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Sonntag, 26. August 2018, 20:57

23 NVC - Genesis

Blau-Grüne Augen blickten kühl in das endlose Grau des Himmels. Nur langsam hob und senkte sich der von Nachdenklichkeit erfüllte Körper. Langsam blickte er hinab und setzte den Stift an.

Xines Tagebucheintrag
Viel zu lange schon habe ich mich davor gedrückt wieder einen Eintrag zu erfassen, vor allem mich überhaupt mit derlei zu beschäftigen. Irgendwie kam nie der richtige Moment, die richtige Muse oder mir viel einfach nichts ein, was mich bewegte. Das hat sich nun aber tatsächlich schnell geändert. Ich glaube das Tagebuch hilft mir meine Gedanken zu sortieren und eine Ruhe zu erreichen, die ich im normalen Gespräch nicht erlange. Vielleicht war das Meister Dresarius Gedanke hinter dieser Aufgabe. Vielleicht sollte ich einfach etwas dadurch runter kommen.

Wenn ich manchmal in Gedanken abdrifte In letzter Zeit kommt mir bei meinen Meditationen eine Art Einsicht, oder ist es doch eher Reue? Ich weiß es nicht, aber wenn ich in die Macht eintauche erhasche ich einen Überblick über die Entscheidungen der Gegenwart und Vergangenheit. Es fühlt sich wie tausend Fäden an, die sich durch die Bilder meines Lebens ziehen und mir verdeutlichen welche Entscheidung zur welchen Konsequenz geführt hat...


Der Wind wirbelt durch die Nase in den Körper herein. Mit geschlossenen Augen bebt der Körper durch die aufkommende Energie, erhebt sich, regt sich und senkt sich wieder als die Luft den Leib durch den geöffneten Mund verlässt. Es riecht nach Feuer und Chaos. Zweifelsohne tat das Lagerfeuer im Rücken seinen Beitrag doch waren es eher die Rufe und Klänge von Forthan. Chaotische Seelen in verzweifelten Momenten mit der Briese von Neugier all jener, die zu gucken konnten. Langsam hob er den Kopf wagte ihn zu den Seiten und blickte auf die mit rot durchzogene Altstadt. Der Kälte entgegnete nur die Wärme des Lagerfeuers.

Xines Tagebucheintrag
...“ID“ war ein reiner Alptraum. Wir wissen immer noch so unendlich wenig aber als diese Kinder, dieses...Ding sich einen Zugang zu unserem Verstand verschafft hat, war da so viel Machtlosigkeit. Sie griff tief, die Eindrücke griffen sehr tief. Ich werde wohl nie das Gefühl vergessen an einen Tisch geschnallt zu sein und den Brustkorb geöffnet zu bekommen. Und hätte es im realen Leben wohl kaum erfahren Ebenfalls so eine Entscheidung, die sich durch mein Leben zieht. Doch trotz aller Entscheidungen, was hat es gebracht? Was habe ich bisher erreicht? Den Ritterstand? Na bravo Es kann nicht das Bestreben eines Jedi sein persönliche Erfolge zu erlangen. Seit den Zakuul fühlt sich alles etwas anders an. Und obwohl wir wieder auf Tython sind hat sich dieses seltsame Gefühl in meinem Geist festgebissen. Dieses Gefühl, dass die alten Tage vorbei sind. Das Gefühl, dass wir nur sehr wenig auf Andere zählen können und das die Galaxie weitaus dreckiger geworden ist, als sie ohnehin schon war...


Mit der verschmutzen Hand fährt der Jedi sich entmutigt über das Gesicht, treibt dabei den Schmutz in die Poren, doch es ist ihm egal wie so vieles anderes. Ein nachdenklicher Blick fokussiert den Kommissionsturm während zwei Finger das Kinn um spielen.

Xines Tagebucheintrag
...Ich passe mich an, diese Ausrede habe ich zuvor verwendet. Es war eine Notwendigkeit und daran glaube ich immer noch fest. Wir mussten uns ändern, wir mussten dynamisch agieren. Ich habe viele Jedi gesehen die, während Zakuul die Galaxie zerrissen hat, sich auf einen Planeten zurückgezogen haben um ihr Farmerherz zu beglücken. Das war nie eine Option für mich. Ich kann nichts außer ein Jedi sein musste handeln und konnte nicht zu sehen oder wegschauen. Zakuul forderte viel, nicht nur von meinem persönlichen Kodex sondern auch von allen um mich herum. Fordert es immer noch. Entscheidungen haben uns hierher geführt, meine Entscheidungen. Einige kann ich vertreten, andere verfolgen mich in der Nacht machen mir ein schlechtes Gewissen. Es ist schwierig mit verschwommenem Blick nach vorne auf das Ziel zu schauen und dabei keine der Grenzen zu überschreiten, die am Boden sind.
Definitiv 5 Credits in die „Dumme Sprüche“-Dose
Skye hat das mittlerweile auch festgestellt. Ich spüre es und sehe es ihr an. Sie hadert mich sich und dem was sie tun will, kann und sollte. Es ist sicherlich keine einfache Zeit für meine Padawan und ich frage mich, ob ich ihr ein guter Lehrer bin, ob das was ich tue und wo ich sie hinein ziehe überhaupt gerechtfertigt ist. Es ist eine Sache die Grenze selbst zu dehnen aber eine vollkommen Andere, wenn jemand einem dabei folgt....


Xine legte den Stift kurzzeitig aus der Hand und lauschte in die Ferne. Die Schüsse hatten aufgehört und auf dem Com blinkte ein stechend grünes Lämpchen. Eine Nachricht war angekommen. Der Jedi hoffte, dass sie von Captain Ohyn kam und, dass sie es geschafft hatten die Verwirrung zu nutzen um an den Kreuzer heran zu kommen. Zögerlich aber dann doch recht zügig griff der Rotschopf das Com und öffnete die Textnachricht. „Aurek ist Cern, Aurek ist Cern. Iron Nut ist präpariert. Verlassen Zone.“, las der Jedi gedanklich seinem Selbst vor. Captain Ohyn hatte erreichen können, dass der Kreuzer so schnell wohl keine unmittelbare Gefahr darstellen würde. Zumindest würde es reichen bevor die Soxica, dort auftauchten und mit ihrer Feuerkraft dem Schiff den Rest gaben. Bald wäre es soweit und der Weg zum Turm frei. Xine legte das Com bei Seite, blickte nochmal auf den Turm und dann auf das Pad.

Xines Tagebucheintrag
...Noch wenige Augenblicke, ehe wir den Kommissionsturm auf Forthan betreten können. Das Chaos war ungeplant aber hat doch eine willkommene Begleiterscheinung. Ich wünschte nur, es wären dabei nicht solche Sach- und Personenschäden entstanden. Wieder dieses Denken, diese Art. Eigentlich müsste ich in tiefe Nachdenklichkeit verfallen. Was hier passierte war ist falsch. Doch leider kamen wir zu spät um das unmittelbare aufzuhalten, immerhin konnten wir noch ein paar Bürgern helfen, damit die Soxica ihnen nicht alles wegnehmen. Bald hatte das alles ein Ende. Dieser kleine Bürgeraufstand, die Zakuul auf Forthan und auch der Paladin, der Haeldra zweimal angriff, unzählige Leben auf dem Gewissen hat und noch weitere sich Untertan machen wollte. Auf eine perverse Art freue ich mich auf die Konfrontation. Nicht um das Kampfeswillen aber um die Antworten auf mein „Warum?“ zu erhalten.
Es gibt da dieses Sprichwort:“Sterbe als Held oder lebe lang genug um selbst der Böse zu werden“. Skye hat die Grenze erkannt, ich suche sie noch und hoffe dabei, dass es noch nicht zu spät ist. Seit einiger Zeit frage ich mich wie das alles angefangen hat, wie es dazu gekommen ist. Ich frage mich was wohl mein...Genesis war.


Eine bekannte Person näherte sich von hinten. "Was macht ihr da Meister?", fragte Skye. Der Jedi schaltete das Pad aus und verstaute es in dem Rucksack.

"Nichts"
"RP ist kein Singleplayer"
Ich


Dem Tauntaun-Prinzip sein offizieller Verfechter



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Shifty (26.08.2018), Harlen Gregorius (28.08.2018)

62

Dienstag, 26. Februar 2019, 14:34

24 NVC - Hey du, Jedi!

Gelb, Rot und Grau jagten wahnwitzig aneinander vorbei. Zischend, nahezu ohrenbetäubend pfeifend, ertönte der Hall energiegeladener Triebwerke. Der feste Ruck brach die harmonische Formation und ein kurzer Moment des Chaos offenbarte, dass diese Perfektion keinesfalls stabil war. Huttische Flüche wurden gegenseitig ausgetauscht ohne dass doch nur eines seinen Weg zu dem Anderen finden würde. Wut stieg auf und zerkochte so schnell, wie sie gekommen war. Ein fast fataler, ewig gefühlter Moment, löste sich binnen weniger Augenblicke wieder auf. Von hier unten, in der Nähe des Vergnügungssektors, bekam man nichts davon mit. Eine perfekte Symphonie der verschiedener Gleiterbahnen erstreckte sich über den Himmel hinaus, so dass dieser winzige Ausbruch nicht mehr als ein Blinzeln andauerte.

Der fade Blick wollte sich nur widerwillig von der hypnotischen Wirkung des fernen Himmels lösen und sich den Reizen der nahen, unmittelbaren Realität widmen. Mit langsamen Schritten eröffneten die tiefen Bassklänge und das Neonfarbene Licht nur einen winzigen Einblick in die vermeintlich endlosen Möglichkeiten, die jeden erwarten sollten, der sich ihnen hingeben wollte. Es war unverständlich, welche magnetische Wirkung diese Gebiete auf die Bewohner hatten, doch so unverständlich es war, fühlte auch er sich dort immer wieder. Keine Anziehung, kein offensichtlicher Grund, aber jeder Besuch des Planeten führte unmittelbar immer wieder in diesen Sektor. So hatte wohl dieser Ort auch eine Anziehung auf ihn selbst, so schwer er sich auch tat dies vollends zu akzeptieren. Mit jedem Schritt durch die einladende Promenade, empfingen die Lokalitäten ihre Gäste offenherziger, schnell ließ man die ersten Geschäfte hinter sich, es folgten unzählige weitere. Man nahm den verheerenden Unfall eines Swoop-Bike wahr, in waghalsigen Geschwindigkeiten rasten Pod-Renner auf Malastare um eine Menge Geld, das Grüne war schneller als das Blaue, Getränke gab es zum halben Preis und bei all dem Geruch von süßen Leckereien wurde man überhäuft von Eindrücken, politischen Aussagen und unterschwellige Beeinflussungen. Nach fünf Minuten hatte man mehr über Sport gelernt, als man je wissen wollte. Hatte einen Hunger auf Dinge entwickelt, die man zuvor nicht kannte und war von mehr Leuten entdeckt worden, als man erahnen wollte.

Leben pulsierte zwischen den Reklametafeln nicht, es brannte förmlich in wildschlagenden Flammen und entzündete jeden, der sich traute nur einen Schritt näher zu treten. Nach all der Kriege und der Toten, nach all den Verlusten, Ängsten und Schwierigkeiten, hatte nichts davon diesen Ort erschüttert. In nostalgischer, monotoner Unwichtigkeit konsumierten alle Anwesenden weiter ohne auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Eben diese besondere Anziehung und diese hypnotisierende Wirkung der absoluten Isolation von der harten Realität, machte diesen Ort so attraktiv. Er atmete mit tiefen Lungen ein und zog die süßen Gerüche durch die Nase in das tiefste Innere. Selbst surreales Leben konnte sich entspannend anfühlen und bestärken. Hätte das Lichtpanel bereits seit Minuten in sein Gesicht geschienen, hätte er wohl gar nicht bemerkt wie eine Stimme daraus rief. „Jedi, hey Jedi“, warf die Tafel über die Promenade hinweg. Für einige Sekunden mussten sich seine Ohren erst an dieses Geräusch gewöhnen, so tosend wie die anderen Eindrücke alles überlagerten. „Hey Jedi! Ja, genau du!“, sprach die Tafel in die Menge hinein. Fast fühlte es sich wie eine Dauerschleife an, eine Werbemaßnahme und ebenso wurde sie behandelt. Fotos, Aufnahmen, ein kurzes Lachen. Er schaute sich fragend um, ob denn jemand auf diese Aufforderung reagierten wollte. Ein aufkommenden Lichtstrahl blendete ihm ins Gesicht und nachdem er sich Augen gerieben hatte, war er sich nicht sicher ob er gerade jemand hatte laufen gesehen oder dies nur eine optische Täuschung war.

Das Rothaar hatte die Augen weit aufgerissen und presste sich gegen die Wand der kleinen Nebenstraße. Sein Herz bebte vor Aufregung, überrumpelt von der derzeitigen Situation. Er schaute sich kurz um, ob er beobachtet wurde, ehe die in der Nebenstraße befindlichen Tafel umschalteten und einen Chor aus synchron sprechenden Digitalstimmen bildeten. „Hey,…Jedi…kommt her…na los“, ertönte es in Richtung des Rothaars, dass sich gewiss war, gemeint zu sein. Hurtig platzierte sich Xine vor den Monitor. Ein zischendes „Was?“, entfuhr seinen Lippen. „Ihr schuldet mir noch einen oder zwei Gefallen. Ich fordere nun einen ein“, kam es bewusst dominant und herrschend von der Tafel. „Hier!?“, gab der Ritter entrüstet zurück dabei nur wenig Rücksicht darauf nehmend, wie paradox das Gespräch mit der Tafel wirken mochte. Noch ehe die Lippen, die letzten Worte gesagt hatten, blinkte auf der Tafel eine Anschrift auf inklusiver der Anweisung sich dorthin zu geben und das dortige Comlink aufzunehmen. Langsam hob sich eine skeptische Augenbraue und Xine wollte etwas sagen, wurde dennoch kurz darauf von der typischen Werbung für Energiegetränke in unverhältnismäßig hoher Lautstärke angebrüllt. Der Jedi erstarrte vor Schreck und bewegte sich dann in kurzen Schritten von der Werbetafel weg. Er hatte binnen von wenigen Sekunden bereut jemandem einen Gefallen zu schulden.

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Shifty (26.02.2019)

63

Montag, 6. Mai 2019, 20:13

Tagebucheintrag: Humor der Macht

*Der neuste Tagebucheintrag umfasst eine Holoprojektion des Ritters. Zuerst ist das nebelige Blau zu erkennen, eh das Schema des Ritters in den Vordergrund tritt und auf einem Stuhl platz nimmt, den Kopf in den Nacken gelegt*

Anwärterin...Sheysa...Garrde. Nein, es klingelt zurecht und Ja, es ist mir selbst erst viel später aufgefallen. Es war bei der letzten Gesprächsrunde, als die neue Anwärterin mit einem staatlichen Alter von 27 Jahren sich mir vorstellte. Zuerst hatte ich die Ähnlichkeit nicht registriert, aber als ich selbst dann "Garrde" aussprach, erinnerte ich mich an Hanaa. Garrrrrde *wird das r übertrieben von dem Jedi gerollt*. Der Name blieb mir einfach im Gedächtnis und ich fragte mich instinktiv, ob es einen Zusammenhang zwischen der neuen Anwärterin Garrde und der alten Anwärterin Garrde gab.

*Xine pausierte für einen Moment*

Vermutlich wäre es jetzt wohl von größerer Debatte, wen man als "alt" und "neu" zu bezeichnen müsste.
*Der Ritter wirft den Kopf nach vorne, stützt sich mit den Ellenbogen auf einem Tisch ab und blickt zur Seite*.
Und wäre das nicht schon genug gewesen, um eine Verwirrung in mir Keimen zu lassen, offenbarte sie, dass sie eine Sith ist.

*Das Rothaar hebt langsam die Hand in abwehrender Haltung*


Verzeiht. Sith war. WAR.

*Der Jedi reibt sich mit zwei Fingern die Schlefe*

Instinktiv zogen sich in mir alle Muskeln zusammen, ich ging in eine angespannte Haltung über, jeden Moment bereit mich zu verteidigen. Boah...der Schweiß lief mir in kleinen, feinen Tropfen den Nacken hinab. Augenblicklich wurde ich nervös. Grmpf...ich kann Sith einfach nicht leiden und werde es wohl niiieee können, doch ich war gefangen zwischen meiner Abneigung gegen die Sith und Morwena Aquae, einer ehemaligen Sith, die den Sprung in die Jedi geschafft hatte. Meine Abneigung obsiegte, zumindest in dem unmittelbaren Gespräch, doch war es der Respekt vor Morwena, der mich innerlich tadelte und ein Ungleichgewicht auslöste. Noch immer kann ich nicht ganz greifen, wieso ich einen Unterschied ziehe, aber als ich damals Ritter Aquae kennengelernt hatte, da war sie noch Padawan.
Ich kannte ihre Vergangenheit nicht. Hm... ich erinnere mich an Chilonis Standpauke, die mir einbläute welche Schwierigkeiten die reife Frau bereits durchmachen musste. Zuerst begriff ich nicht und dann offenbarte sich Morwena mir, oder die Mirialanerin erzählte es.

*Xine schweigt für wenige, nachdenkliche Sekunden*


Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, wie ich davon erfahren hatte. Doch sicher bin ich, dass als ich von Morwenas Laster erfuhr, sie mir bereits so sehr als Verbündete bekannt war, ich ihre Vergangenheit ausgeblendet hatte. Sheysa Garrde wird dieser Luxus bei meiner Person vermutlich nicht mehr zu teil.

