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Kinman

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Sonntag, 1. Juli 2012, 15:49

Holotagebuch Shinzu Saito

OOC: Ich freue mich über Anmerkungen aller Arten und werde versuchen das Tagebuch in regelmäßigen Abständen zu erweitern. Shinzu wird wenigen Personen Zugriff auf einzelne Aufzeichnungen geben. Diese Charaktere können ingame dann natürlich Bezug darauf nehmen. Zur einfachen Orientierung sieht die Datumsangabe wir folgt aus: "Jahr.Monat.Tag". Allerdings ist das ganze natürlich ein wenig entkoppelt, es sollte in Zukunft einfach leichter dabei helfen, zu erkennen an welchem (realen) Tag was geschehen ist. Dann.. Film ab!


5.3.23 NVC
Eine Holoprojektion erscheint. Zu sehen ist ein Mädchen, ca. 6 Jahre alt, in einem Nachthemd gekleidet. Im Hintergrund ist noch ein Bett zu erkennen und der eine oder andere Gegenstand, der den Ort als Jünglingsquartier zu erkennen gibt. Auffällig an dem Mädchen sind die roten Haare und eine gewisse Unruhe. Sie hat sich zur Seite gewandt, ihr Kopf ist leicht nach oben gerichtet, als würde sie mit jemanden sprechen, der außerhalb des Bildes steht und mindestens einen Kopf größer ist.

„...niert schon?“

Das Mädchen sieht dann zum Aufzeichnungsgerät, erneut ist ihre zappelige Art zu erkennen. Ihr Gesichtausdruck ist jedoch freundlich und gutherzig. Sie nickt nochmals zur Seite, bevor sie sich vollends der Aufnahme widmet.

„Äh… Hallo Tagebuch! Ich nenn dich einfach mal Tagebuch, aber eigentlich bist du eine Holoaufzeichnung und eigentlich werde ich sicherlich nicht täglich dazukommen etwas zu sagen. Aber ich will immer wieder etwas von meiner Ausbildung erzählen, um mich später daran erinnern zu können, wenn ich hoffentlich mal eine Meisterin bin. Vielleicht zeig’ ich manche Einträge auch Freunden. Eigentlich kann das dann nur Cress sein. Ich mag die anderen Jünglinge aus dem Katarn-Clan auch, aber Cress ist mein Freund. Mein bester Freund! Ich glaube er ist ein Jahr jünger als ich, aber das macht nichts. Wenn ich mit ihm zusammen bin ist es lustig. Ach und er ist kein Mensch, sondern ein Zabrak. Das heißt, er wird irgendwann mal so Hörner bekommen.
Heute war ein Tag, wie viele andere auch. Wir machen das übliche: Meditieren, lernen, Sport, essen und wieder meditieren und meditieren… Aber ich habe endlich Zeit gefunden, dass mir einer von den Padawanen - ich werde ihn hier nicht verraten - einen Holorecorder organisiert. Eigentlich müsste ich schon schlafen aber…“

Das Mädchen zuckt mit den Schultern.

„…ich will noch den ersten Eintrag in mein neues Holotagebuch machen. Ach, ich hab mich ja noch nicht mal vorgestellt. Ich bin Shinzu! Shinzu Saito, um genau zu sein und jetzt seit… ungefähr einem Jahr im Katarn-Clan. Das heißt, ich werde Jedi! Meister Benan ist für uns zuständig und er ist ein netter, aber auch strenger Meister. Wir müssen uns ordentlich benehmen, sonst müssen wir als Strafe noch mehr meditieren. Aber seit ich beim Katarn-Clan dabei bin, habe ich schon so viel gelernt! Ich kann gar nicht alles aufzä…“

Plötzlich sieht man, wie das Mädchen erschrocken zur Seite sieht. Sie läuft kurz aus dem Bild und es wird dunkel, dann kommt sie wieder zurück. Nach und nach klärt sich die Sicht, als der Holorecorder sich auf die dunkle Umgebung einstellt. Sie geht ganz nahe heran und fässt dann mit der Hand über das Bild, vermutlich zum Recorder. Man hört sie nur noch flüsternd sprechend.

„Ich muss jetzt Schluss machen. Ich glaube Meister Benan geht gerade durch die Quartier. Tschüss Tagebuch, bis zum nächsten Mal.“

Die Aufzeichnung wackelt kurz, bleibt jedoch an. Es ist zu erkennen, wie das Mädchen schnell, aber lautlos zum Bett geht, sich hinlegt und zudeckt. Die Projektion läuft noch eine Weile weiter und erst nach über eine halben Stunde, in der man erkennen kann, wie sie sich manchmal im Bett hin und her dreht, schaltet sich der Recorder ab.

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Kinman

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Dienstag, 3. Juli 2012, 08:16

5.3.24 NVC
Die sechsjährige Shinzu ist wieder in ihrem Nachthemd zu sehen, sie wirkt, als hätte sie es sehr eilig.

„Guten Morgen Tagebuch! Ich hab gestern wohl den Recorder wohl nicht richtig abgeschaltet, aber das ist mir erst jetzt aufgefallen. Gut, dass der Recorder sich selbst abstellt, ich hab aber noch nicht gesehen, wie lang man mich schlafen sieht. Ich muss jetzt auch gleich weiter zum Frühstück. Cress wartet bestimmt schon.“

Das Aufzeichnungsgerät wird ordnungsgemäß deaktiviert.



5.5.12 NVC
Shinzu Saito betritt durchgeschwitzt und ausgelaugt das Bild. Sie lässt sich auf das Bett hinter ihr plumpsen und zieht die Füße an sich. Dann lässt sie ihren Oberkörper einfach nach hinten fallen.

„Hallo! Das waren vielleicht verrückte Tage! Ich glaube Meister Benan wollte sehen, wie belastbar wir sind. Wir haben unsere Quartiere nicht aufsuchen dürfen, sondern im Tempel am Boden schlafen müssen. Außerdem liefen wir viel und mussten gleichzeitig Fragen beantworten. In der Nacht wurden wir öfters mal geweckt, mussten den Kodex aufsagen oder andere kleine Aufgabe erledigen. Ich bin jetzt so müde, wie noch nie zuvor in meinem Leben.
Ich glaube jedoch, dass Meister Benan mit uns zufrieden ist. Fast niemand hat gejammert und wir haben alle durchgebissen. Dafür haben wir den restlichen Tag frei! Ich werde mich duschen gehen und dann schlafen! Am Abend schau ich dann noch bei Juju vorbei. Mach’s gut Tagebuch!“

Es dauert einen Moment, doch dann rafft Shinzu sich auf, geht zum Recorder und schaltet ihn mit einem leisen Seufzer ab.



5.5.13 NVC
Im Bild erscheint das gewohnte Hintergrundbild. Das Jünglingsquartier, allerdings ist hauptsächlich das Bett zu sehen. Von Shinzu fehlt jegliche Spur, doch dann hört man eine Stimme. Sie wirkt angestrengt und wird immer wieder von Pausen unterbrochen.

„Hallo Tagebuch! Heute siehst du mich nicht, weil ich nebenbei trainiere und ich nicht will, dass du mich dabei siehst. Die Übung hat mir eine Padawan gezeigt, den ich gestern in der Cantina bei Juju getroffen habe. Leider kann ich mich an ihren Namen nicht erinnern. Ich habe von Juju Schokokuchen bekommen, den besten Schokokuchen in der ganzen Galaxis, wusste gar nicht, dass Juju backt. Also während ich den Kuchen da gegessen habe, meinte die Padawan zu mir, dass sie eine Übung kennt, damit ich nicht dick werde, wenn ich Schokokuchen esse.
Sie sagt, ich soll mich auf den Boden setzen, die Füße leicht anwinkeln und die Hände vor der Brust über Kreuz nehmen. Dann langsam mit dem Oberkörper zurück, aber ja nicht den Boden berühren. Dann wieder auf, aber so, dass man immer schön gespannt bleibt. Allerdings zieht das schon ganz schön. Aber ich mach weiter. Will ja nicht dick werden und trotzdem Schokokuchen essen.“

Ihre Stimme wird immer gepresster, aber auch lauter. Dazu hört man sie mittlerweile deutlich atmen.

„Die Padawan hat mir nicht gesagt, wie lang ich die Übung machen muss. Aber ich denke, langsam wird es genug. Ach und ich hab eine Fernbedienung für das Aufzeichnungsgerät bekommen. Das ist super! Ich werde dann noch ein wenig weiterüben. Bis zum nächsten Mal!“

Das Bild flackert kurz und schaltet sich ab.



5.5.13 NVC
Shinzu sitzt auf ihrem Bett und ihr Gesicht sieht aus, als wäre sie die letzten Stunden gefoltert worden. Neben ihr liegt ein kleines Gerät, bei dem es sich wahrscheinlich um die Fernbedienung des Recorders handelt.

„Hey Tagebuch! Ich habe den schlimmsten Muskelkater meines Lebens! Mein Bauch tut so weh – also nicht der Bauch, sondern die Muskeln drum herum. Und auch der Rücken! Meister Benan hat mich sogar auf die Med-Station geschickt, aber die haben festgestellt, dass es nur Muskelkater ist und nachdem ich ihnen erzählt habe, dass ich gestern eine Stunde lang die Übung gemacht habe, haben sie mich ausgelacht. Aber ich will doch nicht dick werden! Das hab ich versucht zu erklären, aber ich weiß nicht…“

Sie zuckt mit den Schultern, verzieht dabei jedoch sofort das Gesicht.

„…ich glaube, die fanden das alle nur komisch. Sie haben mir eine Tablette gegeben und gesagt, ich soll mich ausruhen, dann wird das schon wieder besser sein. Ich hoffe, sie haben Recht. Meister Benan war recht nachsichtig, hat mir aber auch erklärt, dass zu viel von etwas Gutem auch schlecht sein kann. Ich weiß heute genau, wie er das meint. Heute Abend haben wir noch einen Vortrag über die Tierwelt auf Alderaan. Ich bin schon auf die Bilder gespannt. Vielleicht sehen wir sogar ein Holovid! Bis dahin werde ich mich aber noch ein wenig ausruhen. Tschüss!“

Langsam greift Shinzu nach der Fernbedienung und das Aufzeichnungsgerät wird abgeschaltet.



5.5.22 NVC
Im Bild taucht Shinzus Gesicht auf. Sie ist ganz nahe am Aufzeichnungsgerät, sodass man sonst fast nichts sieht.

„Hallo Tagebuch! Ich habe leider schlechte Nachrichten. Mir geht es zwar wieder gut und vom Muskelkater spüre ich der Macht sei Dank nichts mehr, aber ich muss das Aufzeichnungsgerät zurückgeben. Padawan.. ähm, achso, ich werde den Namen ja nicht verraten. Nun er benötigt es wieder, da er auf eine lange Mission geht. Ich weiß nicht, wann ich dich wieder sehe. Mach’s gut, du wirst mir fehlen.“

Die Aufzeichnung flackert kurz und verschwindet.

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Mittwoch, 4. Juli 2012, 10:52

7.8.17 NVC
Die mittlerweile achtjährige Shinzu Saito taucht im Bild auf. Der Hintergrund ist der gleiche geblieben, doch das Mädchen würde größer und man sieht ihr auch die Veränderung über die letzten Jahre hinweg an.

„Hallo Tagebuch! Erinnerst du dich überhaupt noch an mich? Leider hatte ich lange Zeit kein Aufzeichnungsgerät und dann hab ich auch lange nicht daran gedacht. Aber für die nächsten Tage steht mir dieses zur Verfügung.“

Das Mädchen setzt sich auf das Bett, bevor es weiterspricht.

„Seit meinem letzten Eintrag sind ja schon über zwei Jahre vergangen. In dieser Zeit ist so viel passiert, dass ich wahrscheinlich stundenlang, ja sogar tagelang erzählen könnte. Aber im Moment fällt mir gerade nicht ein, was ich erzählen soll. Kennst du das? Nun, Cress ist noch immer mein bester Freund, da hat sich nichts geändert!
Letzte Woche waren wir vom Katarn-Clan bei den Twi’lek im Dorf. Wir haben uns angesehen, wie sie dort leben und so. Die meisten waren ganz nett zu uns. Sie haben uns gezeigt, wie sie ihre Nahrung anbauen und wie sie wohnen. Aber ein paar waren ganz mürrisch, glaube ich. Kann es sein, dass manche die Jedi nicht mögen?
Aber es war wirklich schön mal dort zu sein und auch ein wenig mehr von dem Ort zu sehen, wo wir leben. Ich bin gespannt, ob wir solche Ausflüge nun öfters machen. Die Ruinen sollte ja auch ganz toll sein, aber ich glaube, die werden wir so schnell nicht besuchen.

Ach Juju macht jetzt öfters den Schokokuchen. Der schmeckt anderen wohl auch so gut wie mir. Und ich habe immer fleißig trainiert, also bin ich nicht dick geworden!“

Shinzu springt aus dem Bett auf und stellt sich so ins Bild, dass ihr Profil zu erkennen ist.

„Siehst du! Dünn wie immer schon. Ich mache jetzt täglich ein paar zusätzliche Übungen, ich denke, das tut mir gut. Wir haben auch sehr viel Neues gelernt und ich kann mittlerweile Gegenstände gezielt schweben lassen. Ich würde es dir gerne zeigen, aber ich darf das nur unter Aufsicht machen. Ich werde mal Meister Benan fragen, ob ich das Aufzeichnungsgerät zu einer Übungsstunde mitbringen darf.

Dann muss ich nun leider auch schon Schluss machen. Bis bald!“

Die Aufzeichnung flackert kurz und verschwindet.



7.8.25 NVC

Shinzu erscheint sichtlich geknickt am Bett sitzend.

