ich betrache es aus Spieler- und Plotleitungssicht als fair, wenn man hier Arbeitsteilung betreibt. IC-logisch ist oft, wenn die IC Missionsleitung den Bericht schreibt. Die Missionsleitung kann das Schreiben auch an andere Charaktere abgeben (z.B. an den eigenen Padawan), sofern diese alles Wichtige mitbekommen haben. Gibt es somit mehrere Charaktere zur Auswahl und keiner davon will es machen, lasse ich als PL auswürfeln, wer den Bericht schreiben darf. Sind dieselben Spieler mehrmals dabei, achte ich darauf, dass nicht immer der gleiche Spieler verpflichtet wird. Bei längeren Plots sollte die Arbeit nach Möglichkeit geteilt werden.

Freigaben
Berichte sollten der größtmöglichen Charakteranzahl zur Verfügung gestellt werden, weil sie RP fördern können. Wenn die Freigabe eingeschränkt wird, überlegt euch, ob das notwendig ist.

Was muss in einem Bericht stehen
Kommen wir zum wichtigen Teil. Zu allererst: Berichte müsse nicht lang sein! Solange alles Wesentliche drinsteht, ist ein Bericht umso besser, je kürzer er ist. Was sollte also drinstehen?

1. Der Auftrag
Drinstehen sollte auf jeden Fall der Auftrag. Der Auftrag kann die Aufgabenstellung sein oder der Missionsauftrag. Prinzipiell der Grund, warum der Charakter zur Tat schreitet. Der Auftrag sollte kurz und prägnant in ein bis zwei Sätzen beschrieben werden.

Beispiel 1: „Jedi X bat mich, eine Untersuchung der Fleischräuberaktivitäten im Süden durchzuführen.“
Beispiel 2: „Ich nahm den Auftrag des Rats an, Kontakt mit X auf Corellia herzustellen.“
Beispiel 3: „Ich traf die Entscheidung, den Kampf mit X zu eröffnen, da es die einzige Möglichkeit war, Person Y zu schützen.“

Der Auftrag sollte idealerweise am Anfang stehen, damit man weiß, worum es bei dem folgenden Bericht geht. Sollten sich mehrere Personen beteiligt haben, kann man diese am Anfang erwähnen, wenn die Umstände, wie es zur Zusammenarbeit kam, untypisch waren. "Untypisch" bedeutet, dass der Auftragsteller nicht davon ausgeht, dass diese Person noch mit dabei sein wird.

2. Die Lösung
Wie wurde der Auftrag gelöst? Dabei ist es wichtig, sich nicht in Einzelheiten zu verstricken, sondern mit dem Blick auf das Ganze zu berichten. Die Lösung kann kurz formuliert sein. In der Regel stellt sie den längsten Teil des Berichts dar. Gibt es Besonderheiten, sollten sie erwähnt werden.

Beispiel 1: „Ich begab mich in den Süden in ein Versteck und beobachtete die Fleischräuber. Interessant war, dass sie immerzu an dieselbe Stelle zurückkehrten, obwohl dort keine Besonderheit zu erkennen war.“
Beispiel 2: „Anhand von Gerüchten am Raumhafen konnte ich die Person X ausmachen. Ich bekam eine Com-Frequenz und konnte sie kontaktieren.“
Beispiel 3: „X konnte besiegt werden. Es war nicht möglich, ihn gefangen zu nehmen, sondern er musste getötet werden. Ich trug leichte Verletzungen davon und konnte Y weiterhin beschützen.“

Sollten zur Lösung viele Details wichtig sein, dann kann man diese ausgliedern. Wenn zum Beispiel der Zugang zu einem Artefakt nur durch irgendwelche Rätsel möglich ist, so ist die Lösung des Rätsels essentiell für jeden, der dorthin muss. Jedoch sollte sie nicht direkt im Bericht erwähnt werden, da es für wenige Personen von Interesse ist. Lösen würde ich es mit einem Anhang. Zum Beispiel „Anhang A, Lösung des Rätsels zum Zutritt: …“
Somit bleibt die Struktur des Berichts angenehm kurz und bündig, enthält aber für die, die mehr wissen wollen bzw. müssen, die nötigen Details. Wichtige Personenbeschreibungen können genauso ausgegliedert werden, wenn sie nicht ihre eigene Akte bekommen.

