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Freitag, 23. Mai 2014, 18:15

(22.05.2014)
Angriff auf Tython – Teil 3

Gemeinsam stiefelten sie auf den Tempel zu, auch dort waren viele Trümmer eingeschlagen, von der abgestürzten Valor und anderem. Es war keine Überraschung auf den Gesichtern der dort postieren Jedi zu sehen, scheinbar hatte ein Späher schon das Ergebnis bei der Verteidigung von Gnarls gemeldet: Die erste Verteidigungslinie am Boden hatte verloren. Sie sah in keinem der Gesichter der Jedi, die sich dort am Tempel vorbereiteten, einen Vorwurf, sondern eher einen anerkennenden Blick, dass sie sicher ihr möglichstes getan hatten. Doch daneben sah sie bei ihnen noch etwas: feste Entschlossenheit. Diese Jedi würden von hier aus übernehmen, und entweder dem Tempel halten können... oder in die Macht eingehen. Yeranas Blick wanderte wieder über die vielen Gesichter, größtenteils recht bekannt, von ihrem Dienst hier auf Tython. Stetig hatten diese Jedi über sie gewacht, während sie sich von Missionen erholte, trainierte, oder selbst ihren Dienst in der Medi verrichtete. Ebenso wie die ganzen Leute aus der Tempel Sicherheit. Sie verlor keine Worte, wünschte den Jedi aber im Geiste, dass die Macht mit ihnen sei, sie konnten es wirklich gebrauchen, denn die Chancen waren bei dieser Streitmacht der Imperialen gering.

Yerana wande ihren Blick ab, als sie die Brücke nach Süden erreichten und das Tempelgelände damit hinter sich ließen. Wie sie es besprochen hatten, würde es nach Kaleth gehen. Dort würden sie erst mal rasten, die Wunden ausgiebiger versorgen und ruhen, solange es ihre Zeit erlaubte. Sie bogen nach der Brücke direkt rechts ab, statt den Hauptweg zu nehmen, gingen über die Felsen an den typischen Platz der Guides vorbei, von denen jedoch nichts zu sehen war – sie spürten sicher die Gefahr. Die Gruppe nahm diesen schwierigeren Weg in Kauf, um Verfolgern die Arbeit etwas zu erschweren. So sehr man auch die Evakuierungsteams schützen wollte, so wollte man auch nicht gleich von einer Horde Imperialer niedergetrampelt werden, denn zumindest sie, hatte auch noch genau im Kopf, dass Meisterin Derak wollte dass sie ihr Leben nicht unnötig wegwarfen. An einem Felsvorsprung blieb Meister Magejin nochmal stehen und blickte zum Tempel. Auch wenn sie die gesprochenen Worte von ihm verstehen konnte, mahnte sie nur zum Weitergehen, denn die Wunden der Verletzten waren nicht wirklich versorgt worden, sondern die Behandlung nur hinausgezögert worden. Meister Magejin verstand das auch und sie setzten den Weg fort.

In den Ruinen von Kaleth spürte sie die typische Dunkelheit, die dort immer zugegen war. Sie war nicht begeistert von der Ortswahl, aber rein von der Logik her, war es natürlich schlüssig. Hier würde man sie schlechter aufspüren können. Zumal die Ruinen gute Möglichkeiten boten, bei einem Kampf mit zu vielen Gegnern. Auf dem Weg zu der gewählten Position, setzte ein Soldat auch eine Sprengfalle auf den Weg hinauf, wohl nur um den direktesten Weg zu ihnen etwas ungemütlich zu gestalten. Als sie auf ihrer Rastposition ankamen, waren sicher alle froh sich etwas Ruhe gönnen zu können.

Die Zeit verging, in denen Yerana entweder die anderen versorgte, sich selbst, oder ruhte. Sie hatte akribisch abgewägt und die Vor- und Nachteile mit einbezogen, für ihre ganze Portionierung ihrer Kräfte. Umso mehr Leute auf den Beinen waren, bei einem Kampf, umso besser, da es zu weniger Verletzten, oder gar Toten führen würde. Wenn sie allerdings völlig wehrlos wäre, wäre sie Ballast und wenn sie keine Kräfte mehr hätte, könnte sie auch die anderen nach einem Kampf nicht versorgen. So hat sie ihre Kräfte und Ruhepausen streng rationiert, genauso wie später das Wasser, auch dann, als Ritterin Uniri etwas neues besorgen konnte. Yerana konnte es mit den Verbrennungen gut gebrauchen, da sie sich selbst auch kein Kolto gegönnt hatte – sie würden es vermutlich noch für schlimmeres benötigen.

Irgendwann, kam dann Bewegung in die Ruinen, in Forme von einer Gestalt, später noch einer.. Meister Magejin ging mit seiner Padawan nachsehen und gab schließlich das Zeichen der Entwarnung. Padawan Saito und Meister Herac Orest, wie sie erkannte. Sie hatte ein gezeichnetes Bild von Padawan Noren gesehen, sonst wäre es nur ein Fremder für sie gewesen. Shinzu war geradezu in Panik und aus der Erzählung konnte man erst recht nachvollziehen wieso: ihre Gruppe war bis auf Meister Orest wohl tot. Yerana konnte erahnen, dass es für Shinzu vermutlich besonders schlimm war, eben deshalb, weil diese besonders nahe an ihren Gefühlen lebte. Ganz in ihrem eigenen guten Vorsatz, wählte sie hier aber nicht den Weg der Strenge und des Regelwerks, um die Padawan zu beruhigen, sondern versuchte ihr etwas den Halt und die Sicherheit zu geben. Ob es das richtige war... wer weiß.
Dann allerdings, merkte man dass es noch nicht vorbei war und die Sith den zweien gefolgt waren. Man bereitete sich vor: Die Padawane wurden weggeschickt um den Fluchtweg zu sicher, die Säule auf ihre Position wurde gesprengt, um die Sith bestenfalls schon in die Macht eingehen zu lassen, und alle machten sich bereit, als die Überlebten Sith zum Angriff ausholten.

Es waren leider alles keine ungestümen Schwächlinge. Sie beobachtete am Anfang nur, um einzugreifen wenn es ihr erforderlich schien: Dies trat recht schnell ein und so mischte sie sich in den Kampf, in dem Meister Orest und Ritter Savam verstrickt waren. Sie half zwar so gut sie kann, aber in Kämpfen mit solch starken Sith merkte sie leider gut, dass ihre Grenzen ziemlich gnadenlos ausgeschöpft wurden und ein kleiner Fehler zum Tod würde führen können. Mitten im Kampf, ließ der Sith plötzlich einen Machtschrei los, der sie taumeln ließ und jenen Kampf für einige Augenblicke in weite Ferne rückte, den Schmerz gleichermaßen und auch alles andere, als hätte der Schrei ihr Bewusstsein an einen anderen Ort katapultiert. In den düsteren Part von ihr. Vorwurf, Zweifel, Schmerz... sie bemühte sich, sich herauszuwinden. Aber es war schwer, als würde das alles nach ihr Greifen, hätte einen Schub von Auswärts bekommen um stärker zu werden und wollte sie nun hinab ziehen. Mit Müh und Not widerstand sie, kam langsam wieder zur Besinnung.
Kaum dass sie wieder halbwegs bei sich war und helfen wollte... sah sie Meister Orest im Machtgriff des Sith... gefolgt von einem Knacken, dass dafür sorgten dass sie ihre Augen aufriss: Das hatte er nicht getan?! Doch als sie hinzu eilte, der Sith fiel... vermutlich durch Ritter Savam... fühlte sie schon die Leblosigkeit... Meister Orest war tot. Kurz tauchte vor ihren Augen Padawan Norens Gesicht auf und wie sie es aufnehmen würde, sofern sie noch lebte... Sie schüttelte den Gedanken ab und half den anderen.

Der Kampf dauerte nicht mehr lange, ein Sith floh, ein zwei drei Ritter verletzt und Padawan Shiavar stieß zu ihnen. Also waren auch die Padawane derzeit in Sicherheit, sonst wäre Silayai wohl eher nicht gekommen – so hoffte sie zumindest für die Padawan. Man lehrte noch die Taschen der Toten, während sie notdürftig versorgte und man sich dann über die gesicherte Fluchtroute zurückzog. Sie würde etwas Zeit und Kraft für sich brauchen, um die beiden Verletzten weiter behandeln zu können, denn im dunklen Kaleth war ihre Heilung ebenso etwas beeinträchtigt und hatte sie ein klein wenig mehr gekostet als anderen Ortes.

Yerana merkte, dass ihr Zeitgefühl weg war, als sie das nächste mal erwachte. Wie lang war es her, seit sie in Gnarls verteidigt hatten? Ein Tag? Zwei Tage? Oder schon drei oder vier? Im Grunde war es egal, nur das Hier und Jetzt zählte. Leider dauerte es nicht lange, bis der nächste Ärger blühte: Nachdem wohl Ritter Jarok mit einem Jäger über ihnen hinweg geflogen war, wie man durch Ritter Savams Machtband bemerken konnte, beschloss man zu helfen. Die kleine feindliche Gruppe, die eine Gefahr für den Luftraum war, war in der Nähe, wie man später auskundschaftete. Sie würden das Hindernis für die Republik aus dem Weg räumen. Nur sechs feindliche Soldaten und ein Sith. Jedoch gingen fast alle von den Jedi, um sicher zu gehen. Sie war da keine Ausnahme, auch wenn sie sich lieber um Padawan Saito gekümmert hätte, auch um ihre Kräfte zu schonen. Sie sagte aber nichts gegen ihren Einsatz, denn wenn sie dort helfen würde, gäbe es vielleicht weniger Verletzte, und falls es doch Verletzte gab, konnte sie ihnen zumindest direkt helfen. Also... auf in den Kampf... die nächsten Morde, für das große Ganze begehen... es war so bedauerlich... aber das war der Krieg immer. Möge die Macht mit ihnen sein.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

~ Chinesisches Sprichwort

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »YerYer77« (24. Mai 2014, 10:39)


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Saneera Uniri (23.05.2014), Kinman (24.05.2014), Lek (17.07.2014)

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Samstag, 24. Mai 2014, 10:34

(24.05.2014)
Angriff auf Tython – Teil 4:

Leise schlichen sie sich an, umrundeten die Position der imperialen Soldaten und der Sith. Sie waren zwar bemerkt worden, aber der Feind wusste noch nicht wo sie sind. Sie selbst bemühte sich möglichst von der hintersten Seite zu kommen, um den Gegner ablenken, oder in den Rücken fallen zu können. Also pirschte sie weiter und näher und irgendwann, als sie bereits in Stellung war, begann der Kampf. Ihr Lichtschwert flog mit einem Wurf zum nächstbesten Soldaten und schlitze ihn Brusthöhe auf, teilte ihn aber nicht in zwei Hälften... sondern schnitt ihn nur bis zur Hälfte auf, ehe ihr Lichtschwert zurück kehrte. Kein Blut. Die große Hitze Einwirkung kauterisierte die entstandenen Wunden augenblicklich. Leblos sackte der Soldat nach dieser halben Zerteilung zusammen, die neben anderen vitalen Organen, sein Herz erwischt hatte. Ein Leben weniger... so war der Krieg, Leben für Leben.
Die anderen Jedi waren nicht untätig gewesen, während ihrer Aktion, und bei sechs ausgebildeten Jedi gegen sechs imperiale Soldaten... sie hatten keine Chance. Der Sith blieb allein auf den Feld zurück und er schaute zu den anderen nach vorne, nicht in ihre Richtung. Das war ihr Zug, wenn sie hier genug ablenken könnte, oder gar den Todesstoß setzen... Ja, dann wäre es schnell und schmerzlos für alle. Sie machte einen Sprung voran, hatte auch schon einen Stein mit der Macht angehoben, um ihn vorneweg gegen die Sith pfeffern zu können, damit sie weniger Risiko beim Schlag hatte. Doch dann änderte sich die Lage:

Der Sith sprang nach hinten weg und sie erwartete schon dass er sie angriff, er sie einfach bemerkt hätte, aber der Sith flog nur so an ihr vorbei. Was war los? Ihr Blick raste zur Seite als ihr Gefahrensinn höchste Warnstufe meldete. Was sie dann sah, war nicht viel, aber dafür sehr einnehmend: Ein großer breiter Baumstamm, der schon direkt vor ihrem Gesicht war. Sie drehte sich noch leicht, aber es war zu spät. Eine gewaltige Wucht hämmerte sie von ihrem ursprünglichen Sprung nach unten, direkt auf den harten Fels. Statt allerdings in die Macht einzugehen, spürte sie... erst nichts, dann ein beklemmendes Gefühl, sich nicht rühren zu können. Sie realisierte was passiert war, aber konnte sich kaum rühren. „HEBT DEN VERDAMMTEN BAUM AN“, hörte sie eine Stimme, in der sie Ritterin Uniri vermutete. Ihre linke Hand bewegte sich nach kurzem Versuch, sich aus der Beklemmung zu befreien, aber es war noch immer viel zu wenig Freiraum... Luft.. sie bekam schlecht Luft und sie spürte wie der Schmerz sich plötzlich und rasant ausbreite, der erste Schockaugenblick war verfolgen. „Etwas … eng … hier“, brachte sie völlig unnütz heraus, außer dass man so noch wusste dass sie lebt. Plötzlich spürte sie eine Hand, die ihre umfasste und es war gut noch irgendetwas fühlen zu können.
Der erleichterte Augenblick wechselte prompt als der Baum angehoben wurde und sie von Ritterin Uniri an jener Hand herausgezogen wurde. Der Schmerz fuhr ihr durch Mark und Bein und ließ sie schmerzhaft Aufkeuchen, mehr brachte sie gar nicht heraus. Das wurde auch nicht besser als sie sich Ritterin Uniri auf sie warf und fest umklammerte, als wohl unweit von ihnen eine Explosion stattfand. Sie schnappt schmerzend nach Luft und kniff die Augen zusammen, hörte aber auch über sich den schweren Atem der älteren Ritterin. „H.. helft.. d.. en anderen“, brachte sie heraus und biss gleich darauf wieder die Zähne zusammen. Sie konnte sich nicht konzentrieren... nicht mal die Schmerzlinderung schien vernünftig zu funktionieren und überstieg plötzlich ihre Fähigkeiten. Was war los?

Irgendwie schien auch etwas Tumult und sie hatte das Gefühl, dass ihr Bewusstsein versuchte ihr zu entfleuchen. Mit der linken Hand tastete sie fahrig in ihrer Robe nach den Stims. Erst griff sie nur in Scherben, dann aber packte sie einen Aufputscher und rammte ihn sich in den Hals. Sie keucht als sie die Wirkung spürt, die ihren Körper aufgrund chemischer Prozesse zu Hochtouren antreibt und dadurch auch ihren Schmerz ein klein wenig dämpft, aber ihr vor allem etwas Kraft gab. „Jedi Deikan, habt ihr Medizinisches dabei? Silayai braucht Hilfe“, kam es von Kreyma. Nein... das … durfte nicht wahr sein! Nicht Padawan Shiavar, die einzige andere neben ihr, mit höheren medizinischen Kenntnissen. Dennoch griff sie wie automatisch zu einer der heil gebliebenen Koltoreserven und reichte sie Kreyma. Sie meinte auch, sie käme gleich, aber das wurde abgelehnt, man musste wohl aus irgend einem Grund von hier weg. Ihre Sicht verschwamm kurz, als sie sich dann auch aufzurappeln versuchte, aber nach einen Befehl von Meister Magejin, halfen ihr auch Ritter Savam und Padawan Aquae auf. Schmerz durchfuhr sie dabei dass sie die Zähne wieder zusammenbeißen musste. Ihre Beine bewegten sich, aber sie bekam nur noch wenig von ihrem Umfeld mit. Es war alles so schwammig.

Yerana wusste nicht wie viel Zeit vergangen war, als sie abgesetzt wurde. Aber allmählich konnte sie sich dann auch genug sammeln und scannte sich erst mal selbst. Ihr Kopf war dennoch nicht klar genug, um sich mit der Macht selbst zu analysieren. Die Ergebnisse des Scanners ließen sie innerlich für ein paar Augenblicke erstarren: zwei Rippenbrüche, wovon eine Rippe zumindest auf ihrer Lunge auflag, wenn auch nicht wirklich beschädigt hatte; eine rechte zertrümmerte Schulter, wenn auch grober gesplittert und zu guter letzt eine Kopfverletzung, eine blutende Platzwunde mit Gehirnerschütterung. Sie hasste Kopfverletzungen... sie war dann so... hilflos. Sie schloss die Augen nachdem sie Meister Magejin den Scanner für Silayai gereicht hatte. Nur Laien-Ärzte hier, mit diesen Verletzungen und der Unfähigkeit sich selbst zu helfen... Hilfe. Nach ein paar Worten mit den anderen bezüglich des allgemeinen Status, bat sie Ritter Jarok um seine Hilfe, um die Knochen zu richten, sagte ihm aber auch dass sie ihm helfen würde. Sie wusste, dass sie dafür Anweisungen geben müsste und konzentrierte sich darauf so gut es ging. Es war so neblig in ihrem Geist und dieser Nebel schien eher zuzunehmen, als zu verschwinden.

Sie entschied sich dafür mit dem einfachsten anzufangen: Den Bruch am Arm. Das sollte jeder hinbekommen können wenn er Vorsicht walten ließ. Sie erklärte ihn wo genau er halten musste und um wie weit er den Knochen verschieben müsste, um ihn wieder in seine angestammte Position zu bringen. Sie stellte den Blickkontakt mit Ritter Efroy her, bereitete sich auf den Schmerz vor und als dies geschehen war, ging es los. Ihr Körper spannte sich von Kopf bis Fuß an als der Schmerz sie durchfuhr. Das linderte ihn nicht gerade und sie keuchte nur schmerzhaft, mit gleichzeitigem Luftschnappern. Sie wollte nicht Schreien, nicht die Sith anlocken. Ihr Körper wurde derweil an ihrer gesunden Schulter festgehalten, wie sie erst verspätet feststellte. Irgendwann wurde der rechte Arm von ihr gestützt und geschient wie sie es wollte. Ihr Geist wollte abschweifen, einfach bewusstlos werden, aber sie kämpfte dagegen an, der Aufputscher half ihr derzeit noch gut dabei und so gab sie weitere Anweisung.

Die Rippen wären schwieriger, aber eines der wichtigsten Dinge. Wenn einer ihrer Rippen sich Hier und Jetzt in ihre Organe bohrte, bei einer falschen Bewegung... dann könnten die anderen ihr nicht mehr helfen, nicht ohne weitere Medis, bessere Ausrüstung oder einen Jedi Heiler. Meister Magejin übernahm schließlich diesen schwierigeren Schritt, da er die Macht gut beherrschte. Es war etwas anders die Macht innerhalb eines anderen Körpers zu nutzen, etwas Bestimmtes zu bewegen, da alles am Leben war, schwieriger als Einzelnes zu erfassen, zumal im Körper keine leblosen Hohlräume waren. Bewegte man eines, bewegte man oft mindestens noch etwas anderes und sei es das Blut, das Fleisch oder sonst etwas. Als alles unter ihren Helfern geregelt war, sie alles gesagt hatte, stellte sie hier, wie auch schon vorher bei Ritter Jarok, den Augenkontakt mit Meister Magejin her. Kurz darauf schloss sie sie aber, biss die Zähne zusammen... und der erwartete Schmerz folgte auf dem Fuße. Ihre Augen riss sie wieder auf, wieder keuchende Schmerzenslaute, sie konnte ihre Schmerzlinderung kaum einsetzen... aber da war noch etwas anderes, jemand half ihr damit noch etwas... das spürte sie. Es war nicht viel und auch wenn sie gerade bei der Überflutung ihrer Sinne nicht erfassen konnte, wer es war, war sie dankbar. Auch Kolto kam nun hinzu. Sie hatte Mühe Meister Magejin zu fokussieren, er bewegte sich so viel, oder flackerte... so schien es ihr. Sie hörte seine tröstenden Worte... nur noch die zweite... nur noch... Sie wollte gerade noch etwas sagen, doch das blieb ihr im Hals stecken, als die zweite Rippe korrigiert wurde. Ein mal schrie sie mit zuhenem Mund, darum bemüht dass ihre Lippen sich nicht voneinander lösen würden. Durch die Hilfe von... ah... Ritter Jarok... und ihren eigenen spärlichen Bemühungen, driftete ihr Geist zwar kurz ab, blieb aber bei Bewusstsein. Sie würde es noch brauchen, sie waren nicht fertig.

Yerana bekam mit wie ihre Heilung dann in Padawan Aquaes Hände gelegt wurde. Angesichts dessen, dass die zertrümmerte Schulter auch Feinarbeit wäre, sogar eher noch mehr, war ihr nicht wohl dabei, aber sie wusste auch, dass es wichtigeres gab als sie. „Und Ihr, Jedi Deikan, ruht Euch aus und besinnt Euch auf die Heilung. Keine Widerworte“, hörte sie noch von Meister Magejin und dann ging er auch. Er war der Anführer dieser Truppe und er musste dafür sorgen dass die ganze Truppe weiter bestand, musste sich mit den anderen absprechen. Dennoch... Hilfe.
Am Rande bemerkte sie wie ihr der Schweiß vom Gesicht lief. Die positiven Effekte des Aufputschers, dass sie durchhielt und wach, forderten langsam ihren negativeren Tribut. Ihr Körper war auf Hochtouren aber auch verletzt und wollte wohl nichts sehnlicher als einfach Ruhe. Das war ihm noch nicht vergönnt, die Behandlung musste weiter gehen. Wäre es nicht so ernst gewesen, hätte sie darüber Schmunzeln können, als Padawan Aquae Ritter Efroy nach einem Piktogramm in der Medkit Beschreibung fragte, bezüglich einer zertrümmerten Schulter. Zu ihrer aller Bedauern, sollte das aber normalerweise schlicht ein Doktor machen und der einzige der das im Grunde war, war sie. Sie hasste... … irgendetwas hasste sie doch gerade... da war doch noch irgendetwas wichtiges... egal.

Man ging daran ihre Schulter zu richten, wobei Ritter Jarok Padawan Aquae vor allem unterstütze, durch das Festhalten von ihr und die leichte Schmerzlinderung. Ihre gesunde Hand krallt sich in den Erdboden, als Aquae damit beginnt die Trümmer in Position zu rücken. Sie hatte gerade nach etwas gefragt, in einer Pause, als die Behandlung schon weiterging. Sie konnte die Zähne nicht mehr zusammenbeißen und schrie ein mal laut auf, konnte es nicht mehr verhindern. Verdammt... nein.. wie konnte sie nur! Die Imperialen würden sie noch wegen ihr finden! Die Konsequenz folgte aber auf den Fuße, und so wurde sie von Ritter Jarok auf Aquaes Anweisung hin geknebelt. Es war ihr nur recht, denn sie konnte jeden Punkt weniger gebrauchen, auf den sie ihre Kraft und Konzentration verschwenden musste. Das Spiel des Schmerzes ging auch noch etwas weiter. Sie merkte dass sie ein mal sogar wimmerte. Ihre Schulter war zwar nur grob gesplittert, aber für einen Laien reichte das Puzzle völlig, um nicht jedes Teil auf Anhieb auf seinen Platz zu kriegen. Gerade das „Falschparken“ ein mal, ließ sie die Augen aufreißen und strapazierte ihren Knebel, während sie von Jarok festgehalten wurde, damit sie sich nicht wand wie ein Aal, oder sonstigen Blödsinn veranstaltete. Ihre eigene Schmerzlinderung hatte versagt, ihre Konzentration hatte nicht gehalten, nur Jaroks tun, half Ihr noch ein wenig. Sie hatte nach keinem Schmerzmittel verlangt, denn erstens konnte sie das normalerweise selbst ziemlich gut, und zum zweiten, hatte sie schon einen Aufputscher intus, der zwar auszulaufen begann, aber nichts daran änderte dass es sich nicht gut mit dem Schmerzmittel vertragen würde. Sie bangte so schon, was nach dem gänzlichen Auslaufen des Aufputschers passieren würde. In die Macht eingehen? Wäre nicht unmöglich.

Irgendwann, sie hatte die Zeit dabei verloren, verhallte der ganze Schmerz zu einem Echo, das noch in ihr Widerhallte, wieder und wieder, und sich nur langsam auflöste. Ihre Selbstbeherrschung war auch dahin, kullterten ihr doch zwei Tränen heraus, ehe es vorbei war. Dann allerdings, so schien es ihr, war sie erlöst und sie wollte nur noch schlafen, einfach nur schlafen, nichts weiter. Sie bekam nebenbei mit wie die Scanner kaputt waren. Bei ihrem eigenen konnte sie es sich denken – der Baum hatte wohl seinen Tribut gefordert – und beim anderen... wer weiß, da war die Macht wohl nicht mit ihnen. Aber irgendetwas wichtiges war noch, sie durfte noch nicht... Der Knebel wurde ihr entfernt und sie war trotz der Hilfe, die dieser ihr gebracht hatte, froh darüber. Was sagte Padawan Aque dann aber.... Kopfverletzung? Das war es wohl was sie vergessen hatte. Irgendwann in der Behandlung, die sie sowieso nur noch wie durch einen Vorhang wahrnahm, glitt ihr Geist endgültig ins Abseits. Wäre das ihr Ende?

Ihr Körper komplett durchgeschwitzt, ihr Atem schwer, ihr Gesicht ungesund blass. Ihr Geist war schon weit fort und bekam die Bemühungen von Aquae und Jarok nicht mehr mit, als ihr Puls absackte. Vermutlich wäre sie gestorben, wäre da nicht das rettende Kolto gewesen, eine der letzten Reserven...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

~ Chinesisches Sprichwort

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »YerYer77« (24. Mai 2014, 10:44)


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Morwena (24.05.2014), Saneera Uniri (24.05.2014), Silayai (28.05.2014), Lek (17.07.2014)

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Freitag, 30. Mai 2014, 16:27

(30.05.2014)
Angriff auf Tython – Teil 5

Als Yerana wieder aufwachte, ging es ihr schon etwas besser. Die Wunden waren versorgt worden und ihr Körper hatte endlich etwas von der notwendigen Ruhe erhaschen können. Wie erholsam... Irgendwo zwischendrin hatte sie noch ein Gespräch mit Padawan Aquae geführt... und sie hatte sich schlecht ausgedrückt, bei einer Sache.. ah genau.. ihren Dank darüber auszudrücken. Die Behandlung ausversehen mit Folter gleichzusetzen war nicht sehr nett, aber sie hatte sich entschuldigt.
Nun aber hörte sie wie Meister Magejin und die anderen von Aufbruch sprachen und sie rappelte sich mühsam auf, möglichst nicht ihre rechte Schulter oder ihre Rippen belastend. Bei der Verbrennung am Bauch konnte sie das schlecht verhindern. Aber es war alles versorgt, sie musste nur acht geben dass sie nichts wieder zu Bruch gehen ließ. Der Macht sei Dank waren wenigstens ihre Beine voll funktionstüchtig, die kleine Verbrennung an einem von ihnen störte sie kaum.
„Jedi Deikan“, grüßte Magejin sie, „ihr solltet noch liegen bleiben.“
„Ihr sagtet selbst, wir müssen gleich weiter... ich kann stehen, und wenn es keine Gewaltmärsche sind, auch noch halbwegs wandern.“ Halbwegs, traf es gut. Natürlich könnte sie, aber ihrer Heilung zuträglich wäre das so gar nicht, aber es ging eben wenn es sein musste.
Als Magejin nach ihrer Kampfbereitschaft fragte, musste sie sich als untauglich betiteln, denn selbst wenn sie es schafft sich genug zu konzentrieren und ihren Körper alles abverlangt, wäre sie danach vermutlich am Ende. Und im Kampf? Eine Erschütterung gegen ihre angeschlagen Rippen die sich dann vielleicht in ihre Organe bohren... es gäbe keine Rettung mehr. Kurz um: Es war schlicht lebensgefährlich für sie, auch nur den Versuch eines Kampfes zu wagen.