„Hallo Tagebuch! Heute habe ich etwas vermasselt. Ich habe beim letzten Mal erzählt, dass wir gelernt haben, Dinge schweben zu lassen. Heute hat Meister Benan mir eine Aufgabe gestellt. Ich sollte doch einen der großen Felsen draußen aufheben. Nicht nur, dass der Fels riesig ist, er steckt auch halb in der Erde! Ich habe es wirklich versucht, doch der Fels bewegte sich keinen Millimeter, so sehr ich mich auch anstrengte. Ich wusste nicht, was Meister Benan bezwecken wollte. Nach einigen Versuchen habe ich ihm gesagt, dass ich es nicht kann.
Daraufhin hat er mit mir die Prüfung abgebrochen. Beim Hineingehen sagte er mir, dass niemand den Fels angehoben hat. Ich dachte schon, dass ich dann vielleicht doch alles richtig gemacht habe, aber im gleichen Augenblick erklärte er auch, dass ich nicht aufgeben hätte dürfen! Das Ziel der Aufgabe war es, meinen Willen zu testen, wie lange ich bereit war, mich für das Ziel einzusetzen. Da habe ich wohl gänzlich versagt, da ich nicht mal eine Viertelstunde probiert habe.

Aber das werde ich mir merken: Egal, was passiert, niemals aufgeben! Niemals!

Ich muss nun noch meditieren. Gute Nacht.“

Das Aufzeichnungsgerät wird abgeschaltet und das Bild verschwindet.

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Montag, 9. Juli 2012, 08:37

7.9.14 NVC

Das gewohnte Bild des Betts im Hintergrund erscheint, jedoch ist außer dem Raum nichts zu sehen. Plötzlich meldet sich eine leise Stimme von der Seite.

„Psst, Hallo Tagebuch! Wir haben gelernt, uns lautlos zu bewegen.“

Einige Sekunden passiert nichts, dann ist die leise Stimme von der anderen Seite zu hören.

„Das macht Spaß! Ich kann mich anderen anschleichen, ohne dass sie es merken. Oder zumindest lange nicht merken, außer sie sind in der Macht sehr aufmerksam. Es ist eigentlich ganz einfach. Ich muss immer daran denken, dass ich versteckt bin und eigentlich gar nicht hier. Meistern Benan hat uns aber gesagt, dass das auch nur der Anfang ist und es noch schwierigere, aber auch wesentlich bessere Techniken dazu gibt. Ich glaube er hat auch einen Namen dazu genannt. Irgendwie Mit Quey…“

Die Stimme verstummt kurz und das Mädchen tritt in das Bild. Sie geht zum Bett und hebt ein Datapad auf. Sie tippt darauf rum, bevor sie zum Aufzeichnungsgerät sieht.

„Genau, da steht es: Quey’tek heißt die Technik. Wir werden das auch noch lernen, aber erst, wenn wir älter sind. Ich bi schon gespannt darauf. Es ist schon gewaltig, was uns die Macht alles ermöglicht und ich verstehe auch, warum wir diese niemals missbrauchen dürfen. Ob es auch eine Möglichkeit gibt, für Aufzeichnungsgeräte unsichtbar zu werden? Ich werde Meister Benan mal fragen. Ich muss dann noch etwas lernen. Bis bald Tagebuch.“

Mit einem kurzen Flackern wird die Aufzeichnung beendet. Doch gleich darauf wieder aktiviert. Shinzu hat mittlerweile wieder ihr Nachthemd an.

„Hallo, ich habe noch einen kurzen Nachtrag. Ich habe Meister Benan darauf angesprochen, aber er meinte nur, dass wir zu gegebener Zeit mehr darüber erfahren werden. Manchmal verstehe ich den Meister wirklich nicht. Wir sollen doch alles lernen und je mehr wir wissen, umso besser…“

Sie seufzt kurz.

„…aber dann bekommen wir manchmal solche Antworten auf unsere Fragen. Was soll denn schon passieren? Ich meine, ich will ja nicht wissen, wie…“

Plötzlich ertönt von der Seite eine tiefere, strenge Stimme.

„Jüngling Saito! Was machst du hier?“
„Meister Benan! Ich… ähm… das ist mein Tagebuch, ich will…“
„Du solltest dich ausruhen und keine Tagebuchaufzeichnung machen. Tagebücher dienen dazu, dass man sich an der Vergangenheit festhält und nicht für die Gegenwart lebt und die Augen für die Zukunft offen hält.“
„Aber Meister, ich will kann so das Erlebte auch besser verarbeiten und ich verstehe, dass ich das nicht nachts machen sollte, doch manchmal bleibt so wenig Zeit!“
„Das kannst du auch mit Meditation erreichen. Besser sogar. Ich werde das Aufzeichnungsgerät mitnehmen. Woher hast du das überhaupt?“

Shinzus Gesichtsausdruck zeigt eine Mischung aus Respekt, Furcht aber auch Trotz und Enttäuschung.

„Meister! Ich…“
„Nein Jüngling Saito, mein Entschluss steht. Woher hast du da Gerät, damit ich es zurückbringen kann.“

Sie senkt ihren Kopf als Zeichen der Resignation.

„Von einem Padawan, Meister. Ich bringe es selbst zurück, wenn Ihr erlaubt.“
„In Ordnung, bringt das Gerät morgen zurück. Möge die Macht mit Euch sein, Jüngling. Gute Nacht.“
„Gute Nacht Meister, möge die auch mit Euch sein.“

Einige Moment bleibt Shinzu ruhig stehen. Sie wartet, bis sich Meister Benan entfernt.

„Uhm… das ist jetzt alles aufgezeichnet… So wie es aussieht, muss ich wohl damit aufhören. Aber ich werde mit Meister Benan nochmals darüber reden, denn wie kann es schaden, wenn ich ein Tagebuch führe? Wir sehen uns wieder. Ganz bestimmt!“

Mit betrübten Blick geht Shinzu auf den Holorecorder zu und schaltet ihn ab.

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Montag, 9. Juli 2012, 09:55

10.12.7 NVC

Das gewohnte Bild des Betts im Hintergrund erscheint. Davor steht Shinzu Saito. Über die vergangenen Jahre ordentlich gewachsen. Sie ist noch immer sehr schlank, aber man sieht ihr an, dass sie auch körperlich recht fit ist. Ihre roten, recht langen Haare trägt sie mit einem Band zusammengebunden. Durch das somit freie Gesicht fallen ihre blauen Augen besonders auf. Ihr Blick hat etwas Schelmisches.

„Hallo Tagebuch. Na erkennst du mich überhaupt wieder? Ich habe mir soeben den letzten Eintrag nochmals angesehen. Da war ich ja noch total jung und klein. Vor einigen Tagen habe ich Meister Benan davon überzeugen können, dass es nicht schadet, wenn ich ein Tagebuch führe. Eigentlich hat er sich selbst in diese Lage gebracht.“

Das Mädchen lacht kurz und wirkt umso fröhlicher.

„Er hat uns mehr von den Holocrons und Aufzeichnungen anderer Jedi erzählt. Dass wir davon lernen sollen und wie wichtig sie für den Orden sind. Daraufhin habe ich ihn darauf angesprochen, dass es doch nicht falsch sein kann, ein Tagebuch zu führen. Er entgegnete, dass es sich dabei und gehaltvolle Aufzeichnungen handelt, allerdings habe ich in den Archiven auch… ehm… weniger gehaltvolle Einträge gefunden und sie ihm gezeigt. Da konnte er mir nicht mehr aus. Ich musste ihn nur versprechen, dass ich nicht meine Ruhezeiten dafür verschwende, die Aufzeichnungen zu machen.“

Ihr Blick wird wieder etwas ernster.

„Und daran werde ich mich auch halten – denke ich. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich wieder an ein Aufzeichnungsgerät kam, schlussendlich habe ich aber einfach den Quartiermeister gefragt und ihm erklärt, wofür ich es benötige. Er hat kurz mit Meister Benan Rücksprache gehalten und so bin ich tatsächlich zu meinem Geräte gekommen. Ist natürlich auch nur eine Leihgabe des Ordens, aber jetzt auch richtig offiziell.

In den letzten Jahren ist wieder so viel passiert. Cress scheint sich nun sehr für den Kampf zu interessieren und er ist auch richtig stark geworden. Ich weiß nicht, ob das bei seiner Spezies so üblich ist oder ob er einfach nur noch viel mehr trainiert, als er mir sagen will. Ich habe aber auch gelernt, mich mit dem Übungsschwert gegen Blasterblitze zu wehren. Aber diese kleinen, fliegenden Trainingsdroiden können auf höherer Stufe ganz schöne Biester sein. Und es juckt ziemlich, wenn man erwischt wird. Aber das ist eine gute Motivation, sich nicht erwischen zu lassen. Mit den Duell-Droiden komme ich jedoch nicht so gut zurecht. Wir stehen da zwar erst am Anfang, aber ich hab einige blaue Flecken davongetragen. Gut, dass ein Meister aufpasste, sonst wäre ich wahrscheinlich vollkommen grün und blau und müsste jetzt auf der Med-Station sein und nicht hier.

Hoffentlich kann ich mich da noch verbessern. Aber wenn ich Meister Benan richtig verstanden habe, wollte er mir bereits schonend beibringen, dass ich da wohl weniger Talent dafür habe.“

Shinzu zuckt mit den Schultern, wirkt aber weiterhin gut gelaunt.

„Aber ich finde das gar nicht so schlimm. Natürlich werde ich mich bemühen und natürlich muss ich ein Mindestniveau schaffen. Doch ich will irgendwann mit Cress Seite an Seite an Missionen und Aufträgen arbeiten und wir ergänzen uns einfach super. Er ist der bessere Kämpfer und ich tu mir leichter im Machteinsatz, glaub ich. Hoffentlich dürfen wir in ferner Zukunft dann auch wirklich gemeinsam losziehen. Ich mag den Kleinen. So, um meine Ruhezeiten einzuhalten, muss ich jetzt Schluss machen. Bis bald, Tagebuch.

Mittels der Fernbedienung deaktiviert Shinzu den Recorder.

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Dienstag, 10. Juli 2012, 08:57

11.01.9 NVC

Als das Holobild auftaucht, ist dieses Mal nicht Shinzus Quartier zu erkennen, sondern ein Platz am Fluss, der südlich vom Tempel fließt. Der Bach läuft von rechts nach links durch das Bild und Shinzu selbst sitzt am gegenüberliegenden Ufer, die Füße im kalten Wasser.

„Hallo Tagebuch! Nachdem ich jetzt ja alles offiziell machen darf, dachte ich mir, dass ich mal einen Eintrag draußen mache. Wir sind hier bei dem Bachlauf direkt neben dem Tempel. Hier ist es ein klein wenig abgeschieden, aber trotzdem so nahe, dass man die anderen beim Üben beobachten kann. Es gefällt mir hier. Wenn man lange ruhig sitzt, kommt auch mal ein Schmetterling vorbei. Manchmal setzen die sich sogar auf mich!

Gestern wurde der erste aus unserem Clan zu einem Padawan! Padawan Rance Bahr. Klingt irgendwie eigenartig, aber er hat gemeint, wir sollten ihn weiter einfach nur Rance nennen, wie bisher auch. Wir haben uns alle total für ihn gefreut, aber er fehlt uns jetzt schon ein wenig. War irgendwie komisch, die Übungen zu machen, ohne das Rance dabei ist. Aber das wird jetzt wohl öfters passieren. Ich bin schon gespannt, ob und wann ich einen Meister finden werde. Irgendwie glaube ich jedoch, dass das noch dauern wird. Viele aus dem Katarn-Clan sind besser als ich. Aber ich werde geduldig sein!

Außerdem, was soll Cress denn machen, wenn ich Padawan werde und er noch nicht? Ich hoffe sehr, dass er gleichzeitig mit mir oder vor mir Padawan wird, dann ist es bestimmt etwas leichter für ihn. Ob ich ihn mal darauf ansprechen sollte? Aber dann denkt er vielleicht, dass ich schon einen Meister in Aussicht habe, was ja nicht stimmt! Solche Entscheidungen treffen ist immer schwer, finde ich. Beides kann richtig aber auch falsch sein. Das ist viel schwieriger als Übungen zu machen. Denn Übungen macht man entweder richtig oder nicht und wenn man sie falsch macht, dann lernt man weiter und wiederholt sie. Wenn ich zu jemanden etwas Falsches sage, kann ich das nicht einfach so ausbessern, darum muss ich gut überlegen, wie ich das mache.

Ich frag mich, wie das später wird, wenn man durch die Galaxie reist. Viele Ritter und Meister haben uns davon erzählt und wenn ich es richtig verstanden habe, muss man immer wieder Entscheidungen treffen. Man soll dabei auf die Macht vertrauen. Das ist sicherlich richtig und logisch, aber wie mache ich es, wenn mir die Macht keinen Hinweis gibt? Sind dann die Möglichkeiten alle gleich gut oder schlecht oder mache ich dann etwas falsch? Ich glaube, ich werde Meister Benan befragen, was er dazu meint.

Nun, ich werde dann wieder reingehen. Zuerst hole ich mir von Juju noch ein Stück Schokokuchen und dann mach ich noch ein paar Sit-Ups. Später am Abend will Meister Benan uns im Archiv sehen und da muss ich pünktlich sein. Bis bald!“

Shinzu greift zu der Fernbedienung, die neben ihr im Gras liegt und deaktiviert das Aufzeichnungsgerät.

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Dienstag, 10. Juli 2012, 14:56

11.3.15 NVC

Das Bild von Shinzu taucht auf. Sie sitzt auf ihrem Bett, ein wenig verschwitzt, ein Übungsschwert hat sie über den Schoß gelegt. Ihr Gesichtsausdruck zeigt eine gewisse Bitterkeit.