*Den Kopf leicht wiegend und die Hände auf dem Tisch gefaltet, seufzt der Jedi*

Aaaabsoluter Höhepunkt der Ironie ist, dass der Bürge für Anwärterin Sheysa Garrde niemand geringeres, als Ritter Morwena Aquae selbst ist. Die Ex-Sith, die die Ex-Sith zu den Jedi holt. Puh...als gäbe es eine Höhle lauter Ex-Sith, die nur darauf warten abgeholt zu werden. Ich bin mir nicht sicher, ob sie sich nicht überschätzt hat, ob sie die Anwärterin nicht überschätzt hat. Ich hab mich natürlich informiert. Zuerst hatte ich mich zwar gewundert, dass die Akte so leer war. Normalweise entsprach es nämlich nicht Morwenas Art so schlampig zu arbeiten. Ich meine mit diesen mickrigen Daten, hätte mir Sheysa Garrde erzählen können, dass sie hauptberuflich Bantha-Milch einfärbt. Es hat einige Klicke, Flüche und genervte Schläge auf die Konsole gedauert, bis ich herausfand, dass die Akte nicht leer ist, sondern besser verschlüsselt wurde, als die nuklearen Orbitalschlag-Codes der Republik. Und das soll wirklich was heißen.

*Erneut legt der Jedi den Kopf in den Nacken und lacht mit leichtem Bauch und einem kindlichen Kichern*


Beim heiligen, dreibeinigen Tauntaun der Verdamnis. Ich habe überhaupt keine Motivation mich mit solchen Dingen zu beschäftigen, Pro mit Kontra abzugleichen, einigen Leuten auf die Finger zu hauen. Eigentlich will ich nicht mal von Ex-Sith in meiner Umgebung wissen.

*Xine legt den Kopf - mit der Stirn zuerst- auf den Tisch*

Warum? Warum muss die Macht meine eigene Sturheit und Geduld immer so wieder auf die Probe stellen? Und warum ist ihr Humor einfach so übernatürlich schlecht?

*Die Aufnahme wird, nachdem einige Schläge ins Leere gehen, durch einen Treffer mit der flachen Hand beendet*

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Saneera Uniri (06.05.2019), Sheysa (06.05.2019), Shifty (07.05.2019), Jestocost (07.05.2019)

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Dienstag, 21. Mai 2019, 22:31

24 NVC - Cui honorem, honorem

Xine blickte nicht hinauf, in den zugezogenen und wolkengrauen Himmel über ihm. Zweifelsohne spiegelte das Wetter die Stimmung am Boden wieder. Der Jedi hatte seine Robe eng um den Körper geschlungen und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Er hatte sich abseits der in schwarz gehüllten Personen gestellt, die ruhig ihre Gedanken austauschten, sich umarmten oder Worte der Zuversicht wechselten und so ihre Form der Trauer nachkamen. Die Angehörigen des Militärs, mit gepflegten fast perfektem Äußeren, kamen makellos ihrer Pflicht nach und taten alles um die Angehörigen und den Umstand wieso sich heute hatten zusammengefunden, zu würdigen. In Mitten der Trauernden wurde ein Loch ausgehoben, zu dessen Seite ein weißes Kreuz stand. Xine war Zeuge seines Versagens und der daraus folgenden Konsequenz geworden, erneut. Das Rothaar vermied es den Blick zu heben, er wusste, dass die Trauernden wussten, dass er wusste, dass sie ihn vernommen hatten und so fühlte er sich trotz seiner Distanz in mitten des Geschehens. Eine Windböe blies dem Jedi entgegen und er hob zwei Finger, die er ruhig zu seiner Kapuze führte um diese tief im Gesicht zu behalten. Nachdenklich vernahm er, dass sie nicht mehr zitterten und die Resignation über diesen Befund keimte.

Es war – für manch einen Anwesenden – wohl ein Frevel, dass die Jedi zur Beerdigung gekommen waren, Xine spürte neben der Trauer die Blicke und die Vorwürfe. Da waren sie nach langer Zeit wieder im Dienste der Republik und schon opferten sie andere statt einen der ihren. Er konnte ihnen diese Empfindungen nicht verübeln, denn er dachte genauso. Die Familie, die in der Nähe des Grabes stand, fixierte er mit seinen kühlen blau-grünen Augen. Eine ältere Dame weinte, hielt sich ein Tuch vor das blasse Gesicht und hatte so zittrige Knie, dass sie beinahe fiel. Ein Mann hielt sie indes im Arm, auch er kämpfte sichtlich mit den Tränen, während er versuchte seiner Frau Trost zu spenden. Ein Junge, nahezu sieben Jahre alt, verstand die Welt nicht mehr und klammerte sich an seine Mutter. Xine spürte diese Eindrücke nicht nur, er erinnerte sich an sie, erinnerte sich an die Konsequenzen von Raxus Prime, Haeldra, Forthan, Empress Teta. An den Moment wo Joelpran Sirkos zu Boden fiel, als er Siralis leblosen Körper fand, als Sarge sich auf Forthan opferte und an die zahlreichen anderen Leben, die verloren gingen weil er sie nahm, indirekt oder direkt. Ein Jedi obsiegte über seine Emotionen, aber er war ein Narr, wenn er glaubte, dass damit eine Schuld verziehen wäre. Ein Narr, wenn er glaubte, dass die Zurückgebliebenen diesen Frieden, den ein Jedi in innerer Harmonie anstrebte, als Grund oder Kontext anerkannten. Das Rothaar erfüllte es mit Kummer, dass er Richter und Henker zugleich wurde und solchen Schmerz erzeugt hatte. In der Hinsicht waren Jedi stumpf. Um sie würde man nicht derartig trauern, was er angesichts der Situation nur zu gut verstehen konnte.

Blasmusik setzte ein, vorgeführt von fünf der Soldaten, und hielt die Anwesenden dazu an die Gespräche einzustellen. Es dauerte nicht lange bis ein weiterer Soldat eine silberne Urne zum Grab trug. Begleitet wurde er von einem Geistlichen, sowie zwei höher dekorierten Offizieren. Ein jener war Lieutnant Sisk, der nach seiner Verletzung mit einer Krücke bestückt war und dennoch ohne Murren, Meckern oder Zögern an das Grab heran trat. Während die Urne behutsam hinabgelassen wurde, ertönte eine Salve Blasterfeuer. Xine zuckte kurz zusammen. Dann noch eine. Xines Augenlider zuckten. Und als die letzte Salve gefeuert wurde, bewegte sich der Jedi keinen Deut. Lieutnant Sisk überreichte die gefaltene Flagge der Republik der Familie und begleitete diese mit Worten des Mitgefühls und Beileids. Ohne Zweifel würde gesagt werden, dass ihre Tochter im Dienste und zum Wohle der Republik ihr Leben ließ, dass sie tapfer war, Respekt und Anerkennung genießen würde. Niemand traute sich zu hinterfragen, ob sie vielleicht Angst gehabt hatte, ob es das Wert war und ob sich in einigen Monaten noch irgendjemand der Befehlshaber darin erinner würde. Es war zu schmerzhaft nachzuhaken, also wurde geschwiegen.

Xine senkte den Kopf in Demut. Die Wahrheit war, dass die Wahrheit niemanden interessierte, denn mittlerweile war allen klar, dass der neu aufflammende Konflikte solche Anlässe fördern würde, dass sie nicht das letzte Mal hier stehen würden und das Opfer nicht aus freien Willen geleistet wurden. Am Zenit des Konfliktes – so dachte Xine – würden Namen schneller fallen als Regentropfen und dann würde sich niemand mit wahrer Demut an ihre Hingabe erinnern. Das war die wahre Heldentat. Sich zu opfern, wenn kein glorreicher Sieg wartete, kein Glockenspiel oder eine Medallie. Sich zu opfern, wenn es um nichts ging, als das Leben von einigen wenigen. Doch auch für Amico galt, was für sie alle noch gelten würde. „Ehre wem Ehre gebührt“.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xine« (21. Mai 2019, 22:42)


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Shifty (21.05.2019), Harlen Gregorius (21.05.2019)

65

Dienstag, 18. Juni 2019, 22:02

24 NVC - Die zwei Wölfe

"Lauf, Lauf!", brüllte das Rothaar den Snivvian an, der sich schnell hinter irgend etwas hinwarf und die Finger über den Kopf schlug. Blasterbolzen flogen durch die Luft, Schweiß ran die Stirn hinab. Binnen von Sekunden zerstörten Explosionen, schweres Atmen und das penetrante Brummen zweier Lichtschwerter die Stille. Xine duckte sich, zog fließend über den Boden. Eine Faust traf den Magen eines Chelnok, die blaue Klinge fand die Brust des Nächsten und zog glühende Kennungen über die Brust. Ein Bolzen kam schneller als erwartet, Xine schrie, hielt sich den Arm, sofort war die Wunde verbrannt und der Jedi wieder im Geschehen. Ein rotes Lichtschwert, die dunkle Seite der Macht, dann das Aufeinandertreffen von Rot und Blau. Beständig und doch unterlegen weichte der Jedi zurück. Immer wieder segelten Blasterbolzen zwischen die zwei Kontrahenten. Xine sah kein Gesicht, nur ein Schemen in Gewand und schon segelte die Nebenhand in den Dreck. Wacker und schweißtreibend wurde er zurückgedrängt. Die Schritte waren schwer, der Atem erschöpft und die Zähne vor Anspannung fast am zerbersten. Noch ein Schuss, erneut zu schnell doch kein Aufschrei nur plötzliche Dunkelheit.

Ein Tropfen fiel auf den Boden. Noch einer. Und noch einer. Es folgten zahlreiche weitere Tropfen, die von einem undichten Rohr in der Decke hinab auf die Wasserlache fielen, die sich in der hinteren dunklen Ecke des kühlen Raumes gebildet hatte. Kaum nennenswertes Licht schien durch die Tür am anderen Ende hindurch und erzeugte nur eine Anmutung der Raumkulisse. Gerade genug, um die Hände vor den eigenen Augen sehen zu können. Die Geräusche von Rascheln zogen sich durch den Raum, als der Gefangene – welcher an Ketten von der Decke baumelte – langsam wieder zu Bewusstsein kam und sich reflexartig leichten Bewegungsschüben ergab. Das Rothaar murrte und versuchte Herr über seine Sinne und seinen Körper zu werden. Seine Haut fühlte sich taub und seine Gliedmaßen schwer an. Der Schädel brummte und allein der Versuch die Macht zu benutzen, ließ die Übelkeit in seinem Hals hinaufsteigen. Xine befand sich in einem Zustand der zwischen „Wach“ und „Schlafen“ einzuordnen gewesen wäre und sich beständig zu wechseln schien. Feuchte Tropfen liefen aus der Nase und der Jedi zog sie immer wieder mit einer angestrengten Miene hinauf, dabei das typische Geräusch dafür von sich gebend. Langsam öffnete er den Mund, atmete die kalte Luft ein und ächzte in die Stille hinein. Ganz vorsichtig bewegte er den Kopf umher, begutachtete seine Zelle und gliederte langsam die Ereignisse aneinander. Über die nackte Haut des Oberkörpers breitete sich die Feuchtigkeit aus, auf die sich ebenso sofort die Kälte stürzte. Seine Zehen berührten immer mal wieder den Boden und zwar derart leicht, dass es fast schon kitzelte. Ein abstraktes und verwirrendes Gefühl.

Weißes Licht strahlte von der Tür direkt in das Gesicht des Jedi und unterbrach dabei alle Gedanken. Lediglich brennender Schmerz, der sich tief in die Augenhöhlen trieb, erfüllte das Gesicht des Rothaars. Die Tür hatte sich geöffnet und jemand trat mit langsamen aber äußerst festen Schritten in den Raum hinein. Xine blinzelte dem Schemen entgegen und nachdem sich die Tür geschlossen hatte, entzündete sich die Deckenbeleuchtung, dabei den Raum in vollkommenes weiß tauchend. Mit einem Stöhnen schloss der Jedi die Augen und wendete den Kopf ab. Der plötzliche Lichtwechsel überforderte den Ritter und so liefen einige wenige Tränen das Gesicht hinab. Erneut klimperten die Ketten an denen der Mensch hing, als er sich des Schmerzes wegen wand. Der pulsierende Schmerz war unangenehm, zog sich vom Rücken, über die Schulterblätter zum Nacken hinauf, ziehend fast schon zerreißend. Jegliche Gegenwehr war nicht nur nutzlos, sondern noch vollkommen unmöglich, viel zu erschöpft fühlte er sich in der derzeitigen Situation.

„Kennst du den Kampf der zwei Wölfe?“, ertönte die tiefe, feste Stimme eines Mannes in den Ohren des Jedi, der sofort seine restliche Aufmerksamkeit auf das Schemen warf. Zu seiner benebelten Überraschung blickte Xine in ein Spiegelbild mit grünen Augen. Der Blick allerdings, bot eine Mischung aus Abscheu und Mitleid. Mitleid, dass nicht seiner Situation, sondern ihm selbst gewidmet war. Der Jedi bildete sich ein, dass er gerade bewertet, sondiert und für bemitleidenswert empfunden wurde. „Der Eine ist böse, voller Hass, Arroganz und Neid und der Andere...der Andere ist das Licht. Gesegnet mit Liebe, Zuneigung und Empathie. Rate welcher von beiden ich bin.“, kam es von dem zweiten Rothaar im Raum, welches die Regungen nur zu gerne sehr genau musterte, sich aber an eine deutliche Distanz hielt und mit verschränkten Armen sowie dem feinen, ordentlichen Offiziersanzug den Eindruck eines empathielosen Snobs verdeutlichte.

„...das kann nicht sein“, purzelte es aus dem Jedi langsam und undeutlich heraus, der die Situation kaum erfassen und interpretieren konnte.
„Tatsächlich kann es sein und ich bin durchaus real. Du bist auch nicht tot, sollte das die nächste Frage sein, die du hättest stellen wollen. Ich würde zwar gerne behaupten, dass es schön ist dich zu sehen, wenn wir aber ehrlich sind, gibst du gerade keinen sehr beneidenswerten Jedi ab.“, Enix pausierte.
„Kannst du dir denn vorstellen, was passiert ist oder wieso du hier bist?“, fragte der Sith mit entspannter und analytischer Stimme, dessen dunkle Präsenz Xine nun spüren konnte. "Ich...spreche...nicht...mit... Sith", gab Xine in Bruchstücken und mit längeren Atempausen von sich. Der Speichel lief ihm an den Mundwinkeln in Tropfen heraus und die Augenlider flackerte unter den schmerzhaften Licht.
"...wie schlagfertig", quittierte der Sith die Aussage mit vollkommener sarkastischer Tonlage.
"Euer Doktor, so rätselhaft er war, hat ebenso versucht bloß kein Wort mit einem bösen bösen Sith zu wechseln". Xine schloss die Augen länger und versuchte sich zu konzentrieren, was ihm Stück für Stück immer besser gelang. Aus einer Flut an Eindrücken in einem reißenden Sturm wurde lediglich ein Sturm und langsam ein ruhiges Gewässer doch jeder Schritt in Richtung Bewusstsein trieb den pochenden Schmerz in die Höhe. Der Jedi peinigte sich, seine Wahrnehmung zu schärfen und dabei nicht durch die Hitze in seinen Gliedmaßen aufzuschreien.

"Wach bleiben", befahl der Sith und untermauerte seine Aussage mit einer eindrucksvollen Backpfeife mit dem Handrücken, die das schon taube Gesicht impulsartig traf.
"Wehe dir, dass du..." - "Zu wenig, zu spät. Spar dir also deine leeren Drohungen. Dr. Traskana hat mir bereits erzählt was ich wissen musste, andernfalls wärst du nicht hier", unterbrach Enix seinen Bruder. Die Ketten klimperten als Xine daran riss. Der Frust aufgrund der Hilflosigkeit keimte auf, zu wenig um etwas zu bewegen, zu viel um passiv zu verharren. Der Sith blickte die Ketten hinauf und seufzte mitleidig über die Unfähigkeit des Jedi sich der Situation zu ergeben. Xine runzelte die Stirn hilflos, fast schon quiekend kam es aus dem Ritter heraus.
"Die Sith Enix? Du bist ein verfluchter Sith?". Genüsslich und in vollkommener Ruhe schloss der Angesprochene die Augen und setzte wenige Schritte zurück. Die Hände verschränkte er vor die Arme und begann langsam auf und ab zu laufen. "Naaaaa endlich. Ich hatte schon angenommen, dass du dich gar nicht mehr dafür interessieren würdest was aus mir geworden ist. Du hast es ja ziemlich lange durchgehalten mit so ungefähr 28 Jahren voller Desinteresse", begegnete Enix - der Situation zum Trotz - Xine mit der Leichtigkeit eines Kindes während der Gefangene einen Moment des Verschnaufens nutzte.
"...es geht hier lediglich um deine verletzen Gefühle? Enix, ich bin ein Jedi!", fauchte Xine mit einer Mischung aus Amüsement und Unverständnis zurück. Der Sith blieb stehen, blickte auf die kahlen Wände des kühlen Raumes. Seine Stimme wurde kalt, unnahbar und tief.
"Und was begründet diese Aussage? Erzähl es mir.", blickte Enix dann schleichend langsam zu seinem Bruder dem er nur ein schmerzhaftes Seufzen voller Müdigkeit entlocken konnte.
"Jedi haben keine Bindung zu ihren Verwandten...nur so können wir unsere Pflicht tun...die dunkle Seite von uns fern halten", erklärte sich der Jedi und spürte wie sein Bewusstsein erstarkte und er das Gefühl über seine Gliedmaßen wiedererlangte dabei immer mehr verwirrt darüber, weshalb er in diese Situation gelangt war. Die Sorge um Traskana und Skye flutete seinen Kopf und es wurde schwerer sich der Präsenz, die von Enix unausweichlich ausging, zu entziehen.
"Welche Pflicht hat ein Jedi denn so?", hakte Enix naiv nach sich vollkommen bewusst welcher Grundlagen sich die Jedi unterworfen hatten. Er wendete sich langsam um. "Welche Pflicht, Xine?". "Den Frieden zu wahren", begegnete der Jedi dem Sith mit Stolz und Zuversicht, wenn auch zumindest die Zuversicht gespielt war. Der Sith wandte sich zu seinem Gefangenen und löste die Verschränkung der Arme.
"Frieden? Ehrbares Ziel, aber du machst einen miesen Job. Ich war, wo du warst. Hörte, was du sagtest und sah was du getan hattest. Und weißt du was? Ich hab keinen Frieden gesehen, nur noch mehr Tod und Zerstörung.", Enix kam immer wieder wenige Schritte näher und Xine vermied es dem Sith in die Augen zu sehen, starrte stattdessen auf die Wand.