Während sie inzwischen wieder saß da der Aufbruch etwas dauern konnte, war Shinzu neben ihr. Die Hand der Jüngeren zu spüren war angenehm, auch wenn sie keinen Trost brauchte, dennoch wusste sie Shinzus Geste zu schätzen. Wie sehr wünschte sie sich nur, dass sie die Jüngeren davor hätte bewahren das alles hier zu erleben... aber das hätte sie auch mit noch so viel Macht nicht verhindern können, es war sehr bedauerlich... Sie gab der Jüngeren etwas von ihrem Wasser ab, auch wenn sie wusste das es ihre eigene Rationierung durcheinanderbringen würde. Schlimmstenfalls würde sie es selbst sowieso nicht mehr schaffen, durch die Anstrengungen die noch vor ihr lagen, den möglichen Kämpfen, in den sie auch verwickelt werden könnte, selbst wenn sie es noch so sehr zu vermeiden suchte, oder auch ihr eigenes Pflichtbewusstsein, das sie zum Äußersten treiben könnte, könnten dazu führen dass sie in die Macht eingeht. Als Ritterin Uniri mit ihren Trinkkanister kam, hatte sie aber plötzlich so einen Durst, dass sie am liebsten diesen Kanister genommen und es alles einfach runtergeschluckt hätte selbst wenn sie wusste, dass solche Riesenmengen auf ein mal gar nicht gut waren. Sie schaute zur Seite um ihr Bedürfnis herunterzuschlucken. Als sie dann aber merkte, dass Uniri neues Wasser gebracht hatte, war sie etwas erleichtert und bat Shinzu nachzufüllen. Mit einer Hand wäre das für sie ziemlich schwer. Wenigstens etwas.... sparen müssten sie dennoch.

In der Gruppe wog man das Für- und Wieder ab, aufzubrechen oder hier zu bleiben. Wenn sie hier gefunden wären, könnte es das Aus sein. Daneben war da aber noch ihr Auftrag die Evak. Teams zu schützen, aber das könnten sie auch nicht um jeden Preis, was brächte es allen wenn sie sich unnötig als Mauer aufstellten wo sie noch zurückweichen konnten? Sie wollten sehen dass sie zumindest ihre Position verlegten, bestenfalls, mit einem der anderen Jedi Gruppen zusammentrafen, denn ihre Kampfkraft war sehr geschwächt, aber wenn sie sich mit einer anderen Gruppen zusammentuen könnten, sah das ganze hoffentlich etwas rosiger aus. Also machte man sich zum Aufbruch bereit.
Es war anstrengend, ihr Körper wollte noch nicht so arbeiten, wollte Ruhe... aber das musste eben warten. Auf dem Weg zum neuen Lager wurde einer der Störsender gefunden, scheinbar waren seine Sicherheitsvorkehrungen außer Kraft gesetzt, oder war es etwas anderes? Sie bekam es nicht so gut mit, konzentrierte sich auf sich selbst und überließ den anderen sowohl den Schutz als auch diese Technik, von der sie sowieso nur das Nötigste wusste, um etwas improvisieren zu können. Sie nutzte stattdessen die Pause, setzte sich auf einen Fels und ruhte etwas.
Der Augenblick war für ihren Geschmack viel zu schnell vorbei, es ging weiter und weiter und weiter... konnten sie nicht endlich da sein? Sie schwitzte sicher schon längst, als sie endlich eine Pause einlegten. Sie setzt sich hin und Ritter Faer'vyn brachte sein Beute ins Lager: erlegtes Wild. Sie unterhielten sich kurz über die Möglichkeiten es unauffällig zu verarbeiten und so begab er sich in eine steinerne Ecke um das nötigte vorzubereiten. Sie selbst war nach ein paar wenigen Worten mit Meister Magejin, ob sie nun genug Zeit zum Hinlegen hätte oder nicht, auch schon weg, am Schlafen.

Als sie wieder aufwachte, oder aufgeweckt wurde, ging es weiter. Es ging besser, nach der kleinen Portion Schlaf, selbst wenn dieser gefühlt noch immer viel zu kurz gewesen war... vielleicht aber auch wirklich zu kurz war. Irgendwann wandert sie über Verbranntes Land... Veral V. Der Gedanke drängte sich wieder etwas auf, aber sie ließ ihn nicht zu. Dort war viel Leben zugrunde gegangen, aber es war alles in der Macht und wie es ihr diesbezüglich auch gesagt wurde: Asche war guter Nährboden für Neues, zumindest, was die Vegetation betraf. Dennoch... hätte sie anderes derzeit lieber gesehen als so etwas.

Irgendwann, ihr Zeitgefühl war dahin, hatten sie andere getroffen und sie hatte sich in der Höhle, dem Tunnel hingesetzt. Wie erholsam, wie schön... Ihre Augen schlossen sich, aber sie blieb wach, denn sie spürte die Unruhe um sie her, die ihr deutlich das Gefühl gab, dass sie wachsam bleiben müsste, keine Zeit für einen Tiefschlaf hätte. Das bestätigte sich für sie, als Shinzu irgendwann mit zwei Koltoampullen vorbeiflitze, wie sie noch merkte, als sie die Augen aufgrund der Annäherung öffnete. Es war also soweit... die Ruhe für sie war vorbei. Langsam, geradezu gemächlich, setzte sie ihre Füße in die Richtung wo Shinzu hin verschwunden war und kam mit etwas Verspätung an. Padawan Aquae, Herr Bantu, Ritterin Uniri und um die Ecke waren wohl auch noch Padawan Anca und noch jemand. Ihr Blick glitt zu Uniri, vor welcher Aquae kniete... ah... deshalb die Unruhe, scheinbar gab es weitere Kämpfe. Sie sammelte sich nachdem sie nach einen Mediscanner gefragt hatte und Aquae diesen holte. Hätte sie doch mehr Zeit gehabt sich um ihre Wunden zu kümmern... Kaum war der Mediscanner da, überprüfte sie Uniris Zustand: Mies, war das passenste Wort dafür und da das Kolto knapp war... und selbst mit sah es nicht so gut aus. Sie konnte nicht viel geben ohne umzukippen, aber es musste erst mal reichen und so tat sie was sie konnte. Hoffentlich wäre der Zustand erst mal stabil...

Allerdings, gab es auch jetzt keine Ruhe. Eine Evakuierung war nötig. Sie fühlte sich mit diesem geschwächten Körper zwar wahrlich nicht als beste Besetzung diese einzuleiten und zu koordinieren, aber was sein musste, musste sein. Aquae würde Ritterin Uniri in Sicherheit bringen, der Soldat sie sichern und sie... würde vermutlich auf den Weg noch Saitos Hilfe beanspruchen müssen, weshalb sie der Kleinen einen halben Aufputscher verabreichte. Dieses Stim hatte sie noch, denn das wollte kaum ein Jedi haben. Der Konsequenzen war sie sich bewusst, aber das würde die Jüngere schon packen, immerhin war diese weitgehend unverletzt. Herr Bantu hatte sie geschickt, um nachzusehen ob noch wer vorne Hilfe brauchten, aber laut seiner Aussage kamen sie zurecht. Gut, denn mehr Kapazität hatten sie wohl auch nicht, war Herr Bantu doch auch verletzt, wie sie ihm Nachhinein feststellte.

Wieder ein endlos erscheinender Weg und wie befürchtet, musste sie Shinzus Hilfe unterwegs in Anspruch nehmen. Als man in Sicherheit war, versuchte sie noch alle halbwegs zur Deckung zu bewegen. Aquae hatte einen Posten in den Bäumen eingenommen, der Soldat wachte auch irgendwo in der Nähe. Alles was vorerst da war, waren sie, Uniri, Bantu und Saito. Bantu fiel plötzlich um, kaum dass er da war, Saito schien geistig abwesend geworden, vermutlich durch den Effekt als der Aufputscher ablief, und Uniri, die spärlich am Leben war. Es sah nicht gut aus. Eins nach dem anderen schien sich für sie zu überschlagen, sie wusste nicht wo zuerst hin oder ob nirgendwo hin. Ihr Gleichgewicht geriet etwas in Wallung, so wie es dies schon immer gerne Tat, wenn ihr Körper geschwächt war, aber sie kam zurecht. Als nächstes versorgte sie einen Soldaten, kauteriesierte zumindest seine Beinwunde, mehr schlecht als recht, denn mehr konnte sie im Augenblick nicht, dazu hatte sie zuviel Mühe sich auch nur im Sitzen zu halten. Danach wollte sie sich nur noch hinlegen, stützte sich noch mit dem linken Arm aber sackte dann ins Liegen bei der letzten Strecke. Wieso....wieso konnte sie nicht noch etwas mehr... helfen... Kraft haben...

Irgendwie murmelte sie noch zu Aquae ob es noch mehr Verletzte gab, Aquae wusste es nicht, also bat sie darum nachzusehen. Sie merkte noch schmerzhaft wie sie so gedreht wurde, dass ihr nicht das ganze Blut in den Kopf stieg, aber dann war es mehr wie ein Dämmerzustand zwischen Wacher Welt und Bewusstlosigkeit. Sie weiß wieder mal nicht wie lange das so ging, aber... Silva, so hieß er, wenn sie sich recht erinnerte... half ihr etwas. Sie spürte ein klein wenig Kraft zurückkehren, oder eher, etwas Kraft die ihr gegeben wurde und die sie notdürftig dahin lenkte, wo sie sie gebrauchen konnte. Ihre Gedanken setzte ein paar Takte aus, ehe sie merkte dass ihr Kreislauf wieder ein klein wenig stabiler war.

Am Rande bekam sie mit, wie etwas mit Uniri war... Wiederbelebungsversuche? Sie würde derzeit nicht genug Kraft für sie aufbringen können, oder? Wenn sie... war das die Zeit sich zu entscheiden? Der halbe Aufputscher, sie musste es wohl versuchen... Sie wusste dass das auch ordentlich schief gehen konnte, vielleicht würde eine Heilungstrance vor dem endgültigen Abdriften noch helfen, wenn sie sich rechtzeitig nach der Heilung von Uniri hineinversetzte, vielleicht aber auch nicht. Aber wäre es den Versuch nicht wert? Allerdings wurden ihre Pläne zunichte gemacht, der Aufputscher ihr entwendet, sie war viel zu schwach das zu verhindern. Auch ihre Worte konnten Silva nicht überzeugen ihn ihr zurückzugeben. Dann musste sei eben so irgendwie helfen...

Der Versuch hielt allerdings nicht lange an, ihre Hand war erst kurz davor Uniri zu erreichen, als sie etwas hörte: „Lass es bleiben...“, kam es von irgendwoher, aber von keiner Stimme die sie mit ihren Ohren vernahm. „Lass los“, erneut. Ein Wink der Macht? Selbst ihre Gedanken waren müde, sie wollte nicht darüber nachdenken, aber es erschien ihr richtig, ihr Instinkt riet ihr ebenso dazu und kaum gab sie auf jetzt noch helfen zu wollen, ließ ihre Pflicht los, empfing sie die Schwärze. War es Zeit in die Macht einzugehen?

Erneut kam sie nicht mit, wie man ihr das Leben rettete, ihr Blut gespendet wurde, weil ihr Wasserhaushalt zu niedrig war und damit ihr Kreislauf sich in gefährlich niedrigen Werten befand. Weder die Invasion der Giska, noch die Befreiung von Tython oder der rettende Shuttleflug zu einem der Lazarettschiffe, schaffte es in ihr Bewusstsein. Es war vorbei, der Angriff auf Tython hatte sein Ende gefunden.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

~ Chinesisches Sprichwort

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Lek (17.07.2014)

24

Samstag, 21. Juni 2014, 16:21

(21.06.2014)
Nachwehen des Angriffs:

Yerana blickt von ihrem Aussichtspunkt auf Tython auf den entfernten Tempel, dessen Instandsetzung stetig voranschreitet. Sie hatte überlebt. Einen Monat etwa, ist es nun her und langsam kehrt die Normalität wieder ein. Woche für Woche weicht ein weiteres Zelt das als provisorische Unterkunft oder Lager diente. Heute würde vermutlich das Feldlazarett abgebaut werden. Die Medstation war endlich wieder einsatzbereit, bis auf ein paar Kleinigkeiten, die noch zu richten waren, das Labor würde im Ganzen wohl noch ein paar Tage länger dauern, aber immerhin konnte man schon Blutanalysen und ähnliches angemessen durchführen. Ein mal über das ganze reflektieren, ehe der "Alltag" wieder völlig da wäre, war ihrer Ansicht nach eine gute Idee:

Padawan Aquae hatte ihr grob erklärt wie sie auf das Lazarettschiff gekommen war. Es war vorbei... kaum zu glauben, zu dieser Zeit, aber es lag nach diesem Angriff auch noch viel vor ihnen. Sie sprach auch mit Padawan Saito... Shinzu. Sie gab ihr vor allem so viel Trost, wie sie geben konnte und Ratschläge von denen sie wusste, dass sie teils auch selbst mehr befolgen musste, wenn sie ihrem neuen Weg würde treu bleiben wollen. Aber... sie hatte das Gefühl dass es richtig war, so zu handeln wie sie es tat, dass es der jüngeren Jedi half, auch einfach mal in den Arm genommen zu werden. Wenngleich ein Gedanken leise in ihrem Geiste wieder flüsterte, wie gern sie es ihr erspart hätte, das überhaupt erlebt zu haben.
Jeder ältere wusste wie es war, der auf Coruscant als Jüngling oder Padawan dabei war und überlebt hatte. Der einzige Unterschied: Dort früher, hätte man niemals gedacht dass so etwas je eintreten würde, nach dem ersten Erlebnis, diesmal, wussten es die meisten besser, waren besser vorbereitet und konnten dementsprechend schneller und entschlossener handeln, auch nach dem Angriff. Wenigstens etwas.

Allerdings erging es nicht allen so... denn wie sie etwas später merkte, war Padawan Teagan doch stark mitgenommen. Er verhielt sich eher wie ein Roboter dessen Speicherlöschung lange nicht mehr durchgeführt wurde: gefühlsneutral, rational und mit negativeren direkten Ansichten nur so um sich werfend. Er sagte selbst im Laufe eines Gespräches, dass jeder seine Art hätte mit der Situation umzugehen und ihr Verstand sagte ihr, dass er auf seine Weise getroffen war. Dennoch fiel es ihr zu dieser Zeit schwer mit seiner Art umzugehen, weshalb sie sich nach einem der Gespräche sogar zur Meditation zurückzog, hatte er doch einen noch Wunden Punkt erwischt: Die Jüngeren. Später schaffte sie es größtenteils wieder, über seine derzeitige Art hinwegzusehen, auch als sie ihn auf Coruscant nochmal begegnet war. Sie bemühte sich einfach ihm irgendwie zu helfen, auch wenn es wohl nicht fiel half... sein Meister würde sich sicher darum kümmern, darauf wollte sie vertrauen. Das selbe galt für Padawan Saito, die sie dort auch noch mal sah - da lag noch genug im Argen, so ihr Eindruck.

Yerana selbst hatte mit der Situation an sich, die nun herrschte, nicht wirklich Probleme, denn tatsächlich war der Tod für sie nicht das Schlimmste, wusste sie doch, dass jene die fielen in die Macht eingegangen waren - und das empfand sie nicht als schlimm. Solange keine enge Bindung vorhanden war, konnte sie so selbstlos sein, sie im Geiste ziehen zu lassen, ihnen den Frieden zu gönnen, statt sie egoistisch bei sich halten zu wollen. Natürlich war das Dahinschwinden eines Lebens schon bedauerlich bis traurig, erst recht bei so vielen, aber es war nichts woran sie festhalten musste, wollte oder auch nur sollte. Verletzte war sie hingegen gewohnt, sie war immerhin Medizinerin, da war daher auch nicht viel dabei, wobei sie Meister Magejin geradezu wieder zu seinem Glück zwingen musste, sich behandeln zu lassen. Daneben gab es noch jene, die nach einer Weile noch immer vermisst wurden, was bedenkenswert wurde, darunter auch Jedi Heilerin Rea, aber im Grunde gab es auch dort nur zwei Möglichkeiten: Sie lebten dort draußen noch irgendwo und würden früher oder später gefunden werden oder aber, sie waren Tod. Punkt und Ende.

Sie versuchte neben ihrer Pflicht als Medizinerin, vor allem den Jüngeren in geistiger Hinsicht zu helfen, den es war ihr ein starkes Bedürfnis, bei dem sie kein Grund sah dem nicht nachzukommen. So nahm sie sich ein mal auch einfach eine Gruppe zur Seite und führte eine Art Gruppentherapie durch. In Sachen Psychologie mochte sie noch lange nicht zu Ende ausgebildet worden sein, aber sie hatte genug Erfahrung um als Jedi etwas helfen zu können, wenn schon nicht als Jedi Heilerin. Tatsächlich schien es dem ein oder anderen auch gut zu tun, gerade die fürsorglichen Gesten, die sie in dieser Form sonst nie so leichtfertig gegeben hatte. Allerdings, Hilfe hin oder her, es würde bei vielen wohl einfach noch etwas Zeit brauchen.

Eine Sache allerdings, sollte auch ihr anfangs zusetzen: Der für sie deutliche Abfall von Ritterin Lanaa gen dunkle Seite, auf den Padawan Numa sie aufmerksam gemacht hatte. Sie hatte das Gefühl, dass sich Teile ihrer schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten würden. Das Gefühl, dass ihr alter Weg sie wieder zurückziehen wollte, war dabei sehr präsent. Auch dass all ihre Gedanken, weshalb sie wer weiß wen, wegen wer weiß was getadelt hatte, berechtigt waren und sie daher weiter eisern bleiben musste, hart, um die Jüngeren gegen das zu stählern, was sie sonst holen mag: Die dunkle Seite. Es war schwer dagegen zu halten, sich angesichts dessen ins Gedächtnis zu rufen, weswegen sie sich für eine Wegänderung entschieden hat, nämlich dass jene Art auch genau zu dem führen könnte, wovor sie die Jüngeren bewahren wollte.
Sie hatte mit einer Empfehlung dafür gesorgt, dass Ritterin Lanaa festgesetzt wurde, zumindest auf Tython bleiben musste und sich darum bemüht, dass sich jemand um sie kümmert, mit ihr auseinandersetzt. Sie selbst hatte vermutlich schon ihr bestes getan, war aber auch wegen Erwähnten, so wie dem, dass sie selbst mal unter Korruptionsverdacht stand - unbegründet wie sich herausstellte - nicht objektiv genug. Zumal, sie war nur wenige Jahre älter als Ritterin Lanaa, da fiel es jener sicher schwer ihren Rat als berechtigt anzunehmen und nicht nur als "andere Meinung über die Dinge".

Yerana blickt auf den Gegenstand zu ihrer Hand. Während sie bei Ritterin Lanaa nicht fiel mehr tun konnte als ab und an mal vorbeizusehen und das beste zu hoffen, so war es bei diesem verbliebenem Problemchen in ihrer Hand etwas anderes. Der Wind wehte hier oben auf ihrem Aussichtspunkt stärker und sie könnte einfach ihre Hand öffnen und es wäre weg... oder würde irgendwann wieder bei ihr landen, wie es erst kürzlich geschehen war. Was sollte sie nun letzten Ende damit tun?

Sie erinnert sich daran wie sie ihre persönlichen Gegenstände Padwan Anca übergeben hatte, wie sie dann später gehört hatte, das sie zurück blieben und vermutlich von Gizka gefressen wurden. Das war etwas... seltsam gewesen. Ein anderes Wort fand sie anfangs nicht. Es waren kleine persönliche Dinge die im Grunde keine große Bedeutung hatten und doch die ein oder andere Erinnerung mit sich brachten. Es war nicht umsonst so, dass ein Jedi keinen Besitz haben sollte, wie sie da wieder merkte. Tatsächlich war sie nämlich versucht gewesen nach diesen Dingen zu suchen, fand es gleichzeitig aber auch nicht der Mühen und Gefahren wert und so hatte sie sie etwas wehmütig abgeschrieben. Es war ein gutes Symbol für einen Neuanfang, so dachte sie: Alles weg, neue Leute, neuer Tempel, neue Wege. Es war in Ordnung, sie hatte es akzeptiert und fand es gut.
Dann aber eines Tages, aus heiterem Himmel, übergab ihr Padawan Gryth Varranth die Tasche und es war noch alles da, wenn auch nicht ganz heil. So war ihr Padawanzopf etwas angenagt worden, aber ein Teil davon war noch intakt, der Speicherchip war wohl nicht verlockend genug, oder zu klein gewesen, ebenso das Geschenk von Captain O'Brain. Das letzte allerdings, das Bild ihres ehemaligen guten Freundes... nun da fehlte nun zumindest ein Bein auf der Abbildung, was nicht weiter tragisch war.

Irgendwie traf es sie etwas, die ganzen Sachen plötzlich serviert zu bekommen, wo sie sie abgeschrieben und es akzeptiert hatte. Als ob jemand ihr ins Gesicht gesagt hätte: "Nein nein, so schnell geht das nicht! Hier ist dein alter Kram, so leicht wirst du die Vergangenheit gefälligst nicht hinter dir lassen." Wie hätte es auch mal sein können dass irgendetwas bei ihr leicht und unbeschwerlich von statten geht... aber wie immer half ihr dabei ein Gedanke an ihren Leitspruch: "Nur weil etwas schwer ist, ist es keine Entschuldigung es nicht zu tun". Es ist wie es ist und sie würde eben tun was nötig ist, ganz gleich wie leicht oder schwer es war. Padwan Varranth war ihr sogar nachgegangen, scheinbar war ihr schneller Abzug zur Meditation doch etwas gewesen, wo man mal nachgucken wollte was los ist. Sie hatte ihm nicht viel gesagt... denn dies war einer der wenigen Dinge, die sie wirklich nicht mit vielen Leuten besprechen wollte, aber sie hoffte dass es reichte, dass er sich nicht groß Gedanken darum machte. Seine Einschätzung von ihr, als sie etwas redeten, fand sie allerdings bedauerlich. In der Tat... die meisten Leute kannten sie wirklich nicht. Da und dort, erinnerte er sie wirklich etwas an Padawan Teagan, oder Ritter Marno, mit dieser sehr direkten, bis manchmal auch unhöflich unbedachten Art.

Ein Gespräch mit Meister Magejin, war teils sehr positiv verlaufen, hatte sie sich nach etwas Wortwechsel doch entschieden ihn wieder einen Freund zu nennen. Er war auch einer der wenigen, mit dem sie auch über eine ganz besondere Sache überhaupt sprechen mochte, denn allen anderen müsste sie vorher so eine riesen lange Geschichte erzählen, dass der Zeitrahmen für das eigentliche Thema bis dahin schon längst gesprengt worden wäre. Er wusste darum, um Andereb, oder besser, Master Sergeant Lutha. Sie hatte Meister Magejin über ihre Entscheidung in Kenntnis gesetzt, nur noch beruflich mit diesem Kontakt zu haben, und anhand von Magejins Worten, hatte sie auch das Gefühl dass er es nachvollziehen konnte. Das tat gut. Ironischer Weise kam jener Master Sergeant auch gerade vorbei, wegen etwas beruflichen, als sie ihr Gespräch schon beinahe beendet hatten. Sie konnte sein Unwillen geradezu spüren, sich überhaupt in ihrer Nähe aufzuhalten. Das war unschön, aber sie wusste damit umzugehen. Über das Bild hatte sie mit Meister Magejin aber nicht gesprochen, denn wenn sie sich recht erinnerte, hatte sie das zu der Zeit auch noch nicht wieder.

Aber was tut sie "jetzt" mit dem angenagten Bild von einem Master Sergeant? Sie schüttelt den Kopf als sie merkt wie groß ihr Gedankengebäude um diese Kleinigkeit geworden ist, aber wieso auch nicht, es diente schließlich der Selbstreflexion. Die Frage war aber eigentlich nur, ob sie es behalten würde, einfach loslassen, oder zerstören... irgendwie passte ihr keines von der Optionen wirklich in den Kram. Bei jedem konnte sie etwas Schlechtes oder Gutes hineindeuten, was dafür oder dagegen sprach. Nun, wenn es schon den Weg zu ihr zurück gefunden hatte, würde sie es erst mal behalten. Sie hielt zwar nicht viel von einem persönlichen "Mahnmal" aber andrerseits... schadete es wohl auch nicht. Immerhin lag das Bild vor dem Angriff auch einfach die ganze Zeit in ihrer Schreibtischschublade und beim Anblick, hatte sie weder das Gefühl einen Dolch ins Herz gerammt zu bekommen, noch hatte sie es angeschmachtet. Es war einfach ein Teil ihrer Gefühlswelt, mit dem sie umzugehen hatte, das war alles. Sie bereut ihre Entscheidung nicht, die eindeutig von der Macht gelenkt war. Das war ihr Weg, sie ist eine Jedi und daran würde nichts und niemand etwas ändern... auch er nicht. Mit dem Gedanken steckte sie das Bild in die Tasche ihrer Robe und machte sich auf den Abstieg.

Heute nahm sie aber nicht den schwersten der Abstiege, sondern den leichten, sie hatte noch über etwas aktuelleres nachzudenken, sollte aber auch langsam wieder zurück. Die Worte von "Elaine Teron", wie sie nun hieß, stimmten sie etwas nachdenklich. Wenn sie recht hatte, und das konnte durch die familiäre Bindung durchaus sein, war Darth Setus noch immer auf Tython, hatte den Rückzug vielleicht nicht rechtzeitig geschafft. Sie hatte der Padawan nahegelegt einen entsprechenden Bericht mit Ritter- oder sogar Meisterfreigabe zu erteilen. Das dort draußen noch immer Sith sein konnten, wusste zwar jeder, aber dass da gar ein älterer Darth rumstreunte, musste nicht jeder Padawan wissen, immerhin sollte auch keiner von jenen aus den bereits gesicherten Quadranten hinaus.

Was war allerdings mit ihr? Die Frage, ob sie sich an einem Festsetzen von ihm beteiligen wurde, war und ist eine gute. Sie war sich nicht sicher und antworte entsprechend: Eventuell würde sie zumindest an der Suche teilnehmen, da ihr seine Präsenz bekannt war. Sie ist nicht die beste Kämferin, ist nicht alt und weise, noch kann sie sich 100% sicher sein, dass sie das Vergangene wirklich so gut verarbeitet hat wie sie es glaubt. Manche Dinge zeigen sich erst, wenn man ihnen wieder gegenübersteht. Er ist zwar repräsentativ für die Folter, die sie hatte erdulden müssen, aber er war der Befehlsgeber gewesen, nicht ihr Folterknecht. Deshalb glaubte sie, dass sie gut damit umgehen könnte, selbst wenn sie von ihm unter die Nase gerieben bekäme, weswegen sie letzten Endes nachgegeben hatte... es wäre ... unschön, aber sie könnte damit wohl umgehen. Sie wollte die Begegnung auch nicht unbedingt haben, teils ist es ihr auch gleichgültig und doch ist da noch immer ein kleiner Teil da, der es sich gern selbst beweisen würde, dass dort nichts mehr ist was sie an ihrer Pflicht hindern würde, ihr ernsthaft etwas ausmacht. Nun... im Zweifelsfall würden die Meister sowieso entscheiden, ob sie eher nützlich ist, dadurch dass sie seine Präsenz und seinen Kampfstil kennt, oder ob sie eher ein Ballast ist und gefährdet, wegen der Vergangenheit oder allgemein dafür geeignet ist. Sie würde es sehen oder auch nicht, falls Padawan Teron es sich doch nur eingebildet hatte, so völlig überzeugt wirkte sie davon schließlich auch nicht.

Sei es drum. Sie wird ihr Leben leben wie immer und das heißt nach jedem Straucheln wieder gerade stehen und nach jedem Fall auch wieder aufstehen, früher oder später. Wenigstens, lehrt die Zeit einem wirklich stetig besser damit umzugehen. Jetzt musste sie sich erst mal die Auswertung der Luftanalyse im Labor ansehen, ob sie diesen Chemikaliencocktail endlich in den Griff bekommen haben oder nicht.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Lek (17.07.2014)

25

Mittwoch, 6. August 2014, 09:07

(06.08.2014)
Ein neuer Padawan

Die Zeit zog so dahin, während sie auf Tython ihr Training, ihr Studium und ihren Dienst in der Medstation verrichtete. Nachdem die Leute vom Feldlazarett in die Medstation verlegt wurden und gar nicht viel später die vom Lazarettschiff ebenso, war es sehr geschäftig in der Medi geworden. Denn neben den Verletzten vom Angriff, kamen natürlich auch nach wie vor solche Jedi dazu, die nach einem Einsatz angeschlagen zurückkehrten.