„Hallo! Ich glaube, ich habe Meister Benan enttäuscht und jetzt geht es mir nicht gut. Ich weiß nicht wirklich, was ich nun machen soll. Aber ich fang mal von vorne zu erzählen an, vielleicht bringt mir das etwas. Also wir haben wieder gegen den Duell-Droiden trainiert, aber für mich lief es nicht gut. Ich war irgendwie nicht so bei der Sache. Der Droide hat mich ein paar Mal getroffen. Als ich kurz pausierte und Meister Benan sich um den nächsten kümmerte, sprach mich Gerosh an und hänselte mich. Er meinte, ob ich zu viel an meinen Freund denke und darum nicht bei der Sache bin. Ich fragte ihn, wen er damit meinte und er sagte Cress. Was glaubt Gerosh eigentlich? Ja, ich verbring manchmal Zeit mit Cress und ich mag ihn, aber er ist nicht mein Freund! Also er ist schon ein Freund von mir aber nicht der Freund. Doch er hörte nicht auf, immer nur wenn Meister Benan ihn hören hätte können.

Ich… ich wurde richtig sauer. Zuerst wollte ich einfach nicht hinhören, aber das klappte nicht. Und dann… ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Ich wollte nur, dass Gerosh aufhört und habe dann mit dem Übungsschwert zugeschlagen. Meister Benan merkte das jedoch und griff mit der Macht ein, sodass ich Gerosh nicht getroffen habe – zum Glück! Ich bin dann einfach weggelaufen, so schnell ich konnte. Erschrocken über das, was ich tun wollte… getan habe. Ich bin hierher in mein Quartier und jetzt weiß ich nicht, was ich tun sollte. Ich weiß, dass das falsch war und dass ich so etwas nicht machen darf, aber ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht anders und das erschreckt mich am meisten. Was wird denn aus mir? Kann ich deswegen aus dem Orden geworfen werden, weil Meister Benan denkt, dass ich mich nicht beherrschen kann? Aber ich kenne ja nichts anderes, was sollte ich dann tun?“

Shinzu seufzt und man sieht ihr, wie nahe ihr das geht.

„Ich glaube, ich muss mich als erstes bei Gerosh entschuldigen. Auch wenn er mich gehänselt hat, war die Reaktion von mir übertrieben. Und dann auch bei Meister Benan. Sollte ich mich bei ihm nur entschuldigen oder sollte ich ihm auch erklären, warum ich sauer wurde? Würde ihn das überhaupt interessieren, denn eigentlich darf es nichts geben, dass mich zu solchen Gefühlsausbrüchen bewegt. Ich… ich geh mal das Übungsschwert zurückbringen und werde dann mit beiden sprechen. Vielleicht zugleich, wenn es möglich ist. Oh… das wird jetzt nicht leicht. Bis dann, Tagebuch und möge die Macht mit uns sein.“

Das Mädchen steht auf und deaktiviert den Holorecorder.

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Mittwoch, 11. Juli 2012, 09:07

11.3.16 NVC

Das gewohnte Bild von Shinzu taucht auf. Sie sitzt wieder am Bett und wirkt wieder um einiges lockerer als bei der Aufzeichnung zuvor.

„Hallo! Ich habe mich gestern zuerst bei Gerosh entschuldigt, da er mir gleich über den Weg gelaufen ist. Er hat es mir gar nicht mal so übel genommen und meinte, dass ja nichts passiert sei und er sich auch nicht richtig verhalten hatte. Ich bin froh, dass er das so sieht und auch bemerkt hat, dass er ebenfalls einen, wenn auch viel kleineren, Fehler gemacht hat. Naja, da er mir verziehen hat, habe ich ihm auch gesagt, dass ich das schon vergessen habe und wir werden nicht mehr darüber sprechen.

Dann bin ich zurück zum Trainingsraum. Meister Benan hat mich zuerst streng angesehen, das war richtig unangenehm und er hat mich dann zur Seite genommen. Ich habe mich bei ihm ebenfalls entschuldigt und wir haben noch etwas ausführlicher darüber gesprochen. Mir darf so ein Ausrutscher einfach nicht passieren. Er hat mir erklärt, wohin das führen kann und das will ich nicht! Auf die Frage, warum ich das getan hätte, habe ich einfach nur mit den Schultern gezuckt. Das mit Gerosh war ja geklärt und ich wollte ihn dann nicht noch zusätzlich anschwärzen.
Daraufhin lachte Meister Benan. Er sagte mir, dass er genau wusste, warum ich so reagiert habe, er hatte Gerosh nämlich gehört. Wir sprachen dann noch eine Weile über mich, mein Verhalten und warum ich so regierte. Meister Benan kennt uns alle wohl wesentlich besser, als mir bewusst war. Jede seiner Aussagen traf wohl auf den Punkt.

Als ich ihm von meiner Sorge berichtete, dass ich wegen solcher Aktionen aus dem Orden geworfen werde, hat er mir versichert, dass das nicht der Fall ist und das ich als Jüngling ja noch lernen muss und nicht alles können kann. Ich bin froh, dass es so ablief und dass ich gestern noch den Mut fasste, mit ihm zu sprechen. Ich werde die Zeit, die ich jetzt habe, dazu nutzen, noch mehr über unser Gespräch nachzudenken. Bis bald!“

Die Aufzeichnung flackert kurz und verschwindet.



12.01.16 NVC

Das Bild von Shinzu taucht auf. Sie geht unruhig vor dem Bett hin und her. Ihre langen Haare trägt sie offen, sie wirkt ein klein wenig zerzaust.

„Hallo! Ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet, das liegt daran, dass es mir nicht so gut geht. Drei weitere aus unserem Clan haben einen Meister gefunden und sind nun teilweise schon auf Mission. Das heißt, sie lernen neue Orte kennen! Ich will hier auch weg! Es ist tagein, tagaus immer das gleiche hier. Meditieren, Trainieren, Lernen, Meditieren, Essen, Meditieren, Schlafen und am nächsten Tag wieder das gleiche. Ich will mal wo anders sein, andere Orte sehen! Wir kommen ja kaum vom Tempel weg und wenn, dann sieht es da auch nicht viel anders aus. Ich mag nicht mehr!“

Sie seufzt, setzt sich auf das Bett und schlägt die Hände vor das Gesicht.

„Wie lang geht es so weiter? Ich weiß, wir müssen geduldig sein, aber ich bekomme das Gefühl, dass ich langsam wahnsinnig werde. Ich muss irgendetwas dagegen machen, aber ich weiß nicht was. Mit Meister Benan habe ich schon gesprochen, aber er ist in dieser Hinsicht wohl stur. Er appelliert an uns, dass wir lernen müssen und keine Zeit für irgendwelche Ausflüge haben.“

Plötzlich hört man ein leises Klopfen und eine gedämmte Stimme, die Shinzu ruft. Sie steht auf und geht aus dem Bild. Man hört, wie sich die Türe öffnet und dann ein wenig wie sie und der Besucher leise miteinander sprechen, wobei die Worte nicht verstanden werden können. Nach wenigen Minuten taucht sie wieder im Bild auf und hält ein Datapad in der Hand.

„Buh, eine gute Nachricht. Ich habe ein paar Holovids bekommen. Nichts Besonderes, nur ein paar Filme, wie die Leute wo anderes leben. Wie Kinder zur Schule gehen und so. Ich glaube, ich werde sie mir gleich mal ansehen, zumindest mal einen kleinen Teil. Vielleicht erkenne ich dann ja, dass es bei uns viel besser ist und mir fällt es wieder leichter, hier zu sein. Also bis zum nächsten Mal!“

Mit dem Datapad in der Hand geht Shinzu zum Recorder und schaltet ihn ab.

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Montag, 16. Juli 2012, 16:20

12.6.23 NVC

Das übliche Bild von Shinzu taucht auf. Doch anstelle der langen Haare hat sie nun kürzere, die nicht ganz zur Schulter reichen. Die Haare sind zu Strähnen zusammengefasst und geben ihr ein freches Aussehen. Sie sitzt am Bett, den Kopf auf den Händen gestützt. Die blaufarbenen Augen hat sie niedergeschlagen, die Stimme klingt bedrückt.

„Hallo! Ich glaube, ich hab jetzt richtig Mist gebaut. Ich hielt es nicht mehr länger aus und musste weg vom Tempel. Keine Ahnung wohin, einfach nur weg, am liebsten von Tython und dem Orden weg, alles hinter mir lassen. Ich will doch nur ein normales Mädchen sein. Zur Schule gehen, am Nachmittag nach Hause, mit meinen Eltern zu Abend essen und dann mit Freunden spielen. So wie die Kinder das auch in den Holovids machen. Es wäre so schön!“

Sie schnieft kurz.

„Ich bin dann einfach weggelaufen, habe mich zuerst aus dem Tempel geschlichen, was eigentlich einfach klappte. Unterwegs bin ich auf Cress gestoßen und hab ihm noch gesagt, dass ich weggehe. Ich lief los und war dann irgendwann bei den Twi’lek im Dorf. Sie waren sehr nett und als ich fragte, wohin ich gehen sollte, wenn ich einfach nur weg will, zeigten sie mir einen Weg, der den Hügel weiter hinauf führte. Also lief ich weiter. Oben angekommen entdeckte ich ein altes Gebäude. Ich konnte einfach nicht mehr und ließ mich in einer Felsnische nieder. Ich kauerte mich zusammen und dachte, dass mich hier niemand mehr finden wird, der mich zurückbringt. Irgendwann würde ich dann eine Möglichkeit finden, von Tython zu verschwinden. Vielleicht könnten mir die Twi’lek dabei auch helfen, aber ich möchte sie wegen mir nicht in Gefahr bringen.

Ich saß also einfach nur da, eine gefühlte Ewigkeit. Es waren sicherlich mehrere Stunden. Mein Kopf war leer und ich wollte schreien, aber ich brachte kein Wort heraus. Ich wollte einfach nur laufen, konnte mich jedoch nicht bewegen. Plötzlich spürte ich, wie sich mir jemand nähert. Es waren zwei Jedi, das merkte ich auch. Also versteckte ich mich noch umso mehr in der Nische und versuchte mich auch verbergen. Ich hab den Trick verwendet, den ich dabei immer verwende: Ich dachte ganz fest daran, dass mich niemand sehen kann und das ich nicht hier bin. Doch es hat nicht so richtig funktioniert, denn die beiden entdeckten mich. Ich Nachhinein glaube ich, dass es daran liegt, dass sie mich wirklich gesucht haben. Mein Trick funktioniert wohl nur, wenn man nicht weiß, dass ich da sein könnte. Naja, ich konnte mich also nicht mehr länger verstecken und bin aus der Nische raus. Eine der beiden erkannte ich wieder. Das war die Streberin, ich wusste zwar ihren Namen nicht, aber ich galube, die kennt nahezu jeder aus dem Clan. Sarinah heißt sie. Jedenfalls erfuhr ich auch, dass sie mittlerweile Padawan ist. Der zweite war älter, ein richtiger Jedi-Ritter. Ich glaube, sein Name lautetet Scaratur Sha're. Ich sprach eine Weile mit den beiden, Sarinah gab mir sogar ein Bonbon. Sie fragten mich, warum hier sei und stellten jede Menge doofer Fragen, sodass ich irgendwann keine neuen Argumente mehr fand, warum es besser ist, abzuhauen, als dazubleiben. Schließlich ließ ich mich überreden und kam wieder mit zum Tempel. Wir gingen noch kurz in die Cantina, wo Scaratur mit heiße Schokolade bestellte. Ich weiß nicht woher er wusste, dass ich heiße Schokolade liebe. Wir haben noch eine Weile geredet und er und Sarinah haben mir versprochen, dass sie Meister Benan nichts davon erzählen. Später dann, als die beiden weg waren, ist Cress auh in der Cantina aufgetaucht. Dieser... dieser... ich weiß nicht was. Verrät mich da einfach so. Aber eigentlich bin ich ihm gar nicht böse. Nicht wirklich. Buh und dann ging der Tag oder besser gesagt, der Abend, auch schon langsam zu Ende. Jetzt bin ich jedenfalls wieder hier im Tempel eingesperrt."

Während Shinzu erzählte, ist ihr Blick wieder neutraler, fröhlicher geworden, doch mit einem Schlag änderte sich das wieder.

"Ach ja... Meister Benan hatte gewusst, dass ich weg bin, aber nicht von Scaratur oder Sarinah sondern durch die Macht und weil ich so lang weg war. Jetzt habe ich vorerst mals Ausgangsverbot.Das heißt, ich darf den Tempel nur verlassen, wenn wir für Übungen draußen sind. Ansonsten muss ich drinnen bleiben. Toll. Wirklich toll. War es so schon kaum auszuhalten, wie sollte ich es schaffen, nur drinnen zu bleiben?
Ich werde wohl einfach darauf hoffen müssen, dass es Sarinah - wie sie es mir versprochen hat - wirklich schafft, dass mal mit ihr mit nach Coruscant fliegen kann. Wenn ich nicht bald mal rauskomme, werde ich noch richtig verrückt werden. Mal sehen, ich denke, ich versuche einfach, mich wieder rauszuschleichen, aber am Tempelgelände zu bleiben. Vielleicht klappt das ja. Also dann bis zum nächsten Mal."

Das Bild verschwindet, also Shinzu den Recorder deaktiviert.

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Kinman

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Freitag, 20. Juli 2012, 18:15

12.6.24 NVC

Die Holoprojektion von Shinzu taucht wieder auf. Das Mädchen wirkt halbwegs gut gelaunt.

"Hallo! Gestern geschah ja noch so Einiges. Ich habe Minu - Padawan Minuial Telemnar - kennengelernt. Ich hab von ihr schon gehört, einige haben behauptet, sie sei ganz frech und so. Doch zu mir war sie ganz nett. Wir haben uns etwas unterhalten bei diesem Felsen südlich vom Tempel. Ich hab mich nämlich wirklich rausschleichen können. Padawan Ashanea Anca war auch dabei. Doch plötzlich ist da noch jemand aufgetaucht. Minu hat gesagt, die Person ist kalt und ich hab mich hinter dem Felsen verstecken müssen. Meister Balnam hat mit der Person eine Weile gesprochen und ist dann mit ihr rein.