"Haeldra? Hm? Du hast es durch dein Einmischen geschafft, dass Zakuul den Planeten sogar dreimal angreift. Dort existiert kein Leben mehr.
Empress Teta? Wie viele haben den Angriff überlebt, den du verhindern wolltest? Null, oder? Null, Xine. Ich hab mich informiert und ich kann immer weiter machen.
Die Jagd des Schakals, die Toten auf Nelvaan, die republikanische Soldatin geht sicher auch auf dein Konto und dann Forthan", zählte Enix erbarmungslos auf und bediente sich dabei seiner Finger um jeden Punkt einzeln aufzuführen. Seine Stimme veränderte sich und klang nicht mehr leicht, sondern schwer und vorwurfsvoll fast schon erdrückend. Mit Erfolg, denn die Worte gingen nicht spurlos an dem Ritter vorbei. Schnell geriet die Frage woher der Sith die Informationen hatte in den Hintergrund und die Schuldfrage trat hervor eben jene Schuldfrage, jenes Versagen dass er nur allzu deutlich bereits verspürte.
"Forthan war anders" - "Inwieweit?" - "Wir wollten Freiheit bringen..." - "...und brachtet dennoch nur Chaos und Zerstörung, denn so sieht es momentan auf dem Planeten aus. Die Zakuul sind fort, dafür regieren jetzt geistliche Fanatiker.", beendete der Sith sein hartes und wenig schonende Fazit. Erneut trat er reserviert einige Schritte zurück und überließ Xine seiner gedanklichen Selbstgeißelung, die er durch den gesenkten Kopf, den abgewandten Blick und die verzogene Mimik vermutete. Der Ritter wurde so schnell von einer Person, die ihm derart fremd war, in der er eigentlich nur Böses sah, mit seinen eigenen Fehlern konfrontiert. Im Inneren des Jedi rasten die Gedanken umher, für den Moment war der reale Schmerz vergessen und die Empfindungen und Fehlschläge der letzten Monate hämmerten an den Verstand. Der Jedi war genau da, wo der Sith ihn hatte haben wollen, um ihm den letzten Dolchstoß zu verpassen.

"Als du gegangen bist, mussten wir fliehen. Ich musste stehlen, wurde geschnappt, entführt und kam zu den Sith. Alles nur deshalb, weil du ja ein Jedi werden wolltest", konfrontierte Enix seinen Bruder, der nur hilflos und in Gedanken versunken zu ihm blickte. "Ich war ein Kind", versuchte der Jedi irgendeine Form von Widerstand zu wirken, den ihm sein Kopf allerdings effektiv verwehrte. Bilder der Toten gingen ihm durch seinen Kopf und die verarbeitet geglaubten Emotionen entfalteten sich vollends im Jedi-Ritter.
"Es war nicht meine Entscheidung", verteidigte sich Xine.
"Ich hatte keine Wahl", stellte das Rothaar fest.
"Auch nicht, zurückzukehren?“, pausierte der Sith. „Was treibt dich denn an, Xine?", bohrte Enix unweigerlich nach um nicht nur die Psyche weiter zu quälen, sondern seinem Bruder auch mehr Informationen zu entlocken. Xine, allerdings, schwieg mit gequälten und gleichzeitig leerem Blick vor sich hin. Er blickte langsam umher. Der Sith ging einige Schritte an seinen Bruder heran und versuchte die Mimik seines Gefangenen zu deuten. Langsam kniff er die Augen zusammen, während Xine versuchte seinem Blick auszuweichen.
"...du weißt es nicht, oder? ...du hast keine Ahnung", stellte der Sith überrascht fest. Er blickte den Jedi für einige Sekunden an, sortierte seine eigenen Gedanken, um dieses überraschende Fazit zu verarbeiten. Langsam sank der Kopf von Enix und er blickte zum Boden ehe er mit langsamen Schritten in Richtung der Tür ging, keinen Blick zurückwerfend. Er versank seine Hände in den Manteltaschen und ließ das Licht erlöschen, so dass es sofort wieder dunkel in dem Raum wurde.

"Wer...wer gewinnt", erklang Xines Stimme in der vollkommenen Dunkelheit. Sein Ton vibrierte, zitterte und zeigte nur allzu gut, wie mental belastend er das Gespräch empfand.
"Von den Wölfen. Wer gewinnt?"
"Der, den du fütterst", beantwortete Enix und überließ Xine seinen Gedanken.

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Harlen Gregorius (19.06.2019), Shifty (19.06.2019)

66

Mittwoch, 26. Juni 2019, 12:54

24 NVC - Der schwarze Wolf

Der Stern leuchtete hell und stark. Von seinen Strahlen drang allerdings nur eine geschwächte, schattige Variante durch die verdunkelten Fenster. Große Schatten füllten den Raum fast vollständig aus und die Schemen der Büroausstattung zogen lange streifen an den Wänden. Mit der Sonne im Rücken glimmte das Gesicht mit den neidisch grünen Augen unter der Bestrahlung des Holoterminals. Gestützt durch die Faust der linken Hand, dessen Ellenbogen sich auf dem weichen Ledersessel ausruhte, blickte das Gesicht ermüdend auf das blau-grau glimmende Bild. Enix seufzte und legte die Füße gekreuzt auf den Tisch, sich tief in den Sessel wiegend.

Ein Schlag traf den Bauch und der Körper zuckte hervor. Das Geräusch, dass zusammen mit dem Speichel dabei aus dem Mund trat erinnerte an einen dumpfen Sandsack. Es folgte ein weiterer Schlag gegen die linke Seite des hängenden Mannes, wieder nur ein dumpfes, nichts sagendes Geräusch. Speichel Ran kontinuierlich aus dem Mund des Jedi, was nicht nur auf die Schläge, sondern auch auf die sehr gut dosierten Medikamente zurückzuführen war. Vermutlich nahm der Jedi sowieso weitaus weniger von seiner Umgebung war, als sich seine Peiniger erhofften, doch spätestens wenn die Dosis nachlassen würde, würden sich die Schmerzen voll entfalten. Würden die Vitalanzeigen nicht berichten, dass das Opfer noch atmete, könnte man von einem leblosen Körper ausgehen. Zwei Soldaten standen im Raum und wechselten sich nacheinander ab, zurzeit war derjenige dran, der von beiden weitaus ambitionierter wirkte. Sie verschwendeten keine Zeit mit Reden oder Fragen stellen, sondern ließen lediglich ihre Fäuste auf den lädierten Körper regnen. Der gut trainierte Soldat holte ein weiteres Mal aus und traf dabei das Gesicht des Rotschopfs. Es knackte laut, ein Stöhnen ertönte und das Opfer sank schmerzerfüllt den Kopf. In langsamen Fäden floss das Blut aus dem Mund, dann fiel ein Backenzahn schallend zu Boden.

Enix aktivierte missmutig das Intercom und lehnte sich vor. "Brecht ihm einen Knochen und ich breche euch auch welche", wendete sich Enix wieder zurück in den Sessel und beendete die Com-Verbindung genauso kühl und gnadenlos wie seine Befehle. Eigentlich hatte er nichts für derartige Folter übrig. Sinnlose Gewalt in der es nicht um ein Ziel, Informationen oder das Brechen des Verstandes ging, sondern einfach nur darum Gewalt um der Gewalt willen auszuüben. Enix seufzte erneut, in dem Gedanken, dass diese Methode noch die beste Lösung war, selbst wenn es in Anbetracht des ausgeschlagenen Zahns seines Bruders eher skurill wirkte. Jackal wollte Blut sehen und die Chelnok wollten ihre ganz persönliche Rache haben. Beide hätten die Jedi am liebsten für sich alleine gehabt und es wäre auch kein Wunder gewesen, wenn es Tote gegeben hätte. Mit den Aufnahmen, die die Kamera zweifellos machte, konnte er Jackal beruhigen und ihr die Gewissheit verschaffen, dass ihr Anliegen erfüllt worden war. Dies würde Lord Thaelis helfen. Mit der Folterung durch die Chelnok konnte er dessen Loyalität steigen und ihre Wut beschwichtigen. Gerade auf die zwei Jedi hatten die Soldaten es bereits seit Haeldra abgesehen. Enix konnte es ihnen kaum verübeln auch wenn die Methoden eher die von Barbaren als professionellen Soldaten waren. Er schlug zwei Fliegen mit einer Klappe und hoffe dabei, dass die Tortur, die ihm die Galle in den Hals trieb, bald vorüber war.

"Schau, Bruder. Ich rette dir das Leben", schmunzelte der Sith mit dunkler Miene. Enix hatte allerdings mehr mit den Jedi vor, mehr als die kurzsichtigen Visionen, die Andere verfolgten. Möglicherweise, mit etwas Glück könnte er sie sogar überzeugen, konvertieren. Und wenn nicht, war ein Jedi nicht nur viel wert, sondern kannte die eine oder andere wertvolle Information. Enix lächelte wölfisch.

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Shifty (26.06.2019), Harlen Gregorius (27.06.2019)

67

Mittwoch, 17. Juli 2019, 18:04

24 NVC - Der weiße Wolf

Prasselnder Regen fiel von den dunklen, graudurchzogenen Wolken am Himmel herunter auf den Durchweichten Boden. Pfützen hatten sich gebildet wo zuvor noch festgetretene Wege fahren. In Strömen lief das Wasser die schrägen und lädierten Hausfassaden ab. Überall bahnte sich das Wasser seinen Weg durch und sickerte durch die feinen Spalte der Felsen hinab in die Höhle.

Hawk murrte, als ihm der Tropfen ins Gesicht fiel und sich über sein verschmutztes Anlitz bahnte. Er wischte sich durchs Gesicht und verschmierte damit nur noch mehr den Dreck, der sich nun verteilte. Er blickte kurz nach oben ehe er den Blick von Skye suchte, die sich nachdenklich auf einem Felsen in der Höhle niedergelassen hatte. Die Ritterin wirkte zermürbt und erschöpft, fast schon niedergeschlagen. Wie sie da hing. Ihr Bein durchgestreckt aber schwingend vom Felsen hinab während das andere unter ihrem Oberschenkel ruhte. Ihr Pferdeschwanz zerpflückt und das Gesicht in den Händen vergraben. Xine, der nur wenige Meter daneben saß und wie in Lethargie auf den Höhlen Ausgang starrte, durch den das Wasser in feinen Strömen hineinlief. Der sah kaum besser aus als Skye, seine Füße waren fest auf dem Boden doch der Körper nach unten gesenkt, die Hände gefalten, stütze er sich mit den Ellenbogen auf den eigenen Oberschenkel ab. Das Gesicht war zerkratzt, die Robe zerschlissen und Schmutz hatte ihn, wie sie alle, bereits befallen. Es war besonders anstrengender Tag gewesen, seid sie auf der Flucht waren, ausgestoßen und zurückgelassen in einem Niemandsland. Sie hatten hier, mitten in diesem Dilemma, bereits mehrere Kameraden verloren und jeden Tag verloren sie wieder etwas Land, gaben den nächsten Perimeter auf. Tag für Tag. Stück für Stück. Hawk ballte die Hand zur Faust, irgendetwas mussten sie tun können.

Dann blickten alle auf. Hawk, Illay, Skye und Xine. "Sie kommen", sagte der Jedi, als bereits für alle offensichtlich die Geräusche eines wütenden Mobs hindurchdrangen. In der Ferne erkannte man die Flammen von Fackeln, die selbst durch den mittlerweile starken Regen brannten, als ob sie Böses für immer auszulöschen schworen und niemals ruhen würden. "Was jetzt?", kam es von Hawk doch keiner konnte ihm antworten. "Wollen wir uns jetzt abmetzeln lassen?", kam es energischer von ihm. Doch erneut konnte ihm keine Antworten. Die Hoffnungslosigkeit setze ein und erfasste auch Hawk selbst der sich seufzend wieder niederließ. So viel Kraft war aufgebraucht worden, so viel wurde verloren und sie hatten nichts erreicht. Keinen Ausweg gefunden, nur das unweigerliche hinausgezögert. "Das war es jetzt also?", Sprach der schweigsame Illay und blickte dabei zuerst zu seinem neuen Captain und dann zu den Jedi. Die Jedi fühlten den Druck und die Schuld, die auf ihren Schultern lastete. Sie sollten einen Weg finden, doch wie wenn es keinen gab. Skye und Xine hatten alles versucht, alles getan und es reichte nicht. Es war schwer sich dem Kreislauf der Demoral zu entziehen. Ein Fehler, ein einziger Fehler hatte alles vernichtet und gab es kein entkommen, nur Blut würde sie retten.

Xine erhob seinen Kopf. Erst langsam und dann schlagartig weitete er die Augen. Die Trance erfasste ihn. Es war Erkenntnis, die sich bei ihm hatte eingenistet. Kurz atmete er durch, blickte auf seine Stiefel und nahm dann in Ruhe die Lichtschwerter von seinem Gürtel, legte sie neben sich auf den Felsen. Dann Stand er auf, begleitet von den skeptischen Blicken der Anderen. "Was tust du?", fragte ihn Skye ohne zu begreifen was gerade passierte. Der Jedi entledigte sich seiner blauen Robe, faltete sie sorgfältig und legte sie Skye in die zitternden Hände. "Was wird denn das?", zitterte die junge Jedi vor sich hin. Die Sorge war ihr mittlerweile anzusehen und sie klammerte, wollte die Hand des Rotschopfs nicht loslassen, er zog und riss sich los, dann wendete er sich zu dem durch Wasser getränkten Ausgang.

Xine atmete tief durch, sein Körper löste jede Anspannung und als er den ersten Schritt machte, viel die Sorge und die Angst einem Gefühl der Zuversicht. Aus der Höhle heraus in den strömenden Regen, der sofort sein Haupt erfasste. Das Wasser lief über die Haare durch das Gesicht und der Jedi wurde in ein dunkles Kleid gehüllt. Fassungslos saß Skye mit den Soldaten in der Höhle bis sie Begriff, was gerade passierte und aufstand. Hawk kam ihr zuvor, hielt sie zurück und als sie schreien wollte, hier er ihr den Mund zu so dass nur ein dumpfes Murren Hindurchklang. Skye hätte sich befreien können und Hawk hätte sie gehen lassen können, doch sie beide bemerkten dass es nur das Unausweichliche war, dass sich angebahnt hatte. Xine Schritte nach vorne, über die grauen Felsen in den Schlamm. Er bildete sich in diesem Moment ein, durch die Macht geleitet zu werden. Trance ähnlich mit einer gewissen Zufriedenheit zu sich selbst begleiteten die verschiedenen Personen aus seiner Vergangenheit den Ritter. Das Rotschopf erinnerte sich, bildete sich die Gesichter von Ohyn, Traskana, Sirkos, Sirali und vielen weiteren, wichtigen Personen ein. Er ging einige Schritte bis die Meute, die auf ihn zukam, sich selbst verlangsamte. Sie wollten Blut sehen und es war ihnen egal welches, solange es über den kargen Stein floss. Xine atmete durch, er blickte nach rechts und spürte die Anwesenheit von Meister Sirkos, er blickte nach links und glaubte an Siralis Präsenz, dann - im Einklang mit seinen Eindrücken - faltete er die Hände hinter den Kopf. Ein Mann mit einer Fackeln und einer Vibroklinge trat aus der mittlerweile stillen Meute hervor. Der Jedi fiel langsam auf die Knie und der Schlamm legte sich auf die Hose. Xine blickte nach oben und dem Schwert entgegen, er streckte die Brust raus, schloss die Augen und als er Skyes Schrei vernahm, trieb die Klinge sich in seine Brust.

Der dumpfe Stoß riss den Jedi mit brennenden Schmerzen aus der Ohnmacht. Es klirrte und die loderne Flamme verkam zu einem Zucken und Aufschrei. Die zwei Imperialen wichen zurück. Vor allem derjenige der seinen Gewehrkolben vorsichtig gegen das Brustbein des gefangenen Jedi gepresst hatte um zu schauen ob er noch lebte. Xine atmete noch, auch wenn jeder Luftzug von Schmerz durchzogen war. Und er war wach, weitaus wacher als er erwartet hätte. Der Schmerz war unerträglich und er spürte den eisenhaltigen Geschmack der durch das heraustropfende Blut aus seinem Mundraum entstanden war. Immer noch in Gefangenschaft auch wenn unter jemand anderem. Der Traum, aus dem ihm der Imperiale geholt hatte, war real, fühlte sich real an. Es war kein Traum, da war sich der Jedi sehr bewusst. Es war wie auf Haeldra. Eine seltene Vorahnung. Ein Hinweis über sein Ende, dass sie nochmal in Freiheit sein werden.

"Ob Jedi so grausam sind wie die Sith?", Fragte einer der Soldaten den Anderen. "Theoretisch heuchlerischer aber alle diese Machtis sind wahnsinnig", kam es von dem anderen. Xine jauchzte und erlangte so die Aufmerksamkeit der Wachen. Der Soldat, der ihn schon mit dem Kolben Touchierte kam nochmal näher, während der Jedi murmelte und vor Schwäche nur halbe unverständliches Gebrabbel von sich gab. Erneut ging der Soldat einen Schritt näher. "Ich werde euch alle töten", kam es dann fest, dunkel und mit letzter Kraft von dem Jedi und verfehlte seine Wirkung nicht. Die Imperialen schreckten zurück in Betrachtung des gefolterten Mannes, der keinen Zweifel daran ließ, dass seine Drohung ernst gemeint war. Xine war sich indes sicher, dass er hier nicht sterben würde.