3. Die Erkenntnis
Der dritte und, abgesehen von Anhängen, letzte Teil eines Berichts ist die Erkenntnis, die daraus gewonnen wurde. Dazu gehört die Information, ob der Auftrag erfüllt wurde bzw. zu welchem Grad er erfüllt wurde und alles andere, was noch wichtig sein kann. Ebenfalls können hier Vermutungen und Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise eingebracht werden. Fakten und Vermutungen sollten klar als solche gekennzeichnet werden.

Beispiel 1: „Die Fleischräuber verhalten sich friedlich und zeigen keine Tendenzen, sich in Richtung des Tempels auszubreiten. Der Ort, der immer wieder aufgesucht wird, sollte genauer untersucht werden, ich glaube, er hat eine spirituelle Bedeutung.“
Beispiel 2: „Kommunikation mit X ist ab sofort jederzeit möglich.“
Beispiel 3: „Y sollte in den nächsten Tagen von einem Jedi begleitet werden, damit er weiterhin vor Angriffen geschützt bleibt. Ich gehe davon aus, dass der Angriff nicht der letzte Versuch war, Y zu töten.“

Die Erkenntnis ist überaus wichtig, da sie meistens die weitere Vorgehensweise festlegt. Je klarer und deutlicher sie formuliert ist, umso besser.

4. Anhang
In den Anhang kann alles rein, was zuvor keinen Platz hatte. Neben Details zur Lösung können missionsunabhängige, aber wichtige Informationen im Anhang stehen. Zum Beispiel, wenn sich ein Jedi auffällig verhielt oder ähnliches. Bedenkt, dass der Anhang ebenfalls sachlich und prägnant formuliert sein sollte.

Was sollte nicht in einem Bericht stehen
Dieser Punkt ist vom Auftrag abhängig. Im Regelfall sollten alle unwichtigen Details ausgespart werden, genauso Dinge, die bekannt sind. Unschön sind auch Wiederholungen. Verletzungen im Detail haben, sofern sie für den Missionshergang nicht von Bedeutung sind, nichts im Bericht verloren. Am besten man geht den Bericht am Ende nochmals durch und fragt sich bei jedem einzelnen Satz, ob der Inhalt dieses Satzes von Bedeutung ist. Ausschweifende Sätze sollten durch knackige Sätze ersetzt werden.

Sonstiges
Rechtschreibung und Grammatik
Berichte werden in der Regel von vielen Personen gelesen. Darum sollte man sich um eine gute Rechtschreibung und Grammatik bemühen. Rechtschreibprüfungen können einen Großteil der üblichen Fehler abfangen und sollten genutzt werden. Ein Fehlerchen kann sich immer einschleichen und niemand verlangt oder erwartet perfekte Berichte. Hat ein Bericht allerdings mehr Fehler als Sätze, so ist das Faulheit und unnötig. Nach der Rechtschreibprüfung sollte man den Bericht nochmals korrekturlesen, um weitere Fehler, unvollständige Sätze, etc. zu finden und entfernen.

Füllwörter
Füllwörter sind Wörter, die nichts zur Bedeutung des Inhalts beitragen. Sie blähen einen Text nur unnötig auf. Leider können sie nicht automatisch erkannt und entfernt werden, da ein und dasselbe Wort einmal ein Füllwort und einmal ein essentielles Wort darstellt. Beliebte Füllwörter sind: an sich, besonders, bestimmt, durchaus, eben, eigentlich, einfach, ganz, genau, glücklicherweise, höchst, in diesem Zusammenhang, letztlich, quasi, relativ, schlichtweg, schließlich, schlussendlich, schon, sehr, sicher(lich), sowieso, sozusagen, stellenweise, überaus, unbedingt, ungemein, unglücklicherweise, voll und ganz, vollkommen, vollständig, wirklich, wohl, ziemlich, zweifellos, zweifelsfrei, zweifelsohne, ich meine/glaube, man könnte sagen, wie man sich (leicht) vorstellen kann.

Der perfekte Bericht
Bei aller Perfektion, die man anstreben kann und sollte, darf man nicht außer Acht lassen, dass nicht jeder Charakter in der Lage sein wird, einen perfekten Bericht abzuliefern. Ein zehnjähriger Anwärter wird trotz der guten Ausbildung, die er erhält, anders schreiben als ein Ritter. Bedenkt beim Schreiben und beim Lesen, welcher Charakter den Bericht erstellt bzw. erstellt hat. Das sollte jedoch nicht als Ausrede für schlampig geschriebene Berichte dienen.

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