Minu und ich sind dann auch rein, in die Cantina - Padawan Nereen Varr ist auch dazugekommen. Dabei haben sie wohl gemerkt dass ich aufpasse, dass ich nicht gesehen werde und Minu hat mich nach dem Grund gefragt. Als ich ihr das mit dem Ausgangsverbot erklärt habe meinte sie, sie werde mit einem Meister darüber reden. Und irgendwie scheint die Macht mit mir gewesen zu sein, denn gar nicht mal so viel später ist Meisterin Eryada aufgetaucht. Minu hat mit ihr gesprochen und die Meisterin mit Meister Benan und tatsächlich darf ich wieder raus. Allerdings nur in Begleitung mit einem Padawan oder Ritter. Aber das ist ja kein Problem, Minu oder Ash sind ja da. Ich denke, ich werde dann auch gleich mal rausgehen. Hier drinnen wird es mir noch zu eng. Hoffentlich gehe ich den beiden dann nicht auf die Nerven. Bis bald Tagebuch!

Shinzu springt auf und deaktiviert den Recorder.

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Freitag, 20. Juli 2012, 18:21

12.6.29 NVC

Shinzu sitzt wieder auf ihrem Bett. Sie wirkt ein klein wenig erschöpft, doch durchwegs gut gelaunt.

"Die Woche ist so viel passiert, ich weiß gar nicht mehr, ob ich alles noch in richtiger Reihenfolge erzählen kann. Also werde ich mich eher kurz fassen. Ich habe noch einige Leute kennengelernt. Unter anderem Kasiran, einen Sith Reinblut. Nereen, er, Minu und ich waren laufen. Wir sind eine ganz schöne Strecke ganz schön flott gelaufen und da ich vorher auch noch trainiert habe, war ich dann ziemlich fertig und wir mussten eine Pause machen. Minu zeigte mir eine Technik, die es mir ermöglichte, mich etwas schneller zu regenerieren und nach einer Weile klappte es. Kasiran hat währenddessen meine Hand gehalten und mir somit auch dabei geholfen.

Als wir wieder zurück zum Tempel sind, haben wir uns getrennt. Minu und ich sind Kugelwerfen spielen gegangen. Das ist ein Spiel bei dem man Kugeln - wir verwendeten Steine - möglichst nahe an ein Ziel heranwerfen muss. Wer näher ist bekommt Punkte. Natürlich darf man die Macht dazu nicht verwenden. Ich wollte eigentlich nur so spielen, aber Minu meinte, dass wir um etwas spielen müssen, da es mehr Anreiz, zu gewinnen liefert. Wir einigten uns darauf, dass der Gewinner dem Verlierer eine Frage stellen darf, die der Verlierer ehrlich beantworten muss.
Wir spielten eine Weile, Minu hat geführt - ob sie vielleicht doch geschummelt hat? - als Kasiran bei uns vorbeiging. Er ließ seinen Kampfstab bei uns und ging wieder. Die ganze Sache war richtig komisch. Naja, Minu war auch beunruhigt, also sind wir hinterher. Wir haben ihn im Shuttlehangar getroffen. Er wollte abhauen! Irgendwie kann ich ihn sogar verstehen, aber irgendwie war das auch falsch. Minu versuchte ihn zu überreden, dass er bleibt und ich bin wieder runter in die Haupthalle. Da waren einige Jedi und Padawane, die ich nach oben gerufen habe. Alle zusammen haben wir es dann geschafft, dass Kasiran doch geblieben ist.

Einer Padawan, sie ist Mirlianerin, aber ich glaube, ich kenne ihren Namen nicht, ging es dann nicht gut, also sind wir wieder runter. Irgendwie habe ich aber alles aus den Augen verloren. Naja, unten dann lernte ich Girru Whuri kennen. Sie ist auch Jüngling ein paar Jahre jünger als ich, glaub ich. Ach und sie ist auch so eine Grüne. Wir haben uns eine Weile unterhalten. Sie ist eigentlich ganz nett, nur mag sie Minu nicht - voll doof von ihr.

Ha, Ash, Minu, Girru und ich sind dann mal raus aus dem Tempel und einer Chiss begegnet! Einer Richtigen mit blauer Haut und rot glühenden Augen. Total unheimlich diese Augen. Girru hat irgendwie Panik bekommen oder so. Jedenfalls meinte sie, dass alle Chiss zum Imperium gehören. Doch diese, sie stellte sich als Thara vor, ist Jedi. Minu, Ash und Girru sind irgendwie weg und ich habe mich noch eine Weile mit Thara unterhalten. Natürlich konnte ich mir nicht ganz sicher sein, dass sie wirklich die Wahrheit sagte, denn Minu forderte sie mal auf, ihr Lichtschwert zu zeigen - also die Farbe des Lichtschwerts - was sie jedoch nicht getan hatte.

Aber es war richtig angenehm mit ihr zu reden, obwohl ich ständig auf der Hut war - man konnte ja nicht wissen. Als Thara dann meinte, sie müsste noch einen Bericht dem Rat übergeben, war das für mich die Gelegenheit nachzuprüfen, ob sie wirklich Jedi ist. Denn wenn sie gelogen hätte, wäre sie doch niemals zum Rat gegangen. Ich bin ihr also nachgeschlichen, bis sie die Räume des Rats betreten hatte. Also hat sie uns nicht belogen.

Das musste ich dann noch Minu und Ash erzählen. Ich hab sie eine Weile gesucht, sie waren mit Girru westlich vom Tempel über den Fluss. Irgendwie schien Minu bereit zu sein, Girru zu beweisen, dass sie nicht böse und gemein ist - was sie nicht ist! - doch die Kleine schien ihr nicht zu glauben. Irgendwann ist Minu dann rein und Girru und ich sind noch ein wenig bei Ash geblieben.

Dann hatte ich in der Zeit noch zwei seltsame Begegnungen. Einmal einen Jedi, den Cress und ich im Trainingsraum getroffen haben. Wir sprachen ein wenig - Meister Balnam war auch in der Nähe - und es stellte sich heraus, dass er seine Familie kennt. Irgendwie sind wir dann auf das Thema Liebe und Beziehungen bei den Jedi gekommen. Ein sehr verwirrendes Thema, wie ich finde. Irgendwie kann mir niemand sagen, ob das für Jedi richtig oder falsch ist. Ich habe einige gefragt, ob sie glauben dass man Kinder bekommen kann ohne dabei Leidenschaft zu empfinden. Aber irgendwie habe ich da keine so wirkliche Antwort bekommen. Auch in den Archiven konnte ich nichts Konkretes dazu finden. Padawan Lia'ra hat mir noch ein wenig was erzählt, das ich soweit recht interessant finde, aber ich werde hier nicht sagen was, das wäre nicht fair ihr gegenüber. Naja, ich werde mich ein andern Mal mit dem Thema weiter beschäftigen.

Die zweite komische Begegnung war Ritter Arion. Ich fürchte ich habe seinen Nachnamen vergessen. Lia'ra, Cress und ich saßen zusammen und sprachen über dies und das, als er dazukam. Er ist irgendwie anders als andere Ritter. Viel... wie soll ich sagen... ungezwungener. Aber das kommt mir irgendwie nicht richtig vor. Ich meine Jedi Sha're war auch sehr nett und freundlich und gar nicht so bestimmend, wie andere, aber bei Arion fühlte es sich nochmals ganz anders an. Irgendwie falsch. Ich hoffe, mein Gefühl täuscht mich bloß."

Das Mädchen stoppt kurz und atmet durch, bevor sie weiterspricht.

"Mit Thara konnte ich dann auch nochmals sprechen. Irgendwie finde ich sie faszinierend. Liegt vermutlich daran, dass sie die erste Chiss ist, die ich so richtig lebend vor mir stehend erlebe. Ich konnte sie sogar ganz kurz berühren. Ihr Haut fühlt sich irgendwie kälter an, aber ist auch ganz weich.

Minu arbeitet jetzt an einer eigenen Robe, ich bin gespannt, wie lange sie dafür benötigen wird. Sie hatte sich mit der Nadel jedoch öfters gepiekst und Ash hat ihr erklärt, dass es dafür den Fingerhut gibt, damit man sich eben nicht weh tut. Auch Padawan Jedora T'an, eine blaue Twi'lek, konnte ich besser kennenlernen. Da fällt mir ein, dass ich was Wichtiges komplett vergessen hatte. Einige - viele - Blattschwänze sind entkommen und wir haben sie wieder eingefangen. Ritterin Mira Koos hat mir geholfen oder besser gesagt erklärt, wie man einen fängt und es hat tatsächlich geklappt. Es war ein weiblicher Blattschwanz und wurde ganz zutraulich, als ich ihr Cyranobeeren gegeben habe. Ich hab sie Tini getauft, aber hab sie natürlich zurückgegeben. Mit Cress haben wir dann versucht weitere zu fangen. Er hat noch ein Männchen erwischt. Später als wir am Felsen gesessen sind, ist Minu mit einem toten Blattschwanz dazugekommen. Das hat sie dann gegrillt und gegessen. Ziemlich eklig finde ich. Ich glaube in drei Tagen oder so sind alle Blattschwänze eingefangen worden.

Hmm... hört ihr das? Ich glaube es kommt schlechtes Wetter. Ich werde mal rausgehen und sehen, was da los ist. Wahrscheinlich habe ich eh die Hälfte vergessen, aber so viele ereignisreiche Tage hatte ich noch nie am Stück. Aber das ist gut so, somit ist mir nicht langweilig."

Shinzu steht langsam vom Bett auf und geht zum Holorecorder, um ihn abzuschalten.

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Dienstag, 24. Juli 2012, 21:36

12.6.30 NVC

Shinzu erscheint ziemlich erschöpft aber sichtbar glücklich im Bild. Sie scheint auch etwas unruhig zu sein, denn sie sitzt nicht am Bett, sondern steht davor und verlagert immer wieder ihr Gewicht von ein Bein auf das andere.

"Hallo Tagebuch, darf ich mich neu vorstellen? Ich bin Padawan Shinzu Saito."

Sie grinst bei ihrer Vorstellung.

"Das war heute vielleicht noch ein Tag - unvorstellbar. Ich wollte ja rausgehen, um zu sehen, was draußen für ein Wetter ist. Unterwegs bin ich Meister Benan begegnet und er hatte eine Aufgabe für mich - solch Begegnungen sind wohl wirklich nie ein Zufall. Er sagte mir, ich muss einen Machtgegenstand finden, der in der Nähe des Flusses westlich vom Tempel ist.

Also machte ich mich auf den Weg. Beim Tempelausgang traf ich auf Thara und einen Soldaten, er heißt Jarreth. Die beiden kennen sich schon länger und haben wohl schon viel gemeinsam erlebt. Es regnete wie schon lange nicht mehr. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, dass es auf Tython so stark geregnet hat. Thara fragte mich wohin ich bei dem Regen wollte und ich erklärte ihr die Aufgabe. Sie meinte, dass sie mit Meister Benan darüber sprechen könnte, dass ich die Aufgabe bei dem Regen nicht machen muss, weil ich mich ja erkälten könnte und so. Hat eine Weile gedauert, bis ich ihr versichern konnte, dass ich ein wenig was aushalte und der Regen mich bestimmt nicht umbringt. Sie meinte darauf, sie und Jarreth würden mich begleiten, sie würde sich nur noch schnell umziehen und der Soldat und ich sollten schon mal vorgehen. Dabei hatte sie eigentlich schon ihre Rüstung an, die eh regenfest ist. Aber sie wollte mir den Grund nicht verraten, warum sie sich umzieht.

Jarreth und ich sind zum Fluss und während ich nach dem Gegenstand suchte - dieser war irgendwo im Fluss - meinte er, warum ich Thara als Meisterin wählen würde. Ich hab ihm dann erklärt, dass das umgekehrt funktioniert, also das ein Meister einen Anwärter aussucht bzw. es von der Macht bestimmt wird. Aber ich erzählte ihm, was meiner Meinung nach für Thara als Meisterin sprechen würde, könnte ich mir einen Meister aussuchen. Thara kam danach auch hinzu und ich hatte den Machtgegenstand, es war eine Kugel, recht rasch gefunden. Komplett nass bin ich zum Tempel zurück und hab Meister Benan den Gegenstand gegeben.

Thara meinte dann zu mir, dass sie mit mir zu den Ruinen will. Zuerst habe ich mich geweigert, da ich dort ja nicht hin darf, aber sie erklärte mir, dass das mit Meister Benan geklärt sei. Wir sind dann zu dritt, Jarreth war auch wieder mit, in die Nähe der Ruinen zu einer Steinstatue. Sie meinte, ich soll ihr einen Gegenstand von der Statue bringen. Davor war so eine Art Holocron oder so. Das war es natürlich nicht, das war viel zu offensichtlich. Als ich mich auf die Macht konzentrierte und gleichzeitig die Statue genau beobachtete, habe ich in der Steinkaputze der Statue etwas schimmern gesehen. Gleichzeitig ist auch irgendetwas auf mich zu. Irgendwelche dunklen Machtkräfte. Das war richtig unheimlich und ich hab mich auch ganz schön erschrocken. Aber nun wusste ich, was Thara haben wollte.

Als nächstes griff ich mit der Macht hinaus, um den Gegenstand zu bekommen, doch das funktionierte nicht, denn erneut sie diese dunklen Kreaturen erschienen. Also blieb mir keine andere Möglichkeit, als da hinaufzuklettern. Der Stein war rutschig vom Regen, aber klettern kann ich gut, darum bin ich ohne abzustürzen hinaufgekommen. Doch das Objekt, ein Lichtschwertgriff, konnte ich nicht richtig packen. Ich erwischte ihn mit den Fingerspitzen, doch er verkeilte sich. So wie ich ihn berührte, kamen diese dunklen Mächte wieder. Ich umwickelte meine Hand mit der Robe, doch das half kaum. Wie Greifvögel verbiss es sich an meiner Hand. Ich rezitierte den Kodex und erinnerte mich daran, dass ich nicht aufgeben darf. Niemals!"