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Shifty (17.07.2019)

68

Mittwoch, 4. September 2019, 15:45

Tagebucheintrag: Idylle

*Es klackt, es rauscht. Die Aufnahme beginnt. Zu hören sind gedämpfte Geräusche von Blättern und der Wind pfeift einige Male über das Mikrofon*

Ich spüre die Sonne in meinem Gesicht und trotz des Tuches vor meinen Augen kann ich erahnen mit welcher Kraft sie strahlt. Und ich traue mich nicht, noch nicht zumindest. Es schmerzt, am Abend, wenn ich im Quartier ohne Binde umher Streife und mir das grelle Licht entgegen scheint. Ein Teil von mir weiß, dass aus medizinischer Sicht alles bereits besser sein sollte aber ein anderer Teil verschließt sich noch immer davor. Es tut weh, ich bekomme Kopfschmerzen und wende mich davon ab. Auf der anderen Seite ist alles gleich geblieben. Ein dunkler, schwarzer Fleck. Kein Chance und man hat mir auch keine Hoffnung gemacht. Was weg ist, ist weg.

Tagsüber schärfe ich die Machtsicht und laufe als Miraluka-Imitat über den Tempelplatz, abends habe ich mich dabei erwischt als Halbblinder durch die Flure zu stolpern. Meine Koordination wird besser, meine anderen Sinne gleichen es aus, aber glücklich bin ich damit nicht. Der Drang etwas zu tun und mich selbst zu testen, um zu schauen, ob ich einsatzfähig bin, führt nun regelmäßig dazu, dass ich nachts dem Halunken auflauere, der in den Fluren die Dekoration umstellt. Vom Jedi-Ritter zum einäugigen Hausmeister.

*Xine schweigt einige Momente und atmet in das Mikrofon*

Tython. Begegnet man diesem Planeten durch die Macht, spürt man seine grazile Schönheit. Den Machtpulk, die Energie aber auch das unberechenbare Chaos. Ich entdecke diesen Ort gerade aufs neue, jeden Tag wenn ich durch den Tempel Laufe und mir wird klar, wieso manch ein Jedi sich entschlossen hat sein natürliches Augenlicht aufzugeben.

Nein...hm...eigentlich...eigentlich kann ich es nicht verstehen. Es ist doch eine Schwäche. Das Fehlen von Selbstbeherrschung wenn ich in meiner Studie der Macht meinen eigenen Körper unwiderruflich zerstöre. Das erinnert mich an den Konflikt. Auch wenn mein Kopf mir sagt, dass das zwei unterschiedliche Dinge sind. Das eine ist vermeidbar und das andere eben nicht oder vielleicht doch? Ich weiß es nicht. Ich denke es ist schwierig zu entscheiden, wo die Grenze zu ziehen ist. Wann Schwäche wirklich Schwäche ist und wann Dinge unvermeidbar waren. Unvermeidbar ist zumindest nun die Ausgangssituation. Ich erinnere mich an den erbärmlichen Schmerz und spüre das Krächzen meines Halses, die Erinnerung an mein Jaulen, dass sich so fremd anfühlt, dass ich schwer begreifen kann welchen Ton meine Stimme annehmen kann. Und doch wache ich morgens auf, werfe regelmäßig etwas vom Tisch und ärgere mich lediglich darüber, dass ich dieses Hindernis noch nicht überwinden kann. Es ist anders als damals mit den Implantaten am Arm. Ich hatte gedacht, dass ich mental vollkommen vernichtet bin, sobald ich realisiere, dass mir das rechte Auge fehlt, aber ich bin. Gesammelt. Ruhig. Es fühlt sich nicht so an, als ob mir etwas fehlt. Wird mir alles zu viel, nutze ich die Macht und fühle mich wohl. Eine sehr seltsame Entwicklung, die mich immer wieder überrascht.

Vor allem dann wenn ich in den Spiegel schaue. Rotes Haar zu einem knackigen Zopf gebunden. Ein feiner Bart, der den Kiefer ziert und zwei Augen in unterschiedlicher Farbe. Einmal das grün-blau, kühl und nachtragend und dann das blinde Grau. Ich komme nicht umher die Falten und kleinen Narben im Gesicht zu sehen. Ich sehe die Ansätze der Augenringe, die steife Mimik. Mein Inneres ist verletzt und vernarbt. Durch Krieg, Tod und Konflikt. Mein Äußeres scheint das widerzuspiegeln doch fehlt eine Nuance. Immer wieder ertappe ich mich bei einem flapsigen Spruch auf den Lippen, an den kleinen Padawan in meinem Kopf, doch dies von dem Gesicht in das ich im Spiegel schaue? Unwirklich. Unauthentisch. Wirke ich wie der böse, abgekämpfte Jedi oder der durchgeknallte Kämpfer? Passe ich überhaupt noch zu mir?

*Einige Sekunden hört man Xine einfach nur atmen, dann klackt es und die Aufnahme ist beendet*

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Shifty (04.09.2019)

69

Montag, 16. September 2019, 13:02

0 VC - Myradien dunkler Lichter

Der Tag begann friedlich, ruhig und wie jeder andere Tag zuvor. Niemand hatte etwas schlechtes im Sinn. Es gab keine Aufruhr, keine Konflikte. Dieser Tag hätte so werden können wie all die Tage zuvor. Man würde aufstehen, zum Unterricht gehen, lernen, meditieren, essen und schlafen. Ein vollkommen normaler Tag, der damit endete als ein Frachter die Haupthalle stürmte, als die Sith den Tempel angriffen, als die Ordnung zerbrach und alles zerstört wurde, dass wichtig war. Statt Ruhe und Gelassenheit, durchzogen Schmerz, Angst und Hass die Hallen des Tempels. Binnen von Sekunden, von Momenten zerbrach die heile Welt wie ein Spiegel, aber tausende Splitter schnitten in das seelische Fleisch und die aufkommende Dunkelheit war so nah, wie noch nie zuvor. Die Situation war surreal und so fühlte es sich nicht an wie derselbe Tag an dem man aufgestanden war. Es fühlte sich nicht mal so an, als ob die Zeit überhaupt voranschritt.

Zunächst war es Verwunderung ob der tiefen Impulse im Inneren, dann äußerten sich Kopfschmerzen und an dem Zeitpunkt wo Meisterin Gussa den Raum stürmte und alle Jünglinge hinaus hetzte, war klar, dass etwas schreckliches passiert sein musste. Ihre Stimme, ihre Kleidung und das angestrengte Gesicht bestätigten die Vermutung. Die Jünglinge bemerkten gar nicht das Blut in ihrem Gesicht, dass nicht von ihr zu stammen schien. Keine Fragen, keine Gedanken nur bloßes Vertrauen und Angst erfüllte die Jünglinge, die sofort den Anweisungen folgten und sich an der Hand nahmen um Meisterin Gussa zu folgen. Sie leitete die Jünglinge aus dem Klassenraum durch die vielseitigen und weitläufigen Gänge des Tempels hindurch. Sie hielt kurz inne und die Kinder blieben wie eine Raupe gemeinsam stehen. Gussa lugte um die Ecken, ihr Blick war eisern, verhärtet und dann ging sie los und im Gleichschritt folgten ihr die kleinen Welpen. Immer wieder fluchte sie, sprach laut ihre Gedanken aus, so als ob dieses helfen würde sie zu sortieren. Über Trümmer und zerbrochene Figuren hinweg. Sie sprach kaum und wenn dann nur im harschen Militärston, befahl den Jünglingen über die Trümmer zu klettern, sich gegenseitig zu helfen. Fast dreißig Kinder und sie war deren einziger Schutz, dreißig Leben, die es zu erhalten gab. Xine wurde von seinem Jünglingsfreund über die Trümmer gezogen, seine Worte waren wie Rauch, seine Kraft nahezu taub. Der rothaarige Junge war zu sehr auf die Situation fixiert als überhaupt etwas zu spüren. Seine Angst lähmte seine Sinne und so griff er die Hand eines anderen Jünglings fester.

Meisterin Gussa schnaufte, ihre Hand zitterte - dachte Xine - doch war seine Beobachtung nicht weiter als leere Impulse. Die Blasterbolzen und Lichtklingen, die in der Haupthalle wilderten waren nur ein Meer aus Licht. Von der hohen Brücke so weit weg, fühlte es sich surreal an, wie ein Bild dass man betrachtete. Er spürte nichts, bis eine Explosion die Hälfte der Jünglinge hinter ihm in die Macht riss und die Brücke zerstörte. Erst dann spürte er es, spürte den Schmerz, den Tod und die tausenden Präsenzen, die nacheinander erloschen. In seinem Kopf bildete sich ein Wirbel aus Angst und den neuen, penetranten und kaum zu kontrollierenden Eindrücken. Er hatte Schmerz gespürt und Wut aber diese Dunkelheit und dieses Ausmaß war vollkommen neuartig. Vollkommen unkontrollierbar.

Der rothaarige Junge brach zusammen, Tränen flossen über das Gesicht und es war zu schwer sich zu bewegen. Wie vereist fühlten sich seine Gliedmaßen an. "Komm jetzt", brüllte ihn der Nautolaner an, vielleicht ein Jahr älter als er. "Komm jetzt!", riss der Jüngling an dem Rothaar. Meisterin Gussa war in dem Schock mit den anderen Jünglingen schon voraus geeilt, doch der Nautolaner blieb bei ihm. Seine Augen waren feucht, die Angst ließ seine Lippen erzittern und als er nochmal an der Hand von Xine riss, richtete dieser sich auf. Das Rothaar drückte sich an die Schulter des Verbündeten. Die Hand umschloss, die des anderen Jünglings fester und leise flüsterte er den Kodex, immer und immer wieder. Die Worte hallten im Kopf, versuchten die Geräusche der Blaster und Lichtschwerter zu übertönen. Immer wieder zuckten die Augenlieder als ein Jedi in die Macht einging, immer wieder zuckte der Körper als ein Sprengsatz detonierte und immer wieder erschütterte es das Innerste als ein weiterer Faden der Macht verschwand. Er wäre wohl Teil der Macht geworden, hätte er die Hand nicht so fest umschlossen. Der Jüngling zog ihn schnell in eine Ecke, riss an seinem Arm und flog mit ihm zusammen auf den Boden als, wie ein Meer aus leuchtenden Punkten, ein Blasterhagel auf die Gruppe hinabfuhr und Meisterin Gussa sowie den restlichen Jünglingen das Leben nahm.

Die Macht erwies sich als schmerzhafte Verbindung. Zum allerersten Mal, war es das Fühlen der Macht, die mehr Furcht in ihm erzeugte als alles um ihn herum. Von dreißig Jünglingen waren zwei übrig. Aus Myradien von Lichtern wurden zwei schwache Kerzen.

"Komm"

Der Jüngling riss ihn hoch, schleppte ihn mit sich. Er war nur eine Last, doch selbst hier, war es der Zusammenhalt, der sie prägte.

"Meister Soren-Ti! Wir sind hier!"

Er winkte mit einer Hand. Wedelte den Jedi samt seinem Padawan zu sich. In dieser Situation, in dieser Mischung aus Furcht und Aufruhr gab es vielleicht doch noch etwas Hoffnung.

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Shifty (16.09.2019)

70

Sonntag, 8. Dezember 2019, 23:45

24 NVC - Ein langer Tag

Mit schweren Stiefel gleite ich in mein Quartier hinein. Eine fast beiläufige Geste lässt die automatische Tür hinter mir einem leisen Zischen zu fallen. Ich lehne mich mit dem Rücken an sie, den Kopf in den Nacken gelegt. Ein Seufzen zieht sich aus meiner Kehle hoch und ich blicke mit schmalen Augen in das gedämmte Licht. "Endlich", murmle ich unverständlich in den Bart. Es war bereits ein langer Tag und in letzter Zeit waren lange Tage besonders anstrengend. Mit einer gekonnten Technik schiebe ich meinen Fuß aus einem der Stiefel, irgendwie gegen die Wand verkeilt. Der Sog lässt nach und ich manövriere meinen zweiten Fuß unter Beteiligung des ersten aus dem letzten, nervigen Stiefel. Das triumphierende Gefühl der Freiheit belohne ich mit einem lauten Ausatmen.

Die Zehen fühlen sich taub an und umso erfrischender ist es die nackte Haut auf dem kühlen Boden zu spüren. Langsam aber sicher lege ich meine Kleidung ab. Zuerst die Armschützer und dann die Robe Ehe ich mich aus der Tunika schäle und sie zu Boden fallen lasse. Ich spüre - während meine Finger über meine Haut gleiten - die zahlreichen Narben und Wunden, die einzelnen Kerben, die jede Erfahrung mit sich gebracht hat. Und während meine Hand über den Arm gleitet komme ich nicht umher auch meinem rechten Auge einen Besuch abzustatten. Die tiefe vertikale Narbe ist halt und ihre Kanten sind bekannt doch das Gefühl es nur zu fühlen und meine eigenen Finger nicht mehr zu sehen, ist immer noch neu. Ich lasse ab von meinem Körper und gehe langsam auf die Knie, dabei die Knöchel kreuzend und die Hände flach auf die Oberschenkel legend. Mein Atem beruhigt sich, meine Augen sind geschlossen und der Kopf ist nach vorne auf die Brust gelegt. Ich atme tief ein und wieder aus, ein und wieder aus.
So lange bis meine beruhigende Atmung verklingt. "Interessant", denke ich mir während meine Augen unter den Lidern sich hin und her bewegen. Ich höre etwas zerkratzes in meinen Lungen, wie eine Art Splitter, der mit jedem Atemzug nach oben und mit jedem ausatmen nach unten befördert wird. Dann schweifen meine Gedanken hab und aus Xine wird Tython, aus Tython wird das System und dann die Galaxie bis es nur noch die Macht gibt. Wie Wasser fließen meine Gedanken umher, die Fäden der Wesen um mich herum sind so klein, dass ich sie nicht zu sehen vermag. Es ist schwer zu beschreiben, wie sich dieser Moment anfühlt und dann zieht sich alles zusammen, wie im Sturzflug springe ich in den Dimension wieder zu mir und tauche tief in mich ab.

Als ich langsam die Augen wieder öffne, umspielt ein kühler Wind meine Nase und mein Atem zieht Dunstschwaden mit sich. Eine gigantische Eislandschaft erstreckt sich vor und ich erhebe mich vor den Knien. Mir ist natürlich nicht kalt trotz der offensichtlichen Witterung. Viel hatte sich verändert. Aus der einst dicken Schneedecke hat sich eine Eisplatte gebildet bei der in knapp 500 Metern, Felsen spitz herausragten. Am Himmel ist nun eine Sonne zu sehen die von einem Mond verdeckt wird. Das surreale Licht erhellt den Ort, der mein Innerstes wiederspiegelt. Ich schaue nach rechts und erblicke einem Eissplitter in dem ich mich spiegle. "Seltsam", sage ich laut zu mir. Wie es scheint sind in meinem Meditationen beide Augen intakt. Just als ich diese Feststellung vornehme und zurück schaue, reißen sich Eisblöcke aus dem Boden und schweben verschieden hoch in der Luft, jeglicher Gravitation trotzend. Der bereits unwillkürliche Ort wird zu einem zersplitterten Kabinett aus schwebenden Plattformen.

Langsam setze ich meinen Weg über die Szenerie fort, vorbei an dem tiefen Loch aus dem die Wärme strahlt. Ich weiß bereits was ich dort finde und beachte es deshalb kaum. Am Rande des Plateus erkenne ich eine Plattform in einiger Weite. Mit einem Turm, der scheinbar verdreht ist. Ich wende meinen Blick und drehe dabei den Kopf so dass aus unten, oben wird. Zu meiner Überraschung passiert eben genau das und nicht nur dass ich plötzlich auf dem Balkon des Turmes stehe, nein auch unten wurde oben und so blicke ich auf Eisplateu auf dem ich gerade eben noch stand. "Ich kenne diesen Turm", murmle ich wieder vor mich hin.

Eine schlechte Angewohnheit mit mir selbst zu sprechen. Muss ich mir wohl von Kashyyyk mitgenommen haben.

Scheinbar stehe ich auf dem innerlichen Abbild des Kommissionsturms von Forthan. Die Scheiben zersplittern gerade in Zeitlupe, eine Explosion dringt nach aussen. Skye, der Paladin und ich in mitten des Chaos. Ich gehe näher heran und höre das Fiepen in meinen Ohren, spüre die Wärme des Feuers und den Druck auf meiner Haut. Langsam passiere ich die Illusionen der Beiden und blicke einem rothaarigen, gequälten Ritter dabei zu wie er von einem Turbolaser auf einen Balkon gefeuert wird. Ich schaue mir selbst in die Augen und statt meiner selbst, wird etwas dunkles reflektiert. Plötzlich wird es kalt, feucht. Ich wende mich um und stehe in mitten eines dunklen, feuchten Raumes, Ketten an meinen Händen, mit dem Boden verankert. Auch diesen Ort kenne ich, die Tür öffnet sich, eine Gestalt tritt zielgerichtet hinein. Das Dunkle haftet an ihr und sie zündet ein blutrotes Lichtschwert, hält es mir vor das Gesicht. "Die Gefangenschaft", denke ich mir und schon schiebt sich das Schwert auf mein rechtes Auge. Wieder spüre ich die sengende Hitze und den berauschenden Schmerz. Ich muss schreien, jaulen, weinen. Jene Töne, die aus meinem Hals dringen, ähneln eher denen von abgeschlachteten Tieren. Dann greife ich das Schwert, ziehe meinen Kopf zur Seite weg und umfasse die Gestalt mit den Ketten. Ich lege die Ketten um ihren Hals, zwinge sie auf den Boden und ziehe die Schlinge zu. Mit all meiner Kraft verenge ich den Winkel und mit einem Ruck knackt es fürchterlich laut, dann stehe im Dunkeln. Das Knacken hallt eine gefühlte Ewigkeit.