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Mit der Zeit legte sich das aber inzwischen ist es auf ein relativ normales Maß zurückgegangen und zumindest der Tempel selbst, ist auch wieder instandgesetzt. Auswärts, wie beim Rückzugsort der Meister, sieht es teils aber noch anders aus. Es dauert einfach alles seine Zeit. Mit sich selbst, hat es sich auch aber gut eingependelt. Trotz ein paar negativerer Gedanken am Anfang, dass sie ihren neuen Weg eventuell nicht halten könnte, hat sich eben dies nicht bewahrheitet und es ging voran. Die graue Theorie wurde nicht zur schlechten Praxis oder zu etwas anderem Negativen. Was die Zukunft noch bringen wird, das wird sich zeigen aber „derzeit“ ist sie durchaus zufrieden mit sich. Sie kann gerade problemlos annehmen was kommt und geht, auch wenn es mal Dinge gibt, die etwas weniger problemlos sind, wie die Sache mit Ritterin Lanaa. Jetzt wird sich aber um sie gekümmert, also ist es gut.
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Eigentlich hatte sie vorgehabt ihren neuen Weg mehr zu festigen, ehe sie einen neuen Padawan nahm, wenn überhaupt aber wie üblich im Leben, kam es nicht so wie man plante: Eine Nachricht von Meister Alde erreichte sie. Diese enthielt neben ein paar Worten von ihm, die sie aufmerksam las, einen Anhang von einem Ritter Peeko, in Rodese. Gut dass Rodese einer der wenigen Sprachen war, die sie beherrschte. Dieser Ritter Peeko bat darum dass man auf Tython die Ausbildung seines Padawans fortführte, weil auf Anaxes die Möglichkeiten nicht vorhanden waren. Sein Talent war wohl die Heilung und konnte dort nicht gefördert werden. Kurz um, gab Ritter Peeko ihn wohl frei, damit ein anderer das Talent fördern konnte und ihn die letzten Schritte begleitete.

Nun da war es natürlich verständlich dass Meister Alde da derzeit an sie dachte, wo sie doch gerade keinen Padawan hatte und diese Spezialisierung durchaus die Ihre war. Sie hatte nicht viel Gelegenheit ihre eigenes Wissen in dieser Richtung weiterzuleiten, abgesehen von kleinen Unterrichtseinheiten und seit kurzem die Betreuung von Sarinah in diese Richtung. Ihr ehemaliger und erster Padawan, Waath, war schon immer ein Hüter, ein Beschützer und ein Kindskopf, da war wirklich nicht an mehr als an eine solide Selbstheilung zu denken. Ihr zweiter ehemaliger Padawan, Za'eth, war stets der Diplomat und gemäßigter, manchmal vielleicht etwas zu gemäßigt aber es schadete sicher nicht, erst recht nicht, wo er doch den Weg eines Wissenshüters eingeschlagen hat. Bei ihm war aber ebenso nicht an mehr als an die Selbstheilung zu denken. Padawan Lek Ryugan wäre damit der erste, der seinen Weg größtenteils von ihr lernen könnte. Sie würde ein mal mit ihm reden...

So kam es dann, nachdem sie sich diesen Padawan Lek Ryugan angesehen und getestet hatte, dass sie ihn zu ihrem Padawan nahm. Sie hatte genug gesehen und nach den Gesprächen und der Betrachtung seines Könnens, hat sie das Gefühl dass sie ihm das nötige vermitteln könnte, was noch fehlte. Die letzte Entscheidung, kam aber durch die Macht und das war das Wichtigste von allem. Hätte sie in keiner der Meditationen auch nur annähernd etwas gespürt was ihr dazu riet, hätte sie ihn trotz aller Logik nicht angenommen. So allerdings, hat sie es.

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Yerana sitzt mit geschlossenen Augen auf dem ihr zugewiesenen Schlafplatz auf einem Schiff. Sie meditiert nicht, noch nicht, sondern denkt etwas nach. Sie sind gerade auf dem Weg zu einem Einsatz, der recht knifflig wird und gerade für ihren neuen Padawan, eine große Herausforderung darstellen mag. Die Frage ist nur was fordernder für ihn sein wird... die Außeneinwirkung und der Einsatz selbst oder die Balance in seinem Inneren? Er hat sehr viel Mitgefühl, vor dem sie ihn auch schon gewarnt hat. Er versteht auch was sie meint... es ist nur die Frage ob sein Verstand sich dort auch durchsetzen wird wie es nötig ist, trotz seiner mangelnden Praxierfahrung.

Sie hat ihm einen Großteil ihres Erfahrungsberichts über Veral V überlassen und sie waren ihn gestern durchgegangen. Sie wollte einfach bewirken dass er zumindest ein wenig Ausgleich erhält mit dem er arbeiten kann, wenn es in der Praxis dann mal heftiger zu geht. Anhand von realen Beispielen Problematiken aufzuzeigen, war ihrer Erfahrung nach meist eine gute Idee. Dennoch, ihre kleine zweifelnde Ader fragt sich doch ein wenig, ob das wirklich so eine gute Idee war und sie erinnerte sich wie Meister Alde mit ihr über den Punkt sprach. Es wirkte aber nicht so als hätte sie Respekt bei Lek eingebüßt sondern eher als hätte er wirklich daraus etwas lernen können. Nun ja... wollte sie es mal hoffen aber so oder so, steht nirgendwo geschrieben dass ein Meister eines Schülers perfekt sein muss. Also weg mit den Zweifeln... Gedacht und getan.

Sie würde Lek einfach gut im Auge behalten und falls nötig, seine Fehler für ihn ausgleichen, so gut es ging. Er hat zwar irgendwie noch eine... leicht naive und etwas unsichere Art in Kleinigkeiten aber er wusste zumindest was nötig ist, es würde gut gehen. Die Macht hätte sie wohl kaum zusammengeführt, wenn er hier schon in die Macht eingehen sollte. Jetzt allerdings, müssten sie bald aus dem Hyperraum kommen, also entschließt sie sich noch etwas zu meditieren: Sie setzt sich in den Schneidersitz um, legt die Hände ineinander und schließt die Augen.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Lek (06.08.2014)

26

Samstag, 16. August 2014, 11:57

(16.08.2014)
Das Alter und die Weisheit

Die Mission auf Xilquantas verlief den Umständen entsprechend, was nicht gerade gut war aber immerhin konnte man minimal helfen. Das war zwar nur ein schwacher Trost, wenn man bedachte wie viel man mit der Menge an Jedi woanders hätte helfen können aber manchmal führte einen die Macht nun mal nicht nur da hin wo man am nützlichsten schien. Wer weiß schon, wie es dort auf Xilquantas weitergehen würde. Vielleicht legte dieser Einsatz einen Stein für die Zukunft, den sie jetzt noch nicht ermessen konnten oder es war einfach so wie es sich anfühlte: Ein Tropfen auf dem heißen Stein. Vielleicht würden sie es eines Tages erfahren, vielleicht aber auch nicht.
Ihr Padawan hat sich dort jedenfalls gut gehalten, teils etwas zu gut, so war ihr Eindruck, der ihr auch in einem Gespräch danach bestätigt wurde: Er hatte sich zu sicher gefühlt, nicht mal der kurze Scheinangriff auf das imperiale Lager, der durchaus mit Gefahr verbunden war, hatte die übermäßige Sicherheit weggenommen und erst der Brandbombeneinschlag in der Nähe hatte ihn wirklich wachgerüttelt. Allerdings konnte sie mit ihm gut ergründen wo das Problem lag und so war die Angelegenheit schnell geklärt. Sie wiederholte sich zwar in ihren Gedanken und auch wörtlich öfter damit aber: Ihm fehlte es vor allem an Praxis, der Rest der noch fehlte, würde mit der Zeit kommen, viel lehren musste sie ihn gar nicht mehr.

Das Leben auf Tython ging danach weiter wie gehabt: Trainieren, Studieren, Versorgen, Forschen, Lehren. Das Training lief gut, sie konnte nicht klagen, ihr Studium ebenso und die Patienten machten auch keine Schwierigkeiten, es waren immerhin Jedi. Unterfordert war sie deshalb allerdings nicht, denn jedes Mal wenn es etwas ruhiger war, beteiligte sie sich dafür an ausgiebigen Analysen im Labor, von bekannten oder unbekannten Stoffen, was nicht nur ihr Wissen erweiterte sondern auch ihre Geist ordentlich forderte. Gerade bei unbekannten Stoffen die genaue Wirkung zu ergründen, den Zweck im ganzen Gemisch zu ermitteln und die Herkunft, war oft knifflig aber Übung machte den Meister, wie man so sagte. Sie war sich aber sicher, dass bald wieder eine Mission kommen würde, immerhin hatte sie darum gebeten, damit Lek auch die nötige Praxiserfahrung bekam. Damit kam sie auch zu dem letzten Punkt von dem was sie tagtäglich so tat: Lehren.

Im täglichen Training oder Studium konnte sie nicht wirklich Mängel in Leks Ausbildung feststellen. Er lernte und das stetig, bei allem was in die Routine eines Jedi gehörte, war er vorbildhaft bei der Sache wenngleich er wohl lieber weniger Lichtschwertraining als mehr hätte, so war ihr Eindruck. Durch seine Zeit auf Anaxes hatte er Routine genug und das war sowohl ein Vorteil, als auch ein Nachteil, denn dadurch fiel ihm das, was nicht zu dieser Routine gehörte doch merklich schwerer als anderen. Er bemühte sich dennoch, keine Frage und der Wille lernen zu wollen war ebenso vorhanden aber ab und an bemerkte sie dort kleine Unsicherheiten, die für seine Lehrzeit und sein Alter nicht mehr sein sollten. Das war aber ihre Aufgabe als Meisterin dies zu ändert und das ist das, was sie tun würde, wie sie es schon bei Waath und Za'eth in anderen Bereichen getan hatte, ehe diese in den Rang eines Ritters aufstiegen.

Manches war etwas aber leichter gesagt als getan. Ein mal begleitete Padawan Iphi'ghen Noren sie auf eine Lehrstunden mit Lek. Sie hatte ihm diese Wahl überlassen ob sie mit durfte und so nahm sie ihn auch nicht lockerer ran, nur weil Padawan Noren dabei war. Allerdings merkte sie bei Lek während der Übung etwas, was wie als Missgestimmtheit verbuchen würde und sie fragte sich ob es an den etwas härteren Unterricht gelegen hatte, an seinem Telekinese Problem das sie dort angingen oder nicht doch eher weil Padawan Noren dabei war. Sie schätzte Lek zwar nicht als übermäßig stolze Person ein aber Jedi hin oder her... gerade junge Männer – auch wenn man darüber streiten könnte ob er noch darunter zählte – neigten dazu in Anwesenheit von anderen, ins besonderen von jungen Frauen, etwas besser dastehen zu wollen. In diesem Fall war die junge Noren in der Übung auch noch besser als er, weil es nun mal sein Problem war an dem sie arbeiteten. Vielleicht hatte dies auch noch zu Leks Stimmung beigetragen. Als das Training beendet war schien sich diese unterschwellige Stimmung aber wieder verzogen zu haben, wenngleich es wie schon zuvor in Padawan Norens Anwesenheit ein paar mehr Widerworte gegeben hatte als bei ihm üblich. Sie würde das aber erst mal im Auge behalten, ehe sie voreilige Schlüsse zog.

Auf dem Rückweg von dieser Lehrstunde, unterhielten sie sich noch über ein anderen Problems: Er hatte hinter ihrem Rücken Padawan Noren helfen wollen aber das wäre nicht schlimm, wäre es nicht etwas was ohne manch Wissen auch schief gehen könnte. Sie gestand sich ein, dass da etwas Bedauern vorhanden war und entsprechend etwas harscher reagierte hatte als es sein musste. Im Nachhinein bemerkte sie allerdings, dass sie etwas vorschnell geurteilt hatte. Er „wollte“ noch zu ihr kommen, wenn es denn so gekommen wäre, allerdings hatte sich Padawan Noren eines besseren besinnt. Als sie alleine waren, erklärte sie ihm aber auch, dass sie seine Lage durchaus nachempfinden konnte, denn es war nie leicht wenn man zwischen Vertrauen zu einer Person und dem Richtigen Weg wählen musste und Padawan Noren hatte es ihm wohl im Vertrauen gesagt. So oder so kam Yerana nicht daran vorbei sich bei ihm zu entschuldigen, allerdings verstand er es wohl und empfand es als unnötig. Danach gingen gingen sie ihrer Wege und sie zog sich zurück.
Der Tag hinterließ bei ihr anfangs dennoch einen bitteren Nachgeschmack, denn erst einen Tag vorher, war sie wieder ein Jahr älter geworden und es fühlte sich beinah so an als verhöhne die Zeit sie, indem sie ihr deutlich aufzeigte, dass „bei ihr“ die Weisheit nicht mit dem Alter kommen würde. Das hielt zumindest so lange an, bis sie meditiert hatte und sie ihre Gedanken wieder in geordnete Bahnen lenkte: so ein Blödsinn.

Ein paar Tage später sprach sie ein mal mit ihrem ehemaligen Padawan, Za'eth. Er hatte den Weg eines Wissenshüters eingeschlagen und war damit seiner Richtung treu geblieben, dem Weg eines Jedi Gelehrten zu gehen. Sie sprachen etwas über ihre Padawane und es war interessant von ihm zu hören, wie es mit einer jungen Padawan war. Ihr Weg war da bisher ein anderer und ob sich das noch in ihrem Leben ändern würde, das würde die Macht entscheiden, nicht sie. Sie unterhielten sich auch etwas über die Lehrmethoden, strengeren und lockeren Umgang beim Lehren. Sie dachte dabei auch mal an Meister Alde und Meister Balnam mit denen sie beide schon mal mehr oder weniger über Lek gesprochen hatte. Es wäre sicher interessant die beiden Meister über Lehrmethoden reden zu hören, war sie sich doch nicht sicher, ob die Meinungen sich eher decken oder eher weit auseinander schweifen würden. Vielleicht würde sie das ja eines Tages erfahren. Wie dem auch sei, in einem Punkt war sie sich mit Za'eth recht einig: Strenge gehörte manchmal durchaus auch dazu.

Sie hatte ihm nämlich über ihren „neuen“ Weg erzählt und dadurch kamen sie überhaupt erst wirklich zu dem Thema: „strenger oder lockerer?“ Allerdings musste sie am Ende doch schmunzeln, als er meinte dass sie ihr richtiges Maß da schon finden würde, was deutlich machte dass es aus seiner Sicht „jetzt“ noch nicht der Fall war. Als sie nachfragte, erhielt sie auch die Bestätigung und die Ausführung, da sie gerade erst damit angefangen hätte das richtige Maß zu suchen, so interpretierte er wohl ihre Worte, könnte sie es jetzt natürlich noch nicht. Das war wohl je nach Ansicht richtig, für sie war es lediglich eine Änderung der Balance aber sie wusste was er meinte und so beließ sie es dabei. Zweifelsohne würde sie nämlich auch noch Fehler darin machen, denn wie er so amüsant betonte, ließen „Menschen“ nicht so schnell von ihren Gewohnheiten ab und bräuchten länger diese abzulegen als sie sich anzueignen. Das war bei „Menschen“ durchaus oftmals wahr und sie war nun mal einer. Sie würde noch sehen was kommt.

Ein Tag letztens war nicht weniger lehrreich gewesen und zeigte ihr auch wieder wieso es besser war, wenn der eigene Meister sich bei kniffligeren Problemen um seinen Padawan kümmerte, da dort nicht nur entsprechend mehr Respekt vorhanden war sondern auch entsprechende Konsequenzen folgen konnten wenn nötig. Sie hatte mit Lek versucht Padawan Noren die Diplomatie etwas näher zu bringen, immerhin wollte diese darüber lernen weil Ritter Marno es wohl schätzte wenn sie „nicht so wie er“ in diesem Bereich würde. Eigentlich hatte sie angenommen dass Ritter Marno die Diplomatie inzwischen durchaus etwas mehr zu schätzen wusste, wo er die negative Seite des Krieges erlebt hatte, scheinbar hat sie sich zumindest teilweise getäuscht wenn von seiner Padawan solche Worte kamen.
Jedenfalls, verstand Padawan Noren einen Punkt, da ihr eigener Padawan sie wohl schon etwas näher kannte und daher die passende Worte für ihr Verständnis fand, jedoch hatte sie später bei weiterem das Gefühl gegen eine Mauer zu reden. Padawan Noren verrannte und versteife sich nämlich in Wortdefinitionen, statt die Aussagen dahinter sehen zu wollen. Bei manchem Mal musste sie sich etwas beherrschen, sie nicht in ihrer alten strengeren Manier anzugehen und als Noren das Gespräch schlicht von ihrer Seite aus für beendet erklärt, ohne Einvernehmen des anderen Gesprächspartners, erst recht. Sie beließ es aber letzten Endes auf sich, mit der Erinnerung an Höflichkeiten und dem Rat, sich nicht auf Begrifflichkeiten zu versteifen, sondern mehr Verständnis für andere Sichtweisen aufzubringen.

Dennoch, nachdem sie später mit Lek wieder am Ort war, wo sie sich unterhalten hatten und wo sie mit ihm noch trainieren wollte, spürte sie wieder ein paar leise Zweifel bei sich die rasch an Einflussnahme gewinnen wollten. War sie in einem angemessenen Rahmen geblieben? Oder war sie doch eher zu ihrem alten Weg geschwenkt obwohl sie sich bemüht hatte? Wäre etwas mehr Strenge ab diesem Punkt nicht nur schlicht angebracht gewesen, gleich ob alter oder neuer Weg? War sie denn überhaupt so viel strenger gewesen als in letzter Zeit oder eher gemäßigt geblieben? Sie erfrischte ihr Gesicht mit dem klaren Flusswasser und sie wusste dass Lek wartete und auch, dass er sie im Blick hatte. Sie sollte wohl später darüber nachdenken... sein Training wartete und bei dem was sie im Sinn hatte, war es auch für sie genau das richtige gerade.

Lek wurde noch stark von seinem Mitgefühl erfasst und sie wollte nicht dass ihn das in einer Mission aber auch danach zu sehr beeinflusste. So bestand ein Teil des Trainings bei seinen Telekinese Übungen darin, dass sie für seine Fehler büßen musste. Für jeden seiner Fehler stellte sie sich eine Minute unter den Wasserfall. Sie wusste von Anfang an dass sie nicht trocken bleiben konnte aber genau darin bestand ein Teil seines Trainings. Der andere Teil bestand darin dass er seine Telekinese Schwäche mit der Entfernung überwand und offenbar, hatte er das Problem mit seinem Glauben dabei nun auch erfasst, was sehr vorteilhaft für die Übung war, dennoch konnte er es natürlich nicht sofort fehlerfrei.
So verbrachte sie also die eine oder andere Minute unter dem Wasserfall. Das Wasser das von oben kam donnerte mit ganz schöner Wucht herab und dadurch dass es in den Bergen kam, war es auch ziemlich kalt, wie sie zu spüren bekam. Nahe Ende der Übung nutzte sie daher auch etwas Tapas, sie wollte ja nicht herumschlottern und ihre Selbstheilung dafür verwenden müssen nicht krank zu werden, wenn sie es schon vorher vermeiden konnte. Sie merkte aber dass Lek, wie sie es schon befürchtet hatte, dadurch abgelenkt wurde, sein Mitgefühl Schuld verursachte und seine Konzentration beeinträchtigte. Man sah es an manch einem seiner Blicke.
Sie hatte ihm mit diesem Vergleich nach der Stunde klar machen wollen, dass er er nicht immer an etwas die Schuld trug auch wenn er Fehler machte die dazu führten. Sie hatte immerhin die Regeln für das Training festgesetzt die er nicht verändern konnte. Manches musste man akzeptieren wie es ist auch wenn andere bei den eigenen Fehlern den Preis dafür zu zahlen hatten. Die Befürchtung war nur, dass er es zwar mit dem Verstand durchaus begreifen konnte, es praktisch aber sich noch eine Weile hapern würde, das mit seinen Gefühlen zu vereinbaren, die ihm etwas anderes mitteilten.

Als sie später alleine in ihrem Zimmer über den Tag meditierte, lösten sich ihre Zweifel nach einer gründlichen Reflexion der Ereignisse wieder in Luft auf. Sie hielt sich ganz gut, perfekt war sie natürlich nicht und sie fühlte sich bei dem Gedanken auch an etwas erinnert was zwei Schülern hier gesagt hatte: „Wer glaubt perfekt zu sein hat nur die Arroganz erreicht.“ Einer von ihnen wollte perfekt werden und sie hatte ihm gesagt dass das nicht geht auch wenn es stets lobenswert war danach zu streben, erreichen konnte es wohl niemand. Sie waren nur einfache Wesen, nicht die Macht selbst und diese war das Einzige dem sie Perfektion zutraute. Scheint so, als würde sie zumindest „etwas“ weiser, mit der Zeit.

Gestern kam dann noch die erste Tanzstunde für Lek. Manche mochten es anders sehen aber gerade für die Diplomatie und verdeckte Arbeiten, war dies durchaus eine nützliche Fähigkeit und sie sah keinen Grund, wieso man die Nützlichkeit außer acht lassen sollte nur weil es „auch“ dem Vergnügen dienen könnte. Das selbe galt für das Pilotentraining, wo es sicher auch Jedi gab die das Herumfliegen mochten, es aber zweifelsohne nützlich war selbst von Ort A nach B fliegen zu können und anderes. Es gehörte einfach zu einer Allgemeinbildung, die sie bei bei keinem ihrer Padawane außer Acht gelassen haben wollte, so auch nicht bei Lek. Dennoch war es etwas anders als zuvor, denn während Waath dies damals als Pflicht hingenommen hatte und Za'eth diese Grundlagen bereits beherrschte, fand Lek sogar seine Freude daran, zumindest was das Tanzen angeht, was man auch deutlich an seinem Fortschritt darin merkte.
Ein Grund mehr für sie selbst achtsam zu sein. Denn neuer Weg hin oder her... eine Leidenschaft wie das Tanzen klein zu halten statt sie in vollen Zügen tagtäglich auszuleben, empfand sie dennoch als wichtig und richtig. Dieser Weisheit wollte sie auch möglichst treu bleiben und sie hatte wahrlich genug anderes zu tun, auch wenn ihr Padawan heute für seine erste alleinige Mission aufbrechen würde. Es war eine diplomatische und daher war sie sich sicher, dass er sie zumindest mehr oder minder gut meistern würde. Sie würde zumindest interessiert lauschen, was er zu berichten hat, wenn er zurück käme.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

~ Chinesisches Sprichwort

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Lek (16.08.2014)

27

Sonntag, 21. September 2014, 07:43

(20.09.2013)
Meister und Schüler:

Yerana sah sich etwas das Licht der Monde an, das auf Tython in einer klareren Nacht herabschien. Ashla und Bogan. Das Gleichgewicht der Kräfte war auf Tython sehr präsent... hell und dunkel, Licht und Schatten. Ihre Gedanken gingen vor allem zu ihrem Padawan aber auch zu anderen wesentlich unerfahreneneren hier. Lek hatte seine eigene Mission angemessen ausgeführt, in der Diplomatie hatte er also wie erwartet wenig Probleme ebenso scheinbar im Ermitteln, wenngleich sie das noch etwas genauer betrachten würde. Bei den Fähigkeit wo er allerdings seine Talent hatte, der Heilung, musste er noch viel lernen. Sie würde ihn gerade dort sicher noch nicht alleine irgendwohin schicken, das hatte ihr die Mission auf dem vierten Mond von Ishanna V gezeigt und zwar in mehr als einer Hinsicht:

Seine Kosten und Nutzenrechnung war nicht aufgegangen. Er hatte die Gefahr der Biomischungen dort unterschätzt und seinen Schutzanzug zu früh ausgezogen. Zwar verstand sie seine Begründung, dass es ihn bei der Flucht behinderte, ebenso wie dass er nicht an sein Lichtschwert kam weil er es zuvor nicht hinausgenommen hatte aber dennoch war das einfach viel zu riskant. Wäre die Mischung schlimmer gewesen, hätte das sein Tod sein können.
Die zweite Sache waren die drei Überlebenden. Er hatte ihre stumme Anweisung anderes gedeutet als sie es meinte. Die Frau war wie die anderen beiden nicht rettbar aber sie hatte nie verlangt dass er sie deshalb sanft tötete obwohl sie bei Bewusstsein war und „vielleicht“ noch halbwegs klar denken konnte. Zweifelsohne hat er ihr so zwar viel Leid erspart aber dennoch wäre es die Entscheidung der Frau gewesen, ob sie sofort in die Macht eingehen wollte oder nicht. Es war aber auch ihr Fehler anzunehmen er hätte die lautlose Variante verstanden, da ist sie sich im klaren und sagte es ihm auch.
Was ihr mehr Gedanken bereitete war, dass er an ihrer Entscheidung zweifelte. Sie hatte nach der Erstuntersuchung der drei bewusst darauf verzichtet sie wegzubringen und zu behandeln, denn so anders es Lek auch sehen mochte: die drei hatten keine Überlebenschance gehabt. Ihr missfiel es, dass er dort ihre Erfahrung in dererlei Maße anzweifelte um sich an einen Funken Hoffnung zu klammern wo keiner war. Sie war sich dabei ziemlich sicher, dass dies seinem stark ausgeprägtem Mitgefühl verschuldet war, auch das sagte sie ihm. Immerhin hatte er ihre Entscheidung während der Situation selbst akzeptiert obwohl er anderer Ansicht war, das war ihr ein kleiner Trost.

Sie hatte erst vor kurzem mit Meister Magejin über seine, nun, weiche störrische Seite geredet und sie war sich im klaren dass sie in dieser Hinsicht ein Auge auf Lek haben musste. Daneben müsste sie ihm weiter der Praxis unterziehen und das in etwas, wo sie sich nicht sicher war, ob er der Verantwortung oder eher dem starken psychischen Druck, gewachsen war und vor allem, dem Verlieren. Niemand konnte alle retten. Dass sie ihn bald als Heiler prüfte war unausweichlich und wenn er nicht dort bestand, war es auch fraglich ob er die nötigen Eigenschaften hatte ein Ritter zu werden. Mit einer Sache haderte sie allerdings noch und das war die, in wie fern sie sich dabei einmischen sollte. Würde sie helfen wären andere Leben weniger gefährdet aber er würde die Verantwortung auch nicht alleine tragen. Würde sie allerdings nicht helfen, mag er andere Leben mit Fehlentscheidungen nicht nur gefährden sondern indirekt auch beenden. Vermutlich musste sie es ihm auch überlassen, wenn sie ihn schon in einen entsprechenden Einsatz schleppen würde, weil sie selbst alle Hände voll zu tun haben würde. Manchmal, war es wirklich nicht leicht ein Lehrer zu sein, eine „Meisterin“ für einen Padawan. Sie würde es sehen.

Etwas Gedanken machte ihr auch Anwärterin Xjisay, die gerade bei Wichtigem öfter mal mit dem hinter dem Berg zu halten schien, wo man vielleicht etwas hätte klären können. Sie sprach einen größeren Fetzen aus und den Rest schluckte sie im Angesichts der Ordenshirarchie, wenn man es ihr nicht gerade geschickte entlockte, so war ihr Eindruck. Vermutlich immer dann wenn sie mit den Worten auf ein Thema nicht zufrieden war und sie den Eindruck gewann dass sie angesichts der Hirarchie sowieso auf verlorenem Posten stand oder es einfach nichts brachte weiter mit der Person darüber zu reden. Offenbar hatte sie auch nicht die richtigen Worte für sie gefunden, bedauerlich.
Daneben schwankte Anwärterin Baleska wie ein Fähnchen im Wind. Sie wusste dass die Probleme für die Jüngeren das Ausmaß eines Weltungergangs haben konnten, das war ihr nicht fremd und sie selbst erinenrt sich ebenso noch an ihre erste Padawanzeit wo dies vor kam und auch an andere Zeiten. Dennoch, im Kontrast zu den Problemen in der Galaxis wirkten diese Problemen auf den ersten Blick gering, man musste daher etwas darauf achten, sie nicht herabzuspielen. Die Entwicklung die mit dem Lösen der Konflikte einhergingen waren nämlich alles andere als belanglos und jeder einzelne konnte dafür sorgen dass die Jüngeren eines Tages als Jedi bestehen würden oder nicht. Allerdings, hatte Anwärterin Baleska eine Mentorin die sich darum kümmern würde, da machte sie sich wenig Gedanken. Wo sie die Jüngere das letzte mal sah, wirkte sie auch schon wieder ein Stück besser.
Bei Padawan Toron und Anwärterin Ani war das auch so eine Sache. Sie hofft dass die Freundschaft lange und schmerzlos wären würde, da sie sich angesichts der Problematik die sie bestanden zu haben schienen, sicher festigen würde. Der Padawan von Ritterin Ress war recht impulsiv und dachte nicht viel nach allerdings erkannte er seine Fehler teils immerhin selbst und würde mit seiner Meisterin wohl darüber reden. Vermutlich würde das aber kaum so schnell gehen wie er sich das wünschte aber damit würde er lernen müssen klar zu kommen.