Shinzus Blick ist dabei recht ernst geworden. Ernst und bestimmt.

"Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit und mehrmals wäre ich fast runtergefallen, doch irgendwie habe ich es dann geschafft und den Griff erwischt und hab ihn herausziehen können. Augenblicklich ließ auch diese dunkle Macht von mir ab. Ich kletterte wieder hinunter, bin dann aber doch noch ausgerutscht und drei Meter oder so nach unten gefallen. Jarreth hat sich dabei wohl ziemlich erschreckt. Dabei hat der Sturz nicht mal richtig weh getan, mehr die Abschürfungen, die ich mir an den Händen zugezogen habe."

Sie zeigt die noch immer leicht mit trockenen Blut benetzten Handinnenflächen.

"Aber das ist halb so wild. Unten angekommen, wollte ich den Griff Thara geben, allerdings meinte sie, dass dieses Lichtschwert für mich sei und nannte mich Padawan. Das war... umwerfend. Ich hatte plötzlich das Gefühl, als würde ich fliegen können oder so. Einfach Wahnsinn. Seit Ewigkeiten warte ich darauf, dass mich jemand zur Padawan nimmt und dann ist das heute wirklich passiert. Eigentlich war ich schon erschöpft und das schlechte Wetter mag ich auch nicht, aber in dem Moment merkte ich den Regen nicht mehr, keine Erschöpfung und mir tat auch nichts weh. Und auch das Lichtschwert... ich finde gar nicht die richtigen Worte. Es hat eine grüne Klinge."

Das Mädchen greift auf das Bett, unter die Decke und zieht den schlichten Lichtschwertgriff heraus. Sie dreht ihn langsam vor dem Holorecorder, lässt die Klinge jedoch deaktiviert.

"Meisterin Thara erklärte mir, dass das mein Lichtschwert ist, bis ich mir mein eigenes baue. Ich bin jetzt eine echte Padawan, das ist so unglaublich. Ich werde wirklich Jedi! Nachdem ich die Aufgabe erfüllt hatte, gingen wir drei wieder zurück zum Tempel."

Plötzlich wirkt Shinzu bestürzt.

"Cress! Wie... wie wird er mit der Situation umgehen? Wir machen so viel gemeinsam und sind oft zusammen und so... und wenn ich dann mal nicht da bin? Ich hab ihn heute leider nicht gesehen, aber wenn wir uns morgen treffen, muss ich ihm sagen, dass ich es geschafft habe."

Sie setzt sich auf das Bett nieder, legt das Lichtschwert in ihren Schoss und stützt sich dann mit den Händen nach hinten ab.

"Er wird sich sicherlich für mich freuen, aber innerlich... ich weiß nicht. Wenn es umgekehrt wäre, würde mir das auch schwer fallen. Oh man... darüber habe ich echt noch nicht nachgedacht. Hoffentlich schafft er es auch bald und findet einen Meister. Er ist ja sicherlich genauso oder sogar noch besser geeignet als ich. Es wird auch für mich schwer werden, wenn wir dann über längere Zeit getrennt sind. Immerhin kenne ich ihn ja mehr oder weniger mein ganzes Leben lang. Er wird mir fehlen. Aber ich bin mir ganz sicher, dass wir mal gemeinsam eine Mission machen können, da habe ich so ein Gefühl. Trotzdem wird das morgen schwer werden. Und wir sehen uns dann nicht mal zum Frühstück, weil ich länger schlafen sollte, da ich heute ja auch länger auf bin. Meisterin Thara meinte zu mir, dass ich mir das verdient habe.

Hmm.. ich bin auch jetzt noch immer nicht müde. Bis vor kurzem war ich in der Cantina mit Jarreth und wir haben über vieles gesprochen. Meister Balnam war auch kurz bei uns. Aber trotzdem sollte ich nun versuchen zu schlafen, damit ich morgen nicht müde bin. Also dann... Padawan Shinzu Saito meldet sich ab."

Shinzu nimmt das Lichtschwert in die linke Hand und geht zum Holorecorder, um ihn abzuschalten. Das Bild verschwindet mit einem Flackern doch im nächsten Moment erscheint es wieder. Es ist wohl einige Zeit vergangen, denn Shinzu trägt nun ihren Pyjama und die Bettdecke ist auch zurückgeschlagen. Sie spricht nun recht leise.

"Ich kann überhaupt nicht schlafen. Ich habe mich jetzt drei Stunden im Bett hin und her gewälzt. Am liebsten würde ich direkt zu Cress rübergehen und ihm alles erzählen, aber das kann ich einfach nicht machen. Nicht nur, dass ich das nicht dürfte, sondern ich weiß ja noch immer nicht, wie ich ihm das sagen soll. Außerdem weiß ich gar nicht, wie jetzt mein Tagesablauf aussieht. Ich hatte heute wohl die Möglichkeit, Tha... Meisterin Thara zu fragen, aber in diesem Moment sind mir solche Dinge natürlich nicht eingefallen. Ich will mich nicht an meinem ersten ganzen Tag als Padawan irgendwie falsch verhalten. Müde werde ich sowieso schon sein, da ich nicht schlafen kann. Ich hoffe, das merkt niemand und ich kann morgen gut schlafen. Aber ich werde es jetzt nochmals versuchen. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, werde ich meditieren. Dann tu ich wenigstens noch was Nützliches. Also dann... gute Nacht."

Erneut wird der Recorder deaktiviert und das Bild verschwindet.

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Montag, 30. Juli 2012, 10:04

12.7.2 NVC

Als das Bild auftaucht, sieht man Shinzu ziemlich niedergeschlagen auf dem Bett sitzen.

„Hey! Der gestrige Tag war schrecklich und ich fühle mich jetzt richtig mies. Ich fürchte, ich habe Jarreth ordentlich Ärger eingebracht und das ist nicht gut. Aber ich sollte mit dem Anfang beginnen. Ich bin, nachdem ich erfolglos Cress gesucht habe, mit meinem neuen Lichtschwert in den Trainingsraum gegangen und habe mit Jarreth geübt. Er hat auf mich geschossen – natürlich auf niedrigster Leistung – und ich habe die Schüsse abgewehrt. Das lief sogar richtig gut. Ich konnte mich auf die Macht verlassen und sie lenkte regelrecht meine Hand. Meisterin Thara hat uns dabei natürlich zugesehen und auch aufgepasst.

Danach sind wir hinausgegangen, um etwas bei den südlichen Ruinen zu untersuchen. Dabei hatten wir mit einigen Fleischräubern zu tun. Ich musste jedoch nur in Deckung bleiben, während sich meine Meisterin und Jarreth um sie gekümmert hatten. Leider waren sie für freundliche Worte nicht zugänglich. Dann stießen wir auf ein… Ding. Ich kann es nicht genauer beschreiben, weil es bestimmt geheim ist und so. Jedenfalls waren da noch weitere Fleischräuber und ich musste einen der beiden ausschalten… umbringen. Es war furchtbar. Die Klinge des Laserschwerts drang in den Körper ein, so als wäre das fast kein Widerstand. Ich merkte, wie der Fleischräuber Schmerzen hatte und dann sein Leben dahinschied. Es war so… ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Das Machtecho war stark, ich weiß gar nicht, wie man das aushalten kann, wenn man mehrmals töten muss wie zum Beispiel im Krieg. Mir wurde richtig übel. Als wir zum Tempel zurückgelaufen sind, musste ich mich auch noch übergeben. Das war mir dann auch noch peinlich. Ich glaube, ich werde das nie wieder vergessen können, was da geschehen ist. Mir wird jetzt noch schlecht, wenn ich daran denke.

Nachdem wir zurück waren, habe ich etwas meditiert, um meine innere Ruhe wieder zu finden. Es gelang zum Teil. Ich hatte mich wieder unter Kontrolle und mir war nicht mehr übel, aber trotzdem habe ich noch immer ein ungutes Gefühl. Als ich wieder raus ging, habe ich Ash getroffen und eine Weile mit ihr gesprochen. Unter anderem auch über das Lichtschwert. Sie erklärte mir, dass man als Padawan eigentlich sein eigenes bauen muss, bevor man eines haben kann. Da gestern Abend auch andere Padawane ein wenig komisch darauf reagierten, dass ich ein Lichtschwert erhalten habe bis ich mein eigenes baue, kam mir der Gedanke, dass Meisterin Thara mir damit eigentlich eine weitere Prüfung stellte. Vielleicht hätte ich das Schwert nicht annehmen dürfen? Ich beschloss sie darauf anzusprechen.

Als die Meisterin zurück aus dem Tempel kam, war auch Minu da. Ich wollte mit Meisterin Thara etwas abseits gehen, um das mit dem Lichtschwert anzusprechen, doch irgendwie fing sie sich mit Minu zu… streiten an oder so. Als wir dann doch etwas abseits gingen, meinte sie zu mir, dass ich nicht mehr mit Minu reden darf! Ich verstehe das nicht, Minu ist meine Freundin und sie hat mir einiges beigebracht. Ich weiß, dass manche Minu etwas komisch ansehen, aber zu mir war sie immer sehr nett und hat mir immer weitergeholfen, wenn ich ein Problem hatte. Ich habe es versucht meiner Meisterin zu erklären, doch sie gab nicht nach. Ich verstehe es heute noch nicht so wirklich. Sie hat wohl Angst, dass Minu mich irgendwie verderben könnte oder so. Dabei ist Minu gar nicht so! Ich wollte schon fast zum Tempel zurücklaufen, hab es aber dann doch nicht getan.“

Shinzu lächelt kurz und dreht dann ihren Kopf einen Moment so, dass ihr Padawanzopf zu sehen ist.

„Meisterin Thara hat mir dann den Padawanzopf geflochten. Danach kam Jarreth hinzu. Wir haben uns eine Weile unterhalten und sind dann in die Cantina. Aber zuvor habe ich mich noch bei Minu verabschiedet, denn ich musste ihr ja sagen, warum ich mich von nun an von ihr fern halten muss. Das war richtig heftig und ich hatte sogar Tränen in den Augen. Ich versteh wirklich nicht… aber ich kann nichts dagegen machen. Noch nicht. Also wir sind dann in die Cantina und haben Cress getroffen. Eigentlich wollte ich mit ihm alleine sprechen, aber ich konnte ja nun nicht nichts sagen. Ich erzählte ihm, dass ich Padawan geworden bin. Er schien sich wohl gefreut zu haben, aber ich spürte auch, dass es ihm wehtat. Ich wusste gar nicht, was ich ihm genau sagen sollte. Er ist dann jedoch raus. Eigentlich hätte ich ihm nachlaufen sollen, aber ich stand einfach nur da. Thara ist jedoch hinter ihm her. Ich bin mit Jarreth an einen Tisch.

Girru kam dann zu uns dazu. Wir haben uns zuerst recht gut unterhalten, doch dann ist auch Minu in die Cantina gekommen. Es tat mir richtig weh, nicht mit ihr reden zu können, aber als Girru dann noch meinte, dass sie eine doofe Kuh sei, war es aus. Ich wollte nur noch weg. Ich hatte Angst, dass ich jemanden etwas antue, wenn ich noch länger hier bliebe. Ich habe Jarreth gesagt, dass ich trainieren gehe und bin wieder rauf in den Trainingssaal gelaufen. Mit den Fäusten habe ich auf die Puppe eingeschlagen. Da mich die Robe, die nicht für Training und so gedacht ist, behinderte, habe ich sie einfach ausgezogen, ohne weiter darüber nachzudenken. Ich wollte nur die Pupe schlagen – Energie abbauen. Jarreth war dann auch da. Ich weiß gar nicht ob er gleich mitgekommen ist, oder ob er nachgekommen ist. Er meinte wohl irgendwie, dass es nicht in Ordnung sei, wenn eine Padawan in Unterwäsche einen Dummy verprügelt, aber ich wollte zuerst gar nicht auf ihn hören. Doch dann sah ich ein, dass es nicht richtig ist, seine Wut abzubauen, indem man etwas verprügelt. Eigentlich dürfte ich ja nicht mal wütend sein. Aber das war ich und ich musste irgendetwas tun, also bin ich dann einfach entlang des Trainingsraum gelaufen.

Ich glaube Jarreth wurde richtig sauer und hat mich dann gestoppt. In dem Moment wusste ich nicht mehr, was los ist. Ich hatte das Gefühl, dass mir jeder etwas wegnehmen will. Die anderen Padawane das Lichtschwert, Meisterin Thara den Kontakt zu Minu und jetzt durfte ich nicht mal mehr laufen? Ich hab mich dann auf einen der Sandsäcke gelegt und wollte am liebsten hineinkriechen. Irgendwie bin ich dann eingenickt. Als ich wieder aufwachte, vielleicht hat mich Jarreth geweckt, ich weiß es gar nicht so genau, erklärte er mir, dass Meisterin Thara hier war und er sie davon abgehalten hat, den Trainingsraum zu betreten, damit sie mich nicht so sieht, wie ich war. Er wirkte wohl noch immer sauer. Oder ist er enttäuscht von mir? Er hätte aber nicht den Kopf für mich hinhalten dürfen. Ich finde das zwar total nett von ihm, aber es darf niemand anderes wegen meiner Handlungen leiden. Das ist falsch!

Irgendwie war ich dann vollkommen verwirrt. War Meisterin Thara noch da oder hat Jarreth zu mir gesagt, dass ich meine Sachen packen soll, weil wir heute noch abfliegen? Ich hab mich jedenfalls wieder angezogen und hab dann nochmals mit Meisterin Thara unterhalten. Sie schien gar nicht sauer auf mich zu sein, aber meinte wohl irgendwie auch, dass Jarreth sie nicht abblocken hätte dürfen und dass sie noch mit ihm darüber sprechen würde. Autsch! Das alles nur wegen mir.