Jetzt passiert aber etwas seltsames, es hallt zurück, als ob das Knacken antworten würde. Ich luge in die Finsternis herein und ächtze auf. Ein kleiner Steinsplitter hat meine Wange touchiert und einen feinen Schnitt hinterlassen. Es folgen viele weitere und ein tosendes Geräusch baut sich auf. Langsam erhellt sich meine Umgebung. Ich stehe auf dem Eisplateu in mitten eines kalten, fürchterlichen Blizzard. Dann höre ich flüstern und eine eisige Kälte die langsam meine Arme hochkriecht. Ich beginne zu laufen, was mir tatsächlich unheimlich schwer fällt. In meinem Fokus ist das bekannte, tiefe Loch aus dem die Wärme dringt. Hinter mir zieht die Kälte ein und zieht auch an meiner Haut, ich spüre wie sie äußerlich durch die Kälte verbrennt, wie sie an mir saugt und aus meinem Rennen wird ein Gehen, dann ein Humpeln Ehe ich langsam nur noch krieche. Immer weiter, weg von dem Dunkel, das sich aufbäumt. Schlussendlich verlässt mich meine Kraft am Rande des Lochs. Mein Kopf ragt gerade so hinüber wird gewärmt von der Hitze, die aufsteigt. Ich wende mich auf den Rücken und blicke dem Schemenhaften, dunklen Nichts ins Gesicht. Dunkle Adern ziehen sich über den Boden, auf dem Weg zu mir. Ich hebe meine Rechte Hand und wirke einen Machtschub der mich abstürzen lässt in die warme Tiefe bis ich unten in einen angenehmen See stürze.

Langsam öffne ich wieder die Augen. Mein Körper ist aufgeheizt, der Schweiß bahnt sich seine Wege über meinen Rücken. Ich atme tief aus und spüre eine beruhigende Aura in meinem Inneren. Langsam senke ich den Kopf. "Fühlt sich so ihr Griff an?", murmle ich in meiner schlechten Angewohnheit zu mir. Ich bin mir sicher, dass ich gespürt habe wie es sich anfühlt, wenn die dunkle Seite der Macht ihre Versuche wagte sich einem zu bemächtigen. Wie können die Sith sowas nur aushalten? Wie viel Schmerz müssen sie ertragen? Meine Gedanken sind verwirrt, ob diesem seltsamen Gefühl in mir. Irgendwie wurde ich innerlich verunreinigt, bin nun empfindsam für dieses Gefühl, doch wenn sich so die dunkle Seite anfühlt, wie kann man sich darauf einlassen?

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Nodan (09.12.2019), Shifty (09.12.2019), Lyarell (09.12.2019), Sing (09.12.2019)

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Samstag, 25. Januar 2020, 19:14

19 NVC - Haeldra - Tresor

Schnelle, kurze und leichte Schritte trampelten über den Boden. Das Metall vibrierte und ein Echo fuhr durch den Komplex. Es war das kleine Mädchen, jenes mit den kurzen rötlichen Haaren und dem ausgewaschenen Bären, den sie immer im Arm hielt und auch für kein Geld der Welt loslies. Ihr Schritt plätscherte. Eine Pfütze, durch die nackten Füße trampelten. Ein Rohr hatte ein Leck und immer wieder fielen schwere Tropfen auf den Boden, bildeten langsam eine Lache.

Grummig brummte ein Laut aus dem Körper des jungen Rothaars. Seine Sinne kehrten zu ihm zurück und langsam schob er die Augenlider auf, blickte auf die geriffelte Decke aus Durastahl. Eine Hängelampe baumelte im spartanisch ausgestatteten Einzelzimmer unter den Erschütterungen von der Oberfläche. Xine setzt die nackten Füße auf den eiskalten Boden und zog die Luft scharf ein. Socken, Stiefel, zerschlissene Jacken und der Ritter hatte sich in die Kleider gezwängt. Seine Schwerter verstaute er tief und sicher unter den Kleidungslagen. Die Kiy wussten bisher nichts von seiner Profession und er tat bisher gut darin es dabei zu belassen. Nur Sirali musste er immer wieder auf Spur bringen, sie hatte bereits diesem...Lacus, Latrux, Latros. Das Rothaar rieb sich die Schläfen, er erinnerte sich an den charismatischen Mann, der ihn und seine Begleitung bei der Ankunft im "Tresor" willkommen geheißen hat. Mit Menschen umgehen konnte er zweifelsohne, sonst hätte er nicht eine Gruppe von Widerständlern samt Familie in einen verlassenen, zusammen geschusterten Bunker gegen die Zakuul geführt.

Mit einer Zange in der Hand öffnete Xine die Tür, die mehr an eine Schiffsluke erinnerte, als an etwas wohnliches. Gerade als der Flur, durch den die lauten Klänge der Arbeiter hallten, in Sichtweite war, schoss eine hektische Sirali aus dem Nichts hervor. Ihre dunklen Haare waren zu einem Zopf gebunden, dennoch langen einige dicke Strähnen im Gesicht der Diebin. Schweiß lief ihre Stirn hinab und sie keuchte, als ob sie gerade durch das gesamte Gebäude gelaufen war. "Wenn man vom Unheil spricht", plapperte der Ritter vor sich hin, noch etwas in Gedanken. "Hm?...egal. Hast du gerade Zeit? Latrox will uns sehen", kam Sirali dem Rothaar auch etwas näher um scheinbar besonders sicher zu sein, dass er sie hörte. Das Rothaar vernahm angenehm den Duft, der von der Frau ausging, trotz dem Schweißgeruch, der sich einmischte aber dennoch eine wohlige Präsenz ausstrahlte.

Mit erhobener Zange und mit dem Kopf darauf deutend entgegnete das Rothaar trocken, dass er gerade eine Aufgabe hatte. Sirali hatte den Mund leicht geöffnet und ihr Blick suchte abwechselnd die blau-grünen Augen und die angerostete, rote Zange. Ohne dass sich Klarheit in ihrem Gesicht abzeichnet, nickte sie einige kurze Male. "Aaaaaaaalles klar. Danach sehen wir uns dann in der Kapelle. Beeil dich", forderte die junge Diebin ehe sie sich mit der gleichen Geschwindigkeit durch den Flur bewegte. Xine legte seine Zange auf der Schulter ab und stiefelte über den geriffelten Boden durch den Komplex. Mit zunehmender Nähe zur "Fabrik", die sinniger Weise für die Wartung von Waffen, Rüstung und Fahrzeugen zuständig war, nahm auch die Lautstärke und das Geklappere zu. Es war erstaunlich wie Frauen, Männer und Kinder zwischen den Gerätschaften hin und her wanderten. Zugegebenermaßen waren sie keine Armee, aber dennoch. Die übrigen, die da waren, taten wirklich alles mögliche. Das Rothaar stieß sich von dem Geländer ab und wendete den Blick auf die Schlafsääle, zielsicher zu diesem einen Ort, dort wo das kleine Mädchen durch die Pfütze lief. Schnaubend beobachtete er das Rohr aus dem schwere Tropfen fielen. Wie erwartet hatte sich eine Manschette gelöst. Ohne Leiter ließ er mit der Macht - als er glaubte, dass niemand ihn beobachtete - die Zange an die Manschette gleiten und zog sie fest an. Das Tropfen hörte augenblicklich auf. Ein weiterer Handgriff, eine weitere Manschette in dem riesigen Geflecht an provisorischen Handgriffen. Das Rothaar trug seinen Teil dazu bei...unbemerkt beobachtet durch das kleine Mädchen mit dem ausgewaschenen Bären.

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Lyarell (25.01.2020), Sing (25.01.2020)

72

Mittwoch, 12. Februar 2020, 17:17

25 NVC - Null Einhundert Ortszeit

"Was könnte wichtiger sein, als unsere neuen Schüler kennenzulernen?", hallten die Worte von Ritterin Dane durch den Raum. Tiefer Atem, aus der Brust heraus, nachdenkliches Stirnrunzeln, Daumen, die sich in die Tischkante pressten, ein fader Blick ins Nichts. Der Rothaar rieb die Daumen gegen die Tischkante, atmete aus und überblickte die runde Holokarte auf der Captain Ohyn gerade die bisherigen Manöver erläuterte und die Ausgangssituation beschrieb. Nur Bruchstückhaft hörte der Jedi den Ausführungen des Zabraks zu. Kurzum sah es nicht gut aus. Massive Verluste waren bereits beim Brechen der Blockade zum Vorschein gekommen, die Luftabwehr war für die Landungsboote nahezu tödlich und es wurde bereits ein Delphidianischer Sith auf dem Feld gesichtet. Letzterer floh dank Skyes Intervention, aber es wurde sehr schnell, sehr deutlich, dass die Gegenseite auch mit scharfer Munition bewaffnet war. Der Jedi-Ritter wandte seinen Blick von der Holokarte ab und starrte aus den Scheiben der Schiffsbrücke, wo man Umbara erblickte sowie zahlreiche Kreuzer, die sich genau wie die MidRim II – das Schiff auf dem sie gerade stationiert waren – im Orbit befand. Es hatte eine bereits eine massive Schlacht gegeben, um den Planeten überhaupt zu betreten und es folgte noch eine auf der Oberfläche und es würden wohl auch noch einige mehr dazu kommen. Der Mensch atmete durch und runzelte die Stirn ehe der Blick wieder seinen Weg zur Holokarte fand. Jeder Planet, jedes System sah auf solch einer taktischen Karte vollkommen gleich aus und trotzdem war diese Situation neu. Diesmal war es anders, es war nicht Haeldra und es zusammen mit der Republik. Eine richtige Schlacht, die erste Schlacht, die der Mensch nun kommandierte seit er zum Ritter geschlagen wurde. Das Rothaar hatte gehofft das das mulmige Gefühl abflauen würde, sobald sie gestartet waren doch nun stand er in einer Kombination aus seiner Robe und einer republikanischen Rüstung in mitten der Schiffsbrücke. Das Gefühl war nicht weg, es war stärker als zuvor. Wieder presste der Mensch seine Daumen gegen den runden Tisch und schloss die Augen.

2140 - Einundzwanzig Vierzig – 20 Minuten vorher

"Alles klar?", landete die kräftige Hand auf der rechten Schulter des Jedi. Er zuckte kurz zusammen und eröffnete dem gerade einmal 21 jährigen Togruta neben ihm die Möglichkeit sofort ein Gespräch zu eröffnen. "Da ist jemand schreckhaft, hm?" - "Sozusagen", erwiderte Xine, der gerade dabei war sein republikanisches Blastergewehr vorzubereiten, was so selten vorkam, dass es für den Jedi ein wahres Ereignis war. "Nervös? Kannst es ruhig sagen, wir sind unter uns", blickte Xine in das verschmitzte Gesicht des Togruta. Woher wusste er das? War es so offensichtlich? Aber tatsächlich, sie waren beide die Einzigen im Arsenal, ansonsten hörte man durch den leeren Raum lediglich die Schritte der Soldaten auf dem Rest des Schiffs. Ab und zu erklang auch das routinierte piepende Geräusch der Alarmanlage, die zu verstehen gab, dass sie da war. "Private Bayou", reichte der Togruta ihm seine Hand. "Private", dachte Xine voller Bedauern und erwiderte den Handschlag mit einem trocknen "Erfreut", um sich danach wieder seinem Gewehr zu widmen. Leider zu spät, wie er feststellen musste, denn der neugierige Private hatte bereits die Narbe und das blinde Auge erkannt. Erstaunt hakte er nach und wollte in Erfahrungen wie es denn zu der Verletzung kam und wo er bereits gedient hatte. Der Private war voll und Flamme, doch irgendetwas kam dem Jedi komisch vor. Er konnte nicht begreifen wie man angesichts der Schlacht die noch kommen würde, so gut gelaunt sein konnte, vor allem wenn man so jung war.

"Bist ziemlich still uuunnnd...", er blickte auf die gemächliche Ausführung von Xines Vorbereitungen. "Langsam. Wohl noch nicht viele Einsätze gehabt?" - "Und du?", Entgegnete das Rothaar. Private Bayou setzte eine nachdenkliche Miene auf. Er nickte einige wenige Male. "Schon, aber ich mach mir vor jedem neuen in die Hose". Ein Lächeln umschloss die Lippen des Togruta, es war gespielt, sollte kaschieren, war allerdings zu auffällig als dass es funktioniert hätte. Xine griff das Gewehr nach vollendeter Tat in die rechte Hand und warf sich mit der linken Hand seine Robe über. Bayou beobachte den Jedi aufmerksam und bemerkte scheinbar erst jetzt die Robe die das Rothaar griff. Sein Blick verriet nichts aber der Jedi fühlte durch die Macht die Überraschung des Soldaten. Seltsamerweise wechselte sie sofort in Zuversicht. Xine verharrte einen Augenblick. "Private Bayou, richtig?", blickte der Mensch den Togruta an.

2200 - Zweiundzwanzig Hundert

"Alles klar?", schnippte Ohyn vor dem Gesicht des Ritters, der daraufhin kurz zusammen zuckte. Wie peinlich empfand es der Ritter in der Anwesenheit von Ohyn und seinen Leutnants so in Gedanken zu versinken. Xine schüttelte kurz den Kopf, streckte den Rücken durch und die gepanzerte Brust heraus. Sein Gewehr lehnte an den Tisch und er verschränkte die Arme vor der Brust. "Irgendwelche Ideen Ritter Erauqs?", fragte Ohyn und deutet dabei auf die taktische Karte an der mehrere Landungspunkte zu sehen waren. Der Jedi zeigte sich überfordert, Strategie war bisher noch nie sein Metier gewesen, allerdings fühlte er etwas Neues seit er auf dem Schiff zugestiegen war. Es war Angst, wie er mittlerweile schockiert festgestellt hatte. Das Rothaar räusperte sich und fokussierte die Holokarte, lehnte sich leicht hinüber.

"Nun ich sehe drei Einstiegspunkte. Da wäre der südlich zu imperialen Verteidigungslinie. Unwegsames Gelände, gut für kleine agile Truppen, nichts für eine große Offensive. Wichtige wäre hier wohl die Zerstörung der AA-Geschütze für die Landungsboote. Der zentrale Bereich östlich der FOB ist die reine Todeszone. So würden wir die Linie direkt durchbrechen und augenblicklich für eine Gelegenheit sorgen, allerdings müssen wir uns dann mit drei Fronten auseinandersetzen. Bleibt noch der Sektor Ost-Ost-Süden. Guter Perimeter. Passendes Gelände für mehrere Fahrzeugtypen allerdings wird es etwas dauern bis wir direkte Auswirkungen erzielen können.", kontemplierte Xine und forderte Ohyn ein Nicken ab. "Allerdings...", schob der Ritter nach ".... müsst ihr das entscheiden, Strategie ist nicht wirklich mein Steckenpferd". Die Leutnants und der Captain fokussierten nachdenklich die Optionen, die Xine ihnen aufgezeigt hatte, während selbiger an Private Bayou und sein junges Alter denken musste, was ihn über Skye und sich selbst direkt zu Anwärter Duun brachte. "Wenn ich euch helfen kann...", hatte der Schüler gesagt. Sing war bereits um die 20. Ein Alter in dem er selbst schon mehrere Kriege gesehen hatte und auf dem besten war zum Ritter geschlagen zu werden. Dennoch, Xine mahnte Geduld an, es gäbe Zeit. Wenn er jetzt allerdings auf die Karte blickte, war er sich da nicht mehr so sicher.

0100 - Null Einhundert - 3 Stunden später


Das Offizierszimmer war dunkel, ebenso das ganze Schiff. Die MidRim II befand sich im Tarnflug, die meisten non-funktionalen Systeme waren deaktiviert oder auf ein Minimum reduziert. Die Flure wurden von der Notbeleuchtung erhellt und es war still, sehr still. Obwohl sich Xine in der Nähe des Bugs aufhielt, hätte er schwören können die Triebwerke wahrzunehmen. Er schnallte die Beinpanzerung nochmals fest und erhob sich, dabei den republikanischen Helm aufnehmend und in der linken Hand haltend. Nur ab und zu begegnete er Wartungspersonal auf den Fluren. Die meisten Offiziere waren auf der Brücke, bei den kritischen Systemen oder im Hangar wohin er gerade auch auf dem Weg war. Ohyn hatte sich für den Angriffspunkt Südöstlich der von Skye aufgebauten Basis entschieden mit einem Manöver, dass Xine so noch nicht gekannt hatte. Luftlandebatallion betitelte der Zabrak das Vorgehen. Der Absprung hinter die feindlichen Linien. Der Jedi hatte einen sehr marginalen Zeitraum, um sich auf das Verfahren einzustellen und er kam nicht umher damit Vergleiche zu ziehen, wie selten er militärischen Trainings beiwohnte und wie oft er dann aber doch plötzlich einsatzbereit sein musste. Mit Betreten des Hangars konnte er auch schon das Aufgebot wahrnehmen, welches in den nächsten Stunden den Boden berühren sollte. Unterstützungspersonal wies die einzelnen Trupps ihren Gefährten zu. Landungsschiffe, Invasionskapseln das volle Programm. Über die Intercom-Lautsprecher durchbrach die Stimme des Schiffscaptain die beinahe Stille. "Helix Abflug", ertönte es durch den gesamten Hangar und sofort sah man wie der Transporter aus dem Hangar abhob und durch den Orbit hindurch brach. Die Helix-Kompanie hatte die Einheiten für den ersten Bodenkontakt und die Verantwortung die ersten LZs aufzubauen, um den zweiten Vorstoß mit Bodentruppen zu sichern. Mit gemischten Gefühlen marschierte der Jedi-Ritter durch den Hangar, seine Finger griffen fest und angespannt in den Helm herein. Er war der letzte Passagier und die bereits vorbereiteten Soldaten blickten zu ihm auf, als sie erkannten wer da gerade eingestiegen war. Xine hatte über seine blaue Robe den grauen Panzer der Streitkräfte aufgezogen. Die Brust war bedeckt mit dem vergleichsweise klobigen Bruststück ohne dabei die Robe ab der Taille zu behindern. Die Schritte warten Dank der Schienbein-Panzerung nun deutlich schwerer, etwas das dem Ritter bereits bei den ersten Gehversuchen aufgefallen war und er sich für die weiteren Bewegungen zu merken wusste. Mit der Halterung über dem Kopf fest im Griff blickte er in die Runde. Allgemein war sich das Rothaar gar nicht so sicher wie viel Jedi die Soldaten überhaupt ertragen wollten, denn die vergangenen Jahre hatten die Zusammenarbeit zwischen den Parteien nicht sonderlich gefördert. Knapp eine halbe Stunde später ertönte erneut die Lautsprecherdurchsage "Echo Abflug" und der Pilot startete die Triebwerke durch. Und was für ein Abflug, stellte der Ritter überraschend fest als die Soldaten in die Sitze gepresst wurden und der Jedi mit aller Macht versuchte seinen Stand zu festigen. Mit voller Leistung und beachtlichem Schub katapultierte es den kleinen Transporter aus dem Hangar in die Atmosphäre. Als die ersten Widrigkeiten überwunden war, richtete sich der Mensch an seinen Trupp. "Alle zuhören! Helix hat die ersten drei LZs aufgebaut, wir werden an der letzten LZ, die der imperialen Linie am nächsten liegt, heiß absteigen und umgehend Richtung Westen vorstoßen. Unsere Aufgabe ist es für die Garm-Kompanie den unmittelbaren Gefahrenfaktor zu sondieren und eine Landung zu ermöglichen. Sergeant sie übernehmen drei Einheiten und laufen zu uns parallel, der Rest kommt mir. Gibt es Fragen?", Brüllte der Jedi gegen die Turbulenzen und den Krach, den das Schiff beim Anflug machte. Es war äußerst anstrengend doch je lauter und ausgiebiger er die taktischen Züge erläuterte, desto mehr Zuversicht verspürte er innerlich. Der angesprochene Sergeant nickte auf die Befehle hin und deutete mit einem Fingerzeig auf drei weitere Soldaten. Xine kannte bis auf Sergeant Atam niemanden und selbst Atam - einer der Haeldra-Soldaten - war ihm lediglich flüchtig bekannt. Es reichte, dass er unter den restlichen Soldaten von Ohyn bereits als der Jedi bekannt war, der die Zakuul jagte und das Chaos auf Forthan anrichtete, eine persönliche Verbindung war da nicht mehr notwendig.