Was die "älteren" angeht, war es erfreulich gewesen Ritterin Soley wiederzusehen. Sie hatten gleich einen Trainingskampf geführt, der durchaus interessant gewesen war und einfach dazu diente damit Anwärterin Baleska ein mal sehen konnte wie ihre Mentorin in einem ausgeglicheneren Kampf agierte. Sie und Ritterin Soley waren beide nicht auf höchster Höhe gewesen, doch Letitia war scheinbar angeschlagener als sie selbst. Hätte sie nicht zwei Machtechniken gelernt, in der langen Zeit in der sie sich nicht mehr sahen, hätte diese sicher gewonnen. Wenn man ihre eigene Schwäche im Kampf bemerkte, konnte man sie leider durchaus auch ausnutzen. Sie war zwar bemüht ihre körperliche Unterlegenheit mit allerhand auszugleichen aber Fakt war einfach dass sie dort sehr Bedacht sein musste damit ihr Nachteil nicht zur Geltung kommen konnte.
Jedoch machte ihr etwas anderes bei diesem Wiedersehen mit Letitia Gedanken: Wenn sie ein mal über das sprechen würden was alles so passiert war, während sie sich nicht sahen... Irgendwie behagte es ihr nicht dass Andereb dann wieder zum Thema werden könnte. Sie hatte es abgeschlossen, bedauert es nach wie vor nicht getan zu haben was sie tat – wenn die Konsequenzen auch unschön waren – und hatte weniger Interesse daran weitere Vorwürfe zu bekommen, als die, die sie von ihrem ehemaligen Padawan Waath schon bekommen hatte. Es ist ihr Weg, wenn die anderen diesen nicht nachvollziehen konnten, mussten sie damit klar kommen. Egal was andere nämlich sagten, stand sie zu ihren Entscheidungen. Sie gab aber für sich zu, dass es tröstend war, dass Meister Magejin ihren Schritt dort verstanden hatte, obwohl sie es bei ihm gar weniger erwartet hätte. Sie atmete etwas tiefer durch, schloss kurz die Augen und betrachtete dann etwas länger Ashla.

Sie wechselte nach einer Weile im Geiste das Thema und sah dabei zu Bogan: Das kommende Training. Sie hat es Lek freigestellt daran teilzunehmen. Sie selbst würde daran teilnehmen so noch Platz vorhanden war. Der Gedanke auch nur in einer wie auch immer gearteten Weise von der Macht getrennt zu sein behagte ihr so ganz und gar nicht... Sie hatte länger überlegt aber gerade weil es ihr nicht behagte, schien es leider das richtige zu sein, denn wo sie eingehender betrachtete woher das kam, merkte sie dass dort zumindest ein Fünkchen Angst bei ihr vorhanden war. Natürlich wäre die Macht dennoch da... aber sie würde sie wohl nicht mehr spüren, nicht mehr von ihr angeleitet werden geschweige denn sie währenddessen Nutzen können, wenn sie mit einen der Ysalamari in Kontakt käme. Der Gedanke war schauderhaft aber da müsste sie dann eben durch. Jene die keine Gabe für die Macht hatten, konnten schließlich auch damit leben, also sollte das für eine kurze Zeit doch machbar sein.

Ein letzter Blick über den klaren Sternenhimmel von Tython ließ sie lächeln und sie wandte sich ab. Es war Zeit sich zur Ruhe zu begeben, sie hatte sich in ihrem heutigem Training sowieso etwas viel betätigt. Die Müdigkeit kroch nur so in ihren Knochen herum und ihr Geist bat auch um Stille. So legte sie sich schließlich zur Ruhe.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Lek (21.09.2014)

28

Mittwoch, 1. Oktober 2014, 17:02

(28.09.2014)
„Macht“-los, Myrkr:

Sie wusste es würde für sie nicht schön werden, sie wusste auch, dass es für sie sogar verdammt hart werden könnte und obwohl sie dies genauso wie die Auswirkungen wusste und sich über den Planeten informiet hatte, traf sie der Eintritt in die Atmosphäre von Myrkr wie ein Schlag: Als hätte sie jemand frontal gerammt, sie über eine Schlucht geschleudert. wäre noch von oben auf sie drauf gefallen nur um noch mal ein paar mal auf sie drauf zu treten, um zu sehen ob sie auch wirklich erledigt ist. Es war im ersten Augenblick ein Schock, den sie erst langsam realisieren und begreifen musste, trotz all ihres Wissens.
Sie konnte die Macht nicht mehr fühlen, nichts mit ihr spüren, als hätte sie jemand zum Krüppel geschlagen, ihr ganzes Sein verbogen, es in eine viel zu engen Kiste gequetscht und sie in leerer Dunkelheit zurückgelassen. Nichts war dort: sie war allein. Kein Gefühl der Ruhe, keinen Frieden, keine Gelassenheit, keine Harmonie, kein Leben... Nur eins war für sie sicher: Sie war nicht mehr „Ganz“ und ihr Gleichgewicht war plötzlich wie weggefegt. Sie hatte alle Hände voll zu tun dieses plötzliche massive Ungleichgewicht wieder in den Griff zu bekommen ohne ihre immerwährenden Partner „die Macht“. Das gelang mehr schlecht als recht.

Als sie landeten half sie wie alle anderen und doch fühlte sie sich wie ein Schatten ihrer selbst. Sie stolperte ein mal mit einer Kiste, ihre Reaktionszeit war zu langsam um ihr Gleichgewicht rechtzeitig wiederzufinden und sie stürzte. Sie kam sich vor wie der größte Tolpatsch. Wut aber auch Unglauben machte sich bemerkbar über ihre Unfähigkeit, jedoch konnte sie diesen Gedanken bändigen, denn zumindest als Medizinerin „sollte“ sie rein theoretisch noch gut taugen können, falls etwas ist. Ihre eiserne Diziplin ließ sie auch nicht im Stich und ihr Willen zu tun was sie tun musste ebenso nicht. Ein kleiner Teil von ihr blieb von diesem Umschwung unberührt, wurde dafür aber auf das Stärkste strapaziert.

Bei einem Gespräch am nächsten Tag mit Meisterin Derak musste sie sich stark zusammen nehmen. Sie wusste dass diese nur ihre Pflicht tat aber sie brauchte weder Belehrung noch Rat oder Trost. Ihre Ansichten was einen Jedi ausmachte, beinhaltete nun mal stark dass man die Macht wahrnehmen konnte, auf dessen Führung man vertraute. Ohne sie, war ein Jedi kein ganzer Jedi, höchstens ein halber und ihr Leben war das eines Jedi. Damit hatte sie hier nur ein halbes Leben. Da konnten auch Meisterin Deraks Ansichten nichts ändern. Sich darauf einlassen... sie würde sich „nie“ darauf einlassen kein richtiger Jedi mehr zu sein! Und genau das hieß es für sie wenn sie sich darauf einließ die Macht nicht mehr spüren zu können. Widerwillig gab sie auf Anfrage ihre Gefühle Preis, die sie hier nur schwer im Griff hatte. Würde sie es nicht sagen, hätte das sicher Konsequenzen und jene waren es, die sie vermeiden wollte, neben dem, dass sie ehrlich sein sollte. Nach einer letzten Aufmunterung von Meisterin Derak, dass sie es schon schaffen würde und ihren eigenen Worten, dass sie hier zumindest ein Sicherheitsnetz hätte, durch die anderen, gingen sie eben zu jenen zurück.

Dennoch hielt sie es später bei der philosofischen Gesprächsrunde nicht lange aus, ob ein Jedi nun ein Jedi ohne die Macht sei. Was für eine Frage! Die Antwort war bei ihr so klar dass sie die anderen teils hätte Ohrfeigen können was sie da redeten. Diese Unwissenheit, dieses Herumreiten auf so etwas Glasklaren ärgerte sie... und bekümmerte sie in ihrem Zustand gleichermaßen. Daher zog sie sich auch mit entsprechender Wortwahl zurück um einen Vornskr zu sezieren. Auch wenn sie sich mit Biologie von Tieren nicht so gut auskannte wie mit der von Humanoiden, erschien ihr das noch immer wesentlich sinnvoller als diese fruchtlose Diskussion die ihre Gefühle lediglich in Wallungen brachte. Und das war nicht gut ohne ihren immerwährenden Ausgleich, die Macht, die sie nur nicht spüren konnte. Ihr Verstand sagte zumindest, dass sie es nur nicht spüren konnte, ihre Gefühle hingegen, gaben ihr das Gefühl verlassen worden zu sein, obwohl sie es besser wusste. Das war einer der Situationen, auf denen man sich besser nicht auf seine Gefühle verließ. Derzeit verfluchte sie im Stillen ihre Gefühle, wie stark sie sein- und wie schwer es ihr in bestimmten Situationen fallen konnte mit ihnen umzugehen. Die Macht möge ihr beistehen, selbst wenn sie sie nun nicht wahrnehmen konnte...

Die Tage vergingen viel zu zäh, die Nächte waren noch länger. Sie schlief meist nur ein-zwei Stunden in der Nacht, versuchte das andere mit Meditationen auszugleichen die nicht die Macht erforderten, was mehr schlecht als recht gelang. Sie war völlig übermüdet und die Augenringe zeigten dies auch. Die Analyse des Vornskr hatten nicht wirlich etwas gebracht was in den Archiven des Ordens nicht schon verzeichnet gewesen wäre. Sie konnte aber zumindest ein wenig Erfahrung damit sammeln.

Dann kamen die Blasterübungen. Es war nicht wirklich etwas von dem sie nie gehört hatte aber zumindest das Reinigungsprozedere waren bei ihr etwas in Vergessenheit geraten. Der Sergeant der es ihnen zeigte, bei ihrer Gruppe, war in Ordnung, wenngleich die Worte die er zu der Corporal tätigte es nicht waren. Sie hätte ihn dafür mit Blicken durchbohren können. Allerdings... erinnert sie sich daran dass das bei Soldaten nicht unbedingt unüblich war... dennoch fand sie es nicht richtig, erst recht wo jene meinte sie wäre verheiratet. Sie hätte ihn...! Die Krönung war allerdings diese Corporal selbst. Die Kommentare... aber vor allem mit scharfer Munition auf eine Übungsscheibe zu schießen. Was wäre gewesen wenn das in einer Übung gegeneinander passiert wäre?! Wie konnte man nur so fahrlässig sein! Als der Sergeant bei einer Besprechung dies auch noch so abtat, als wäre es ja „nur“ ein kleiner Fehler gewesen, ging sie. Das reichte ihr... auch wenn sie später wusste wie er es meinte.. das war für sie nicht mit dererlei Lapalie zu entschuldigen.

Eine Nacht verabreichte sie sich mit Genehmigung ein Schlafmittel, auch wenn man darüber Streiten mochte ob sie höflich gefragt hatte oder es eher klargestellt hatte. So oder so, sie durfte es denn wegen Schlafmangels hier umzukippen musste nicht sein und das eine Mal würde schon reichen, bis sie wieder hier weg wären. Auch ohne die Macht, hatte ihr Körper schließlich jahrelanges Training hinter sich.

Weiter schlich die Zeit: Sie verwechselte eine Sergenant sogar mit der genannten unverantwortlichen Corporal und musste sich überwinden sich dafür zu entschuldigen. Es war das Richtige zu tun, es hätte ihr nicht mal schwer fallen sollen, immerhin war das ein Missverständnis, dennoch... die Worte dieser Sergeant, reizten sie. Allerdings wusste sie auch, dass die Soldaten es nicht im mindesten nachvollziehen konnten, wie gravierend diese Umstellung war. Vermutlich war es für sie einfach eine Verminderung der Fähigkeiten. Das war es nicht nur, nicht für sie. Sie gab für sich zu, dass die Ysalimiri zu dezimieren erschreckend verlockend auf sie wirkte... immerhin waren sie für all das verantwortlich... allerdings, manch Worte in der Runde mit Padawan Coopra und Ritterin Gloren schoben ihr Verstand wieder mehr in den Vordergrund. Es waren lebende Wesen, ihre natürliche Art, die Macht hat sie geschaffen wie sie sie geschaffen hat und sicher mit einem guten Grund. Sie sollte alles Leben respektieren, egal wie uangenehm ihr dieses sein mochte, wie sehr es sie quälte... Darum ging sie sie auch später besuchen um diese eigenartigen Wesen auch mal aus der Nähe zu betrachtet, oder besser, überhaupt ein mal im Orginal zu sehen. Es war interessant die Ursache von all dem in dieser doch verhältnismäßig kleinen Form zu sehen, angesichts des Wirkungsausmaßes. Allerdings, lange wollte sie nicht dort bleiben und so kehrten sie auch schnell wieder ins Lager zurück.

Bei der Rückkehr merkte sie doch dass ihre Ausdauer gerade im Keller war und ihre Gesundheit sich langsam diesem Sinkflug anschloss. Eine leichte Erkältung, derzeit. Es war aber nur noch dieser Tag und der nächste, das würde sie schon aushalten immerhin konnten andere Menschen und Wesen auch mit der ganz normalen Körperheilung zurecht kommen oder ein paar Medikamenten falls erforderlich. Dennoch störte es sie, dass es so viel weniger in ihrer Hand zu liegen schien, sie nur hoffen konnte dass es so sein würde, statt aktiv oder passiv dies mithilfe der Macht zu beheben.

Am letzten Tag fühlte sie sich ziemlich gerädert. Das Gespräch mit Ritterin Gloriel und Ritter Ivadin empfand sie als geradezu beleidigend. Sie wusste genau was sie sagte und wie sie es meinte, wenn andere das Uminterpretierten in ihr Denkschema... sie hatte die Tatsache klar gestellt, auf was sie sich bezog, und war gegangen. Als ob sie nicht alles Leben gleich respektierte aber sie sprach von Jedi! Sie nahm sich ein paar Minuten für die Meditation, eine die sich auf eine Atemübung konzentrierte und halbwegs gut half, eine „normale“ Meditation, die jeder Nichtmachtsensitive durchführen konnte. Passend für diese Situation hier. Dennoch wünschte sie sich die Meditation der Leere herebei, die ihr mit ihren Gefühlen so viel besser half wenn sie, wie derzeit, mal wieder unnötig Geltung verschaffen wollten.

Das Wetter wurde schlecht, ausgerechent dann wo die Zelte abgebrochen werden mussten. Während sie nacher alle im Zelt waren und sie ihren Tee trank, fand die Besprechung statt: Sie gab zu, nur noch mit halbem Ohr zuzuhören. Sie wollte einfach nur ihre Ruhe haben. Der Regen prasselte auf das Zelt aber als die ersten schon ihren Aufgaben nachgingen und Meisterin Derak fragte ob sie sich „auch in der Lage fühlte“, war die Antwort sowieso klar. Nun, zumindest in ihrem Geiste was ihren Willen betrifft. Der Ehrlichkeit wegen musste sie es etwas umformulieren so dass sie prinzipiell in der Lage wäre und sich darum bemühen würde. Meisterin Deran schickte ihr Ritterin Sen mit um ihr zu helfen... und vielleicht im Auge zu behalten, da war sie sich nicht sicher. Ihr war klar dass ihr Verhalten hier nicht immer so war wie man es von einer Ritterin erwarten konnte... normalerweise.
Sie war dennoch froh über die Hilfe, da und dort hatte sie das Gefühl als hätte sie sich viel lieber hingesetzt und zumindest gemütlich weiter Tee getrunken. Ein Reger Ansporn dennoch anzupacken und ihr möglichstes zu tun war der, dass sie innerhalb der nächsten Stunden, vielleicht schon die nächste, endlich von hier fort kämen.

Als ein Knurren erönte, dass sie nur als „von draußen“ deuten konnte, nahm sie ihr Lichtschwert zur Hand und ging nach draußen. War das etwa...? Draußen bestätigte sich ihre unausgesprochene Frage: Vornskr. Es wurden in der Besprechung erwähnt das irgendetwas kaputt wäre und sich damit eine Sicherheitslücke ergab. Offenbar hatten die Raubtiere hier sie schon gefunden. Sie wendete sich der Richtung zu, von der sie sah, dass Padawan Moondancer hinsah, als diese jedoch plötzlich hinter sie rannte, blickte sie kurz über ihre Schulter. Sie hatte den Vornskr nicht bemerkt der sich dort scheinbar angeschlichten hatte... die Padawan deckte aber nun ihren Rücken und so sah sie nach vorn. Dort waren nun zwei Vornskr und bei Meisterin Derak, die inzwischen ebenso dazu kam, waren ebenso, ein oder zwei, so lange schaute sie dort nicht hin, sie hatte vor sich genug Probleme. Ein Geräusch das von drinnen zu kommen schien, lenkte ihren Blick allerdings gen Zelt, was war mit Ritterin Sen? Das nutzen die Vornskr aus und griffen sie an. Zwar brachte sie vor allem Meisterin Deraks Ruf dazu sich so schnell wie möglich wieder umzuwenden und zuzuschlagen, jedoch erwischte sie nur noch einen an der Pfote. Ihre Reaktionszeit war hier einfach zu gering. Während sich ein Vornskr sich also mit einer Pfote weniger erholen musste, hatte der andere sie nicht nur umgeworfen, sondern auch einer seiner Peitschenschwänze ausholen lassen. Die lähmende Wirkung dieses Raubtiers machte sich arg bemerkbar, sie war sowieso nicht fit und das noch zusätzlich... bleischwer.

Nachdem Ritterin San ihr aus dem Dilemmer geholfen hatte, sie zusammen verhinderten das einer Padawan Moondancer in den Rücken fiel, diese ihren Vornskr erledigt hatte und Meisterin Derak ebenso welche... war der Kampf endlich vorüber. Sie erlöste den Vorskr von der Padawan noch, damit er sich weiter Qualen erlitt, ehe sie auf die Knie sank. Die Schwäche forderte einfach ihren Tribut, Wille und Disziplin sorgten jedoch dafür dass sie nicht dabei blieb. Sie lies sich aufhelfen und zum Widerspruch aller Befehle, versorgte sie auch Meisterin Deraks Wunden. Es war mehr als deutlich dass diese das nicht guthieß, hatte diese doch anderweitigen Befehl gegeben, Padawan Moondancer auch vergeblich versucht sie selbst davon abzubringen, jedoch... das war ihre Pflicht und sie war alles andere als tödlich verletzt. Von nichts und niemanden würde sie sich solcherlei Pflicht nehmen lassen solange sie selbst dafür keinen zu hohen Preis zahlen musste oder andere Aufgaben ihre Aufmerksamkeit erforderten. Sie selbst war alles andere als tödlich verletzt. Vielleicht nicht allzu weit von völliger Erschöpfung entfernt aber das schlimmste was passieren würde, war dass sie eben umkippen, schlafen würde und ihre gefühlte Wiedervereinigung mit der Macht verpassen würde wenn sie hier wegflogen.
Das traf dann allerdings nicht zu auch wenn der Weg zum Schiff für sie irgendwie sehr... bewegt war. Es drehte sich so manches was sich nicht so drehen sollte. Allerdings, auf dem Schiff, nicht mehr in Bewegung sondern frisch versorgt von Ritterin Gloriel, sitzend, gab sich das auch wieder. Sie wollte wach sein wenn es soweit war, das hielt sie wach und aufrecht.

Sie saßen im Schiff und es hob ab, angespannt saß sie auf ihrem Platz. Im Geiste bat sie still und leise dass ihr Verstand recht hatte, sie es dort nur nicht fühlen könnte, ihre Gefühle falsch lagen, sie nicht von der Macht verlassen wurde. Ja, sie hatte Angst davor dass ihre Gefühle recht haben könnten, aber tatsächlich, behielt ihr Verstand recht. Da war sie wieder, die Macht. Sie holte tief Luft, atmete tief durch als wäre es seit langem das erste mal gewesen. Sie war so unendlich erleichtert und froh... dass sie auch die zwei drei Freudentränchen hinnahm die sich herausgeschlichen hatten. Wer der Jedi hätte das in diesem Augenblick nicht nachvolziehen können? War sie jemals glücklicher? Sie weiß es nicht mehr. Diesen Tag verzeichnet sie aber sich als einen der glücklichsten in ihrem Leben oder zumindest einen sehr glücklichen. Was konnte das Gefühl schon übertreffen mit der Macht eins zu sein, wieder ganz zu sein und sein Leben zurückzubekommen!

Das Training war, wie sie hörte eine Missionsvorbereitung für eine geheime Mission wo es nicht unmöglich war dass man kurzzeitig wieder von der Macht abgeschnitten sein konnte. Als Meisterin Derak fragte wer für eine solche nicht bereit war, zögerte sie nicht die Hand zu heben. Niemals... wenn es ich vermeiden lässt will sie das niemals wieder fühlen was sie dort gefühlt hat, geschweige denn auf einer Mission haben von der irgendetwas abhängen könnte. Zumal es deutlich war dass sie von allen am Schlechtesten in dieser Übung abgeschnitten hatte. Sie wäre nur ein Klotz am Bein. Sie verabschiedete sich dann auch um Schlaf und Selbstheilung nachzuholen. Sie würde über über die Woche reflektieren und ihre Entscheidung eben, aber für jetzt wollte sie das Gefühl der Freude genießen. Der Macht sei dank! Es war alles wieder wie es sein sollte...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »YerYer77« (1. Oktober 2014, 18:16)


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Kinman (02.10.2014), Lek (02.10.2014)

29

Montag, 27. Oktober 2014, 13:08

(27.10.2014)
Sozialkompetenz:

Yerana stand am oberen Rand eines Wasserfalls auf einem Stein. Das Rauschen dröhnte langsam in ihren Ohren. Jedoch war es genau das Richtige um ihre zweifelnde Seite etwas mundtot zu machen, war diese doch oft das seichte Flüstern dass sie nur in der Ruhe vernahm, wenn sie alleine war und nicht meditierte. Zweifel wollten sich nämlich über ihren „neuen“ Weg einschleichen wenn man diesen überhaupt noch so nennen konnte. Sie hatte sich wahrhaftig bemüht mit den Jüngeren wesentlich sanfter umzugehen, Verständnis und Geduld vorangig zu zeigen, mehr zu lächeln und all sowas. Hatte auch geglaubt dass sie Erfolg hatte und was war das wirkliche Ergebnis? Sie spürte den Schmerz der sich bei diesem Gedanken ausbreiten wollte. Wie lächerlich... wegen solchen Kleinigkeiten. Solcherlei Lapalien konnten sie ärgern, auch das war lächerlich in anbetracht dessen mit welchen ernsten Dingen sie sonst alles klar kam. Sie konnte bei den Gedanken zwar geradezu Meister Balnam hören, wie er sagt dass sie auch nur ein Mensch sei... aber wenn das schon so war, dann gehörte ihr Ärgern darüber nun mal dazu.

Sie hatte vor einiger Zeit mal eine wage Vermutung gehabt, dass manch einer möglichst bald ging wenn sie kam, jedoch hatte sie das als Humburg abgetan. Letztens jedoch bemerkte sie, wie einer nach dem anderen ging als sie eintraf trotz der großen Zahl und obwohl sie gefragt hatte ob sie störte, wie so oft. Natürlich gingen sie nicht sofort alle auf ein mal, das wäre ja zu auffällig, sondern ganz langsam, Stück für Stück. Als sie Padawan Kori dann als übrig gebliebene noch fragte worüber sie geredet hatten, ging es wohl um ein Zitat von ihr, oder ein abgewandeltetes: dass ein Jedi ohne die Macht ein Krüppel-Jedi wäre – oder so ähnlich, der genaue Wortlaut war ihr nicht wichtig. Genau dort fühlte sie sich etwas gekränkt. Sie bemühte sich redlich und der Dank dafür war, dass man in ihrer Gegenwart nicht mal mehr über Meinungen und Ansichten unterhalten konnte? Ausflüchte suchen muss um von ihr „zu entkommen“? Da wäre es ihr vermutlich sogar lieber gewesen, wenn man ihr wahrheitsgemäß ins Gesicht sagt dass ihre Gesellschaft nicht erwünscht ist.

Allerdings hat sie nach einer Meditation den Kopf wieder klar bekommen. Das war voreilig, sehr sehr voreilig sogar und keinesfalls angebracht von ihr so zu denken. Also hatte sie sich entschlossen die Padawane allgemein mal etwas zu beobachten. Zugegeben, es war nicht die feine Art, aber da eine direkte Frage eventuell genauso unbefriedigende Ergebnisse gebracht hätte wie die Frage ob sie stört, ehe alle gingen, hatte sie sich dennoch dafür entschieden. Sie war sich danach nicht mehr ganz so sicher ob ihre Gedanken stimmten, einerseits, aber andrerseits auch wieder nicht. Die Beobachtungen waren gemischt gewesen.

Sie trat ein mal zu Meisterin Eryada dazu und kurz darauf suchte sogar Ritter Kazeru das weite. Sie kam nicht drumherum im ersten Moment seine Worte als Ausrede zu empfinden von ihr wegzukommen, auch wenn er vermutlich wirklich einfach etwas mit seiner Padawan bereden wollte. Das Gespräch dass sie daraufhin mit Meisterin Eryada führte, war angenehm. Die Frage, ob sie sich einsam fühle anfangs, war allerdings seltsam für sie. Das war nicht unbedingt eine alltägliche Frage aber scheinbar kannte Meisteirn Eryada sie nun doch etwas oder konnte es aus ihren Worten etwas herausinterpretieren. „Ja, manchmal“, war im Grunde die Antwort, doch genauso, dass es für sie keine Relevanz hatte, letztendlich war sie durch die Macht schließlich nie allein und solcherlei Gefühle waren daher durchaus als verfehlt zu klassifzieren. Neben dem Gespräch über ihre aktuellen Gedanken zu jenem Thema mit den Padawanen, führte Meisterin Eryada die Unterhaltung aber auch mal zu weniger ernsten Themen, wohl bewusst, wie sie sich gerade am Ende klar wurde. Jene hatte etwas Ablenkung für sie damit geschaffen. Ablenkung... das hörte sich auch wieder so unnütz an aber... zugegeben, es half. Sie weiß dass es gut war sich ab und an zu erholen und sie hatte auch gelernt dass es in Maßen gut war, war nicht mehr so dagegen wie anfangs.

Gestern dann allerdings, nachdem sie Padawan Erauqs mit einem Problem geholfen hatte, hatte sie ihn mal direkt gefragt, ob ihr die Padawane aus dem Weg gehen. Er hatte erst mal gelacht. Davon war sie weniger begeistert. Subjektiv, wie er erwähnte: „Jaein“ und „es geht“, waren seine erste Antwort dazu und auch wenn sie die Wahrheit hören wollte, tat das weh. Die Ausführung dazu waren gemischter Natur... sie wirkte eben streng, steif, als ob sie sich nie entspanne und dass manche Padawane wohl nicht damit umgehen könnten. Hatte sie nicht genau versucht so eben nicht mehr zu wirken? Offenbar hatte sie versagt, auf ganzer Linie... Jedoch ging es noch weiter und so war sie „auch“ nett und tolerant, allerdings müsste man dafür geduldig sein. Sie konnte sich zumindest vorstellen wie er es meinte. Das letzte zum Thema war, dass sie sie wohl nicht „aktiv“ meiden. Wie beruhigend... sie machen also zumindest keinen riesen Bogen um sie und flüchten in alle Himmelsrichtungen sondern ihnen fällt bei so einer Gelegenheit nur indirekt mal ein, dass sie ja noch was zu erledigen haben und mit ihrem Erscheinen eigentlich der optimale Zeitpunkt dafür gekommen ist, das auch mal zu tun. Wirklich „toll“.
Sie könnte glatt vermuten, dass er ihr am Ende des Gesprächs nur deshalb zukünftig mehr Gesellschaft leisten wollte und sie plötzlich sympathisch fand, weil sie so bemittleidenswert für ihn wirkte. Allerdings war auch das ein Vorurteil dass sie nochmal beleuchten sollte, nicht während ihre Gefühle aufgewühlt waren. Er wirkte immerhin ziemlich ehrlich bei seinen Worten, hatte zumindest keine Lüge entdecken können.