Jetzt habe ich eine Nacht darüber geschlafen und sehe selbst, wie dumm ich mich gestern teilweise benommen habe. Aber ich hab gestern noch meine Sachen gepackt und bin bereit, wenn wir gleich abfliegen. Auf jeden Fall muss ich mich heute zusammenreißen! So etwas darf mir nicht nochmals passieren.“

Shinzu steht auf und man sieht hinter ihr eine gefüllte Tasche ab Bett liegen. Sie geht zum Holorecorder und schaltet das Gerät ab.

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Dienstag, 21. August 2012, 07:45

12.7.3 NVC

Shinzu befindet sich offensichtlich auf einem Raumschiff. Man kann leise das Triebwerk im Hintergrund hören. Der Holorecorder steht so, dass man hinter ihr nur die Schiffwand sehen kann..

„Heute war ich auf Coruscant! Es ist der Hammer. Also echt, absoluter Wahnsinn. Wie hoch die Gebäude sind und der Verkehr und die ganzen großen Raumschiffe, die man sehen kann. Es ist einfach überwältigend. Ich glaube, ich könnte den ganzen Tag dort stehen und den Gleitern und den Leuten zusehen. Wie viel da auch los ist und jeder scheint beschäftigt zu sein. Cress schien auch beeindruckt gewesen zu sein.

Allerdings konnten wir natürlich nicht allzu lange rumstehen und in die Luft schauen, denn wir hatten ja eine Mission zu erfüllen! Meisterin Thara erklärte uns, was wir tun mussten. Aber das ist Geheimsache, darum kann ich da nicht mal was darüber erzählen, denn meine Aufzeichnungen könnte ja jemand finden oder stehlen oder so, die sind ja nicht wirklich gesichert. Ich kann erst dann davon erzählen, wenn alles vorbei ist.
Unsere Mission führte uns ins Senatsgebäude, dort haben Cress und ich einiges selbst erledigen müssen. Es war teils wirklich nervenkitzelnd. Drei von vier Aufgaben konnten wir recht problemlos lösen, aber bei der vierten war es schon schwerer. Fast hätte ich schon aufgegeben, aber ich habe mich wieder darauf besonnen, dass aufgeben nicht drin ist und auch Cress war der gleichen Meinung. Wir hatten Glück… nein, die Macht war mit uns, wir haben es dann schlussendlich geschafft und sind zu Meisterin Thara zurück. Die hat sich gerade mit einem Senator unterhalten. Dieser hat gelogen wie nur was. Zuerst dachte ich, Meisterin Thara ist richtig wütend, so wie sie mit dem Senator nach einer Weile gesprochen hat. Allerdings wollte sie ihn nur einschüchtern.

Sie hat ihm ja auch wirklich nichts getan, aber ich glaube, sie hätte auch mich täuschen können. Ob wir eines Tages auch lernen, so eine glaubwürdige Show zu machen? Doch es hat funktioniert. Meisterin Thara bekam die Reaktion, die sie sich wünschte. Es ist interessant, wie sie die Leute dazu bringt, freiwillig das zu tun, was sie will, dass sie tun. Und alles ohne den Einsatz der Macht. Es hat eine Weile gedauert, bis ich wirklich das Ziel hinter all dem verstanden habe, aber nachdem ich drauf gekommen bin, machten plötzlich all ihre Worte, die sie dem Senator entgegengeworfen hatte, Sinn.

Ich bin nun total erledigt. Habe nicht gedacht, dass ein wenig reden und schleichen so anstrengend sein kann. Ich werde mich nun hinlegen. Gute Nacht.“

Das Bild verschwindet mit einem kurzen Flackern.



12.7.9 NVC

Shinzu sitzt wie gewohnt am Bett, als die Aufzeichnung anfängt. Es ist jedoch zu erkennen, dass sie leicht verkrampft sitzt.

„Hallo! Jetzt ist mir wieder etwas passiert. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich manchmal von einem Fettnäpfchen zum nächsten stolpere. Aber es ist nochmals gut ausgegangen. Ich habe gestern mit dem Kampfstab etwas geübt, als Meisterin Thara aus dem Tempel kam. Sie gab mir die Aufgabe, zum Kalikori Dorf und wieder zurück zu laufen. Doch als ich dort angekommen bin, bemerkte ich, das viele Twi’lek krank sind. Ich habe gefragt, ob ich helfen kann und habe dann einem Krieger, der wohl stark erkältet war, etwas Tee gebracht. Da kam auch Nereen dazu und sie hat ebenfalls geholfen.

Wir wurden dann gebeten, dass wir Kolovish, die Älteste, aufsuchen und fragen, ob sie vielleicht noch ein paar Decken hat. Die Twi’lek wollten nicht selbst raufgehen, da sie Angst hatten, Kolovish anzustecken. Nereen und ich sind dann zu ihr rauf und tatsächlich hat sie Decken zur Verfügung gestellt. In der Kiste fand ich auch ein Tagebuch von ihr, aber wir haben es natürlich wieder zurückgelegt, ohne reinzusehen. Als wir mit den Decken zurück sind, war plötzlich Meisterin Thara da, sie ist uns auf dem halben Weg entgegengekommen. Als ich ihren Gesichtsausdruck gesehen habe, wäre ich am liebsten wieder zurück zu Kolovish gelaufen. Sie hat Nereen weggeschickt und dann hat es etwas gesetzt. Aber wie! Gibt es keine Machtfähigkeit, um im Boden zu verschwinden?
Sie hat auch einige Fragen gestellt, um mich dazu zu bringen, selbst darauf zu kommen, was ich falsch gemacht habe. Natürlich war es richtig, den Twi’lek zu helfen und dafür auch meine Aufgabe, das Laufen, zu unterbrechen, aber ich hätte mich bei ihr melden müssen. Sie erwartete mich natürlich zurück und als ich nicht kam, ist sie eben nachgegangen.

Ich brachte die Decken zu den Twi’lek und musste dann zurück zum Tempel laufen. Meisterin Thara hat einen Speeder genommen. Als ich angekommen bin, schickte sie mich drei Runde um den Tempel laufen. Ich war eh schon vollkommen außer Atem, weil ich so schnell zurückgerannt bin, wie ich nur konnte. Aber in diesem Moment konnte ich mich wohl nicht dagegen wehren, ohne noch mehr Ärger auf mich zu ziehe. Also bin ich gelaufen. So eine Runde ist ganz schön lang! Und die zweite war noch länger und die Dritte erst… oh man. Ich war so kaputt, als ich es geschafft hatte. Heute tut mir alles weh. Alles! Solange ich mich ein wenig bewege, geht es ja, aber sobald ich etwas sitze und dann aufstehe... Autsch.

Sie stellte mir dann noch weitere Fragen. Wie viele Twi’lek im Dorf waren, wie viele Wachen, ob sie Waffen gehabt haben und so weiter. Sie wollte wohl testen, wie gut ich alle beobachtet habe. Die meisten Fragen konnte ich – der Macht sei Dank – richtig beantworten. Meisterin Thara schien dann auch zufrieden mit mir sein. Sie meinte, dass man Fehler machen darf, aber halt nur einmal. Man muss aus ihnen lernen.

Danach bin ich…“

Shinzu macht eine abwinkende Geste, wobei sie kurz das Gesicht aufgrund des Muskelkaters verzieht.

„Ähm… also ich behalt den Rest lieber wirklich für mich. Heute konnte ich mich ein wenig ausruhen. Vielleicht frage ich mal in der Med-Station nach, ob sie was gegen diesen Muskelkater haben, sonst werde ich das ja morgen noch spüren. Also mach’s gut Tagebuch!“

Das Bild verschwindet mit einem kurzen Flackern.

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Dienstag, 27. November 2012, 09:01

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Dienstag, 27. November 2012, 09:02

12.11.27 NVC

Als das Holobild flackernd erscheint, ist zu bemerken, dass es etwas anders wirkt, als sonst. Shinzu sitzt auf einer Bettkante in einem simplen Schlafanzug. Sie wirkt noch recht verschlafen. Im Hintergrund ist noch das trällernde Ende eines Kommentars einer Astromecheinheit zu hören.

„Hey Tagebuch, gestern war ich wieder auf Coruscant! Ich freute mich sehr darüber, aber es schmerzte auch ein wenig, weil ich immer wieder an Cress denken musste. Doch davon ließ ich mich nicht ablenken. Meine Meisterin erklärte mir, dass ich mir ein passendes Straßenoutfit besorgen sollte. Ich mochte das Gewand, doch dann kam sie mit der Dose von dem ekligen Zeugs, das sie mir ins Gesicht schmierte und ich mir dann auch in die Haare tun musste. Ich will gar nicht wissen, was das wirklich war, jedenfalls roch es alles andere als gut. Aber war wohl für den passenden Auftritt notwendig.“

Shinzu grinst plötzlich.

„Irgendwann zahl ich ihr das heim. Ich weiß noch nicht wie, aber ich werde mir da etwas einfallen lassen. Egal, äh… Mein Auftrag war es, Informationen über etwas herauszubekommen. Das Ganze von einem Typen, der in der Schmugglerhöhle zu finden war. Ein Töpfer. Komischer Kauz. Aber hey, er war groß und somit in der Cantina – die ist auch komisch – leicht zu finden gewesen. Bin also mit lässigen Schritten auf ihn zu und… er war eigentlich ganz nett. Wir haben ein wenig geplaudert und ich glaube, er mochte meine Gesellschaft. Allerdings hat er mir nichts zu trinken angeboten. Hmm… vielleicht war es ihm doch nicht so recht. Aber gut, mit dem Zeugs auf mir und so, hab ich wohl ziemlich zerschlissen ausgesehen und dann war da noch der Geruch. Nach einer Weile hat er es bestimmt auch gemerkt. Aber das war alles nur nebensächlich. Schlussendlich bekam ich all die Infos, die wir brauchten zu dem Preis, der in Ordnung war.
Doch das war nicht alles. Irgendein Idiot hat Ärger angezettelt und es kam wohl zu einer Schießerei. Zuerst wollte ich, dass der Typ rausgeht, damit er nicht sieht, dass ich ein Lichtschwert habe, dann wollte ich inzwischen gehen, aber bis dahin war die Sicherheit auch schon da.“

Mit einer Hand fasst sie sich an eine etwas verkümmerte Haarsträhne.

„Die haben auch auf mich geschossen… also nicht die Sicherheit, sondern die anderen Typen, und das war verdammt knapp. Der Blasterblitz hat mir auch die Haare angesengt. Als die Sicherheit dann kam, haben die irgendwelche Betäubungsgranaten reingeworfen. So ein dämliches Ding ist mir genau vor die Füße gefallen. Ich hab es noch mit der Macht gepackt, aber nicht schnell weit genug wegbekommen. Danach war finster. Hat mich einfach so ausgeknipst, das Ding.

Vor ein paar Stunden bin ich dann mit soooo einem Schädel aufgewacht. Und übel war mir auch. Echt heftig. Aber schien wohl alles irgendwie gut ausgegangen zu sein. Meine Meisterin wirkte nicht sauer oder so und es wird langsam wieder. Oh… ich glaube, ich sollte nun auch aufhören und melden, dass ich wieder wach bin.“

Das Mädchen sieht sich kurz um und lächelt dann in die Kamera.

„Danke fürs Aufzeichnen, Ghost. Kopiere die Aufnahme einfach auf mein Datapad. Du kannst…“

Man hört ein droidisches Zwitschern und Zirpen. Daraufhin lacht Shinzu kurz.

„Stimmt. Ghost ist natürlich der Held des Tages, er hat… wie lange? Ach… Fünf Komma Vier nochwas Stunden an meinem Bett auf mich aufgepasst, bis ich das erste Mal aufgewacht bin und jetzt nochmals. Und er hat sich bereiterklärt, mich aufzunehmen, weil ich die Holocam gerade nicht dabei habe. Also: Ghost ist der Beste! So, jetzt muss ich aber, sonst gibt’s doch noch Ärger. Danke Ghost, kannst ausmachen.“

Erneut trällert es kurz und die Aufnahme wird beendet.

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Dienstag, 11. Dezember 2012, 08:27

12.11.27 NVC

Abermals wirkt die Holoaufnahme etwas ungewohnt. Shinzu hingegen ist mit ihrer üblichen, einfachen Robe gekleidet und sieht wieder fitter aus.

„Ghost ist so nett und hilft mir nochmals mit der Aufnahme. Eigentlich würde ich ihn auch direkt gegen die Holocam eintauschen, aber ich glaube, das würde meiner Meisterin dann nicht passen.“ Das kleine Mädchen lacht vergnügt.
„Vorhin hat sie mich aufgeweckt und mir ein super Frühstück zubereitet gehabt. Das war echt toll und ich habe mich total darüber gefreut. Ich hoffe, sie hat das auch bemerkt, denn ich war zuerst noch ganz schön verschlafen. Und dann haben wir auch darüber gesprochen, was ich herausgefunden habe.“
Shinzu runzelt kurz die Stirn. „Irgendwie klang das im Nachhinein nicht so viel, aber ich glaube, dass wichtigste war, dass wir zumindest noch von einer anderen Stelle erfahren haben, dass der eine Typ eben die Lieferung bekommen hat. Naja, aber vielleicht war es doch zu wenig, was ich herausbekommen habe. Darum werde ich mich nochmals mit ihm treffen und versuchen mehr herauszubekommen. Für die Menge an Credits muss das schon drin sein!“

Man hört Ghost etwas trillern.

„Nein Ghost, ich werde keine… äh… so essentielle Informationen auf mein Tagebuch sprechen. Aber hey, du hast recht, auf jeden Fall hat er auch Zeit mit mir, Shinzu Saito, verbringen dürfen. Das müsste ja schon Bezahlung genug sein!“

Erneut trillert der Droide etwas. Es klingt spaßig scheltend.

„Jaja, ich weiß, es ziemt sich nicht für eine Jedi eingebildet zu sein. Aber hey, komm…“ Sie deutet mit beiden Daumen auf sich und zeigt ein selbstgefälliges Grinsen. „Das bin halt ich. Ein Original, wie man so schön sagt.“ Ghosts Antwort klingt daraufhin resignierend. Ein paar Augenblicke vergehen und Shinzu wird wieder ernster.