Der Jedi schob dem republikanischen Helm über den Kopf und machte sich bereit für die Ankunft, die gewohnt hart ausfiel. Krachen durchbrach das Schiff die Atmosphäre und steuerte mit atemberaubender Geschwindigkeit auf den dunklen Boden zu. Der Pilot riss unter blinkenden und piependen Warninstrumenten das Steuer nach oben und hob die Nase des Fluggefährtes. Im hinteren Laderaum spürte man den abrupten Kurswechsel deutlich. Der Jedi hatte alle Hände voll zu tun nicht von den Beinen geholt zu werden während er sah wie die anwesenden Soldaten in die Sitze gepresst wurden und dem Stöhnen nach auch mit den einwirkenden G-Kräften kämpften. Die Triebwerke wurden nahezu gelöscht, so dass man zwar schnell aber fast lautlos an Höhe verlor und in Bodennähe über das Feld schoss. Der Pilot öffnete die Bremsklappen und Xine daraufhin die Türen des Transporters, um mit einem gekonnten Satz und eine Rolle den Boden von Umbara zu betreten. Er zog das Gewehr flüssig von den Schultern und sondierte sofort die Umgebung, wachend und sichernd für die sieben Soldaten, die seinem Beispiel folgten. Die karge, dunkle Umgebung von Umbara wirkte unbarmherzig und wenig einladend. Ausgestattet mit Nachtsichtgeräten eliminierten die republikanischen Helme das restliche Naturgefühl für die Umgebung. So schnell wie das Transportschiff die Einheit abgesetzt hatte, genauso schnell verschwand es wieder in der finsteren Nacht dabei deutlich darauf achtend keinen Überschallknall auszulösen. Stille kehrte ein und das Team der Echo Kompanie formierte sich um den Jedi-Ritter, der mit einer kurzen Handgeste Sergeant Atam das Zeichen gab, sich aufzuteilen. Xine atmete durch, er war sich sicher, dass ihre Anwesenheit bisher noch nicht bekannt war. So gleich gab er das Zeichen zur Formation und betrat mit seinem Team die „Wälder“ von Umbara – der Schattenwelt. In leicht geduckter Haltung mit dem Gewehr im Anschlag atmete der Jedi durch den Filter seines Helms. Es herrschte vollkommene Funkstille und so waren die einzigen Geräusche, die man wahrnehmen konnte das Atmen und die Schritte derer um ihn herum. Allgemein musste er feststellen, dass sein Gehör in den letzten Monaten stark an Leistung zu genommen hatte und er – vermutlich durch die Macht – vielmehr Details wahrnahm. Das Team hielt an einer der großen Pflanzen inne, um einen Transporter – der mit leuchteten Scheinwerfern über sie hinwegflog – passieren zu lassen. „Imperial“, hatte Xine vermutet und so wie die drei weiteren Soldaten reagierten, war er nicht alleine mit der Annahme. Sie folgten weiter dem unwegsamen Pfad und wenige Minuten später war es möglich durch die Macht das größere Vorkommen von Truppenbewegung wahrzunehmen, sie beschleunigten ihre Schritte und konnten an einem Felsvorsprung halt machen, um einen Überblick über das zu bekommen, was der Jedi gespürt hatte. Vor dem kleinen Team baute sich offensichtlich ein Außenposten der Imperialen auf. Mit dem Makrofernglas wurde deutlich, dass es sich nicht um einen der Grenzposten handelte, die die imperialen Linie bildeten. Für diesen Zwecken waren zwar Fahrzeuge vorhanden, diese allerdings viel zu schwach bewaffnet. „Commander“, forderte einer der Soldaten die Aufmerksamkeit des Jedi und deutete mit einem Fingerzeig auf einen höheren Mast in mitten des Außenposten. „Es gehen immer wieder größere Energiespitzen davon aus und das Com wird auf einigen Frequenzen stark überlagert. Ich nehme an, dass es ein Funkposten für diesen Sektor sein wird.“, mutmaßte der Soldat. Die Mutmaßungen reichten für Xine vollkommen aus und passten zu allem Überdruss genau zu ihrer derzeitigen Aufgabe. Der Jedi blickte sich um den Außenposten um und fühlte in die Macht hinein, um das kleine Team von Sergeant Atam zu finden, dass sich parallel zu ihnen bewegen sollte. Es dauerte einige Minuten bis er sie gegenüberliegend von der Basis ausfindig machen konnte. „Corporal, übermittelt dem Sergeant bitte unsere Position. Ich werde dem Kommando unseren Fund durchgeben“, befahl Xine und zog sofort seine Ausrüstung zur Rate, um wie geplant nur kurze kodierte Funksignale auf Frequenzen abzugeben, auf denen Ohyn und das restliche Batallion lauschten. Es war eine einfache Methode, die nicht verhinderte, dass die Imperialen sie wahrnahmen, doch bis sie ihren Sinn verstanden hatten, war es im Idealfall bereits zu spät. In diesem Fall war die Meldung, dass sie eine Sendestation gefunden hatten und dies bedeutete, dass sie damit eine Ausgangsposition für den Sektor hatten, sobald sie die Station gekapert hatten, um ein Loch in der Sensorabdeckung zu schneiden. Alles müsste ab jetzt schnell gehen, da die MidRim II nun in wenigen Minuten einen Teil der Garm-Kompanie – dem Hauptangriffstrupp – auf Umbara absetzte und diese idealerweise nicht mit feuernden Kanonen empfangen wurde. Der Corporal nickte Xine zu „Nachricht übermittelt“, gab er an und griff wieder zum Gewehr. Der Jedi quittierte die Meldung mit einem Blick auf den Außenposten, in dem reger Durchgangsverkehr herrschte. „Wir werden die Basis gegenüber des Sendemastes betreten in Deckung zu den dortigen Gebäudestrukturen. Sergeant Atam hat die Aufgabe das Signal zu kapern während wir die Einheiten aufreiben. Wir schlagen schnell und hart zu. Ich werde die Aufmerksamkeit stellenweise auf mich ziehen, schützt dann eure und meine Flanke“, kommandierte das Rothaar direkt und kühl. Es gab keine Zeit für Gefühle, Empfindlichkeiten oder Widerworte. Das Team setzte sich augenblicklich in Bewegung und marschierte mit schnellen Schritten den Vorsprung hinunter und kam in Reichweite der Flutscheinwerfer, die viele Stellen des Außenposten – wenn auch nicht alle – abdeckte. In mitten der Felsen von Umbara hatten es sich die Imperialen gemütlich gemacht. Plötzlich war es egal auf welchem Planeten sie waren, wie trocken der Boden oder seltsam die Pflanzen hier waren. Eine Art Tunnelblick bildete sich auf den Posten und den zu sehenden Platz und der Jedi blendete den unbedeutenden Rest vollkommen aus. Um den Angriff zurück in Gang zu bringen, griff der Jedi mit der Macht nach einem der Scheinwerfer und ließ diesen unter Druck zerbersten, was nicht nur Lärm erzeugte und Splitter zu Boden fielen ließ, sondern auch einen guten, hellerleuchteten Teil in tiefes Dunkel stürzte.

Dann ging plötzlich alles schnell. Die Teams stürmten den Außenposten, Xine vorne weg in mitten der Finsternis. Die zuerst skeptischen imperialen Patrouillen wurden von Blasterfeuer zügig überrascht und konnten keine Gegenwehr leisten, erst als wenige Momente später klar wurde, dass man gerade den Feind im Nacken hatte, gelang es den Einheiten sich zu formieren, doch stand man dann immer noch einem Jedi gegenüber der nach den ersten Schusswechseln aufgrund von zwei Fronten zum grünen Lichtschwert wechselte und so fast die gesamte Aufmerksamkeit des Lagers auf sich zog. Strömender Regen von Blasterfeuer auf beiden Seiten erfüllte den kleinen Posten, es wurden Befehle gerufen, es wurde geklagt, geschrien und gestorben, doch ein Funksignal kam nicht durch waren die ersten Züge von Sergeant Atam erst einmal jegliche Funkverbindung zu kappen bevor es an das kapern ging. Xine wehrte mehrere Schusssalven ab, drängte Soldaten mit der Macht weg und zog – wie besprochen – die Aufmerksamkeit auf sich. Dabei kam ihm sehr gelegen, dass der Schock gerade einem Jedi gegenüber zu stehen, immer noch tief in den Knochen saß. In vollkommener Ataru-Manier schnitt und reflektierte republikanische Jedi einen imperialen Soldaten nach dem Anderen, dabei in treuer Unterstützung von seinem eigenen Kampftrupp, der seine Flanken sauber hielt. Der Angriff dauerte wenige Minuten und endete damit, dass einige imperiale Einheiten sich ergaben. Xine kam nicht umher anzunehmen, dass vor allem seine Anwesenheit, seine Existenz dazu beigetragen hatte den Willen zu brechen. Die Soldaten wurden zusammen geführt und mussten sich in zwei Reihen vor den Angreifern hinknien. Die Szenerie erinnerte an ein Erschießungskommando und der Jedi nutze einen kurzen Moment, um die Gefangenen zu taxieren. Die Miene verfinsterte sich, denn als die Garm-Kompanie mit den Landungsbooten eintraf, spürte der Ritter welches Gefühl die Imperialen gegenüber ihm hatten. Es war Angst.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xine« (18. Februar 2020, 16:54)


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Lunah Dane (12.02.2020), Shifty (12.02.2020), Sing (12.02.2020)

73

Samstag, 22. Februar 2020, 06:21

25 NVC – Vierzehn Hundert

Schreckhaft öffnete der Jedi die Augen, war vollkommen panisch und überfordert seinen leichten Kopf in dem feuchten Wasser vorzufinden, der Druck pochte auf den Ohren und die Lunge ächzte nach Luft, wo im Körper keine zu finden war. Schlagartig stemmte sich der Jedi mit den Händen ab, zappelte umher und zog den Kopf aus dem Wasser, dabei einen Schwall mit langen Haaren in der Umgebung verteilend. Er plätscherte, suchte Halt auf dem durch Wasser und rutschigen Boden. Vollkommen verwirrt war es gar nicht so leicht einen festen Stand zu erreichen. Xine zog die Luft durch den offenen Mund scharf ein. Weit aufgerissene Augen sondierten die dunkle Umgebung ohne etwas zu erkennen, lediglich dass das Wasser Oberschenkeltief war konnte er ausmachen vermied dabei aber darüber nachzudenken, welche lebenswichtigen Anstrengungen er noch gerade unternommen hatte. Je weiter sich der Blick verengte, desto ruhiger wurde die Atmung bis aus der Panik Überraschung wurde und aus der Überraschung Verwirrung. Der Ritter atmete konzentriert aus und hoffte darauf, dass sich sein Auge bald an die Dunkelheit gewöhnt hatte.

1130 - Elf Dreißig – Zweieinhalb Stunden vor Xines Erwachen
Ohyn blickte auf den kleinen Holotisch, der in einem provisorischen Camp aufgestellt war. Der dominante fast schon einschüchtern wirkende Zabrak kratzte mit dem Zeige- und Mittelfinger ein Horn am Hinterkopf. Knapp eine Woche war es her, dass das 201. Batallion in die Schlacht auf Umbara eingegriffen hatte. Eine Woche ohne Verbindung zum Oberkommando, ohne Nachschub, Rückzugsmöglichkeiten oder die Option seine Truppen zu sammeln. Xine blickte durch die Schlitze des Zeltes, die durch den Wind aufgeschlagen waren auf einen imperialen Sendemast. Die Kompanie war gewitzt und nutzte den gekaperten Sendemast um verschlüsselte, kurze aber prägnante Anweisungen an die verschiedenen Kompanien im Sendesektor zu entsenden. Meist waren die Information von geringer Halbwertzeit, so dass jedes Knacken der Übertragung lediglich dazu führte bereits alte Informationen zu erlangen. Für den Jedi war es vollkommen unverständlich wie Ohyn in der Lage war mit Hilfe solch banalen Kommandos ein ganzes Batallion durch feindliches Gebiet zu leiten. Natürlich hatte der Zabrak Erfahrung und im Vergleich dazu war der Jedi ein blutiger Anfänger, doch wenn die Leutnants und der Captain über eine EX-128/d Verschlüsselung sprachen fühlte sich der Jedi nicht nur wieder wie ein Padawan, nein er bekam auch den Eindruck, dass alle anderen lediglich aus Freundlichkeit denn aus Verständnis nickten.

"...schlussendlich ist Fox durch den Verlust des zweiten Platoons bedeutend geschwächt und eingeschränkt.", beendete 2nd Lieutnantnt Andara die Zusammenfassung der Geschehnisse, bei der Xine erst am Ende wieder zugehört hatte. Der Jedi wandte sich mit zwei kurzen Schritten dem Holotisch zu und verschränkte die Arme vor der Brust. Die Mundwinkel waren nach unten gezogen, die Stirn in Falten gelegt und die Augen umfasste dieser eisige, intolerante Blick. "Helix kann Garm und Fox unterstützen oder sind die anderweitig gebunden?", schaltete der Ritter sich ungefragt in das Gespräch ein. "Garm vor allem in der Offensive bei der Verteidigung von Flanken. Es wird schwierig mit einem so großen Verbund von hier unbemerkt durchzubrechen, um die Position des zweiten Platoons zu erreichen", antworte Ohyn ebenso ungefragt zurück. Die Köpfe des Leiters der Helix-Kompanie, des Platoon Leaders der Echo-Kompanie und Lt. Andara hoben sich aufgrund Xines Einmischung. "Zusätzlich - zudem was der Captain schon angesprochen hat - ist der Sachstand immer noch so, dass wir nicht wissen, was die Einheit überhaupt ausgelöscht hat. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es sich dabei um den Außenposten der imperialen Verteidigungslinie handelt" - "Dann werde ich die Situation selbst einschätzen müssen bevor uns böse Überraschungen erwarten." - "Alleine? Mit Verlaub Commander Erauqs, eure Fähigkeiten könntet ihr anders besser einsetzen." - "Mit Verlaub...Lieutnant, bin ich um das Spektrum meiner Fähigkeiten bestens informiert." - "Ich bin mir sicher, dass der Commander die entsprechenden Ergebnisse liefern wird.", unterbrach Ohyn bissig den Wortwechsel zwischen den zwei Herren, die bereits vorgelegt hatten, und blickte dem Jedi-Commander tief in die Augen. Schnell wurde offensichtlich, dass der Zabrak gerade einen immensen Vertrauensvorschuss geleistet hatte und bestätigt werden wollte, dass der Ritter dem gerecht werden konnte. Zurecht, wie Xine zugeben musste. Er war als Jedi gerade vielleicht nicht die absolut wichtigste Schachfigur aber definitiv eine sehr bedeutende sowohl aus taktischer wie auch moralischer Perspektive. Vermutlich wäre es besser gewesen beim Haupttrupp zu bleiben, den Angriff sogar anzuführen, aber mit diesem Handgriff könnte er essenzielle Informationen erhaschen und dieser übergroßen Aufgabe gleichzeitig aus dem Weg gehen. Ein tiefes und selbstbewusstes Nicken folgte, woraufhin der Jedi augenblicklich kehrt machte und sich auf seinen Solo-Ausflug vorbereitete. Auf der anderen Seite hatten Private Bayou und Private Shamur genau in dem Platoon gedient, dass aufgerieben wurde, womit die Ungewissheit darüber was passierte, keine Option für den Jedi mehr war.