Während sie nun so auf den Stein stand, war sie schon wieder wesentlich ruhiger. Ihre Gefühle waren manchmal einfach eine Herde lebendiger Wildpferde, die zumindest ab und an ihre Gedanken mit sich rissen. Der Macht sei Dank jedoch nicht ihr Handeln in ernsten Situationen, vermutlich weil sie dort viel zu zielgerichtet fokussiert war. Jetzt grasten jene Wildpferde wieder friedlich, bildlich gesprochen. Für einen Jedi wie sie, war so eine Gefühlswelt manchal wirklich ein Fluch. Sie hatte nicht umsonst am Anfang ihrer Ritterzeit mal gesagt, dass es gar nicht so schlecht wäre ein Droide zu sein. Dagegen sprach lediglich dass man dann seine Pflicht nicht angemessen ausführen konnte. Akzeptieren was ist und wie es ist... – sie sollte sich darauf wahrlich wieder etwas mehr konzentrieren. Neben dem, vielleicht wirklich mal wieder ein Geistheiler aufsuchen um sich nicht zu verfahren. Das hat sie nicht mehr getan seid Heilerin Rea vermisst ist, also seit dem Angriff auf Tython. Allerdings war da dieses „aber“ und das sagte, dass sie doch gut zurecht käme. Es gab da allerdings kleine Gedankengänge... die ihr selbst nicht gefiehlen und von denen sie sich fragte ob eine zweite Meinung nicht ganz gut wäre: Sie würde sich ein ander mal entscheiden, nicht jetzt.

Jetzt war eher die Frage zu klären, ob sie sich nicht selbst aktiv von den Jüngeren ferhalten sollte, wenn jene so ein Problem mit ihr hatten. Vermutlich ging das aber nicht. Immerhin gab es durchaus welche die doch ihre Hilfe in Anspruch nahmen und wenn sie jemanden sehen würde der Hilfe brauchen könnte, wäre sie auch schnell wieder am Ball, ungeachtet jeglicher Differenzen. Die Jüngeren waren offenbar bei ihr das Problem in ihren sozialen Kompetenzen. Vermutlich weil sie schon sehr früh den Weg der Disziplin und Arbeit gegangen ist, das ihre Freude war, während die anderen Jünglinge teils wahrlich noch auf Jedi typischere Art „spielten“. Vielleicht war sie einfach zu schnell Erwachsen geworden um gut verstehen zu können was bei jenen los war, die es erst später werden. Offenbar hatte die Macht mehr als einen Grund dass sie ihr nie einen jüngeren Padawan offenbarte, sondern jemand der mit ihrer „Art“ umgehen konnte.
Sie spürte wie sich etwas Ratlosigkeit breit machte. Sie hatte mit ihren Bemühgen ja offenbar mehr versagt als sie geahnt hatte, war ihr Eindruck doch gewesen dass es ganz gut lief. Was sollte sie denn noch versuchen? Ihre Gedanken schwiegen und daher zog sie sich in ihr Zimmer zurück um zu meditieren: man konnte wahrlich nie genug meditieren...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Zerria (27.10.2014), Lek (28.10.2014)

30

Sonntag, 14. Dezember 2014, 07:44

(13.12.2014)
Fluss der Zeit:

Yerana betritt im Coruscant-Raumhafen den Militär-Transporter nach Tython. Sie ist lange nicht mehr dort gewesen. Ein paar Wochen sicher, oder waren es nun schon 2 Monate? Ihr Zeitgefühl hat sich etwas vermindert, so kommt es ihr vor. Sie beansprucht im Transporter lediglich einen Platz auf einer der Kisten für sich, mehr ist nicht nötig. Von Luxus hat sie erst mal wieder genug: Coruscant ist voll genug davon, zumindest auf den Ebenen wo sie dieses mal zu Gast war.

Die letzte Mission mit Lek war sehr prägnant gewesen und hat leider auch bestätigt was sie bei ihm schon lange vermutet hatte: Er konnte in schlimmeren Fällen ohne Unterstützung und Rückhalt nicht tun was nötig war wenn sein Mitgefühl überhand nahm, oder sein Gerechtigkeitssinn - wie man es sehen mochte. Natürlich hat sie ihm geholfen als er sich und damit auch sie in eine prekäre Lage brachte, allerdings war das Endergebnis jenes, dass sie dem Übergang in die Macht so nah war wie selten. Sie warf ihm das nicht vor, sie war immerhin seine Meisterin gewesen und er ihr Padawan und das hieß dass sie für ihn verantwortlich war bis er selbst manch Handlung durchführen konnte. Der Punkt ist aber das „gewesen“. Sie hatte sich mit ihm nach der Mission eingehend unterhalten und sie kamen überein, dass er im Service Corps besser aufgehoben wäre.

Die Gefühle die bei ihr dabei aufkamen waren sehr gemischt und natürlich wollten ihre Zweifel ebenso mitmischen. Letzten Endes allerdings, hat sie beides beruhigt bevor die Entscheidung getroffen wurde. Es war gut so und das Service Corps kann auch jede Unterstützung gebrauchen, nicht nur die Reihen der Jedi Ritter. In Gedanken war dennoch eine weniger amüsiante Karrikatur für sie aufgetaucht mit dem Punktestand 2 - 2: Sie hatte zwei Padawane durch das Ende ihrer Padawanzeit begleitet und zuende ausgebildet und zwei andere „verloren“. Bel'ava Meduna, die noch immer vermisst wurde. Es war unsicher ob sie jemals über ihr Schicksal erfahren würde, da sie sich nicht mal sicher war, dass sie es nach der langen Zeit noch fühlen würde, sollte diese gestorben sein oder sterben. Nun noch Lek Ryugan, der Ähnlichkeiten zu ihr besaß und den sie aber freiwillig aus der Ausbildung zum Jedi Ritter entließ. Sie ist sich sicher dass er in seiner neuen Aufgabe aufgehen wird. Der Weg des Jedi Ritters wäre für ihn, selbst wenn er sich ändern könnte, sicher ein ständiges Ringen gewesen. Er würde es nun leichter haben und das war gut so, für alle.

Während der Transporter, in dem sie sich befindet, die üblichen Protokolle durchgeht, sich schließlich seine Starterlaubnis holt und letzten Endes auch abhebt und gen Tython fliegt, lässt sie selbst noch etwas ihre Gedanken kreisen. Aussicht ist in der Frachtabteilung keine, da keine Sichtluken dort sind, aber selbst wenn dort eine wäre ist in den Hyperraum starren sowieso nicht gut.

Nachdem sie wieder halbwegs gesund war, hat sich sich entschieden sich noch etwas zu erholen – wurde es ihr doch sogar empfohlen - und blieb daher noch etwas auf Coruscant. Erst hat sie sich in einer wissenschaftlichen Einrichtung an Forschung beteiligt, dann nahm sie zusätzlich einem Seminar mit Vortragsreihen bezüglich kybernethischer Prothesen teil, um ihren Wissenstand dort auszubessern. Der Nutzen war zweifelsohne vorhanden und die meisten würden es sicher begrüßen statt keinen Arm eine kybernethischen Arm zu haben. Trotz des Wissens war ihr das Thema dennoch ein Grauß aber es gehörte zum Bereich Medizin und damit hatte sie es zu lernen: Punkt und Ende. Die Seminarwoche ging entsprechend schleichend von statten und sie war froh als sie langsam zuende ging.
Gen Ende, gab es aber noch eine freudige Überraschung. Da sie bei dem Jedi im Senat eine Unterkunft hatte, lief sie so einem der Abgeordneten von Chandrila über den Weg: Ardn Teres. Er hatte seine Dienstszeit im Millitär hinter sich und diente nun auf andere Weise der Repulbik und Chandrila. Es passte besser zu seinem Charakter, so fand sie. Sie verbrachten auch etwas Zeit mit ihm, wie schon damals als sie seiner Einheit zugeteilt worden war. Das lag schlicht daran, dass er gegenüber anderen Soldten auch mal eine Tasse Tee über einem Alkholrausch stellte. Nicht dass sie die anderen nicht verstehen könnte: die psychischen Belastungen waren bei Soldaten enorm und sie hatten nun mal andere Varianten damit umzugehen als ein Jedi. Ardns Art entsprach einfach nur mehr ihrer Art der Entspannung.

Nach dem Seminar bekam sie auch die Order wieder nach Tython zurückzukehren, immerhin ist sie dort stationiert. Deshalb sitzt sie jetzt auch in diesem Transporter der in knappen 3 Stunden ankommen dürfte. Ein Co-Pilot erkundigt sich kurz nach ihrem Befinden und sie bedankt sich, bräuchte aber nichts. Während der Mann sich wieder entfernt, betrachtet sie seine Rückenansicht und sieht das leichte Ausatmen: Er war froh von ihr wieder wegzukommen. Manche fühlten sich in der Gegenwart von Jedi einfach nicht wohl. Ziemlich ungünstig für ihn dass er dann einen Transport nach Tython zu erledigen hatte.

Nach ein paar Gesprächen mit Ardn, auch über Freundschaften, hat sie das Gefühl, dass sie ihm diese gewähren kann. Manch einer würde es so sehen, dass sie die Rahmenbedingungen für eine Freundschaft ausgehandelt haben, sie bezeichnet es lieber als Austausch einer Definition und Erwartung, die nicht jeder gleich sieht, wie sie aus der Erfahrung weiß. Im hintersten Winkel ihres Verstandes hält sich aber ein Restzweifel, ein Gedanken ein ganz bestimmtes Szenario nicht wiederholen zu wollen. Allerdings hat sie das schon alles analysiert und abgesteckt: Sie würde keinen Fehler zwei mal machen, von daher war dieser Restzweifel zu vernachlässigen.

Die Zeit fliegt nur so dahin, denn nachdem sie ihre Gedanken beendet, beschäftigt sie sich mit Forschungsdaten. Als sie spührt wie sie aus dem Hyperraum kommen geht sie nach vorne ins Cockpit. Die Orbitalstation und Tython sind dort zu sehen. Sie verfolgt das übliche Prozedere schweigend, bedankt sich für den Transport und kann nach den üblichen Protokoll schließlich nach Tython hinunterfliegen lassen. Der erste Weg führt sie in ihr Quartier, der zweite in die Medstation. Sie würde erst mal ihr Wissen über die aktuellen Fälle auffrischen müssen. Ihr üblicherer Alltag konnte damit wieder beginnen, nun, der üblichere Alltag einer „Jedi“ zumindest.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Za'eth (14.12.2014), Fhear (15.12.2014), Lek (17.12.2014)

31

Sonntag, 21. Dezember 2014, 18:38

(21.12.2014)
Kälte-Stich:

Yerana dreht sich in ihrem Bett hin und her ehe sie mit einem Schreckenslaut erwacht. Schwer atmend und verschwitzt registriert sie ihr Umfeld und schließt die Augen, bemüht sich wieder zu beruhigen. Die Augen gehen jedoch gleich wieder auf. Sie will nichts mehr von den Bildern sehen die ein Alptraum hervorgebracht hatte. Ihr Blick geht auf ihre Hände, die vor etwa zwei-drei Tagen die Macht der dunklen Seite etwas eingehender zu spüren bekommen hatten. Das körperliche, leicht elektrischen Verbrennungen, heilten natürlich schon wenngleich trotz alle ihrer Bemühungen langsamer als üblich. Es war nicht viel von den Machtblitzen und den Schocks durchgekommen, zum größten Teil konnte sie sie immer mit dem Lichtschwert oder den Lichtschwertern abfangen, als sie der Sith jenes abgerungen hatte. Trotzdem war es genug gewesen, so dass sie nun das Gefühl hat, als wäre es weiter in ihr Innerstes gekrochen als ihr lieb ist. Seit sie alles mit den Behörden auf diesen abgelegenen Planet Erkess III geregelt und die Jedi eingeschaltet hat, damit wenigstens ein paar dieser Armen Tiere überleben, ist ihr kalt.

Sie hatte sich natürlich noch vor Ort behandeln lassen und hatte sich bei der Ankunft auf Tython einer Standard-mäßigen Untersuchung unterzogen, die spätestens dann fällig war, wenn man Bericht erstattet hatte. Würde man diese Vorsichtsmaßnahmen nicht treffen, käme ein Sith am Ende noch auf die Idee einen Jedi mit einem schnell breit verbreiteten Virus zu infizieren und dann hätte man das „Jedi-Problem“ ganz schnell beseitigt, Selbstheilungskräfte hin oder her. Ganz nach dem Motto: „Vorsichtig ist gut, Kontrolle ist besser“, gehörte es daher einfach dazu. Einen der Heiler mit denen sie schon oft hier Dienst getan hatte, hatte sich um sie gekümmert und ihr eindringlich nahegelegt die Meditation noch etwas öfter zu tätigen als sonst und die Kräfte die sie hatte durchaus auch auszunutzen. Sie hatte bis jetzt auf das Machtlicht verzichtet, allerdings holt sie das nun nach. Wenn sie es selbst nicht anständig genug hinbekommen würde, ja erst dann würde sie nochmal zu den Jedi Heilern gehen, keine Frage. Sie hilft zwar immernoch lieber anderen mehr als sich selbst, aber die Notwendigkeit sich „genug“ um sich selbst zu kümmern war nun doch schon gut eingerastet. Ab und an stapazierte sie die Grenze vielleicht ein wenig aber meistens war sie da inzwischen recht vernünftig, gerade im Verhältnis zu früher.

Sie ist nun mal nicht mehr die frisch gebackene Ritterin. Sie wird älter, nächstes Jahr würde sie 30 Jahre alt werden. Eskpaden jeglicher Art sollte sie dort endgültig erfolgreich abgelegt haben. Wenngleich sie für sich zugab dass sie das Gefühl hatte die Zeit renne ihr dabei davon und sich gar kindisch wünschte, man könnte die Weisheit wirklich mit einem Löffel einfach zu sich nehmen. Einerseits erwartete man von ihr immer mehr Reife, andrerseits gab es dann wieder solche die ihr sagten sie solle sich mehr gönnen. Manchmal, war es wirklich schlimm mit den Jedi: Jeder meinte etwas anderes und dann musste man sich im Grunde doch das herauspicken was man selbst für das beste hielt. Ein Grund wieso sie sie öfter dazu neigte die Probleme gleich für sich selbst zu lösen. Verschiedene Ansichten waren aber immer mal wieder gut zu hören um sich nicht nur auf seine eigenen zu versteifen, sondern auf eine vernünftige - was nicht immer von vorn herein die selbe sein musste.

Dann bremmste sie aber ihre Gedanken um sich auf ihre eigene Behandlung zu konzentrieren. So kühl... Was genau hatte sich da reingeschlichen? Sie versuchte es zu ergründen und ging die Begegnung mit dieser Lord Corrodea Schritt für Schritt im Geiste durch. War es dieses sinnlose Gerede bezüglich Freiheiten die ein Sith ja angeblich hätte und die Jedi nicht? Sie nur Marionetten wären? Das hatte sie eigentlich geklärt, auch wenn sie einfach beide von ihrer Sicht der Dinge überzeugt gewesen waren. Oder hatte die Sith die Wahrheit gesagt und sie war zumindest nicht selbst für die Erkrankung der Tiere verantworltich und nutze nur aus dass es so war wie es war? Ja vielleicht aber Sith und Wahrheit war meist schon ein Widerspruch, konnte natürlich dennoch zutreffen. Es hatte zumindest den Anschein von dunkler Alchemie, wenn nicht von ihr, dann von jemand oder etwas anderem. Oder waren es die letzten Worte, dass das nicht ihre letzte Begegnung wäre und sie dafür noch bezahlen würde? Eher nicht, die Drohung kannte sie schon von anderen. Wenngleich sich ein paar wenige davon leider tatsächlich bewahrheitet hatten, tut das für sie nichts zur Sache.

Ihr kam das Bild im Sinn als Lord Corrodea bei ihrem Rückweg noch zwei Tiere tötet, völlig sinnlos, einfach nur der Freude halber der Jedi ihren Respekt vor dem Leben zu demonstrieren - vermutlich. Sie hört geradezu noch den Wiederhall des Gnickbruchs, den Lord Corrodea mittels Telekinese verursacht hatte und beißt unwillkürlich die Zähne etwas zusammen. Sie erinnert sich wie machtlos sie sich in dem kleinen Augenblick fühlte. Sie ließ die Lord ziehen, konnte aber nicht verhindern dass sie sich zumindest an den Tieren vergriff, ohne zu riskieren den Kampf enrneut zu entfachen und sie damit vielleicht beide zum Tode zu verurteilen. Ein weiteres Knacken eines Gnicks, das Tier Nummer 2 dass sie auf den Gewissen hatte. Sie hätte sich natürlich sagen können „es waren nur Tiere und die meisten, vermutlich auch diese, mussten wegen der Krankheit sowieso sterben“ aber wie viel Respekt vor dem Leben wäre das von ihr gewesen? Hatte sie der Sith doch vorgehalten keinen Respekt vor dem Leben zu haben. Diese Lordschaft hatte ihr mit dieser letzten Tat wahrlich noch eine Ausgewischt. Im Grunde, hatte sie, Yerana, so selbst gezeigt, dass sie Tiere nicht so sehr schützte wie Humanoide... denn bei solchen hätte sie dies nie zugelassen, Risiko für sich selbst hin oder her.

Als sie in sich hinein fühlt, merkt sie, dass sie damit diesen läppisch erscheinenden und doch so wichtigen Punkt gefunden hat, der ihr diese innere Kälte verbreitet. Ihre großspurigen Worte hatten sie selbst geschlagen, sie sich selbst besiegt, zumindest in diesem einen Punkt. Ihre Gedanken drehen und wenden sich in alle Höhen, Tiefen und Himmelsrichtungen, dabei waren dann solche Themen wie Vegatarierer, Lebewesen die aufgrund ihrer Beschaffenheit Carnivoren sein mussten, die Nahrungskette in der Natur, Nutztiere im allgemein und ob ihr Respekt vor Tieren wirklich ein paar Klassen niedriger anzustufen war, obwohl es sich genauso um Leben handelte. Man kann sich wirlklich prima selbst martern, insbesondere dann wenn man sich von den eigenen Gedanken ablenken lässt statt eine Behandlung durchzuführen, wie man es eigentlich vor hatte. Nach diesen letzten Gedanken, findet sie die Ruhe in ihrem Geist und auch die Kälte der Dunkelheit, die sich in diesem Punkt einnisten wollte. Das Machtlicht wirkt da geradezu wunder, vertreibt die Kälte, wenngleich sie merkt dass es ihr seltsam schwer fällt. Das liegt sicher daran, dass noch nicht sämtliche Gedankengänge dazu geordnet, sondern nur von ihr unterbrochen wurden. Sie würde da noch ein mal ein paar Gedanken tätigen aber alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort, jetzt ist anderes wichtiger.

Yerana machte sich nach einer langen Nacht frisch für den morgen, ausgeschlafen war sie nach der Aktion wahrlich nicht aber das würde sie eben nachholen müssen. Wenn nicht heute, dann eben morgen. Sie hatte erst gestern mit Waath geredet: ihre Beziehung zueinander ist und bleibt wahrlich eine seltsame. Ihr ehemaliger erster Padawan war manchmal mit ihr auf Augenhöhe, manchmal schien er noch zu akzeptieren dass sie ihn nun mal unterichtet hatte und andere Male hatte sie wiederum das Gefühl, dass sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen würden, wenn sie keine Jedi wären die sich selbst ein wenig besser als der übliche Mensch unter Kontrolle haben. Sie bevorzugt jenen Zustand, wenn sie soweit miteinander klar kommen, dass sie sogar gemütlich an einen Tisch plauderten ohne dass die Stimmung frostige Temperaturen erreichte. Solange sie gewisse Kommentare von ihm nicht so viel Gewicht schenkte, ging es meistens sogar ganz gut... und er nicht bewusst dazu überging sie piesacken zu wollen. Ihr war das nach wie vor ein Rätsel wieso er es tat: manchmal glaubte sie gar an Rache, andere male vermutete sie dass er es einfach nur genoß wenn er einen Punkt erwischte wo sie mal reagierte und manchmal war sie auch so gutmütig anzunehmen dass einfach nur seine „freundliche“ Art war mit seiner ehemaligen Meisterin rumzuspringen und er es gar nicht böse meinte.Vielleicht sollte sie ihm trotz des Risikos, dass dann eine Zeit der negativeren Variante ihrer Beziehung zu Tage tritt, mal fragen. Irgendwann.

Ihr Gesprächsthema gestern war jenes über das „alt werden“ gewesen, unter anderem. Der Gedanke von ihr, strickend im Schaukelstuhl zu sitzen während sie Jünglinge unterichtet, war ziemlich verquert. Manchmal fühlte sie sich aber schon alt und verbraucht und in solchen Momenten erinnert sie sich an Meister Balnam. Genauer gesagt, an eine ewig zurückliegend erscheinende Mahnung, dass sie selbst mehr auf sich achten muss damit sie den Jedi noch lange erhalten blieb. Im Grunde machte sie sich da aber wenig Gedanken, denn sie würde vermutlich sowieso kein hohes Alter erreichen, dafür sind die Zeiten zu kriegerisch und sie bei weitem nicht die beste Kämpferin. Es ist ihr aber auch nicht so wichtig alt zu werden, denn wenn ihre Zeit gekommen ist, egal wann, würde sie mit Freuden in die Macht eingehen... aber keinen Augenblick früher. Sie ist einfach zu stur, um vorher aufzugeben, persönliche Opfer, dunkle Seite, schwere Entscheidungen oder sonst was hin oder her. Yerana sieht zu ihrer Tasse unter ihrer Nase, gefüllt mit Gewürzteemischung 28, das sagt ihr die Farbe gleichermaßen wie das Aroma. Vielleicht sollte sie gerade mit mehr Müdigkeit nicht ganz so sehr in ihre Gedanken eintauchen... denn irgendwie kann sie sich gar nicht erinnern schon bestellt zu haben. Herrje ... vielleicht sollte sie ihren eigenen Rat an Waath befolgen und ihr Gedächtnis etwas trainieren. Zu ihrem Vergnügen war unter ihren Ratschlägen bezüglich Gedächtnistraining für ihn auch eine Sache, die sie liebend gern dafür tun würde und ein Lächeln breitet sich über ihr Gesicht aus. Vielleicht später... jetzt sollte sie lieber erst mal wieder aufmerksam sein, ihr Training verrichten, studieren und ihren Dienst tun.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Zerria (21.12.2014), Lek (05.01.2015)

32

Dienstag, 6. Januar 2015, 21:13

(06.01.2015)
Beunruhigende Funken:

Yeranas bekalkte Hände krallen sich an den kalten Fels und etwas Schnee schmilzt unter ihrer Hand. Ihre eigene Körperwärme will sich aus den stengeligen Fingerregionen schon langsam verabschieden, als sie die Tapas nutzt und ihre Körpertemperatur mit Hilfe der Macht aufrecht erhält. Sie kann gerade keine frostigen Finger brauchen... damit klettert es sich nicht gut. Eine kalte Briese streift ihr Gesicht und sie atmet tief ein. Manchmal, mag sie die Kälte.

Sie hatte das Gespräch mit Waath geführt, die Frage gestellt, die sie vielleicht wirklich lieber auf „irgendwann“ hätten verschieben sollen, denn die Antwort war alles andere als zufriedenstellend: Er war sich selbst nicht so sicher wieso er sie bewusst piesackte. Er hatte sie danach einige Zeit mit unangebrachten Fragen gelöchert bis er ihr sogar anfing auf den Keks zu gehen, da er glaubte sie spuckte etwas bei seinem gewählten Thema nicht aus, verschweige etwas. Sie brach das Gespräch nicht ab, nur weil Genervtheit aufkeimte, nein, es war „vernünftig“ sich dem zu stellen. So zumindest ihr Gedanke zu dieser Zeit. In dieser bohrenden Neugier ihres ehemals ersten Padawans, war an diesem Tag mal wieder sein Können versteckt sie zur Weißglut zu treiben. Solche simple soziale Situationen sollten das aber nicht verursachen... dennoch hätte sie wohl einfach aufhören sollen die Fragen zu beantworten, seine Worte ignorieren und gehen sollen. Aber nein, sie wollte mal wieder etwas ändern, es besser machen und vielleicht gar ihr bisschen Weisheit herausfordern sich auch in dieser Situation bemerkbar zu machen. Das Ende vom Lied war allerdings ein anderes als erhofft: Kurz bevor er ging war sie gereizt und als er ging musste er natürlich noch erwähnen dass es ihm vielleicht wirklich nur Spaß machte sie zu ärgern... Bei soetwas nagt bei ihr der Eindruck, dass sie ihn vielleicht doch noch länger in der Ausbildung hätte behalten sollen - doch es gab kein Zurück. Nun hatte sie eben die Frucht ihrer Arbeit zu ertragen. Nach einem sehr kurzen Gespräch mit Meister Balnam, ging sie umgehend meditieren, denn wie sie an dem Wortwechsel sehr schnell merkte, war sie gerade nicht tragbar.

Ihre Hand rutscht ab, als ein Stück Schnee ihr wohl gleichzeitig auch mehr Halt gab als sie dachte und sie hängt plötzlich nur noch an der anderen Hand. Ihr Bauch protestiert bei dem schnellen ruckhaften Positionswechsel als sich die Prellung dabei bemerkbar macht und sie beißt die Zähne etwas zusammen. Vielleicht sollte sie es doch ein „bisschen“ langsamer angehen. Sie weiß dass sie den Heilern ab und an so ein wenig vorwirft dass sie ihre Selbstheilung nicht einberechnen aber manchmal, war diese wohl doch schon einberechnet. Sie sollte Schluss machen...

Ultaar.
Das was eine einfache Mission für alle hätte werden können wurde etwas ganz anderes. Es begann mit einem Schiffsnamen: „Azure Sunset“, der sie bis ins Mark stocken ließ. Sie wusste aber um ihre Pflicht und erlaubte ihren Gedanken nicht zu diesem Ort zu wandern, nicht mitten in einer Mission. Weniger erschreckend aber noch immer unangenehm war als sie erfuhr wer hinter der Sithmaske steckte: Lord Lumija. Hier gewehrte sie den Gedanken eine kurze Reise, könnte es doch vielleicht für die Situation relevant sein: Lord Lumija war damals Setus rechte Hand, daneben einer ihrer Kerkermeister, wenngleich keiner ihrer Folterer gewesen. Es gab von ihr aber die Androhung damals, sie diesen wieder auszusetzen, wenn sie sich nicht so mit ihr unterhielt wie sie wollte. Sie schien gern mit Worten zu spielen... nein das half ihr nicht weiter. Ein Teil ihrer inneren Ruhe war allerdings schon baden geganen, als sie zu dieser Erkenntnis kam. Yerana sprach mit Lord Lumija und trotz all ihrer eigenen Worte die sie dort sprach, kam sie nicht umhin zu bermerken dass ein kleiner Teil den Kampf sogar wollte. Die Pflicht konnte diesmal auch nichts dagegen einwenden. Sie hatte eine Mission zu erfüllen und bis zur Aufgabe oder dem Abzug der Sith, gab es keine friedliche Lösung.

... aber nicht jetzt! Statt sich abzustoßen, mithilfe der Macht unten zu landen und einfach zum Tempel zurückzugehen, klettert sie weiter an der kleinen natürlichen Felswand hinauf. Wegen dem kleinen Stück dass jetzt noch fehlt will sie nicht aufgebend hinunterhüpfen.