„Aus der Nachbesprechung entstand dann noch ein interessantes Gespräch, das mich zum Nachdenken anregt. Ob ich wirklich eine Anweisung von Meisterin Thara nicht ausführen würde, wenn ich denke, dass sie völlig falsch ist? Ich meine, ich könnte das ja regelrecht als Aufforderung dazu verstehen, aber so war das bestimmt nicht gedacht. Sie ist viel schlauer und erfahrener als ich und würde wohl kaum falsch handeln. Außerdem ist sie nicht nur meine Meisterin, sondern überhaupt Meisterin und ich bin nur Padawan.“ Shinzu wirkt plötzlich sehr nachdenklich.
„Klar, wenn ich mal glaube, dass sie was falsch macht, werde ich ihr das sicherlich sagen. Doch wie ich ihr schon gesagt habe, ist das leicht, wenn die Zeit nicht drängt und sie mir alles erklären kann. Schwieriger wird es, wenn ich schnell handeln muss. Dann muss ich mich wohl zwischen meinen Bedenken und ihren Anweisungen entscheiden. Aber dazu wird es hoffentlich nicht oft kommen. Normalerweise sollte sie auf alles, auf das ich drauf komme, auch sie draufkommen. Dennoch beschäftigt mich das.“

Es vergehen einige Momente, in denen Shinzu einfach mit leicht gesenktem Kopf dasteht. Erst ein fragendes Zirpen von Ghost schien sie wieder aus der Starre zu holen.

„Ach, ja. Mach nur aus, ich muss sowieso ein wenig meditieren gehen, denn ich sollte das ja bald perfekt beherrschen für die nächsten Übungen. Bin gespannt, was da kommt. Danke für deine Hilfe, Ghost.“

Die Aufnahme wird an dieser Stelle beendet.

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Dienstag, 11. Dezember 2012, 10:03

12.12.11 NVC

Das Bild von Shinzu taucht auf. Wieder die gewohnte Aufnahme von ihrer Holocam. Sie befindet sich in einem kleinen Quartier mit zwei Betten.

„Padawan Fünf Acht Zwei Strich Siebzehn meldet sich auf Expedition Drei Neun zum Tagebucheintrag…“ Sie bricht in ein Lachen aus und beendet den Satz nicht. „Okay, ich glaube, das bedarf nun einer Erklärung, oder? Aber ich fang mal von vorne an. Ich hoffe Sila ist lange genug nicht im Quartier. Ich hätte sie fragen sollen, wo sie hin ist…“

Shinzu setzt sich im Schneidersitz auf eines der Betten.

„Ich bin mitgeflogen auf eine Expedition zu einem noch nicht wirklich bekannten Planeten: Helastar. Absolut super, dass mir meine Meisterin das erlaubt hat! Wir sind vorgestern angekommen und das erste, was man merkt, ist, dass ich plötzlich fast sechzig Kilo wiege. Aber nicht weil ich einen Monatsvorrat von Jujus Schokokuchen mitgenommen habe, sondern weil es hier eine erhöhte Gravitation gibt. Mal eins Komma vier. Zuerst störte mich das gar nicht so. Klar, man spürt es, aber sechzig Kilo sind jetzt auch nicht die Welt, aber gegen späten Nachmittag merkt man dann doch mehr Ermüdungserscheinungen.
Gestern durfte ich dann mit raus, um die Gegend ein wenig zu erkunden. Ich habe auf der Karte, die ich habe, auch den genauen Weg aufgezeichnet. Außerdem musste… äh… durfte ich die Repulsortrage steuern, welche die Ausrüstung beinhaltet. Das klingt jetzt nach nichts besonderen, aber die Ausrüstung ist sehr wertvoll und somit war meine Aufgabe durchaus verantwortungsvoll!“

Das Mädchen nickt, und man kann ihr ansehen, dass sie das durchaus ernst meint.

„Draußen ist es wirklich sehr interessant. Total fremdartig und fast ein wenig unheimlich, wenn die Sonne immer wieder verdunkelt wird. Die Asteroiden in der Umlaufbahn müssen echt riesig sein. Wir, das beinhaltet Meisterin Eryada, Ritter Varelis und Jedi Drei Acht Vier, sind zu einem kleinen Gewässer. Dort haben wir einige Lebewesen im Wasser gespürt, aber auch am Land. Wir nahmen ein paar Proben und sind dann weiter.
Unterwegs hatte ich plötzlich so ein Kribbeln im Nacken, als ob gleich etwas passieren würde und einen Moment später wusste ich, dass da vor mir etwas am Boden ist. Ich bin sofort zur Seite gesprungen und dann war das Kribbeln weg. Also hatte ich wohl so eine richtige Vorahnung! Wir entdeckten einen ekligen Käfer. Den Punkt habe ich auch auf der Karte verzeichnet. Der war in etwa so groß.“, sie zeigt mit den Finger so drei bis vier Zentimeter. „Jedi Deikan hat ihn anschließend in einem Reagenzglas gefangen und wir stellten fest, dass er leicht elektrisch aufgeladen ist. Man konnte das sogar durch das dünne Glas hindurch spüren.
Als Jedi Deikan ihn wieder frei ließ, flog er direkt auf sie zu, aber sie konnte mit einem beherzten Sprung ausweichen. Daraufhin nannte ich den Käfer Anti-Jedi-Käfer.“

Shinzu lächelt dabei, was wohl zeigt, dass sie das mit den Namen nicht ganz so ernst meint.

„Wir sind dann weiter und haben noch einen interessanten Pilz gefunden. Doch wichtiger war, dass Jedi Varelis, der uns beschützte, wohl bemerkte, dass uns etwas folgt. Daraufhin sind wir wieder zum Raumschiff aufgebrochen und ich wurde hineingeschickt. Ich nahm die Ausrüstung, sowie die Proben mit, verstaute erstere wieder im Lager und bat dann, dass die Proben ins Labor gebracht werden.
Als ich vom Lager zurückkehrte, entdeckte ich, dass Lacecna – der Miralianer Anwärter – bei der Aussichtsplattform war. Ich hab mich dann eine Weile mit ihm unterhalten.“ Sie atmet kurz durch und zeigt einen leicht besorgten Ausdruck. „Ich glaube, er hat es auch nicht immer leicht. Er erzählte mir, dass er gern in der Natur an einsamen Stellen meditiert, wenn ihn was beschäftigt, er aber nicht oft solche findet, wo er dann auch in Ruhe gelassen wird. Ob ich ihn mal die Höhle zeigen sollte, die ich mit Nekzor erkundete? Davor ist nämlich ein schöner See und es ist total ruhig dort. Wasser scheint er ja auch zu mögen. Ich werde da mal mit meiner Meisterin reden.

Später bin ich mit ihm in die Messe und hab dort Zy’la getroffen. Er saß mit Jedi Deikan und Jedi Varelis an einem Tisch. Ich setzte mich dazu und wir haben ein wenig geplaudert. Ich erzählte auch von dem Käfer und es stellte sich heraus, dass Jedi Deikan wohl keinen Gefallen an meiner oder Zys Namensgebung für den Käfer hatte. Dabei machte Zy einen guten Vorschlag: Shin-Hel Morastkäfer. Es stellte sich heraus, dass sie eigentlich gar nichts für solche Namen übrig hatte und sie eher nur nummerieren würde. Sie meinte sogar, es würde ihr nichts ausmachen, wenn sie nur Jedi drei acht vier wäre.“

Shinzu blickt ein wenig erstaunt, gepaart mit ein bisschen Skepsis drein.

„Daraufhin witzelten Zy und ich ein wenig darüber rum und sie lachte sogar. Ja richtig, sie lachte! Ich hab genau gesehen, wie sich ihre Lippen amüsiert nach oben gezogen haben! Dabei dachte ich, dass sie gar nicht dazu im Stande ist. Eigentlich habe ich eher mit einem Verweis gerechnet, aber scheinbar ist sie doch in Ordnung. Anwärterin Daesha… ich glaube, Nashiri heißt sie, kam dann auch dazu. Die ist in Ordnung, für dass, was sie mal war. Ich hab noch nicht genauer über sie nachgedacht, aber werde versuchen, mit ihr mal ins Gespräch zu kommen, um meinen Horizont zu erweitern. Und ich werde sie ein wenig beobachten, wie sie sich so verhält und welche Schlüsse ich daraus ziehen kann.
Wir wechselten dann ein wenig das Thema, weil Zy wohl eine Doppeldeutige Bemerkung machte. Jedenfalls schien das Jedi Deikan dann gar nicht zu passen und sie ist gegangen. Später kam sie recht erschöpft wieder, hat wohl ein anstrengendes Training gemacht. Vielleicht auch Situps? Bald darauf bin ich dann allerdings schlafen gegangen. War doch ein anstrengender Tag.“

Die junge Padawan überlegt etwas und lächelt dann nochmals in die Kamera.

„Jedi Varelis mag Süßigkeiten. Das hab ich bemerkt. Vielleicht kann ich ihm mal etwas abluchsen. So, jetzt muss ich aber zusehen, was ich heute zu tun habe. Am Abend macht Nashiri ja einen Vortrag, auf den ich mich schon freue. Mach‘s gut.“

Shinzu geht zum Aufzeichnungsgerät und beendet die Aufnahme.

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Donnerstag, 13. Dezember 2012, 11:07

12.12.13 NVC

Shinzu sitzt auf recht umständliche Art und Weise auf der Seite auf einem Krankenbett. Im Bild ist die Medstation der „Quasarlicht“ zu erkennen. Außerdem hat sie sich in die Bettdecke eingewickelt, sieht aber soweit ganz in Ordnung aus.

„Hey! Also gestern war wieder ein Tag… unglaublich. Aber ich fange am besten von vorne an zu erzählen. Als ich aus meinem Quartier ging, bemerkte ich, dass Jedi Megejin im Meditationsraum ist und bin hinein, um ihn ein wenig zu beobachten. Außerdem wollte ich gerade nicht alleine sein. Er schien aber gar nicht so konzentriert gewesen zu sein und hat mein Eintreten bemerkt. Wir unterhielten uns kurz und als ich meinte, ich würde mir gerne die Bewohner des Planeten mal ansehen, sagte er direkt, dass ich meine Ausrüstung vorbereiten sollen und wir losgehen!
Wir trafen uns ein paar Minuten später an der Schleuse und in diesem Moment hatte sich wohl auch Jedi Drei Acht Vier per Com bei ihm gemeldet und gesagt, dass sie berichten würde, wenn sie auf Einwohner treffen. Wir entschlossen uns dazu, auch Sarinah mitzunehmen. Da ich testen wollte, ob Jedi Magejin wirklich so cool drauf ist, wie die meisten sagen, habe ich dann einfach mal lauthals nach Sarinah gerufen und tatsächlich… er sagte nichts dazu. Schlussendlich haben wir sie in ihrem Quartier gefunden und sie sah irgendwie deprimiert aus.“

Das Mädchen seufzt leise.

„Es liegt wohl an der erhöhten Gravitation und an den Lekku. Das zusätzliche Gewicht scheint wohl ganz schön an ihrem Kopf ziehen. Zuerst wollte sie nicht mit, dabei finde ich, dass man das mit dem Gewicht schnell vergisst, wenn es aufregender wurde. Meisterin Eryada kam dann auch dazu und hat sie dann mehr oder weniger zum Mitgehen gezwungen.
Zwischenzeitlich hat sich Jedi Deikan gemeldet und berichtet, dass sie irgendwie Spuren von Einwohnern entdeckt haben oder so. Jedenfalls sind wir dann zu viert los und auch gelaufen. Das war schon ziemlich heftig mit dem zusätzlichen Gewicht. Sarinah tat mir umso mehr leid.
Wir sind auf die andere Gruppe gestoßen und haben dann Leute ausgewechselt. Jedi Magejin, Meisterin Eryada, Linidil und Juuranda sind aufgebrochen, um die Einwohner zu sehen, Jedi Deikan, Sarinah, die ich nicht alleine lassen wollte, und ich sind losgezogen, um Proben zu nehmen. Ich habe mich auch wieder um die Repulsortrage gekümmert.

Wir suchten mehere Plätze auf und teilweise ging es ganz schön bergauf. Sarinah sah so aus, als würde sie jeden Moment zusammenbrechen und ich bot an, sie auf der Trage mitzunehmen, aber das wollte sie nicht. Am liebsten hätte ich mich ja selbst auf die Trage gesetzt. Oben angekommen – ich weiß gar nicht, wie weit wird waren, aber definitiv weit, sahen wir ganz komische Pflanzen. Ich habe eine gescannt, aber die Daten sagten mir gar nichts. Sarinah hat weitere Proben gesammelt. Irgendwann konnte sie aber nicht mehr und hat sich endlich auf die Trage gesetzt. Wir machten uns auf den Rückweg. Eigentlich hätte Jedi Deikan schon viel früher was sagen sollen, finde ich.

Irgendwann auf dem Rückweg reagierte Sarinah nicht darauf, dass sie angesprochen wurde. Mir ist das Herz fast stehengeblieben! Doch nach einer kurzen Untersuchung stellte Jedi Deikan fest, dass sie nur Kreislaufprobleme hatte und gab ihr was. Unser weiterer Rückweg führte uns dann durch einen Canyon. Ich war ja selbst schon richtig erschöpft und dachte mir nur „Oh, nicht das auch noch“. Aber es nutzte nichts, wir mussten da durch und nahmen auch noch weitere Proben. Teilweise ging es auch ordentlich runter und der Boden war sehr rutschig und schlammig. Jedi Deikan nahm mir dann auch die Trage ab. Zum Glück! Beim dritten Abhang – finster war es auch schon – bin ich ausgerutscht und hergefallen. Ich weiß nicht, wie das passieren konnte, aber wahrscheinlich war ich schon zu müde und erledigt und habe mich darum zu wenig konzentriert. Ich rutschte runter und schlug mir mehrmals den Rücken und den Hintern an, denn der Boden war unter dem Schlamm echt hart und steinig. Unten angekommen dachte ich, dass ich mir sämtliche Knochen gebrochen habe.
Ich konnte jedoch aufstehen und Jedi Deikan scannte mich kurz. Prellungen und Blutergüsse. Man tut das weh! Aber ich musste weiter. Sarinah musste zurück zum Schiff und ich hab ihr versprochen, ich pass auf sie auf. Irgendwie ging es dann weiter, ich setzte Fuß vor Fuß und stapfte voran. Da ich die Trage wieder nahm, konnte ich mich darauf abstützen. Mein Steißbein muss ich mir wohl ziemlich angeschlagen haben, denn das tat mir auch immer mehr weh.“

Shinzu macht einen etwas gequält wirkenden Eindruck, als sie sich daran zurückerinnerte.