Eine Berührung, etwas hatte ihn am linken Oberschenkel berührt. Xine zuckte zusammen und hob die Arme abwehrend während er das Objekt suchte. Er tastete mit den Händen nach dem Etwas, dass im seichten Wasser trieb und spürte eine glatte Oberfläche, fast wie lackiert, die einige Kratzer aufwies dann so etwas wie einen Verschluss um etwas einrasten zu lassen. Der Jedi fühlte weiter immer noch nicht in der Lage das schemenhafte Gebilde zu erkennen bis er über den Verschluss hinaus etwas fühlte, dass sich wie seine Haut anfühlte nur kühl und klebrig. Als er schlussendlich Haare und ein Ohr ertasten konnte, wich er erneut zurück, dabei das Wasser in Bewegung versetzend. Plötzlich wurde er von über alle und allen Seiten von Dingen im Wasser berührt, die sich nun in Bewegung gesetzt hatten. Schnell blickte er sich um – wegen dem fehlenden Auge – beraubt um einen wesentlichen Blickwinkel. Hastig wandte er sich um und als sein übriges Auge genug Restlicht abbekommen hatte weiteten sich die Pupillen, aufgrund von Schock. Um den Jedi herum trieben offenbar Leichen von Soldaten. „Was zum dreibeinigen...?“, flüsterte der Ritter zu sich dabei vor Verwirrung und Überraschung wie versteinert.

Nach einigen Minuten in denen Xine die Lage nochmal genau sondiert hatte und mehrere Abzeichen prüfen konnte, war er sich zwar nicht sicher was passiert war, aber dass es sowohl republikanische wie auch imperiale Streitkräfte getroffen hatte. Das Wasser schien aus einem gesprengten Rohr zu stammen, welches nun mit verminderten Druck nur noch in unwesentlichen Mengen Wasser in das kellerartige Gewölbe fließen ließ. Xine watete an den schwimmenden Überresten vorbei zu eine Art Rampe und erreichte so trockenen Boden, den er als deformierten Flur eines Gebäudes deuten konnte. Ein Blick zurück zeigte, dass die Decke aus einem Haufen Schutt bestand und da es so unheimlich still war, schlussfolgerte er, dass es keine Kämpfe mehr gab oder der Schutt so dick war, dass er es kaum wahrnahm. „Tot wäre natürlich auch eine Möglichkeit“, presste sich einer der gewohnt sarkastischen Bemerkungen durch den Schädel, die so schnell mit einem Kopfschütteln revidiert wurde, wie sie gekommen war. Xine schüttelte das Wasser vom Körper und tastete seine Kleidung ab dabei feststellend, dass eines der Lichtschwerter fehlte. Genervt seufzte er und presste die Augen aufeinander. Hemmungslose Kopfschmerzen bahnten sich so eben ihren Weg direkt in das Hirn des Jedi. Es wurde schwierig nach vorne zu schauen und die Welt um Xine herum bekam ein diffuses Gefühl, als ob er anwesend war und doch neben sich stand. Eines folgte zum Anderen. Mit der Hand an der Wand beugte sich der Ritter gezwungener Maßen nach vorne und verteilte die letzte Ration auf dem Boden zusammen mit den nötigen Geräuschen und Flüchen. Beim Abwischen des Speichels, der sich unweigerlich auf der Wange eingenistet hatte und dem ganzen Antlitz des Jedi noch einen gewissen Restcharme raubte, bemerkte der Ritter eine süßlich metallische Flüssigkeit an der Wange. Selbst mit der mentalen Kapazität eines nassen Streichholz – mit dem er derzeit einigermaßen viel gemeinsam hatte – hatte der Jedi äußerst schnell begriffen, dass es Blut war. Die Frage, ob es sein eigenes war konnte er ebenfalls recht zügig beantworten, als hässliche Schmerzen durch den gesamten Körper fuhren, während der Jedi mit der Hand über den Kopf strich. Xine presste die Augen zusammen und lehnte sich mit dem rechten Arm an die Wand dabei den Schmerz mit frohen Gedanken und allerlei Grunzen vertreibend. „Das erklärt die Kopfschmerzen und die Übelkeit“, schob er versucht rational von den Lippen. Noch war es viel zu schwer klare Gedanken zu fassen aber selbst jeder Versuch offenbarte zurzeit, dass er nicht die leiseste Ahnung hatte, was denn passiert war. Mit dem Rücken an die Wand gepresst, lehnte er nur leicht und vorsichtig den Kopf an. Ruhige Atmung, einige Minuten Ruhe.

1330 - Dreizehn Dreißig - Eine Stunde vor Xines Erwachen
Klick. Klick Klick. Klick. Xine hob den Daumen langsam vom Com-Gerät dabei öffnete er erneut die Augen. Gerade hatte er der Garm-Kompanie zum einen übermittelt wo er war aber noch viel wichtiger, dass er tatsächlich den Posten für die imperiale Verteidigungslinie gefunden hatte. Ein fast zweistündiger Marsch für knapp Zehn Kilometer der mit Speedern durchaus schneller zu bewältigen war, allerdings waren derlei Spielereien bei den Haupttruppen geblieben und der Jedi so auf sein gutes altes Schuhwerk angewiesen. Zurecht, wie sich bereits auf dem Hinweg abzeichnete, denn das Erkunden offenbarte sich gar nicht als so einsam wie erhofft. Drei kleine Patrouillen fanden ihren Weg in das Lichtschwert des Ritters. Xine wendete den Blick von dem imperialen Außenposten ab, den er hinter der Felsformation ausmachen konnte und griff nach seinem Lichtschwert, aus dem noch leichter Bläulicher Dampf aufstieg.

Der Jedi hatte den Ort erreicht an dem der Kontakt zum zweiten Platoon der Fox-Kompanie abgebrochen war. Eine Art Lichtung zwischen Baum- und Felsformationen geparkt. Sofort zogen sich die Muskeln in dem Menschen zusammen, seine Gliedmaßen krampften, die Atmung flachte ab und der Blick erweiterte sich. Die Macht strömte an den Fingerspitzen über die Haut, ein kurzes Kribbeln ehe der Impuls den Körper flutete und beflügelte. Xine verfestigte den eisigen Blick Ehe er seine Wahrnehmung öffnete und auf die Umgebung los ließ. Wie tausend Fäden strömte die Macht schlagartig aus dem Menschen heraus und er nahm die tausend kleinen fast unsichtbaren Schnüre war, die jedes Lebewesen und jede Konsequenz miteinander verband. Wie ein Spinnennetz zog die Macht-Wahrnehmung ein irrsinniges Konstrukt an Verbindungen auf. Der Jedi war nun mehr im Kampfmodus und wie ein Puppenspieler in der Lage die Strippen zu ziehen, die sich ihm offenbarten. Ein erster langsamer Schritt und ein sorgsamer Blick machten die Überreste eines Zeltes aus. Der Boden wies Bohrstellen auf ehe der Jedi kniete und einen verbleibenden Hering ausmachte, an dem ein Stück abgerissenes Seil hing. Xine fixierte für einen Augenblick die Überreste und schlenderte erneut durch das Lager. Sehr deutlich spürte er den Tod in der Macht und die Furcht, die sich durchzog. Es war offensichtlich nicht nur ein besonders schnelles und überwältigendes Ende für die Soldaten gewesen, sondern auch ein besonders verängstigendes.

Der erste leblose Körper sollte nur einer von vielen mehr sein. Die Soldatin lag auf der Seite, die Augen vor Schock aufgerissen. Xine untersuchte ihren Körper. Er murrte. "Keine Blastertreffer, kein Ruß oder Brüche in der Rüstung die auf eine Gewalteinwirkung schließen lassen", murmelte der Jedi vor sich hin. Sanft strich er mit der Hand über die Schulter des leblosen Körpers und wandte sie vorsichtig auf den Rücken. Der Helm fehlte also konnte er ihr entsetztes Gesicht und die Kopf untersuchen. "Hm, was auch immer du erlebt hast, muss dich sehr schockiert haben. Keine Brüche im Gesicht, kein Austritt von Blut und so wie es aussieht auch kein Bruch des Genicks...was ist denn das?", stoppte der Jedi seine Bewegung und schon das Kinn nach oben um den Hals zu entblößen. Kratzer zogen sich vertikal über die Haut herab. Tiefe Kratzer voller Verzweiflung. Er ließ ab und fokussierte die Augen, welche Blutunterlaufen waren. Das Licht war zu schlecht um die Hautverfärbung zu prüfen also untersuchte Xine die Hände der Soldaten und fand tatsächlich blutige, mit leichten Hautfetzen bedeckte Fingerkuppen. "Bist du erstickt? Aber woran denn?", mutmaßte der Jedi und ließ die Leiche in Frieden Ruhen.

Kurz blickte er auf sein Com. Die Nachricht hatte Ohyn sicher erreicht und es würde nicht mehr lange dauern, bis der Angriff auf den imperialen Außenposten beginnen würde. Er musste schnell machen und herausfinden welche Waffe das Imperium benutzt hatte. An Hinweisen mangelte es dabei nicht, da das Lager zahlreiche Leichen aufwies. Einige davon wiesen Verbrennung im Gesicht auf, andere die gleichen Spuren wie die erste Leiche, anderen wiederum wurde das Genick gebrochen. Die Todesursachen waren so vielseitig wie die Möglichkeiten. Ein Angreifer, mehrere Angreifer, Droiden, Sprengstoff. Der Jedi wanderte durch das Lager, stolperte über Helme und verzichtete darauf jede Leiche genauestens zu überprüfen. Dann stoppte er, denn vor ihm waren mehrere gefallen Soldaten Recht eng bei einander verstorben und einem fehlte der Arm. Er kniete sich hin und untersuchte die Rüstung. "Verstehe", gab Xine von sich unterbrach daraufhin allerdings sofort sein Tun. Einer der Fäden hatte sich bewegt und andere tangiert. Er spürte eine Präsenz, jemand war noch am Leben und nicht irgendjemand, denn der Jedi kannte die Aura. Er wandte den Blick um und suchte die Anomalie, die seine Sinne ausgelöst hatte, bis er - begraben unter Schutt und ein paar gefallenen Kameraden - Private Shamur entdeckte. Der Cathar war verletzt, hustete schwach und hatte offenbar den Angriff überlebt indem er absichtlich oder unabsichtlich durch seine Kameraden verdeckt worden. Ein sehr schwarzer Humor der Macht. Eilig ließ er von dem Fund ab und half dem jungen Cathar aus seiner misslichen Lage. Er flüsterte, hauchte und war offensichtlich nicht nur schockiert sondern auch körperlich am Ende. "Erauqs, Erauqs es...es ist", hustete der Soldat vor sich hin. Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern. "Ich weiß", entgegnete der Ritter. "Sie haben einen Sith".


Er öffnete die Augen, langsam seinen Körper wieder unter Kontrolle. „Okay. Raus finden was passiert ist, Lichtschwert finden, Überleben wäre auch nett und hier rauskommen. In beliebiger Reihenfolge.“ listete der Mensch auf. Ausgesprochene Ordnung war derzeit wesentlich angenehmer für das Hirn, als mentale Überlegungen, die im Sturm von Schmerz und Gehirnerschütterung sofort unterzugehen wussten. Er atmete kurz durch und tastete dann erneut seinen Körper ab. Diesmal allerdings war sein Com-Gerät das Ziel gewesen und es war sogar da. Leider kaputt. Xine zügelte sein Gemüt, um seine Enttäuschung auszudrücken. „So eine verdammte Scheiße...“, hallte es durch den Flur und entnervt senkte er den Kopf, woraufhin die Wunde wieder schmerzte. Viele Kopfbewegungen waren derzeit noch nicht drin, was frühstens jetzt dem Ritter klar war und spätestens als er sich ein zweites Mal übergeben musste. Da die Ration schon wenige Meter neben dem Jedi auf dem Boden Platz gefunden hatte, zogen sich nun Fäden aus dem Mund des Menschen und etwas Magenflüssigkeit. Es brannte in der Kehle und Xine wischte den Rotz mit dem Ärmel ab. Erneut vergingen einige Minuten, was sehr schwierig einzuschätzen war, wenn man in der Haut von Jemandem steckte, der zurzeit keinerlei Zeitgefühl hatte und auf einem immer dunklen Planeten in einem verschütteten Gebäude war. Mit der Annahme, dass es einige Minuten später war, stiefelte Xine los. Die Wände waren verschoben, gekrümmt und hatten markante Risse, die darauf schließen ließen, dass etwas sie erschüttert hatte. Der Flur gestaltete sich als zunehmend linearer Weg, denn nach der „Tür“ links – oder dem was von der Tür übrig war – folgte ein Treppenhaus dessen einziger Weg nach oben zu führen schien, denn alle anderen Stufen waren nicht nur zerstört sondern stellenweise so weit auseinander versprengt, dass es dem Jedi gerade nicht sonderlich möglich war diese Bereiche ohne die Macht zu betreten. Auch der Griff an das Treppengeländer erwies sich als Fehler, denn das instabile Konstrukt löste sich unter dem Druck des Menschen und fiel dabei in die Tiefe, den Jedi beinahe gleich mitreißend. „Was ist denn passiert? Sieht aus, als ob hier eine Bombe eingeschlagen ist“, sinnierte der Mensch und begann ächzend den Weg nach oben, dabei keuchend und über das Alter klagen, dass er vermeintlich hatte. Seine unmittelbaren Erinnerungen waren derzeit in weiter Entfernung und – so schätzte es der Ritter ein – aufgrund der Gehirnerschütterung nicht greifbar.

Jeder Schritt war eine Qual und jede Stufe wie eine unendliche Herausforderung. Je höher er kam desto mehr fühlte sich das Treppenhaus wie eine Todesfalle an. Abbrechende Stufen, bröckelnde Fassaden, Deckenstücke – die nach unten stürzten – und andere Spielereien. In wenigen Minuten hatte der Jedi in einem zerbombten Treppenhaus mehr erlebt, als so manche Romanfigur in einem Abenteuerbuch. „Wieso passiert mir eigentlich immer so ein Mist?“, fragte sich der Jedi wohl nicht ganz zu unrecht, allerdings ohne eine passende Antwort zu erlangen. Die Frage vergilbte deshalb genau so, wie die zahlreichen Flüche vor wenigen Minuten. Dabei war es Xine herzlich egal, ob jemand zu hörte oder er gemäß „Frei Schnauze“ einfach seinem Unmut Luft machte. Zu seinem Vorteil, war kein Mensch, sondern ein Jedi und langsam aber sicher setzten die körperlichen Fähigkeiten ein, so dass er zumindest nun in der Lage war klarer zu denken und seine Umgebung zielgerichtet zu sondieren. Xine hielt inne, denn das Treppenhaus hatte ein Ende gefunden. Schutt und Trümmer bedeckten das nächste Stockwerk, doch schon seit einigen Sekunden hatte der Jedi wahrgenommen, dass sich der Boden und damit er selbst zunehmend in die Schräge bewegten. Der Mensch atmete durch und verengte die Augen. Die Luft roch anders und war weniger von Staub besetzt. Er atmete erneut durch, langsamer, prüfender. Ja, er war sich sicher. Die Luft roch frischer und fühlte sich ebenso an. Xine verkniff es sich in Pioniermanier den feuchten Finger die Luft zu heben, sondern ging einfach stur beide Ausgänge des Treppenhaus ab, um zu lauschen. Mehrmals ging er zwischen den beiden Türen hin und her, bis er sich ganz sicher war. Erneut nickte er und fasste den Entschluss, dass durch beide Flure frische Luft zog. Mit dieser neuen Erkenntnis folgte Xine einem der beiden potenziellen Ausgänge bis er verstärkt Geräusche wahrnehmen konnte. Ganz distanziert waren da Schüsse wahrzunehmen aber das Geräusch von Explosionen und Fahrzeugen übertönte fast alles. Der Jedi hielt nochmals inne und kniff die Augen zusammen, versuchend seinem Hirn auf die Sprünge zu helfen. „Garm“, fielt dem Ritter als einziges Wort ein. Natürlich war ihm klar, dass er sich wohl an die Garm-Kompanie erinnerte, welche zu dem 201. Batallion gehörte. Ebenso war sehr deutlich, dass er mit jener Kompanie in den Kampf gezogen sein muss. Unklar war allerdings zu welchem Ziel sie unterwegs waren, ob sie es erreicht hatten und was im Detail passiert war.

1400 - Vierzehn Hundert - 30 Minuten vor Xines Erwachen
Ein Schuss zog vorbei, knapp über die linke Schulter, die Rolle nach rechts holte den Körper aus dem Fadenkreuz und presste ihn gegen den Rest einer kleinen Mauer. Von links, jetzt Rechts, legte ein
imperialer Soldat an, einen Machtschub später flog das Gewehr durch die Luft und die Gefahr lag auf dem Boden. Um die Ecke der Mauer nun von links, stürmten zwei Soldaten herbei. Als der erste herum kam und mit dem Gewehr nach seinem Ziel suchte, fand er ein Lichtschwert in seiner Brust vor. Als der Jedi auf stand und von dem zweiten Soldaten ins Visier genommen wurde, löste die Garm-Kompanie die Situation auf und rettete den Jedi davor den Kopf zu verlieren. Schwerer Beschuss der Manka-Läufer deckte das Vorrücken des Trupps zu dem Xine aufschloss. Binnen von Sekunden hatte sich die imperiale Linie zu einem Brandherd von bunten Lasern und Artillerie-Feuer entwickelt. Jedes Mal wenn der Boden aufgewühlt wurde, flogen kleine Steinchen und Erde durch die Luft. Und es wurde viel Boden aufgewühlt. Die Republik rückte vor und die imperialen Besetzer wurden heftig mit Blasterfeuer eingedeckt dabei unterstützt durch den Lichtschwertschwingenden Jedi, der Angriff wie Defensive zu gleich war. "Turbolaser!", rief irgendeiner der Soldaten, kein Chance zu wissen wer aber der Blick wandte sich nach Nordwesten direkt in den Lauf eines Panzers. Das Mündungsfeuer, der ohrenbetäubende Lärm des Abschusses und der ziemlich große Laserbolzen, der da angeflogen kam, verhieß nichts gutes.