Der Kampf war ziemlich ausgeglichen und sie versuchte immer wieder ihn mit Worten zu beenden, was ihr aber nicht gelang. Irgendwann nachdem sie den ersten Schlag kassiert hatte, keimte ein kleiner Wunsch auf den sie sich einfach nicht verwehren wollte... ihrer Gegnerin, der sie damals hilflos gegenüberstand, wieder als freie Jedi ins Gesicht zu sehen. Unnütz für den Kampf, völlig sinnlos und vielleicht sogar gefährlich... aber sie riss Lord Lumija bei einer günstigeren Gelegenheit die Maske mittels der Macht herunter. Etwas in ihr beruhigte es etwas, dass da weder ein höhnisches Grinsen noch Amüsiertheit zu sehen war, auch wenn sie in dem Moment nicht hätte sagen können wieso.
Am Ende des Kampfes hielt Yerana der Lord das Lichtschwert an den Hals und sie spürte ein Gefühl des Triumphs... und daneben die Verlockung „Gerechtigkeit“ für damals walten zu lassen. Dennoch kam sie der Aufforderung von Lord Lumija nicht nach: Sie würde nie jemanden einfach so umbringen wenn es nicht nötig war. Ihre subjektiven Ansichten spielten dabei keine Rolle und so entschied sie sich ohne weiteres sie Gefangenzunehmen und jenen zu übergeben die dafür zuständig waren. So war zumindest der Plan, denn Lord Lumija blickte plötzlich zur Seite, ein Schuss von einem imperialen Soldaten folgte auf den Fuß und sie musste zurückweichen um zu parieren. Und nun merkte sie erst wirklich, dass das kleine Schlachtfeld beim Treffpunkt bis auf drei Personen leergefegt war. Sie war die einzige von der Republik, die noch stand, zumindeset was „hier“ betraf. Die Situation sorgte schließlich dafür, dass sie sich nach ein paar Worten ohne weiteren Kampf trennten.

Noch ein wenig höher. Ihre Hand streckt sich zu der Wurzel hin, greift ein mal daneben aber beim zweiten mal kriegt sie sie gefasst. Der kleine Umweg zu den verwuzelteren Teil der Kletterwand erleichtet ihr das letzte Stück des Wegs ungemein und schont so die Prellung.

Nachdem sie ihre Pflicht getan hatte und auf dem Rückflug nach Tython war, schenkte sie aber auch den Fragen ihre Aufmerksamkeit die schon länger an ihre Gedankentür klopften und nicht eingelassen worden waren. Kleine Zweifel hatte sie oft, ob sie etwas nicht besser hätte machen können aber dieses mal war es anders. Es war mehr, sie konnte es nicht nur auf ein dummes Gefühl schieben oder verworrene Gedanken. Hier kam sie nicht umhin sich zu fragen, ob die Anwesenheit von Lord Lumija ihr Denken und Handeln beeinflusst hatte. Hatte sie für den kurzen Triumph über einen Schatten der Vergangenheit das Leben der Soldaten geopfert? Das konnte und wollte sie nicht glauben aber konnte sie es ausschließen? Zumindest einem Wunsch hat sie in dem Kampf nachgegeben: Die Maske der Lord herunterzureißen. Und konnte sie leugnen, dass sie die Übersicht über das Ganze im Kampf mit dieser Person verloren hat? Sie atmete etwas schärfer ein, legte sich dann aber hin. Sie war zu müde, brauchte erst mal etwas Ruhe. Sie würde ihre Zweifel auf Tython angehen und sich die Zeit nehmen die sie brauchte um sicher zu gehen.

Das letzte Stück hinauf, erscheint ihr trotz der Erleichterung durch die Wurzeln bleischwer. An der Kannte angekommen bekommt sie einen Arm auf die ebene Fläche . Da sind zwei Jedi-Stiefel zu sehen. Ihr anderer Arm gesellt sich noch dazu um mehr Halt zu haben ehe sie hinauf sieht: Da stand Karwev Cheolls, der Jedi Heiler der sie auch bei der letzten Mission schon untersucht hatte. Er ist ein etwas schmächtigerer Vurk mittleren Alters. Als er den Augenkontakt hat, streckt er ihr die Hand hin um ihr hochzuhelfen. “Etwas Hilfe gefällig?“ Yerana sieht ihn länger an und es brauchte keine Worte um zu wissen, dass er nicht vom Aufhelfen spricht. „Ich denke nicht“, antwortet sie während er ihr hochhilft. „Und da seid Ihr Euch sicher?“ Yerana schweigt, denn von sicher, gerade in Bezug auf ihre Zweifel kann gerade nicht die Rede sein. Scheinbar kann Ritter Cheolls ihre Reaktion auch durchaus deuten: „Besser ein mal zu viel als zu wenig, oder?“ Sie seufzt leicht. Kann sie das Verneinen? Eher nicht und es gab kein Grund sie ihm nicht mitzuteilen, außer vielleicht die Befürchtung, dass etwas von ihren Gedanken der Wahrheit entsprechen könnte. „Ja... morgen“. Sie brauchte noch etwas Bedenkzeit. Ritter Cheolls nickte ihr lächlend zu „Dann morgen. Ich begleite euch noch zurück“ Das nahm sie ihrerseits mit einem schweigenden Kopfneigen hin.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »YerYer77« (6. Januar 2015, 21:19)


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Lek (14.01.2015)

33

Sonntag, 25. Januar 2015, 15:56

(23.01.2015)
Lange Tage - Countdown:

Yerana hatte meist nur recht kurze Gespräche mit Jedi Heiler Cheolls geführt. Das lag allerdings mehr an ihr, als an ihm. Sie war es von Jedi Heilerin Rea gewohnt gewesen die Dinge zwar manchmal etwas unterschwellig aber doch recht eindeutig ins Gesicht gesagt zu bekommen. Ritter Cheolls war da anders: Seine Worte waren zweispurig. Man konnte sie oft in zwei völlig verschiedene Richtungen interpretieren und manchmal war sie sich wirklich nicht sicher wie er es meinte. Er regte mehr zum Nachdenken an, zur Selbstreflexion, als ihr etwas klar aufzuzeigen. Das war ihr die ersten male so gar nicht recht, denn wenn sie schon Rat einholte wollte sie Klarheit über etwas, was sie mit diesen zwei Dingen, alleine für sich, eben nicht gründlich genug hinbekommen hatte. Dennoch half er, denn er gab Denkansätze die sie vorher nicht immer betrachtet hatte, kleine Hinweise, die sie jedoch oft erst entschlüsseln musste. Das erinnerte sie etwas an die Rätselfreude ihres Meisters, die sie nie wirklich mit ihm teilen konnte. Jedenfalls führte diese Art derzeit noch zu recht kurzen Gespächen mit Ritter Cheolls, dafür häufigere. Vielleicht würde sich das ganze noch einspielen oder ändern, sie würde es sehen.

Wie so oft, hatte sie es aber auch nicht bei einem Jedi Heiler belassen sondern noch andere Leute gefragt. Darunter waren Ritter Dresarius, Ritterin Gloriel und Meisterin Eryada. Ersteren kannte sie sogar kaum. Nachdem sie aber eine leichte Meinungsverschiedenheit zum Thema Höflichkeit hatten, im Beisein von Ritter Eodoo, wollte sie die Sachlage ein mal klären. Bei den ersten flüchtigen Begegnungen mit ihm, nahm sie vor allem sein deutlich unsaubereres Äußeres war. Das zeugte nicht gerade für die Schätzung dessen was der Jedi Orden ihm gab, was schon mal kein positiver Aspekt war. Dann war da noch ein Auftreten, dass doch schwer an Arroganz erinnerte, wenn sie es auch nicht direkt so nennen mochte: Er wirkte recht überzeugt von sich. Jedenfalls sprach sie ihn aufgrund der Meinungsverschiedenheit an und sie kamen etwas ins Gespräch. Letzten Endes entschied sie sich eine ihrer eigenen Ratschläge zu beherzigen und nicht nur bei den Personen Rat zu suchen, die ihr am sympathischsten waren. Der größte Feind konnte einem manchmal weit mehr offenbaren als der beste Freund. Wenn Ritter Dresarius für sie auch keiner dieser zwei Dinge war – der Macht sei dank, wenn sie jemals einen Jedi als Feind sehen würde, wäre sie wohl ziemlich tief gefallen – so war er anfangs zumindest niemand mit dem sie unbedingt vermehrt zu tun haben wollte.

Neben den Ratschlägen zu ihrem Problem, kamen sie auch auf ihn und seine, nun, Auffälligkeiten im Allgemeinn zu sprechen. Die Erklärungen dafür waren recht interessant. Sie konnte zwar die Gedankengänge bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, würde aber niemals auf die Idee kommen sie selbst zu praktizieren. Jeder hatte nun mal seine eigenen Makel und für sie waren das zum größten Teil schon welche. Ihr Problem hörte er sich jedenfalls mit Geduld und Ernsthaftigkeit an. Er spielte es nicht herunter, ermahnte sie dafür in gewisser Weise und machte sie auf das Aufmerksam was er als wichtig erachtete. Seine Art war ungewohnt anders, zumindest was „bei anderen“ betraf. Wie er selbst sagte, ähnelten sie sich in manchem etwas und sie konnte das nicht verneinen. Auch er konnte sehr rational sein, so ihr Eindruck und vor allem hielt er sich wohl auch enger an den Kodex und die Richtlinien, wobei man beim Punkto Höflichkeit und den damit verbundenen Respektsbekundungen wohl nicht streiten musste: da war er definitiv anders gestrickt.

Die Anfrage um Rat bei Ritterin Gloriel hatte sie ungünstig gewählt. Sie hatte sich an dem Tag beim Training mit zwei Padawanen nach langer Zeit doch mal etwas zu sehr verausgabt, das wirkte sich auch wie üblich gerne auf ihren Geist aus – zumindest wenn man in so einer ruhigen Umgebung wie im Tempel war und sich etwas mehr gehen lassen konnte. Dementsprechend war sie etwas unbeherrscht wofür sie sich im Nachhinein entschuldigte. Ihrer Meinung gehörten grüne Jedi nach wie vor nicht auf Tython sofern sie ihr alten Ansichten nicht ablegten auch wenn sie das nicht erneut zur Sprache brachte. Dennoch gab Ritterin Gloriel ihr natürlich dennoch Rat: Zeit lassen solle sie sich... das sagte ihr jeder von den Dreien, auch Meisterin Eryada die sie als letztes dazu noch konsultierte. Sie ließ sich die Zeit, zumindest so lange bis die nächste Mission anstand, die keinesfalls eine leichte werden würde: Die Gefahren waren mannigfaltig und selbst mit der besten Planung war vieles noch sehr ungewiss.

Da ihr bewusst war dass die anstehende Mission nicht nur in die Macht sondern auch in Gefangenschaft münden könnte und das Thema derzeit noch präsenter war, suchte sie Ritter Dresarius auf. Sie wusste von ihm dass er ebenfalls schon einen unfreiwilligen Aufenthalt beim Imperium inne hatte. Sie war keine Meisterin, hatte dementsprechend natürlich keinen Zugriff darauf wer schon in solche Lage geraten war. Sie hätte natürlich ihren Posten als Medizinerin ausnutzen können um herumzustöbern aber das war nicht angebracht und herumfragen würde sie sicher auch nicht, das wäre schlicht und ergreifend völlig daneben und taktlos. Deshalb war er ihr erster Anlaufpunkt... und ihr letzter bezüglich der Thematik. Er blieb sachlich, erzählte ihr über seine Gefangenschaft und sie tat sich etwas schwer das Mitleid aus ihren Blick zu verbannen – vermutlich gelang es ihr auch nicht vollständig.

Anfangs fühlte sie sich nach dem Gespräch etwas... minderwertig, denn obwohl es nicht ihre Intention war zu Vergleichen sondern über die verschiedenen Foltermethoden der Sith im Bilde zu sein, kam sie nicht ganz umhin Vergleiche zu ziehen. Es tröstete sie aber dass er dafür ausgebildet worden war zu widerstehen, ebenso, wie dass keine zwei Sith an ihm klebten oder jener kein Spezialist für die Möglichkeiten der dunklen Seite der Macht bezüglich des Geistesmanipulation zu sein schien. Sie selbst würde vielleicht nie gänzlich vergessen welche Bilder und Gefühle ihr bei dem unfreiwilligen Aufenthalt aufgezwungen wurden aber genauso wusste sie, dass es überhaupt keine Bedeutung hatte, da es nur Illusionen waren. Vieles davon war im Verhältnis zu früher geradezu verblasst, wie unscharfe Konturen, das Echo das man zwar versteht und kennt aber keine besondere Beachtung mehr schenkte. Dies zumindest so lang bis die Realität selbst sie wieder mit dem alten konfrontierte wie sie nun hatte erfahren müssen. Jedoch wollte sie gewappnet sein falls ihre eigene Erfahrung eine durchaus gängige Methode war mit Jedi umzugehen und dieses Prozedere erneut zu befürchten hatte. Aus der Erzählung von Ritter Dresarius heraus, war sie sich aber ein Stück sicherer, dass das nicht der Fall war: Jeder Sith handhabte es wohl anders. Sie würde auf der Mission also einfach ihr Bestes tun und dies auch bei solch einem „Worst Case“-Szenario. Mehr konnte man niemals tun als sein Bestes zu geben und mehr wollte sie auch von sich nicht mehr verlangen. Diese Zeiten waren vorüber.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

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Lek (26.01.2015), Nadila (26.04.2015)

34

Sonntag, 1. Februar 2015, 12:25

(01.02.2015)
Schlag auf Schlag:


Die Mission auf Xilquantas war nicht perfekt gelaufen: die Ziele die dahinter steckten gefielen ihr immernoch noch nicht und auch wenn kein Jedi gefallen war, so waren doch Agenten gefallen und Imperiale natürlich auch. Man konnte nur sagen dass die Macht mit ihnen war dass sie es selbst lebend herausgeschafft haben und nur mit Verletzungen davonkamen. Sie dachte jedoch an die armen Seelen die dort in der Mondbasis gelitten hatten in fürchterlichen Konstrukten die sie am Leben erhielten aber auch Qualen von großem Ausmaß zufügten, ohne dass jene starben. Sie hatte nur einen von etwa acht erlösen „können“, da die anderen teils nicht mehr ansprechbar waren. Doch trotz des Verstandes der ihr sagte dass die anderen gewiss auch Erlösung wollten - selbst wenn sie nicht mehr auf ihre Frage antworten konnten, oder sie überhaupt verstanden, ob sie getötet werden wollen - konnte sie es nicht. Sie konnte keine Wehrlosen töten die nicht darum baten, nicht solange noch eine Chance da war dass sie überleben und gesund werden könnten. Sie merkte anhand der Mechanismen aber schnell dass sie keine Zeit hatte sie zu befreien, der Auftrag ging vor, so sehr es sie auch schmerzte. Sie hätten sie sowieso nicht von dem Mond retten können, dafür hatten sie nicht die Kapazität, die Flucht war so oder so schon zu knapp gewesen. Die Theorie stand bei ihr, dass jene grausigen Apperaturen dafür da war den Golem mit Dunkelheit zu erfüllen aber ob sie je die Wahrheit erfahren würde? Wer weiß.

Einige Tage später, fing der Tag gut an, sie war relativ erholt, die Verletzungen heilten und sie konnte etwas entspannen und entsprechend „gut gelaunt“ wirkte sie wohl auch auf ihr Umfeld. Umso später es aber wurde umso mehr verkehrte der Tag ins Gegenteil. Ritter Dresarius hätte es den Humor der Macht genannt... sie betitelte es lieber als die Wege der Macht: Die nie müde wurden sie neue Lektionen zu lehren, ob es ihnen in den Kram passte oder nicht.

Es begann noch mit einem recht harmlosen Gespräch mit Ritter Ivadin. Sie hatte zugesagt zu helfen so gut sie konnte, was seine Nachforschungen bezüglich des dunklen Golems betraf. Zum einen war es eine Pflicht, zum anderen interessierte sie schließlich auch selbst da war es keine Frage mehr ob sie es tun wollte oder nicht solange sie die Zeit erübrigen konnte. Sie würde dafür auch Alesandro Ixnaku genauer untersuchen, wegen dunkler Einwirkungen, gerade in der Hinsicht ob die Korruption an ihm mit dem dunklen Konstrukt in Zusammenhang stand, sich gleich anfühlte. Nach einem Versuch dies genauer herauszufinden, würde sie ihn mittels des Machtlichts vielleicht helfen können. Sie hoffte es, denn er hatte sicher schon genug gelitten, ganz zu schweigen von den Umständen die auf Xilquantas herrschten.

Danach ging sie in Ruhe Tee trinken, so war zumindest der Plan: Unterwegs begegnete sie Ritter Dresarius, dem sie ein Gespräch zusagte nachdem sie merkte wie geistig beschäftigt er war, dann war Ritterin Safirel Lorma in der Cantina, die sie so lange nicht gesehen hatte und letzten Endes kam auch Ritter Ivadin hinzu, hatte sie ihm doch auch angeboten nachzukommen wenn er mit seinen Recherchen fertig war. Was Ritterin Lorma aber von sich gab, als sie nach Padawan Sarinah Numa fragte, ließ sie nachhaken ob sie sich nicht verhört hätte. Sie ist in die Macht eingegangen? Wann? Wie? Wieso? Die Antworten für wann und wie erhielt sie natürlich... wieso? Das konnte meist niemand beantworten und doch hallte die Frage in ihr etwas wieder.

Sie brauchte danach einfach etwas frische Luft und etwas Zeit sich zu sammeln und ging entsprechend. Weshalb hatte sie es nicht bemerkt? War sie da gerade mit einer Mission beschäftigt gewesen oder ähnliches? Vermutlich. Natürlich war Sarinah „nur“ in die Macht eingegangen und das ist bei weitem erfreulicher als andere Tode oder auch Erfahrungen die sie hätte machen können aber es schmerzte sie im ersten Augenblick dennoch. Da war wieder der Egoismus der Menschen... sie hätte sich für solcherlei ohrfeigen können. Im Grunde schmerzte sie doch nur, dass die ganze Mühe sie wieder auf den rechten Pfad zu bringen sich nun geradezu in Luft aufzulösen schien... und der Gedanke dass nun keine gute Jedi Heilerin mehr aus ihr werden konnte, sie niemanden mehr nützlich sein könnte obwohl soviel Potential da war... Verschwendung... Diese scheinbare Sinnlosigkeit... Persönlicher Verlust, wenn sie daran dachte wie sie sie gelehrt hatte, die netten Gespräche... so egoistisch. Als sie draußen am ihren Zwischenstopp in der Kälte etwas meditierte, konnte sie diese wirren Gedanken wieder beschwichtigen, sie wusste es ja im Grunde alles besser... sie musste nur ihren Verstand und ihre Gefühle in Einklang bringen, das Gleichgewicht wieder herstellen. Manchmal war das einfacher gesagt als getan... aber sie war eine Jedi, es musste gehen und es ging und was nicht ging stand erst mal noch etwas hinten an und hatte zu warten bis sie sich darum kümmern würde: was ihren Grundsätzen nach immer möglichst sofort bis bald war.

Ritter Dresarius kam hinzu, vermutlich hatte er sich Gedanken über ihren Abgang in der Cantina gemacht, jedenfalls war er nicht „zufällig“ vorbeigekommen. Sie unterhielten sich etwas. Er wollte etwas von ihr über Sarinah erfahren da er sie nicht kannte, ihrer Ansicht nach sinnlos, weshalb es dazu auch nicht kam. Es wäre wohl seine Art gewesen sie zu ehren. Wozu? Nutzlos. Sarinah war in der Macht, dort hatte sie Frieden, sie zu „ehren“, war wenn überhaupt für sich selbst und das wo er sie nicht mal kannte? Völlig überflüssig.
Ihre Gedanken wurden aber ganz schnell vom Thema abgelenkt als Ritter Dresarius ihr auf ihrem Zwischenstopp wie auf den Rückweg das eine oder andere über sich erzählte... Auf diesem Rückweg stieß noch Padawan Erauqs dazu und sie waren offensichtlich beide nicht erbaut über das was sie von Ritter Dresarius hörten. Als sie dann in der großen Halle neben dem Auge von Zallow darüber redeten, war es nicht wirklich besser geworden. Jedenfalls, würde sie genauer nachforschen, wieso sie angeblich nicht mal Zugriff auf seine Krankenakte bezüglich seines körperlichen Zustandes erhalten würde und noch wichtiger, weshalb er bei jenem beschriebenen Geisteszustand überhaupt aktiv sein durfte. Sie war ungewohnt skeptisch... und direkter als üblich. Sie musste sich noch etwas mehr zusammenreißen, was sie dann auch tat.

Das Gespäch dass sie mit Ritter Dresarius führen wollte, kam dann auch endlich zustande, auch wenn Padawn Erauqs dafür weggeschickt wurde. Das war Ritter Dresarius Entscheidung und sie konnte sie verstehen. Sie lächelte wegen des Gesprächs sogar wieder ehrlich, für die Pflicht hatte sie wohl einfach diverse Schalter und auch hier fiel ihr das nicht schwer einen davon umzulegen. Zumal das Thema ein solches war, dass sie durchaus etwas amüsierte, auch wenn das vielleicht nicht sehr nett war. Ein kampferfahrener Ritter der etwas zurücktreten wollte, wer weiß was schon alles erlebt hatte, selbst über seine eigene Folter sprechen konnte als wäre es eben nur einer der ernsteren Dinge des Lebens... der dann aber doch unruhig wurde wenn er an seinen ersten Padawan dachte. Sie konnte es natürlich nachempfinden und hoffte mit ihrer Einschätzung von ihm etwas helfen zu können, ob er als Meister eines Schülers geeignet wäre. Es war ein angenehmes Gespräch und dies beruhte auf Gegenseitigkeit... einfach rationell und sachlich bleiben zu können ohne dass der andere darauf negativ reagierte, wie es oft bei den jüngeren der Fall war, war durchaus angenehm.

Gen Ende des Gesprächs kam aber die Hiobsbotschaft Nr. 2 des Tages... Jedi Ritter Waath Marno wurde vermisst, wie sie einer COM-Nachricht entnahm. Sie behielt es während Ritter Dresarius Beisein aber für sich, denn erstens wollte dieser zu Bett und konnte die Ruhe brauchen, zweitens, musste sie sich erst erkundigen wie es wirklich um ihn stand bevor sie ihn mit irgendetwas von sich erneut belastete und drittens hatte er sich heute schon genug Sorgen um sie gemacht, von dem wie sie ihn einschätze. Als sie sich an einen anderen Ruheort niedersetzte und sich etwas entspannte von dem vielen Zusammennehmen, ihren Geist etwas treiben lassen wollte, kam sie allerdings auch nicht dazu: Padawan Erauqs leistete ihr etwas Gesellschaft. Sie versagte es ihm nicht. Jedoch nahm sie sich eben wieder zusammen. Sie informierte ihm soweit angebracht, mehr musste er nicht wissen und mehr ging ihn auch nicht an. Sie hatte schon lange für sich entschieden dass die Probleme eines Ritters nicht auf die Schultern der Jüngeren oder Unerfahreneren gehörten, Ausnahmen bestätigten dabei die Regel. So hatte sie früher Padawan Anca vielleicht mehr erzählt als sie hätte sollen aber da war sie noch nicht so strikt damit... und wenn sie Padawan Aquae etwas erzählte... nun jene war älter als sie selbst. Es war einfach etwas anderes.

Sie informierte auf dem Rückweg zum Tempel noch ein paar Leute darüber dass Padawan Sarinah Numa in die Macht eingegangen war – immerhin war sie selbst auch noch nicht über den Bericht gestolpert – darunter Meister Balnam, Ritterin Gloriel und Padawan Coopra. Während Meister Balnam sicher zurecht kommen würde, trotz dessen dass er sie kannte, kannten die anderen zwei sie teils wohl kaum, umso besser. Padawan Erauqs versuchte sie an ihrem Ruheplatz und währen des Rückweges dennoch zu löchern und sie kam nicht umhin ihn dafür zu loben... Penetranz konnte manchmal durchaus nützlich sein. Denn immerhin war es auch ein Wille nicht aufzugeben und dies brauchte man in diesen Zeiten, gerade angesichts vieler Ritter die auch einem anderen Ritter nicht unbedingt ihre Probleme auftischen wollten und wenn die Macht es so wollte würde er innerhalb der nächsten Jahre vielleicht einer werden.

Yerana schlief die Nacht tief und fest, Wringsengtee sei Dank. Sie hätte sich mit Alpträumen nicht gut erholt und sie musste ihren Arm wieder fit bekommen. Am nächsten Tag erwachte sie dennoch mit dem Gefühl einfach nur liegen bleiben zu wollen. Sie betrachtete etwas die Decke ihres Zimmers, die so vielsagend war wie ein Stein: Sie war einfach da. In ihrem Kopf bildete sich eine Liste, die sich noch vergrößerte als sie ein paar morgendliche Berichte las in der Hoffnung das zumindest Ritter Marno urplötzlich wieder aufploppte. Das war natürlich nicht der Fall. Die Liste lautete: Padawan Yuleena Kin'aan suchen, sich über Ritter Sagesh Dresarius in der Medi eingehend informieren, Ritter Ivadin fragen ob er schon einen Termin wegen der Untersuchung von Alesandro Ixnaku hatte, nebenbei am besten noch Padawan Erauqs davon überzeugen, dass sich Gedanken um sie zu machen, für ihn überflüssig ist und natürlich als letzter Punkt nach Ritter Marno suchen gehen. Sie stellte es nur als letztes an weil sie teils schon anderem zugesagt hatte und es sowieso augenblicklich nicht durchführen konnte. Es wäre ihr eher ein Bedürfnis gewesen dies als erstes zu tun aber sie wusste Prioritäten zu setzen.

Als sie sich langsam in Bewegung setzte, um sich fertig für den Tag zu machen, trat ein Gedanke wieder in den Vordergrund der in letzter Zeit schon ein paar mal in ihren Geist geploppt war: Sich eine Weile dem Erkundungs Corps anschließen, fern ab von dem stetigen auf und ab des Kriegs. Eine Tätigkeit in der sie sich nützlich machen könnte, helfen, ohne das Gefühl zu haben dass ihre Schultern stetig schwerer wurden. Forschen und analysieren, heilen, ihren Verstand einsetzen auf ihre Art Freude haben ohne sich um viel anderes kümmern zu müssen. Kurzum: Einfach in den Bereichen helfen wo sie es am besten konnte, eine Weile ihren Stärken nachgehen, statt ihre Schwächen zu strapazieren. Der Gedanke war wohltuend... aber davor hatte sie noch viel zu tun und sie kannte sich: Wenn sie aus diesem Schlagloch wieder draußen war, würde sie vermutlich doch da helfen wo sie das Gefühl hatte am nötigsten gebraucht zu werden: Auf Missionen, zu denen sie geschickt wurde und auch einfach hier, um zuzuhören und Rat geben zu können, kein Jedi Heiler hin oder her. So sehr wie sie diese Gedanken über ihre Art Lächeln ließ... so sehr seufzte sie auch bei der reizvollen Alternative die sie wohl nicht durchführen würde. Sie rezitierte in ihrem Geist dabei ihren Leitspruch: „Nur weil etwas schwer ist, ist es keine Entschuldigung es nicht zu tun“...
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »YerYer77« (1. Februar 2015, 15:02)


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Celebrien (01.02.2015), Sarinah (01.02.2015), Xine (01.02.2015), Waath (01.02.2015), Lek (02.02.2015), Nadila (26.04.2015)

35

Sonntag, 8. Februar 2015, 12:46

(08.02.2015)
Die Suche beginnt...

Yerana fackelte nicht groß mit ihrer Liste, das war nicht ihre Art, sondern sie wurde konsequent abgearbeitet: Padawan Yuleena Kin'nan war von Ritterin Celebrien Gloriel gefunden worden, ehe sie zur Tat schreiten konnte, die Problematik rund um Ritter Sagesh Dresarius ging sie nach, teils mittels persönlicher Anfrage in der Medi und vor allem per COM mit Textnachrichten. Da dies soweit gut ging brach sie dann auch nach Coruscant auf. Ihr Arm konnte zwar noch etwas Bewegungstherapie vertragen aber sowohl ihre Aufgabe bei Alesandro Ixnaku als auch die Suche nach ihrem ehemalig ersten Padawan, konnte sie auch damit schon angehen und so tat sie es auch. Ihr Besuch bei Herr Ixnaku konnte zwar nicht viel Aufschluss bringen, jedoch konnte sie dem Herrn helfen und das genügte ihr schon damit es sich auf jeden Fall gelohnt hatte, neben dem, dass die wenigen Informationen ihre Vermutungen untermauerten.