„Und es tut noch immer weh! Doch das war noch nicht alles. Offenbar ist uns eines dieser Schlangenwesen gefolgt. Ich wusste im ersten Moment nicht, was ich tun sollte. Alleine hätte ich mich locker verdrücken können, während sich Jedi Deikan darum kümmerte, aber mit Sarinah… wahrscheinlich nicht. Ich meinte noch zu ihr, dass wir von der Trage weg sollten, falls das Tier eben durch den Repulsor angelockt wurde, aber dann war plötzlich die andere Gruppe bei uns. Sie kümmerten sich gleich um uns und wir sind zurück zum Schiff. Dort hat Jedi Deikan Sarinah in so eine Kammer gesteckt und mich auch behandelt. Zumindest tut mir nicht mehr alles weh, sondern nur noch vieles. Aber mit Zähne zusammenbeißen wird es schon gehen. Ich pack das! So und nun werde ich das mit der Selbstheilung versuchen. Vielleicht klappt‘s und bringt etwas. Mach’s gut.“

Das Mädchen krabbelt langsam vom Bett und da sie nur ihre Unterwäsche trägt, kann man kurz erkennen, dass sie an ziemlich vielen Stellen Blutergüsse hat. Die Haut glänzt auch, was wohl an der Salbe liegt, mit der sie behandelt wird. Sie geht zum Aufzeichnungsgerät und deaktiviert es.

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Samstag, 15. Dezember 2012, 13:27

12.12.15 NVC

Shinzu führt die Aufnahme mal wieder in der Krankenstation durch. Allerdings scheint es ihr physisch soweit ganz gut zu gehen.

„Hey! Also langsam aber sicher verbringe ich mehr Nächte in der Med als im Quartier. Dabei ist es mir gestern ja wieder gut gegangen und es hat keinen Grund gegeben, warum ich auf der Med sein sollte. Aber Jedi Deikan bestand wohl darauf. Bevor ich mit ihr streite, habe ich mich aber gefügt. Hilft eh nichts, sich wegen so etwas mit ihr anzulegen.“

Das Mädchen zuckt mit den Schultern.

„Da heute aber auch Waath… äh, ich meine Jedi Marno auch auf der Krankenstation ist, scheint es zumindest nicht langweilig zu werden. Mit ihm kann man immer gut reden und ich fühle mich von ihm manchmal besser verstanden als von sonst jemanden - außer meiner Meisterin.
Gestern war jedoch wieder ein irrer Tag. Ich bin in den Trainingsraum gegangen, als ich hörte, dass Jedi Deikan und Jedi Varelis miteinander trainierten. Ich beobachtete die beiden und Varelis nutzte Ataru. Das sah recht eindrucksvoll aus und er war auch flinker als Jedi Deikan, so dass er das Übungsduell für sich entschieden hat. Allerdings dürfte der Stil ihm recht viele Kräfte kosten, denn er atmete schwer. Da sah ich meine Chance. Ich forderte ihn auch zu einem Übungskampf auf. Waath war ebenfalls anwesend.

Doch anstatt ein ehrbares Duell zu beginnen, hat mich Jedi Varelis einfach gepackt und über die Schulter geworfen. So ein mieser Schummler!“

Der Redeschwall wird von einem leisen Lachen unterbrochen und es dauert ein bisschen, bis sie sich wieder fängt.

„Aber ich habe nicht aufgegeben und konnte ihn Kitzeln. Ja richtig, Jedi Varelis ist kitzlig! Jedenfalls wollte er mich dann an Waath loswerden, doch die beiden konnten mich nicht halten und ich entkam ihnen. Daraufhin setzte ich mein Lichtschwert erst mal in den Trainingsmodus. Ich mein, ich hätte es schon früher aktivieren können, aber da war die Gefahr von ernsthaften Verletzungen einfach zu groß.
Dann lief das ganze richtig ab, aber ich glaube Varelis hat sich etwas zurückgehalten. Oder lag es vielleicht wirklich daran, dass er schon etwas erschöpft war? Jedenfalls konnte ich mich ganz gut mit der Shien-Technik verteidigen. Plötzlich deaktivierte er sein Lichtschwert und ich dachte, er plante irgendetwas Hinterhältiges und setzte schnell zu einem Sprungtritt an, der ihn an der Schulter traf. Tatsächlich hatte er jedoch nur einen Wadenkrampf und ich habe ihn voll umgehauen. Das war nicht richtig, denn er war ja nicht mehr im Duell und ich machte mir Sorgen, dass ich ihm weh getan habe.
Allerdings schien er weniger bekümmert und forderte Waath auf, sich weiter mit mir zu duellieren. In diesem Augenblick wusste ich, dass ich gegen Waath nur eine Chance hatte: ich musste ihn überraschen! Also warf ich mein Lichtschwert wie einen Speer auf ihn und habe ihn beinahe wirklich erwischt. Doch seine Reflexe funktionierten und er entkam um Haaresbreite. Ich beorderte mein Lichtschwert sofort zurück und stellte mich auf Prügel ein. Übungs- oder Trainingsprügel natürlich.“

Der Blick der jungen Jedi wandert kurz zur Seite, als außerhalb des Aufnahmebrereichs etwas ihre Aufmerksamkeit erregte. Wenige Augenblicke später konzentrierte sie sich wieder auf die Holocam.

„Waath scheint noch zu schlafen. Also ich erwartete, dass er mir zeigt, wie man so richtig mit dem Lichtschwert umgeht, doch dann ging der Schiffsalarm los und wir hasteten alle zum Besprechungsraum. Dort erfuhren wir von Jedi Deikan, dass die Einheimischen sich unserem Schiff genähert hatten. Ich durfte mich dem Begrüßungsteam anschließen!
Wir gingen also raus und da stand der, der sich Haaden nannte. Mit den paar Vokabeln, die wir kannten, war es nicht leicht, mit ihm zu reden, doch irgendwie klappte es. Wenig später gesellten sich noch zwei weitere dazu. Uwita und Anniwin. Wir fanden heraus, dass sie gerne unser Schiff sehen würden - also von innen. Ich versuchte mich mehr mit Haaden zu unterhalten, um deren Sprache besser zu lernen und dann gingen wir kurz hinein. Doch es war nicht einfach, denn sie schienen sich darin nicht wohl zu fühlen, da das Raumschiff künstlich ist und somit für die Teriwar etwas tot. An ihren Armen und Beinen begannen pflanzenartige Auswüchse zu wachsen. Irgendwie erinnerte mich das an eine entwurzelte Pflanze, die versucht, neue Wurzeln zu schlagen. Dennoch luden sie uns ein, in ihr Dorf zu folgen. Darauf freute ich mich dann so richtig, denn das hieß mit noch mehr von ihnen in Kontakt zu kommen und somit mehr Möglichkeiten zu haben, die Sprache zu lernen.
Ich hätte nie gedacht, dass das so interessant und spannend sein kann. Wenn wir im Tempel über andere Kulturen lernten, dann war das meistens irgendwie trocken und langweilig. Aber wenn man da wirklich alles erst erarbeiten muss und man glaubte ein Wort als erste zu verstanden haben, dann ist das einfach toll. Haaden war auch sehr geduldig mit mir und schien selbst unsere Sprache sehr schnell zu lernen. Obwohl sie immer wieder falsche Buchstaben mit einbauten.
Hm… vielleicht sollte ich meine Meisterin mal bitten, dass sie mir immer wieder ein paar Brocken Cheunh beibringt. Irgendwie habe ich total das Interesse an Sprachen gewonnen. Es ist, als ob man ein Rätsel lösen will. Man muss nachdenken, überlegen, wie man es mit den paar Worten, die man selbst versteht und mit Handzeichen Dinge erklärt. Jedenfalls habe ich Haaden die Bedeutung von schnell und von langsam erklären können.“

Shinzu wirkt durchaus ein wenig stolz, als sie davon berichtet und ihre Augen glänzen vor Begeisterung.

„Wir sind dann also los ins Dorf. Man, die haben aber ein ganz schönes Tempo vorgelegt. Auf Tython wäre es ein leichtes gewesen, zu folgen, aber hier mit der höheren Schwerkraft, ging das nicht mehr so einfach. Aber irgendwie haben wir es geschafft, mit ihnen mitzuhalten und sind dann in deren Dorf angekommen.
Das Dorf war richtig eindrucksvoll, alles schien pflanzlichen oder natürlichen Ursprungs zu sein und sogar das Licht spendeten so glühwürmchenähnliche Tiere. Haaden führte und zu einer Art Brunnen in der Mitte des Dorfes und forderte uns auf, reinzusteigen. Da ich ihn mittlerweile als Freund betrachtete, folgte ich der Aufforderung. Außerdem konnte ich keinerlei Täuschung oder bösartige Absicht von ihm ausgehen spüren. Dann spritzte er mich mit dem Wasser an und goss es über mich. Ich will an dieser Stelle einfügen, dass es echt saukaltes Wasser war. Aber das Ganze war vermutlich irgendeine Art von Ritual und ich glaube, er sagte zu mir, dass er mich goss - wie eine Pflanze. Daraufhin versuchte ich ihm zu erklären, dass wir Wasser trinken und wollte es auch zeigen, aber ich merkte, dabei, dass es wohl leicht giftig ist und ließ es dabei. Mit den anderen - Waath, Nashiri und Lindil - machte er das gleiche und dann setzten wir den Weg fort, wohl zu seinem Haus.“

Der Gesichtsausdruck des Mädchens verfinstert sich etwas.

„Ab da ging dann wohl alles schief. Wir spürten eine Art dunkle Präsenz. Im ersten Moment dachte ich, dass es vielleicht von Nashiri ausging - ein Reflex auf irgendetwas oder so - aber dann bemerkte wir, dass es aus Haadens Heim kam. Er führte und guter Dinge hinein und drinnen war die Hölle los! Da war ein Sith und acht Soldaten, sowie noch eine Teriwar - Qwera, wie ich später erfuhr. Der Sith zerteilte sie einfach in der Mitte. Grauenhaft!
Haaden aktivierte daraufhin sowas wie Verteidigungsanlagen und wir alle wurden von einem elektrischen Pflanzennetz gefangen. Das verpasste uns ein paar Schocks und dann ging alles drunter und drüber. Ehe wir uns versahen, hatte Haaden begonnen, die Soldaten zu… abzuschlachten. Der Sith und zwei Soldaten konnten fliehen und einer Überlebte zuerst. Die anderen wurden einfach… naja, durch Stromschläge oder so exekutiert.
Zuerst dachte Haaden, dass wir und die Imperialen zusammengehören, doch wir konnten es ihm zum glück klarmachen, dass dem nicht der Fall ist. In dem ganzen Durcheinander konnten leider ein paar Soldaten auch auf uns schießen und Waath sowie Lindil wurden getroffen. Lindil bekam zum Glück nur einen Streifschuss ab, aber Waath hat es ordentlich erwischt. Nashiri kümmerte sich augenblicklich um die beiden und ich war echt froh, dass sie dabei war. Der ganze Raum sah echt übel aus mit den ganzen Leichen und so. Und in der Mitte der trauende Haaden. Es machte irgendwie den Eindruck, als wäre Qwera seine Mutter, Frau oder Tochter gewesen. Jedenfalls irgendeine festere Bindung. Ich versuchte ihn etwas zu trösten.“

Shinzu zupft sich etwas an ihren Haarspitzen.

„Aber so sicher bin ich mir nicht, ob das wirklich geklappt hat. Er führte noch eine Art Ritual durch und die Überreste von Qwera zerflossen und wurden dann zu einer Art festem Wasser. Je länger ich den ganzen Raum jedoch ertragen musste, desto übler wurde mir. Ich glaube, ich war auch schon ganz blass im Gesicht. All der Tod vor meinen Augen…
Haaden forderte uns auf, das Dorf und auch den Planeten zu verlassen, er ist wohl der Meinung, dass wir irgendwie verantwortlich für das alles waren. Und vielleicht hat er auch recht, vielleicht fand das Imperium durch uns diesen Planeten. Außerdem strömten immer mehr Teriwar herein und es wurde deutlich, dass sie Jagd auf die Imps machen wollen. Den einen Überlebenden dürften sie wohl an diese Schlangenwesen, die ihre Freude sind, verfüttern.“

Bei der Vorstellung schauderte Shinzu kurz und schüttelt den Kopf.

„Der Rest ist dann schnell erzählt. Wir sind zurück zum Schiff, unterwegs hab ich mich übergeben müssen und das ist wohl der Grund, warum ich mal wieder hier auf der Med bin. Jedi Varelis, Jatara, seine Padawan und Zy’la kümmerten sich dann um mich. Das war mir fast ein wenig peinlich, soviel Aufmerksamkeit. Naja, ich hoffe, wir können uns mit den Teriwar irgendwie wieder besser vertragen. Ich würde Haaden gerne weiterhin als einen Freund zählen und ich würde gerne noch mehr lernen. Mal sehen, was der heutige Tag bringt oder ob wir wirklich verschwinden - was vermutlich das Richtige wäre. Ich melde mich wieder.“

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