Die Suche nach Waath führte sie zu seiner letzten bekannten Mission, wenn er auch an dieser nicht mehr wirklich gearbeitet hatte. Daneben sprach sie mit verschiedenen Leuten: Darunter Officer Nolpin, Padawan Shinzu Saito – von der sie wusste dass sie Waath etwas besser kannte - und Waaths Familie. Von den Fakten konnte keiner etwas konkretes sagen oder gar einen soliden Hinweis geben. Jedoch bestätigte Shinzu mit ihren Worten indirekt, was sie in ihren Gedanken nach derzeitigem Stand vermutete: Er war freiwillig „verschwunden“. Natürlich musste sie dennoch objektiv bleiben und noch immer alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, denn Beweise hatte sie dafür nicht aber bisher gab es auch keine Anzeichen von etwas anderem.

Die Nachricht über Sarinah Numas Eingehen in die Macht, hatte sie Shinzu bei dem Gespräch auch überbracht. Es war unschön solcherlei Nachricht zu überbringen und sie fürchtete eine heftigere Reaktion von der jungen Jedi. Jedoch war das unbegründet denn Shinzu blieb verhältnismäßig ruhig. Nachdem sie sich noch etwas unterhalten hatten wurde ihr auch klar wieso: Shinzu hatte schlicht und ergreifend dazugelernt und war scheinbar doch ein Stück reifer geworden. Das war gut... wenn sie an sich, Ritter Dresarius oder an andere dachte... der Krieg verbrauchte die Jedi, verleitete sie Wege einzuschlagen die sie nicht gehen sollten und nutzte sie ab und das viel schneller als in Friedenszeiten, da war sie sich sicher. Ihre Schultern wurden nicht leichter als sie daran dachte, wohl aber bei dem Gedanken dass die jüngeren Jedi dann schon rechtzeitig an ihre Stellen treten würden. Trotz dessen dass das Gespräch nicht sehr lang war, meinte sie den nötigen und richtigen Ansatz für einen Jedi Ritter bei Shinzu nun sehen zu können. Letzten Endes würde es aber die Zeit zeigen.

Eine andere Sache abseits ihrer Aufgaben war das Thema Entspannung, das sich durch ihre geistig schweren Schultern, als auch ihren Arm in körperlicher Hinsicht noch etwas mehr als üblich im Auge behielt. Aufgrund dessen hatte sie auch das für sie seltsame Angebot eines Freundes angenommen sein Bad während seiner Abwesenheit zu nutzen. Etwas für sie überflüssiges, gab es doch die Schallduschen oder im Sommer auch mal eine Runde Schwimmen im See wenn einem danach war. Allerdings kam sie nicht drumherum zuzugeben, dass ein warmes Wasserbad zum Entspannen tatsächlich erstaunliches vollbrachte... so Erstaunliches sogar, dass sie dabei glatt einschlief. Was dann zur selten gewordenen Emotion der Verlegenheit führte, verschlief sie dadurch doch den Zeitpunkt bevor der Hausherr wieder da war. Der Macht sei Dank verlief dieser kleine Patzer aber recht harmlos, verhielt sich Ardn doch so wie man es von einem Gentleman und Freund erwarten konnte. Das Thema war nach kleiner Klärung genauso schnell wieder vergessen wie es in Erscheinung getreten war.
Sie verlängerte die Entspannung daher noch etwas in den Abend hinein mit angenehmen Gespräch ehe sie sich sogar wieder zu ihrer Unterkunft bei den Jedi zurückfahren ließ. Allerdings kam sie später nicht umhin sich mit einem Gedanken zu vermerken dass sie trotz der Annehmlichkeiten nie dauerhaft so würde leben können... da wäre immer der Hintergedanke ob sie die ganze Hilfe die sie versucht der Galaxis zu leisten nicht nur für sich selbst tätigte. Bei Ardn war sie sich recht sicher, dass er es nicht nur für sich selbst getan hatte und tat, bei anderen allerdings, erhoben sich mehr Zweifel. War es verwunderlich wenn dann gute Leute korrumpierten, die anfangs vielleicht das beste im Sinn hatten? Sicher nicht... Ein Bestätigung mehr dafür, dass es gut war dass die Jedi so lebten wie sie es taten, auch wenn manch Architektur, Einrichtung und Annehmlichkeit sogar noch etwas mehr Demut vertragen könnte, ihrer Ansicht nach.

Unerwartet bekam sie dann doch mal früher Hinweise zu ihrer Suche als gedacht und so zog sie von Coruscant auch früher ab als geplant ab. Eine unausgewiesene Person hatte sich einen Transport zu einem nicht gerade beliebten Reiseziel erschlichen. Das Bild dieser Person war leider nicht klar genug, trotz aller Bildbearbeitungstechnik und so gab es nur eine 73% Übereinstimmung zu Waath. Angesichts des Zielortes reichte ihr dieser aber um aufzubrechen. Sie hatte nicht vergessen dass Waath ehemaliger Meister dort ins unabgemeldete Exil gegangen war, oder besser: genauso einfach verschwunden war wie Waath nun. Die Reise ging daher nirgendwo anders hin als nach Kashyyyk.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Waath (08.02.2015), Lek (10.02.2015), Nadila (26.04.2015)

36

Freitag, 13. Februar 2015, 19:07

(13.02.2015)
Reise mit Erinnerungen

Die Reise nach Kashyyyk verbrachte sie in einem Warenfrachter, war es doch der erste offizielle Transport der dort hinging. Die Tatsache störte sie aber nicht, denn Komfort hatte sie erst mal genug gehabt. Der Pilot war in diesem Fall auch froh über ihre Gesellschaft, weil sich Weltraumpiraten in letzter Zeit viel herausnahmen, wohl bewusst, dass der Krieg die Republik von ihnen ablenkte. Ein Abschreckungseffekt war zwar nicht gegeben nur weil sie an Board war, immerhin wussten die Piraten das nicht, aber es war wohl dennoch beruhigend so einen Schutz dabei zu haben. Sie hatte sicher nichts dagegen: Es freute sie wenn sie helfen konnte, auf welche Art auch immer. Der Macht sei Dank war auch ihr Arm nun wieder voll einsatzfähig, sie könnte es bei solch einem gefährlichen Planeten vermutlich brauchen. Es schadete jedenfalls selten auf Nummer sicher zu gehen.

Die Prozedere bei der Ankunft auf Kashyyyk und die Suche waren zäher als die Reise dorthin, ebenso wie die Nachforschungen dort. Letzten Endes konnte sie die Spur aber verfolgen und scheute dafür auch nicht Hilfe anzunehmen: Sie nahm sich einen Wookie-Führer bis in die fünfte Ebene – dabei war zu beachten dass man von der höchsten und sichersten, der Nummer sieben, zur gefährlichsten und tiefsten Nummer eins herunter zählte. Es war also bei weitem nicht die gefährlichste der Umweltebenen auf Kashyyyk aber eine wo sich noch zähere normalsterbliche mit entsprechendem Schutz hin wagten. In der Tat war das auch recht ratsam dort wehrhaft zu sein, denn Machtfähigkeiten hin oder her, spürte sie die Gefahr geradezu umso tiefer sie ging und ihr war alles andere als wohl dabei. Das Aushalten lohnte sich aber, denn sie erreichte ihr Ziel:
Leider erwies sich die 73% Übereinstimmung mit der Person von Coruscant nicht als ausreichend denn auch wenn der Menschenmann ein gutes Stück an Waath erinnerte, so hatte dieser kein Fünkchen Machtsensitivät... dafür aber etwas Ähnlichkeiten in Punkto unhöfliches Verhalten. Er war nämlich nicht gerade dankbar als sie ihn fanden und vor ein paar Untieren retteten. Angeblich war das eine geheime Expedition von seiner Firma und das hätte sie nun mit ihrem Wooki-Freund zu Nichte gemacht. Nach einem etwas längerem Gespräch und angesichts der kompromittierten Geheimhaltung war er aber bereit diese Unternehmung nun auch wieder abzubrechen.

Yerana war froh als sie Kashyyyk wieder hinter sich ließ. Ihre Suchanfragen die sie auf Coruscant bereits herausgeschickt hatte trugen Früchte und so erhielt sie schon ein neues Reiseziel als sie von ihrem „Ausflug“ in das Wildleben von Kashyyyk zurückkehrte: Dantooine. Natürlich lag ein besonderes Augenmerk bei der Suche nach Waath auch darauf, ob ihn seine Wege nicht in imperiales Gebiet führten, denn auch wenn sie persönlich nicht glaubte dass es ihn zu Seiten der Sith zog, war es ihre Pflicht gerade dort genauer hinzugucken ob sie sich nicht irrte. Es war aber aus anderem Grund keiner Spur der sie gerne nachging: Kashyyyk war zwar gefährlich aber Dantooine... nun sie konnte darauf verzichten auch zeitgleich Erinnerungen an Andereb nachzugehen, was sie zwangsläufig musste, da dieser nun mal Waath auch besser kannte und dieser damit durchaus an Anderebs alten Aufenthaltsort vorbeigekommen sein könnte.

Dantooine war derzeit aber in Händen des Imperiums und so war es wenigstens nicht wahrscheinlich das Andereb persönlich dort sein würde. Mit ihrer intakten Tarnidentität - einer neutralen Ärztin aus Nar Shaddaa, Eri Kan - gelang ihr auch ein Aufenthalt dort ohne größere Probleme. Derzeit schien der Planet zumindest kein Fokus im Kriegsgeschehen zu haben und so musste sie auch nicht groß vor Sith fürchten, weshalb sie ihre Tarnung in der Macht bei einem Minimum hielt und stattdessen ihre Machtsinne etwas weiter ausstreckte. Sie besuchte die ehemalige Farm von Andereb und sie hatte auch Hinweise dass Waath dort war und zwar freiwillig - aber nichts was ihr aus dem Stehgreif eine Richtung zu Weiterem weisen konnte. Sie würde in der Stadt noch ein paar Daten sammeln, vielleicht würde das helfen.

Als sie aber von der Farm wegfahren wollte und den Sonnenuntergang sah, hielt sie inne und verweilte noch ein paar längere Augenblicke. Sie dachte an eine kleine schöne Erinnerung, gefolgt von anders artigeren Geschehnissen und ihrer Entscheidung. Es gab für sie keine Zweifel: Sie war mit Leib und Seele eine Jedi, andernfalls... hätte sie es nie geschafft Andereb zumindest auf eine mehr oder minder angemessene Distanz zu halten. Mit dem Gedanken schüttelte sie den Kopf, drückte auf das Gaspedal und fuhr mit dem Landspeeder davon. Die Schutzbrille schützte ihre Augen und der Wind der sie in der Abendsonne umwehte, vertrieb ein paar trübe Nebelwolken die ihr Inneres umgaben. Ein Lächeln trat auf ihre Lippen, überflüssige Gedanken wurden hinweggefegt und sie fokussierte sich auf ihr Missionsziel das vor ihr in der Stadt lag: ihren ehemaligen ersten Padawan zu finden.

Die Suche ging bis zum nächsten Morgen aber es gab keine Hinweise die sie konkret in eine Richtung geführt hätten außer dass er wieder abgereist war. Sie würde ihre bisher gesammelten Daten auf Tython eingehend analysieren müssen und falls sie dort nichts fand: hoffen dass ihre Suchanfragen bald weitere Hinweise ausspuckten. Also machte sie sich über Umwege auch wieder gen Coruscant auf um von dort aus in einem Millitärtransporter Tython zu erreichen.
Die Reise verlief ruhig und einen guten Teil der Zeit schlief sie ... ganz ohne Wringsengtee, den sie vor ihrer Abreise von Jujuin mitgenommen hatte. Er half ihr so gut wie immer gegen Alpträume und er hatte auch dieses mal wieder seinen Dienst getan. „Diese“ Schlafphase hatte sie allerdings endlich mal wieder das Gefühl, dass sie ihn nicht bräuchte also ließ sie ihn weg ... und behielt recht: Sie brauchte ihn offenbar nicht mehr. Erfreulich.

Als sie auf den Rückflug darüber nachdachte wieso das so war, schossen ihr ein paar Bilder durch den Kopf: Erinnerungen an Geschehen wo sie helfen konnte. Erinnerungen an Entscheidungen die sie getroffen hatte. Erinnerung wieso sie war was sie war und immer sein wollte: eine Jedi. Sie fühlte sich mal wieder glücklich, was in letzter Zeit stark in den Hintergrund getreten war. Wieso sich das so plötzlich wieder zeigte? Der Sonnenuntergang auf Dantooine: So sehr ein Teil von ihr das weltliche Glück auch gerne mit Andereb geteilt hätte - der vielleicht sogar die Liebe ihres Lebens dargestellt hatte – so sehr befreite es sie auch als sie ihn innerlich hatte gehen lassen und es erinnerte sie zeitgleich an ihr persönliches Lebensziel: Alles zu tun was sie kann, um der Galaxie und der Macht zu dienen. Das mochte sich großspurig anhören aber für jeden der das Gefüge der Macht auch nur annähernd begreifen konnte, war es klar dass alles in der Galaxis miteinander zusammenhing. Wenn sie auch nur einen noch so kleinen Part des Ganzen positiv beeinflussen konnte, konnte dieser kleine Anstoß wie der erste Stein sein der alles ins Rollen brachte. Sie schloss lächelnd die Augen. Was konnte es besseres geben als andere glücklich zu machen?
Ein Grund, weshalb sie damals so geschockt war als man vermutete, dass ihre geistigen Fähigkeiten im heilerischen Bereich für einen Jedi Heiler nicht ausreichend wären. Sie hatte prompt jenen Weg für sich gestrichen, auch wenn es weh tat. Sie war nun mal stattdessen eine recht seltsame „Jedi Medizinerin“. Dennoch änderte sich nicht wirklich viel außer der Art ihrer Hilfe, die sie für andere verrichtete. Sie lebte seit jeher für die anderen, denn das machte sie glücklich und sie war sich sicher dass das auch für den Rest ihres Lebens so bleiben würde, vorausgesetzt sie würde dies nicht von der Trostlosigkeit und Grausamkeit der Galaxie und insbesondere des Krieges überschatten lassen. Das war das große „Aber“ bei der Sache.

Irgendwo und irgendwann während ihrer Gedanken schlief sie wieder weg und als sie erwachte war Tython recht nahe. Das war auch ganz gut so denn sie hatte noch genug zu tun so zum Beispiel bezüglich Ritter Dresarius, oder ihre fortlaufende Suche nach Ritter Marno und wer wusste schon was sie auf Tython alles wieder erwarten würde...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

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Lek (16.02.2015), Waath (19.02.2015), Nadila (26.04.2015)

37

Donnerstag, 19. März 2015, 09:14

(19.03.2015)
Der Verlauf des Sandes

Yerana sitzt bei der sogenannten „Uxi-Wiese“, angelehnt an einen Baum in der Nähe des Wasserfalls. Sie genießt etwas die Sonne, die sich nun zumindest wieder ab und an hinter den Wolken blicken lässt. Beiläufig überblickt sie dabei das Tempelgelände und es ist etwas wie das Beobachten von Ameisen: Jeder geht seinem geregelten Tagesablauf nach, hat eine Aufgabe zu erfüllen, etwas zu Lernen oder zu Trainieren. Kurz um verläuft gerade morgens alles in sehr geordneten und geregelten Bahnen. Ganz anders als die Realität außerhalb des Tempels oft verlaufen will:

~ Die Suche nach Waath... gleichzusetzen mit der Metapher von der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Bei ihm allerdings noch schlimmer: eine Nadel im Heuhaufen der in einer Windhose steckt. Sie sieht jene Nadel ab und an aber dann verdeckt das rumwirbelnde Heu wieder die Sicht, die Nadel verschwindet so schnell aus dem Blick wie sie gesichtet wurde und ihr Griff geht ins Leere.

Als Padawan Aquae sich bei der Suche nach ihm auf Kregell beim Klettern verletzte, stahl sich doch mal wieder der Gedanke ein, wie einfach alles hätte sein können und wie überflüssig diese Suche wäre, wenn ihr ehemals erster Padawan in der Lage gewesen wäre sich wenigstens vernünftig zu verabschieden... aber dann wäre es ja nicht „Ritter Marno“ der von Regeln und Richtlinien genau die hielt, die ihm in den Kram passten. Sie wusste das ihre Gedanken ein Stück Übertrieben waren und mit Gefühlen gemengt aber sie lies sie gewähren. Später würde sie sie beruhigen während sie sich jetzt noch genau ansah: Es war Ressourcenverschwendung aber im Grunde ärgerte sie es gerade mehr, dass sie Padawan Aquae in Gefahr gebracht hat, genauso wie es sie ärgerte als sie auf dem sogenannten Funkenberg bei ihrer Suche fast vom Blitz erschlagen worden wäre. Wenigstens war die Macht bei dieser Suche mit ihr... zumindest was ihr Überleben anbelangt.

Schlimmer, im Sinne von erfolgloser, wurde es aber auf Tatooine. Ein paar Tage fragte sie sich in den dortigen Siedlungen durch die Wesen dieser Galaxis, ging Hinweisen nach und stapfte sogar einer Spur in die Wüste hinterher, die sich jedoch schnell im Sande verlief und vermutlich sowieso jemand anderen gehörte. Sie musste sich schnell eingestehen dass die Suche gescheitert war. Sie fand auf Tatooine keine neuen Hinweise, Waath musste seine Spuren gut verwischt haben. Manchmal war er wirklich einfach ein Idiot... einem anderen Gedanken dem sie zumindest einen Moment in ihrem Geist Platz gewährte. So viel verschwendete Zeit mit der Suche nach Jemanden der vermutlich sowieso nicht gefunden werden wollte. Jedoch konnte sie nichts tun, die Spuren verliefen im wahrsten Sinne des Wortes im Sande und solange die Suchanfragen keine neuen Hinweise lieferten, war die Suche für sie erst mal beendet. Im Grunde war es wohl gut so, dennoch ärgerte sich ein Teil darüber mehr als sie es gern hatte. Sie würde es aber akzeptieren, früher oder später, wie sie alles akzeptierte, denn eine andere Wahl gab es für sie als Jedi nicht. ~


Yerana hustet in den Ärmel und atmet etwas tiefer ein und aus, ehe ihr Atem sich wieder normalisiert. Derzeit, kann sie sowieso nichts tun und damit meint sie sogar wirklich mal so absolut nichts. Sie ist krank, den halben Tag lang müde, ihre Konzentration angeschlagen und ab und an brauchte sie einfach mehr Luft als die normale Atmung herzugeben schien. Ob verletzt, krank oder anderweitig nicht unter der sonstigen Kontrolle... sie mag es nicht, es bereitet ihr unbehagen und sie erinnert sich noch genau wie es passierte:

~ Sie drängte sich laufend durch eine Menschenmasse, der ABC-Schutzanzug stört sie dabei kaum, sie hat mit ihm schon oft genug gearbeitet. Ein Notfall trieb sie dabei an: Einer der Patienten hatte Atemnot Beschwerden, einer von jenen, die sich für eine Testreihe zur Verfügung gestellt hatten und somit ihre Verantwortung war. Als sie ankam war das erste medizinische Personal schon dabei das Problem mit weltlichen Mitteln anzugehen und sie selbst versuchte noch was sie mit der Macht konnte um den unvermeidlichen entgegenzuwirken – vergeblich. Erst versagte seine Atmung und während diese mechanisch in Gang gebracht wurde gab auch sein Herz dem Erreger nach. Sie konnte es geradezu fühlen wie sein Körper den Kampf aufgab und ihre Versuche ihn wieder in Gang zu bringen vom Überlebenswillen des Mannes nicht angenommen wurde. So ließ sie es auch, denn ab dem Punkt, konnte man niemanden mehr etwas aufzwingen was er nicht wollte. Während sie noch blinzelnd aus ihrem Zustand der fokussierten Heilung zurückkehrte und glaubte eine Warnung der Macht wahrzunehmen, spürte sie wesentlich klarer einen plötzlich auftretenden schneidenden Schmerz an ihrem Rücken.

Es war die Ehefrau des Patienten gewesen, wie man ihr später nochmal sagte, die ihr an dem Tod ihres Mannes die Schuld gab. Die Wunde die sie wohl mit einem Schallskallpell des Notfallwagens erhielt, war oberflächlich aber es hatte den Schutzanzug aufgeschlitzt und damit war sie auch schon kontaminiert gewesen. Sie ergab sich dem Willen der Macht, alles andere konnte sie ab dem Punkt sowieso nicht tun und so wurde sie vom Arzt zum Patienten. Das Mittel war in der finalen Phase, sie würde nicht lange hier warten müssen wenn alles wie gewünscht wirkte...

Es wirkte wie gewünscht und jene Ehefrau die für ihr krank sein verantwortlich war, hatte sich sogar entschuldigt ehe sie abreiste. Yerana verzieh ihr auch gerne zumal Kranke die zugleich noch Trauernde waren selten die Vernunft in Person waren. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde die Ehefrau überleben, ihre Konstitution war besser als die ihres Mannes. Als das Shuttle abhob, trauerte sie einen stillen Augenblick lang um all jene 20% deren Konsitution nicht ausreichend wäre, sein es alte Leute, die die Gesellschaft auf ihre Art bereicherten oder manch Kind dass noch nicht die Chance hatte kräftig zu werden. Ein Heilmittel würde nämlich nicht entwickelt werden, der Impfstoff reichte der Regierung. Es gibt keinen Tod, nur die Macht.~


Yerana versucht ihre Selbstheilung wieder zu fokussieren, ihre Gedanken lassen sich derzeit kaum bändigen und ihre Gefühle hüpften auch munter herum... Oh wie sehr sie es nicht leiden kann. Es hilft aber alles nichts. Sie muss einfach viel schlafen und den Großteil ihrer Konzentration immer wieder auf ihre Selbstheilung lenken, selbst wenn dann so Gespräche wie gestern zustande kommen...

~ Sie hatte Padawan Saito viel zu viel erzählt in ihrer Schwäche. Sicher konnte diese daraus lernen aber solch Einblicke wollte sie im Grunde gar nicht geben, das musste sie noch nicht wissen. Manches war in Ordnung, für anderes würde sie sich nachträglich lieber Ohrfeigen. Man sollte sich wenigstens etwas Vorbildfunktion erhalten und umso mehr sie darüber nachdachte umso mehr kam es ihr wie Jammern vor. Am besten dachte sie also gar nicht erst darüber nach, das war in ihrer Kondition wohl das beste.~

Ein seltsamer Gedanke schleicht sich dann aber ein... wie Waath solcherlei Offenlegung nachträglich schamlos ausnutzen würde um sie zu ärgern. Wäre sie gerade in ihrem Zimmer wäre sie versucht die Decke über ihren Kopf zu ziehen um den Gedanken geradezu seines Lichts zu berauben, hier schüttelt sie nur den Kopf und lenkt ihre Schritte zurück um den Tempel. Woher kam der Gedanke? Vergleicht sie Shinzu mit Waath? Nur weil sich die beiden gut verstanden hatten sind sie noch lange nicht gleich. War dieser Punkt „auch“ einer der Dinge woher ihr Prinzip kam dass sie gestern so schändlich vernachlässigt hatte? Dass die Sorgen der Älteren auch bei diesen bleiben sollten? Hatte ihr ehemalig erster Padawan sie da etwa negativ geprägt? Andrerseits war er manchmal auch eine Stütze gewesen. Hattes sie dazu gestern nicht erst gesagt dass sie auch wusste wie sehr Gesagtes beeinflussen kann? Das hatte sie früher an Padawan Anca gesehen... Vielleicht sollte sie mit ihr ein mal darüber reden, darüber reflektieren und meditieren um das für sich abzustecken. Jetzt aber ist sie einfach nur müde und will für den Augenblick nur noch eines: Schlaf.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

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38

Sonntag, 19. April 2015, 16:27

(19.04.2015)
Der richtige Lehrer

Eine Mission stand an, eine von der man nie wusste ob man lebend zurückkehrte und auf den Weg dahin, begann sie nochmal über ein paar Dinge nachzudenken die sie beschäftigten. Sie hätte noch genug Zeit manches abzuschließen und sich anschließend auf die Aufgabe zu fokussieren.

Die letzten Wochen hatte sie viel darüber nachgedacht, ob sie überhaupt dazu gut war, eine Lehrerin zu sein, sei es in einfachen Dingen oder auch bei der Ausbildung eines Padawans. Sicher hatte Waaths Verschwinden dazu den Anstoß gegeben aber es war die Summe von vielem die sich bemerkbar machte und ihre Zweifel vermehrt anschwellen ließ. Natürlich hatte sie sich „gebessert“ im Verhältnis zu der frisch gebackenen Ritterin von damals – es kommt ihr wie ein Jahrzehnt vor, auch wenn es nur wenige Jahre sind. Die Frage ist aber: Ist das gut genug? Sie hatte sich mit mehr als einer Person darüber unterhalten und gerade Ritter Ivadin und Padawan Anca machten sie dabei etwas stutzig. Diese hatten ihr beide nichts vorgeworfen, absolut nicht, jedoch kam bei beiden ein Punkt vor der zutreffen könnte und zusammengefasst etwa so interpretierte: Es gibt schwierigere Umstände und Schüler und solche die es leichter machten, welche die einfacher geformt und belehrt werden konnten. Erstere erforderten auch einen besonders guten Lehrer, letzteres nicht unbedingt.

Wenn sie darüber nachdachte, hatte sie keine Problem damit gehabt ältere zu unterrichten, wie es ein mal bei einem Kurs für Ritter und Meister der Fall war, die die Selbstheilung vernachlässigt hatten. Sie hatte keine Probleme damit gehabt, sogar Soldaten bezüglich der Macht und deren Möglichkeiten zu unterrichten und mit ihnen zu trainieren. Womit sie ein Problem hatte, waren genau genommen wirklich jene, die auch problematischer waren: Ältere Anwärter, die dem Kindesalter entwachsen waren und meinten alles besser zu wissen mit ihrem Vorwissen der Welt von draußen oder Padawane, deren Weg auf die eine oder andere Art schon zu festgefahren war um sich aus den Fahrrinnen zu lösen, ohne erheblichen Aufwand und selbst dann Rückfälle durchaus nicht unwahrscheinlich waren. Konkret hatte also mit genau zwei Arten von Schülern Probleme: Besonders junge oder besser als Jedi unerfahrene, die ihren Ernst und ihre Einstellung kaum verstehen konnten und jene problematischere Fälle, wie ältere Padawane. Allerdings hatte die Macht sie zu diesen geführt... und sie folgte den Weisungen der Macht. Sie folgte diesen wie sie auch den Anweisungen ihres Meisters stets gefolgt war.

Manche sagten ihr, sie hatte die Wahl und natürlich hatte sie diese im Grunde auch aber sie wollte das tun was die Macht ihr sagt. Es war ihre freie Entscheidung von jeher. Sie sah sich als willentlicher Dienerin der Macht, wie es ihrer Ansicht nach jeder Jedi sehen sollte. Das Problem also war, was wäre wenn ihr die Macht solcherlei schwierigen Schüler wieder präsentierte? Was sollte sie dann machen? Wirklich verweigern? Das kam ihr absolut nicht richtig vor, nein. Das war keine Option für sie. Wie sollte sie es aber besser machen?

Der Gedanke erinnert sie an ihre eigene Padawan Zeit, ganz am Anfang, wo sie schwer damit zu kämpfen hatte, dass ihre Fehler die sie zwangsläufig als Lernende noch machen würde, anderen das Leben schwer machen, oder sogar das Leben kosten konnten. Sie wollte unbedingt und schnellst möglich besser werden aber ihr Meister machte ihr klar, dass es Zeit erfordern würde. Doch sie war Padawan gewesen, sie musste lernen, selbst wenn ihr das immer so schien als ging es auf Kosten der anderen und im Grunde auch so war, so war es nicht zu vermeiden und ein notwendiges Übel. Sie behielt sich schließlich stets im Gedächtnis dass sie nur nach bestem Wissen und Gewissen handeln konnte, mehr lag nicht in ihrer Macht und mehr hatte sie einfach zu akzeptieren. Der tröstende Gedanke, dass alles sein Sinn hatte, hatte sie zusätzlich entlastet. Sicher, manchmal kamen ihre inneren Wildpferde durch galoppiert und wirbelten ordentlich Staub auf aber er legte sich früher oder später auch wieder. Sie hatte das notwendige gelernt auch wenn es lange gedauert hatte und immer mal wieder Rückschläge gegeben hatte.

In einer sehr langen Meditation begann sie ihre Erfahrungen mit den Meinungen und Ratschlägen zu verbinden und das ganze in Bezug auf das Amt und die nötigen Fähigkeiten eines Lehrers zu reflektieren. Heraus kam am Ende folgendes: Sie musste erkennen, wann etwas auch dort ihre Fähigkeiten überstieg oder die des Schülers, wie es bei Jedi Ryugan der Fall gewesen war. Ein Schritt hatte sie also schon unterbewusst getan und bei erstem, so nötig, müsste sie auch fähig sein entsprechende Schritte einzuleiten. Sie musste akzeptieren, dass sie in der noch recht neuen Aufgabe als Lehrer damals sicher genauso Fehler gemacht hatte und vermutlich auch immernoch machen würde. Das und der Gedanke davor veranlasste sie dazu, tief durchzuatmen und eine Schuld loszulassen, die sie die letzten Wochen und gar schon Monate ebenso herumschleppte: Waath Marno nicht angemessen genug ausgebildet zu haben. Ihre Verantwortung war er dennoch, keine Frage, aber sie hatte nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt, mehr konnte man von niemanden erwarten. Letzten Endes war bei Fehlern nur eines wichtig: Daraus zu lernen und die daraus resultierenden Konsequenzen bereit sein zu tragen. Es tilgte nicht das Risiko einen Fehler erneut zu begehen, keiner von ihnen war eine Maschine, verringerte es aber maßgeblich. Auf den Punkt gebracht: Alles war gut so wie es ist. Wenn sie beim Lehren Fehler machte, würde sie diese tragen und wenn sie etwas wirklich einfach nicht konnte, auch mal zurücktreten, sich Unfähigkeit eingestehen.

Yerana öffnete die Augen, aß und trank etwas und setzt sich anschließend wieder zum Meditieren hin. Das Thema war für sie vorerst angeschlossen, denn auslernen tat man bekanntlich nie. Jetzt war es an der Zeit die Gedanken auf die Mission zu lenken, deren Aufgabe, wie schon bei einer Vergangenen, eine war die ihr nicht gefallen wollte... den Kopf der Schlange ausschalten, auf die eine oder andere Weise.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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Nadila (26.04.2015), Lek (25.06.2015)

39

Sonntag, 26. April 2015, 07:48

(26.04.2015)
Widerstand auf Festelan – Teil 1

Als sie mit Mühe und Not, seltsamen Gesprächen und einem riskanten Flugmanöver auf Festelan ankamen, waren sie für die Leute hier unbekannte Fremde, von einer Firma namens „Trevellian Cooperation“ die auf Denon seinen Sitz hat. Ihre verdeckte Identität sorgte dafür dass sie in den Augen der Leute scheinbar einfache Wesen waren. Während sie hier ankamen, wollten andere wiederum nur schnellst möglichst weg, weil ihnen klar war was auf sie zukam oder besser schon im Gange war: Die Invasion der Imperialen auf Festelan.

Yerana gefiel der Fokus nicht auf dem die Mission lag: der Schlange den Kopf abschlagen. Das mochte Ritter Dresarius Fachgebiet sein aber hörte sich nach nichts an wozu so viele Jedi auf einen Planeten kommen sollten der im Begriff war vom Imperium überrannt zu werden. Sie hatte zwei Missionsziele vor ihren Augen: den Schutz der Bevölkerung und den Widerstand gegen die Imperialen aufzubauen oder zu unterstützen, gleich auf mit dem Ziel Lord Kifdas aufzuhalten. Letzteres schien so viel Sinn zu machen und enorm dominant wenn sie an dessen Schadtaten dachte... aber... was war mit den Leuten? Was hatte im Zweifelsfall wirklich Priorität? Auf Ritter Dresarius Worte konnte und wollte sie sich dabei nicht verlassen und das hatte gute Gründe...

Auf dem Planeten erkundeten sie in Zweierteams die Lage. Wie die Macht es so wollte, war sie dabei mit Ritter Dresarius unterwegs. Sie erinnerte sich noch immer an einige Gespräch die sie führten und es passte ihr ganz und gar nicht, dass er während dieser Phase weiter von einer Mission in die Nächste ging, während er das ihrer Ansicht nach überhaupt nicht sollte – auch wenn diese Mission klar mit der zusammenhing die er noch beenden wollte. Diese Gedanken waren aber nur beiläufig wenn sie Zeit hatte präsent, denn vor allem konzentrierte sie sich auf die Missionsziele und die Dämpfung ihrer Machtaura. Dennoch fragte sie sich, weshalb er wohl vom Rat eingesetzt worden war die Mission zu leiten. War es weil das primäre Ziel in Wahrheit wirklich das Ausschalten von Lord Kifdas war und man sie mit den anderen Zielen nur schonen wollte? Oder war es viel eher dass Ritter Dresarius einfach für sich den Fokus so legte? War es überhaupt ihr Recht seine Ziele und Anweisungen in solcherlei Maße in Frage zu stellen? Andrerseits sollte man nie blind folgen... und es gab für sie auch nur zwei Ausnahmen wo sie es wohl dennoch tat - Ritter Dresarius Person gehörte nicht dazu.

Sie fanden bei der Erkundung nicht fiel aber zumindest etwas, der Widerstand auf Festelan war noch vorhanden wenn auch durchaus angeschlagen. In der Nacht hatte es anderen Ortes schon Bombardements gegeben. Die Befestigung die sie sahen war an der Oberfläche, so also kein tiefer Untergrund darunter verborgen war, hätten sie keine Chance den Angriff zu überleben.

Nachdem alle Jedi von ihren Erkundungen zum Schiff zurückkehrten fand dort eine Besprechung statt, der sie kritisch gegenüberstand. Neben dem ein oder anderen Einwurf schwieg sie aber und drängte eher zur Entscheidung. Die Zeit war sehr knapp, etwa eine gute Stunde ehe es an der Oberfläche durch die Imperialen bei weitem zu heiß werden würde und sie wollte diese nicht mit Diskussionen verlieren. Es schien ihr dennoch falsch dass sie vorhatten Widerständlern mit einem Jedi hoffnungsvolle Aussichten zu vermitteln, ehe sie sich selbst überhaupt sicher waren ob irgend eine Hoffnung bestand und sei sie noch so klein. Genauso missfiel es ihr dass sie das Schiff einfach den zwei Zivilisten überlassen sollten, denn sie könnten es sicher noch gebrauchen.
Sie selbst meldete sich bei der Aufteilung der Aufgaben freiwillig mit Padawan Moondancer Schutzmöglichkeiten gegen nächtlichen Bombardement anzusehen. Das hatte unter anderem den Grund dass sie erst mal einen Ort finden wollte, an dem überhaupt alle die sie fanden das Bombardement überleben konnten – ihnen inklusive. Daneben wollte sie nicht dabei sein, wenn vielleicht sogar Versprechungen gemacht wurden die sie – Jedi hin oder her – nicht halten konnten. Nach etwas Suche im Raumhafen fanden sie ein Datapad dass eine Karte beinhaltete und in dem ein Tunnelsystem im Süden verzeichnet war. Es schien eine angemessene Größe zu haben und es gab mehr als einen Ausgang. Ja, dort würden sie überleben und arbeiten können, auf alle Fälle zumindest die Nacht überstehen. Doch zuerst müssten sie es überprüfen.

Sie fanden Hallen mit Maschinen, in denen vermutlich jede Halle um die 500 Leute fassen könnte. Diese hatten immerhin feste Struktur und müssten länger standhalten. Die Tunnel dazwischen hingegen, waren nur teils stabil und die meisten von ihnen wären im Angesicht eines Bombardements durchaus Einsturzgefährdet. Im Geiste ging sie zügig die nächsten Schritte durch und es war ganz klar: Widerständler finden und herholen. Es nützte schließlich nichts wenn sie das Wissen hatte aber alle oben verenden würden. Padawan Moondancer übermittelte derzeit die Koordinaten an die anderen Jedi und man stellte noch eine Anfrage, ob sie das Gebäude aufsuchen sollten, wo sie mit Ritter Dresarius die FSF-Beamten und bewaffneten Zivilisten gesehen hatte. Der Anfrage wurde aber je unterbrochen, als man Stimmen hörte.

Nach etwas Lauschen und um die Ecke spicken, begab sie sich aus der Deckung da es eindeutig keine Imperialen waren. Brav hob sie die Hände als man sie mit der Waffe bedrohte. Sie gab ihren Tarnnamen an und erklärte die Lage an die FSF Leute, die mit etwa einem dutzend Zivilisten im Schlepptau angekommen waren. Sie gab sich als Freund „des Jedi“ aus und damit von Ritter Dexter, der sich ebenso wie Padawan Kori als einzige erkennen geben sollte. Das aus dem Grund, um einen Vorteil gegenüber den Imperialen beizubehalten, indem die Sith nicht wussten wie viele sie wirklich waren und vielleicht sogar mit der Zeit den Kopf der Schlange überraschend erwischen zu können.

Nach einem kurzen Gespräch konnte sie abklären was Sache war. Der FSF Beamte, ein Captain, setzte sich mit ihr schnell in Bewegung während Padawan Moondancer sich um die Unterbringung der Zivilisten und restlichen FSF-Beamten kümmerte. Es fehlten nur noch gute 20 Minuten ehe oben die Hölle los wäre.
Wie sich bei weiterem verbalen Austausch mit dem Captain herausstellte, hatten sie aber beide unterschiedliche Ansichten beim Losgehen gehabt was das „wohin“ angeht. Er wollte als erstes so viele wie möglich Zivilisten hier herunter bringen, sie hingegen erst die FSF-Beamten oder auch Widerständler, die eben eine Chance hatte sich zur Wehr zu setzen. Nach ihrer Erklärung wieso die Wehrhaften diesmal den Vorrang haben müssten, machten sie sich zum nächsten FSF-Revier auf und sie konnte seinen Widerwillen geradezu spüren aber vor allem auch anhand der Körpersprache sehen. Sie konnte ihn verstehen.... aber sie musste die Mission an erste Stelle setzen.

Beim FSF-Revier angekommen rüttelte sie dem Beamten dort erst mal den Kopf zurecht so dass er möglichst viele andere in die Tunnel hinunterschicken sollte, all die FSF-Beamten wenigstens, die er in der kurzen Zeit die noch blieb erreichen konnte und eine Chance hatten. Es wurde nicht mehr gefackelt und auch der Captain machte sich noch auf den Weg, während sie die Entscheidung traf zumindest noch so viele Zivilisten aus dem Komplex zu holen wie möglich – sie hatte es noch in Entfernung gesehen und eine Richtungsangabe erhalten und würde daher den Weg finden.
Jeder hatte zumindest eine Chance verdient sein Leben zu retten und sich anschließend zu entscheiden was er damit machen wollte, wie dem Widerstand beizutreten für das Wohl aller Bürger Festalans. Sie nutzte soviel Tempo wie möglich, verzichtete aber auf die Macht da sie das nur ziemliche Anstrengungen gekostet hätte zeitgleich so eine aktive Fähigkeit zu verwenden und dennoch ihre Machtaura angemessen zu dämpfen. Am Gebäude angekommen klingelte sie an so vielen Drückern Sturm wie sie konnte und informierte die Zivilisten unverhohlen mit aller härte, grob, knapp und eindringlich sich so schnell wie möglich in die Tunnel zu begeben.
Mehr konnte sie nicht tun, ehe sie sich selbst auf den Weg zurück in die Tunnel machte. Sie durfte ihr Leben auch nicht unnötig aufs Spiel setzen im Angesicht ihrer Mission und das hätte sie getan wenn sie versucht hätte die Leute persönlich dorthin zubringen, erst recht, wenn es um „alle“ ging, die es gewiss nicht schaffen konnten. Es schmerzte sie kurz, doch gleichzeitig, hatte sie jedem die Chance gegeben: es lag nun an ihnen sie zu nutzen.

In den Tunnel oder besser in der Halle angekommen, sah sie bereits die anderen Jedi. Sie ging aber nicht gleich zu ihnen sondern wieder etwas in den Tunnel, so tief wie sie wusste dass es noch sicher genug war wenn das Bombardement beginnt. Somit war sie auch noch in Sichtweite der anderen, die derzeit wirklich nicht ihrer Aufmerksamkeit bedurften. Im Grunde tat sie nichts, ehe sechs FSF-Beamte plus dem Captain zurück kamen. Sie war erleichtert: wenigstens schon mal ein paar wenige. Weniger begeistert war sie, als der Captain zwar die anderen hier lies aber sich wieder aufmachte um so viele Zivilisten wie möglich zu holen trotz ihrer eindringlichen Worte, dass er dann vermutlich sterben wurde - die Zeit war knapp. Es war aber nicht ihre Entscheidung und so ließ sie ihn ziehen als er dennoch wollte. Er hatte einen Eid geschworen und dem ging er nach, Gefahr hin oder her. Sie ertappte sich dabei am liebsten mitzugehen... aber ihre Pflicht hielt sie an Ort und Stelle fest als hätte sie jemand angekettet.

Während ihr Blick in die Tunnel gerichtet war, hoffte sie eindringlich dass dort nun endlich auf ihrem Helmsensor Lebenszeichen auftauchen würden oder sie auch direkt die nächste Person ausmachen konnte. Der Helm diente ihr ein wenig als Sinnes-Machtersatz um ihre Kräfte zu sparen. Als dann 4-5 Dutzend Zivilisten kamen, bereute sie ihre Entscheidung kein Stück die Leute informiert zu haben. Im Grunde hatte sie die Entscheidung auch nicht viel gekostet, denn wie sollte ein Widerstand entstehen wenn keine Leute mehr da waren? Dazu kam dass sie es als Pflicht als Jedi sah diese Leute so weit es ging zu retten und immerhin lautete der Auftrag auch nicht „nur“ Widerstand zu leisten, sondern auch die Zivilisten zu schützen. Der Captain hatte ihr das indirekt ins Gedächtnis zurückgerufen, den Gedanken wieder bestärkt und er hatte damit diesen geradezu giftig vordergründigen Gedanken von der Tötung der Schlange in den Hintergrund rücken lassen. Sie war ihm dankbar dafür.

Etwas was weit weniger dankbar war als das, war Ritter Dresarius Standpauke dass sie kein Flüchtlingslager wären. Sie konnte verstehen was er mit Zielscheibe meinte aber gerade am Start und wegen dieses Zeitfensters, konnten sie so noch am meisten Leuten für den Widerstand zusammenkratzen. Sie würden demnächst eben andere Orte aufsuchen müssen. „Einzelschicksale“ hörte sie von Dresarius und sie gab ihn gleich den Konter der er ihrer Ansicht nach verdiente: Wenn diese vielen Leuten denen man eine Chance gab Einzelschicksale waren.. wie verstand er dann erst Widerstand? So ähnlich war auch ihre Antwort. Dennoch war der Disput deutlich als sie sich wieder trennten. Er hatte sie ermahnt dass sie nun wüsste was er meinte und sie hatte eine Vorstellung davon. Es war nicht so als wüsste sie nicht wie man einen Widerstand zu führen hatte aber sie konnten weiterziehen und die Zivilisten hier unten noch immer sich selbst überlassen... taten sie das aber gerade jetzt dort oben an der Oberfläche, hätten die Leute keine Chance auch nur irgendetwas in ihrem Leben noch zu tun. Wie konnte er so blind für das Leben sein und wenn man es militärisch sah, sogar für die mögliche Ressourcen! Sie zügelte ihre Gedanken und aufkeimenden Gefühle und widmete sich wieder den Tunneln.

Sie konnte die Explosionen nun schon in der Entfernung hören und sie kamen mit jeder Minute näher und näher. Bald würden aus diesem Tunnel keine weiteren Leute mehr kommen können. Die Zeit verstrich nur sehr zäh und langsam, vieles schien ihr im Augenblick unwichtig, ihr Fokus lag allein darauf was bis zum Ende des Zeitlimits noch bis hier herein schaffen würden. Als die Explosionen dann aber lauter und lauter wurden und sich erneut eine Tür in Entfernung öffnete die Grund zur Hoffnung gab, schwand diese auch schon als ein Zischen zu hören war, eine laute Explosion und Schreie. War sie einen Augenblick lang noch versucht nachzusehen ob sie jemanden vielleicht noch hineinziehen und retten konnte, so war der Gedanke dahin als ein lichterloh brennender Mann um die Ecke bog. Nach ein paar weiteren Schritten ging dieser zu Boden und mit ihm ihre Hoffnung dass durch diesen Eingang weitere Zivilisten oder FSF-Beamte kommen könnten. Sie schloss die Tür in dem Augenblick als sie sein brennendes Antlitz sah und ihre Augen folgten dem Beispiel als er zu Boden ging, noch ehe die Tür geschlossen war. Möge die Macht sie alle empfangen...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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40

Sonntag, 26. April 2015, 18:28

(26.04.2015)
Widerstand auf Festelan – Teil 2

...Padawan Kori hatte einen Teil der Szene leider noch gesehen wie Yerana aus ihrer Frage entnehmen konnte. Leider musste sie bestätigen dass das was sie sah wirklich der Wahrheit entsprach. Sie tat es aber möglichst sachlich. Das Kapitel war nun vorbei, das Bombardement fand statt und alles was nun nicht in sicheren Umgebung war, war bereits gestorben oder würde sterben – das war Fakt. Ihre Gefühle die sie bei diesem unnötig ausgelöschten Leben verspürte, behielt sie für sich zurück. Das hatte jetzt keinerlei Priorität.

Eine weitere Besprechung fand statt die schon weiter fortgeschritten war, da sie die meiste Zeit von dieser an den Tunneln verbracht hatte. In so fern war sie für sie persönlich auch schnell wieder beendet. Während Padawan Aquae sich um die Leute in der ersten Halle kümmern würde - Yerana ihr per Textnachricht noch einschärft sie für den Widerstand bereit zu machen - würden Ritterin Tal'oona, Ritterin Gloriel, Padawan Moondancer und wohl auch ein paar Widerständler mit Guerillia Angriffen starten. Sie und Ritter Dresarius würden hingegen hinter Ritter Dexter und Padawan Kori her schleichen, die wiederum einen der Sith hervorlocken wollten. Ohne die Macht war sie allgemein zwar weniger tauglich aber auch noch kein Tolpatsch, zum unbemerkten Herumschleichen würde es schon reichen, erst recht mit Ritter Dresarius als Führung.

Die Zeit schlich nun mit ihrem Tempo mit. Sie hielten sich in angemessenen Abstand von ihren beiden offenen Jedi. Auch als es zu einem Kampf gegen Söldner kam offenbarten sie sich nicht, die beiden kamen damit zurecht. Sie konnte dem Gespräch das dann kam nur halb folgen aber offenbar einigte sich Ritter Dexter mit den Söldnern auf irgendetwas. Ritter Dresarius ging wenig später, als er sich zu der Guerillia Gruppe aufmachte. Anscheinend war etwas vorgefallen... Sie blieb aber um die Sicherheit der zwei weiterhin zu unterstützen. Dabei erfuhr sie auch etwas von einem Labor dass diese Söldner wohl im Auftrag der Sith suchten und dieses vielleicht sogar der einzige Grund wäre weshalb sie überhaupt nach Festelan kamen, so wurde von den anderen gemutmaßt. Einerseits fand sie das etwas Zweifelhaft, andrerseits waren Sith durchaus dafür bekannt sich zu nehmen was sie sich nehmen konnten und wenn in diesem Labor etwas besonders Nützliches für Lord Kifdas dunkle Machenschaften war... vorstellbar war es. Ritter Dexter hatte den Söldnern auch entsprechend viele Credits angeboten wenn sie bei einem Fund ihm statt den Sith Bescheid sagen würden. Sie wusste nicht ob dem Rat das so gefallen sollte was er da entschieden hatte... immerhin waren sie sich nicht mal sicher ob es wirklich so wertvoll war.

Etwas später verabschiedete sich aber auch Ritter Dexter von ihnen um nach den anderen zu sehen. Das gefiel ihr irgendwie gar nicht, sie hatte kein gutes Gefühl dabei. Jedoch endete somit auch ihre Schleichaktion und sie blieb mit Padawan Kori zurück um den neuen Auftrag durchzuführen das Labor zu suchen. Angesichts dessen dass die anderen nun schon zwei Ritter als Verstärkung für was auch immer genau bekommen würden, sah sie es auch nicht als nötig an ihren Auftrag zu missachten. Es könnte immerhin wichtig sein und dann sollten sie diese Trumpfkarte nicht verspielen... oder auch die Credits die Ritter Dexter so arglos versprach.

Der Weg durch die Tunnel schien eine Ewigkeit zu dauern. Sie unterhielt sich mit Padawan Kori dabei wie man solch geheime Labore überhaupt finden konnte und gab ihr entsprechend ein paar Tipps. Entgegen ihrer sonstigen Art, lies sie aber die Padawan vorgehen. Ohne die Macht war sie im Falle der Gefahr deutlich gefährdeter denn auch wenn ihr Gefahrensinn aktiv blieb, könnte sie vielleicht nicht schnell genug reagieren ohne sich selbst zu enttarnen. Deshalb war es den Umständen entsprechend so besser. Als Padawan Kori aber ein mal stehen blieb und meinte dass irgendetwas Ungutes spüren würde, konzentrierte sie sich doch ein mal angestrengt. Angestrengt, weil sie einfach die Tarnung ihrer Machtaura beibehielt – sie konnte im Geiste kaum genug betonen wie lästig ihr das war, wie umständlich. Sie beschwichtigte Padwan Kori schließlich, es starben in so einem Kriegsgebiet permanent Leben, sie konnte es fühlen und dabei konnte man durchaus ein ungutes Gefühl bekommen. Also nichts was mit ihrem Meister zu tun haben musste und Padawan Kori beließ es auch kommentarlos dabei.

Während ihrer Suche fanden sie ein verdächtigen zusätzlichen Starkstromkabel. Mittels der Karte begaben sie sich auf die Suche zu dessen weiteren Verlauf, ging dieses Kabel doch erst mal in die Wand. Unterwegs trafen sie auch ein paar Leute die sie zu den anderen Flüchtlingen schickten, erhielten aber auch einen Hinweis von einer Frau in Laborkittel, dem sie folgten. An dem Ort angekommen der ihnen beschrieben wurde, fanden sie ganz in der Nähe ein Terminal das sich Padawan Kori genauer ansah, während sie einen Anruf von Padawan Aquae erhielt. Was diese zu sagen hatte war alles andere als erbauend:
Die Imperialen hatten vier von ihnen gefangen genommen. Diese Information hatte Padawan Aquae von einem Späher, der eine Lautsprecherdurchsage hörte und diese an sie weitergegeben hatte. Die Imperialen hatten nicht nur vier Jedi sondern wussten sogar schon wie die in Freiheit verbliebenen hießen und es war ein erhebliches Kopfgeld ausgesetzt worden. Das war keine gute Nachricht. Hatte einer der Jedi wirklich so schnell so viel preisgegeben? So viele Stunden waren sie doch noch gar nicht an der Suche dran seit Ritter Dresarius und Ritter Dexter sich von ihnen trennen? Oder spielten ihr ihre Sinne einen Streich? War ihr ihr Zeitgefühl schon so abhanden gekommen?

Sie verwarf die Gedanken und hoffte einfach darauf dass die Imperialen einfach irgendwo ein Bild auf einer Überwachungskamera von ihnen hatten schießen können und sie entsprechend identifizieren konnten. Sie klärte mit Padawan Aquae noch ab dass sie bald wieder da wären, da jene darum ersuchte dass sie zurückkommen sollten um weiteres schnellst möglich zu planen. Als sie auflegte spürte sie wie ihre Schultern deutlich schwerer wurden. Sie hatte zwei Padawane die noch verfügbar waren und war damit erst mal die einzige Ritterin und damit die Verantwortliche für diese Mission, dessen Schwierigkeitsgrad sich durch das Verschwinden der anderen Ritter noch mal erheblich gesteigert hatte. Es ist nicht so dass sie Verantwortung scheute, nein, wirklich nicht, aber sie wusste auch dass ein Guerillia Krieg als Führung zu leiten sicher nicht zu ihren Stärken gehörte. Es gab zu viel was man opfern musste und so sehr sie Opfer auch von sich selbst verlangen mochte, so mochte sie es gar nicht diese Bürde anderen aufzuerlegen, gerade wenn diese anderen noch nicht mal Jedi waren. Dafür auch noch die Verantwortung zu tragen...ihre Gefühle mischten sich da einfach zu gerne ein. Allerdings würde ihr keine andere Wahl bleiben... doch darum konnte sie sich später kümmern.

Ein paar Augenblicke lang hatte sie Vorbehalte Padawan Kori die Wahrheit über den Verbleib ihres Meisters zu sagen, entschied sich dann aber dafür: Sie war Padawan und musste mit solcherlei klar kommen. Ihre Entscheidung bereute sie nicht, Padawan Kori blieb soweit recht ruhig und half ihr weiter dieses versteckte geheime Labor zu suchen. Dabei fand die Padawan eine Beschriftung die keinen Sinn zu ergeben schien, während sie selbst eine Lüftung fand die eindeutig nicht dahin gehörte: Die Lüftung stammte von einer Firma die bekannt dafür war dass sie welche für Laborbereich herstellte und hier unten war allgemein nichts weiter als viele Maschinen die absolut gar nichts mit Laboren zu tun hatten.

Zusammen tüftelten sie etwas an diesem Rätsel herum und gingen schließlich zurück zu dem Terminal dass einen Passwortschutz hatte. Die scheinbar sinnlose Beschriftung die Padawan Kori gefunden hatte gab schließlich den Weg frei wobei diese sich gewundert hatte dass das tatsächlich so einfach war. Yerana schmunzelte im Geiste darüber: manchmal war der einfache Weg eben auch der richtige. Tatsächlich fanden sie in die Halle zurückgehend nun auch einen geheimen Zugang und hinter diesem auch ein Labor. Es war leer und wirkte ein wenig verwüstet. Es gab allerdings keine Kampfspuren wie von Blastern oder Lichtschwertern, auch wurden die Geräte nicht beschädigt. Das war in der Tat eigenartig.
Sie spekulierten zusammen etwas darüber woran das liegen könnte. Eventuell hatten die Söldner oder die Imperialen das Labor vor ihnen gefunden, ersteres war wahrscheinlicher und da jene Söldner nur die COM-Frequenz von Ritter Dexter hatten... Doch es gab noch andere Möglichkeiten wie „ein Kollege zerrte die Frau Doktor in die Tunnel zu den anderen in scheinbare Sicherheit.“ Darüber zu theoretisieren brachte aber nichts, also sammelte sie ein paar Datapads ein, lud die Daten der Computer mit Padawan Kori herunter und zerstörte anschließend alle Terminals bis auf eines: Da löschte sie die Daten nur eingehend. Eventuell könnten sie später ein mal ein funktionierendes Terminal in relativer Sicherheit gebrauchen.

Den Rückweg legte sie möglichst zügig mit Padawan Kori zurück aber unterhielt sich dabei auch noch mit dieser. Es war nicht verwunderlich dass die junge Padawan an Rettung der Gefangenen dachte und im Grunde schmerzte sie es etwas jeden ihrer Vorschläge zurückweisen zu müssen weil sie einfach nicht durchführbar waren. Padawan Kori war da eindeutig noch unerfahren und zog unrealistische Szenarien in Betracht. Es wäre wahrlich erleichternd wenn sie durchführbar währen. Doch die harte Realität sah anders aus. Sie unterhielt sich noch mit Padawan Kori über das weitere Vorgehen und sie hatte es auch noch mit Padawan Aquae vor sobald sie in der ersten Halle waren. Das geschah auch wenig später und während Padawan Kori sich zurückzog um sich auf ihre Order noch etwas auszuruhen, beriet sie mit Padawan Aquae die Lage...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

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