Brüllend schlug das "Projektil" ein. Xine sowie die Soldaten hechteten in Deckung, die Erde flog durch die Luft, die Erschütterung fuhr durch den vollständig angespannten Körper. Ein kurzes Einatmen war gerade noch zeitlich möglich, dann richtete er sich auf, zwei Republikanische Raketen trafen den Panzer der ziemlich schnell, ziemlich nach gekommen war. Plötzlich war es still, ein fiepen zog sich durch die Ohren gefühlt bis ins Hirn, während der Panzer in einem Feuerball aufging. Schrapnelle flogen durch die Luft, irgendjemand schrie und Xines Mund schmeckte eisenhaltig, bis er dann da war und jeden Sinn verdrängte. Die Dunkelheit legte sich über ihn wie einen Mantel und sog die Umgebung in sich auf. Seine Aura blendete die Wahrnehmung und seine Präsenz nahezu allumfassend. Der "Feldherr des Mid-Rims" hatte sich gerade persönlich auf das Schlachtfeld begeben und machte sich direkt daran den republikanischen Vorstoß abzuwehren. Etwas wackelig auf den Beine machte Xine sich zielstrebig auf den Weg zu dem Sith. Er formte ein Machtschild, blendete den Rest nahezu aus. Die Schritte wurden schneller, die Macht flutete den Körper, jede Faser der Muskeln Kontrahierte, aus dem Gehen wurde ein Rennen, der Blick wurde eisern und die rechte Hand umfasste das Heft deutlich stärker. Die Bemühungen eines Soldaten den rasenden Ritter mit einem Blasterschuss niederzustrecken wurden je mit dem reflektierten Bolzen kurzer Hand beendet. Valress wandte sich dem Jedi zu der bereits im hohen Anflug auf den Sith war, dabei die rechte Hand mit einem Lichtschwert bewaffnet und die linke am Gürtel.

Der tosende Angriff fand einen brachialen Aufprall den der Sith konzentriert ableiten ließ, doch Xine setzte nach. Das grüne Licht zischte im Rücken des Ritters hervor, verkehrt in der Hand liegend, setzte er zum Shiak auf die Brust des Delphidianers an, welcher wiederum zurückweichte und Defensivarbeit leisten musste, denn der Jedi zog jedes Register des Ataru-Kampfstils und ließ es Schlag um Schlag auf den Kontrahenten einregnen. Für die ersten Sekunden wirkte es, als ob der Sith dem Jedi nichts entgegen zu setzen hätte und tatsächlich vermied es Valress einen Stand zu festigen. Ein Seitwärtssalto, fliegende Klingen, dann die Drehung und ein Schlag mit zwei Schwertern. Die Luft schoss gezwungen aus dem Körper hervor, Speichel landete auf der Rüstung von Valress und Schmerz zog durch jedes Gelenk und die Oberarm-Muskulatur. Der feste Blick des Jedi wendete sich von Valress ab und fand sich auf den zwei Klingen wieder, die von einer roten Klinge an der der mechanische Arm hing, geblockt wurden.
Midas Valress entschied sich dem Angriff mit voller Wucht entgegen zu kommen und stoppte augenblicklich jedes Momentum des Ritters. Diese kleine Unachtsamkeit kam dem Rothaar nun teuer zu stehen, denn er hatte schlicht weg vergessen auf welcher Seite der mechanische Arm vorzufinden war.

Ohne Beschleunigung seines Feindes, nahm der Sith eine Hand von dem Schwert und richtete sie aus kurzer Entfernung auf Xine. Daneben, die Rolle zur Seite rette dem Menschen buchstäblich den Hals, löste aber auch die Lichtschwertblockade. Augenblicklich wendete sich das Blatt und der Sith machte sich jeden Vorteil, den er durch das Djem So besaß, zur Nutze. Schnell und kräftig drehte er das Handgelenk und hämmerte auf die Klingen des Ritters ein. Zuerst konnte er die Schläge abfangen aber mit einer Hand wurde das blaue Schwert weg geschleudert und war unmöglich zu halten. Die Öffnung in der Deckung, die das herbei führte, nutze Valress um den Ritter mit einem Schub gegen die Hausfassade des Stützpunktes zu rammen. Keine Sekunde später umfasste der Sith den Kopf des Ritters und rammte ihn seitlich gegen die Wand dabei einen Blutfleck hinterlassend. Bevor er sein Werk beenden konnte, rettete der Läufer der Manka-Klasse allerdings erneut den Arsch des Ritters, der vollkommen benommen versuchte seine Ohnmacht zu verhindern. Valress hingegen wich zurück, tippte auf sein Com-Gerät und verschwand im Getümmel der Schlacht.


Langsam aber sicher kehrte wieder Ruhe in den Geist des Ritters ein. Jeder Schritt wurde nun immer fester und langsam öffnete er sich auch wieder Macht. Stück für Stück stieg seine Machtwahrnehmung und die Selbstheilungskräfte setzten ein. Natürlich – abhängig vom Betrachter – erzeugten sie kein Wunder, doch die pure Sturheit Xines trieb ihn nach vorne. Emotionen und Eindrücke begannen die Wahrnehmung zu fluten. Er spürte allerlei Gefühle von Wut zu Trauer bis vollkommenen Stolzes und als er schlussendlich wieder in der Lage war in der tiefen Dunkelheit seine Machtsicht zu nutzen, sah er den Ausgang des Flures vor ihm. Hastig eilte er los. Im Laufschritt wippte das offene Haar am Rücken und das Hirn waberte durch den Kopf, so penetrant, dass Xine es förmlich und her hüpfen spürte. Angekommen am zertrümmerten Ausgang sah er nun endlich im Freien auf die Landschaft. Vor ihm erstreckte sich das Bild, dass es ein Gefecht in einem Außenposten der imperialen Streitkräfte gegeben hatte oder was davon noch übrig war. Von den zwei Manka-Läufern war nur noch einer funktionsfähig, der Andere qualmte vor sich hin und war nach vorne geneigt. Einige Gebäude brannten, es gab Krater und man sah die Spuren verschiedener Kampfgräber. Der Blick nach hinten offenbarte zudem, dass er gar nicht so hoch gelaufen, sondern vielmehr tief gefallen war. Das Gebäude vor dem er stand, hatte voll unterirdische Strukturen und war durch „was auch immer“ eingebrochen. Erneut blickte er nach vorne und sah die kleinen Gruppierungen der Suchmannschaft, die dabei war sich einen Weg über die Kraterlandschaft zu bahnen und Überlebende zu bergen. Wohl mit Erfolg, denn immer wieder rannten einige Soldaten mit Tragen fort und zu einem provisorischem Lager hin. Auf den Tragen, jenes konnte der Ritter erkennen, waren nicht nur republikanische Soldaten, sondern auch imperiale Verletzte, selbst wenn die eigenen Truppen wesentlich schneller und öfter geborgen wurden. Xine knotete die Haare hinter seinem Kopf zusammen und bewegte sich den Vorsprung hinab auf die Soldaten zu. Um nicht gleich erschossen zu werden, hob er sein übriges Lichtschwert gen Himmel und entzündete die grüne Klinge, die ihren Zweck nicht verfehlte. Zwar waren zunächst alle Einheiten in näherer Umgebung in Kampfbereitschaft – immerhin war das Zischen eines Lichtschwertes typisch für beide Seiten - aber eine fehlende Rot-Grün Schwäche verhinderte anschließend, dass der Ritter als Kanonenfutter endete. Unter den helfenden Kräften war die Mirialanerin Miro Brya, die Xine nur flüchtig von Haeldra kannte, welche aber ihren derzeitigen Patienten an einen anderen Sanitäter übergab, um den gerade ziemlich aufgebrachten Jedi-Ritter abzufangen und medizinisch zu behandeln. „Commander Erauqs“, stoppte sie den Ritter mit der in einen blutigen Handschuh versteckten Hand und leuchtete mit einer Taschenlampe analytisch in sein Gesicht und in seine Augen. Kurz korrigierte sie ihre Suche, als sie erkannte, dass wohl nur das linke Auge sonderbare Reaktionen zeigen würde. Xine schloss die Augenlider und wendete den Kopf ab. Im Blinden fuchtelte er nach der Taschenlampe ehe er die Hand der Specialist zu fassen bekam und nach unten - damit weg von seinem Gesicht - hielt. Er öffnete seinen Blick und fixierte Brya. „Kann mir bitte jemand sagen, was zum heiligen Dreibeinigen passiert ist?“

1428 - Vierzehn Achtundzwanzig - 2 Minuten vor Xines Erwachen
Taumelnd stieß sich der Mensch von der Wand ab. Das helle Surren, welches er nur gedämpft wahrnahm, offenbarte kein gutes Omen. Die darauffolgenden Rufe ebenfalls nicht. Zwei Jäger sausten über das Gefecht und beschossen blind alles was sie vor fanden. Nur wenige Meter vor und hinter Xine schlugen die Bolzen ein, zerrissen die Wand an der er gerade noch gelehnt hatte. Das schwere Geschütz der Läufer holte einen der Quälgeister vom Himmel, jener stürzte hinab, explodierte in einem Flammenmeer und riss Personen auf beiden Seiten mit sich. Der Jedi wehrte den Angriff der Infanterie ab, die ihm den Rest geben wollte, Republikaner eilten zur Hilfe doch die Jäger waren nur der Vorbote. Zwei weitere Schiffe sausten an und warfen ihre Gefährliche Fracht von Bord. Als das erste, explosive Gemisch den Boden traf erfasste die Druckwelle naheliegende Truppen und riss einen der Läufer zu Boden. "Erschütterungsbomben", kam es von irgendwoher. Zu spät um zu reagieren, der Boden wurde aufgewühlt, der Jedi und die Soldaten in seinem Umfeld umher geschleudert und das Fundament, dass die unterirdischen Bereiche der Basis stabilisieren sollte, brach zusammen und mit den Trümmern stürzte auch der Jedi in die Tiefe.

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Shifty (22.02.2020), Quentin (22.02.2020), Sing (22.02.2020)

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Montag, 24. Februar 2020, 21:14

25 NVC - Nichts Kritisches

"Ah Ritter Erauqs. Ihr seid vor ein paar Tagen von Umbara zurückgekehrt, wie ich der Akte entnehme, richtig?", formuliert sie zwar eine Frage, lässt allerdings keine Zweifel daran
aufkommen, dass die Antwort unweigerlich "Ja" lauten sollte. Der Ritter nickt und summt zustimmend. Für einen Augenblick trifft ihn der sehr analytische, sehr durchbohrende und
extrem unangenehme Blick der Jedi-Heilerin Schrägstrich Ärztin Schrägstrich sadistischer Rancor. Sie nickt abschließend und langsam, den Eindruck erweckend, dass Xine gerne noch
seine Anliegen ausdrücken dürfte. "Ich finde es gut, dass ihr weiterhin regelmäßige Besuche pflegt, Ritterin Glane braucht diese Unterstützung. Aber es ist auch gut euch immer Mal wieder
hier zu sehen", deutet sie verbal - vollkommen unterschwellig - auf das blinde Auge und die zahlreichen mentalen Zerwürfnisse. "Ich nehme an die Alpträume nehmen in ihrer Frequenz
ab?", fragt sie erneut rhetorisch, wohl wissend, dass dem nicht so ist. "Nun denn", schließt sie das Gespräch ab. "Ich habe mir die Ergebnisse angeschaut. Nichts kritisches"


"Nichts Kritisches sagt sie", murmelt der Jedi mit zusammengezogenen Augenbrauen und drückt die Langhantel vertikal nach oben, dabei die Luft langsam aus dem Körper lassend. Die Muskeln, angespannt durch die Anstrengung, werden durch Adern gezeichnet, die ihren Weg über den Arm Bahnen. Langsam senkt der Ritter die Hantel wieder und stöhnt auf. "Wessen...Diag...", stammelt der Jedi, wieder die Handel nach oben führend. Angestrengter als vorher versucht er sowohl seinen Satz als auch den Trainingssatz zu beenden. Ruckartig, streckt er die Arme in die Höhe. "...nose sie wohl meint". Die Hantel wird wieder in die Halterung geführt und Xine atmet durch, tief durch und wischt sich den perligen Schweiß von der Stirn. Er setzt sich auf und fährt mit dem Handtuch über den nackten Oberkörper, dessen Narben durch
die Feuchtigkeit wie auf einer Bühne glänzen. Ein langer Blick von links nach rechts verrät, dass in der Halle zur frühen Stunde wenig Jedi unterwegs sind. Xine seufzt sind die wenigen Jedi wohl fast der ganze Teil, der überhaupt auf Tython vorhanden ist. Es ist seltsam einen Ort zu sehen an dem zuvor viel mehr Gleichgesinnte lebten und nun diese Leere vorzufinden. Nur flüchtig hat er Boa und Skye gesehen. "Skye", schiebt er mit traurigem Unterton über die Lippen.

Skye bleibt stehen, auf der Brücke südlich des Geländes. Jener Brücke nach Kaleth. Skye bleibt stehen, also bleibt Xine stehen, mustert seine ehemalige Schülerin, die in einer Kombination aus Rüstung und Robe vor ihm steht. Am liebsten würde er sagen wollen, dass die Rüstung ihr steht, dass sie dadurch reifer wirkt, erwachsender. Aber dies, wie vieles weitere, bleibt nur im Kopf des Ritters. "Kennst du Boa schon lange?", fragt sie. Eine Frage die so simpel wie überraschend ist. Und er verwechselt die Jahreszahlen. Nennt 15 Jahre, erinnert sich allerdings nur an die Zeit in der er von Boa getrennt war. Ein kurzes Raunen fährt durch den Körper, weil er überlegen muss seit wann er Boa kennt, nicht versteht wie er das vergessen kann und überrascht ist warum sich die Antwort "Quasi schon immer" so seltsam anfühlt. Nach Jahrelanger Einsamkeit, nach fehlenden Verbindungen zur Vergangenheit ist es nun extrem seltsam jemanden da zu haben, der all diese alten Geschichten und Erinnerungen teilt. Und Skye bohrt nach und sie sprechen darüber. Über Boa, die Jagd auf die Jedi und Xines Beziehung darin. Boa hätte sich verändert und er selbst wisse nicht wie weit. Zweifelsohne liegt
dies auch eher daran, dass der Mensch gerade selbst in einer Wandlung steckt, einer die so verwirrend wie offenbarend zugleich ist. Doch wie er soll er das seiner ehemaligen Schülerin sagen? Allgemein sprachen sie nun sehr selten miteinander, was vor allem in der Vergangenheit an Xine lag und es bis heute auch noch tut. Er geht ihr aus dem Weg, mehr unterbewusst als absichtlich. Ihm fehlen die Worte, um auszudrücken, dass seit der Gefangenschaft etwas dunkles in ihm nistet. Etwas, dass zwar in keinster Weise seine
moralischen Fähigkeiten behindert, aber ein neues Gefühl für die Sith zulässt, Mitleid zulässt. In Mangel an alternativen sagt er einfach was er denkt „Ich verändere mich auch“. Mehr nicht, keine weiteren Erklärungen, keine Vorbereitungen. Xine hört gerade nicht mal wirklich zu während er mit Skye auf eben jener Brücke steht und den platten See beobachtet. Er weiß nicht was er sagen soll, was er zu der Frau, zu sich selbst oder jemand anderen sagen soll.


„Keine Ahnung was ich denken soll“, quasselt der Jedi mit sich selbst und hängt dabei kopfüber von einem Gerüst. Die Haare sind hochgesteckt und sitzen – fast wie getackert – am Rest der Haare ohne sich nur einen Millimeter zu bewegen. Xine verschränkt die Arme vor der Brust und hebt den Körper nach oben, kräftig aus der Körpermitte heraus bis er nicht mehr diesen negativen Winkel hat, sondern auf der anderen Seite über das Gerüst gucken kann. Er verharrt, angestrengt und beobachtet ein paar Padawan und Ritter, die die Gewichte ihrer Geräte mit der Macht ab- und auflegen, statt ihren eigenen Körper zu benutzen. Damals, irgendwann als er noch ein Padawan war, haben Boa und er sich darauf geeinigt im Trainingsraum nie die Macht zu benutzen, um körperliche arbeiten zu erleichtern. Vor kurzem kam die Erinnerung daran wieder und mittlerweile hält er sich wieder daran. Er lässt die Muskeln sich lösen, senkt den Körper kontrolliert wieder in die hängende Überkopfposition und atmet aus. Aus einem Grund, den er nicht greifen kann, muss er an Joana – Skyes ehemaliger Padawan – denken. Sie war gefallen und sicher hatte Skye sich Vorwürfe gemacht. Nur ob die Vorwürfe berechtigt waren und sind, kann Xine nicht wirklich einschätzen. Es gibt so Jedi wie diesen...er reibt sich kurz die Schläfe, kann sich an den Namen aber nicht erinnern, lediglich an den Ball, den er in der Hand immer zu hält und mit dem er spielt. Aber eben dieser Jedi prophezeit die aufkommenden Konflikte, spricht davon, dass man die Schüler so ausbilden müsse, dass sie bereit für den Kampf waren, wettert gegen das Niman. Aus Xines Perspektive geht es den Jedi noch ziemlich gut, wenn sie sich eher darüber Gedanken machen mit welcher Form sie den Gegner in zwei Teile schneiden als darüber nachzudenken, ob sie den Gegner überhaupt überleben. Das Rothaar schüttelt den Kopf und schließt die Augen. Wahrlich kann der Mensch nicht behaupten mit dem Ritter einer Meinung zu sein, sogar ganz im Gegenteil. Vieles von dem Gesagten
widerstrebt ihm. Der Mensch wischt sich den Schweiß von der Stirn, welcher sich gerade den Weg durch die Haare auf den Boden bahnen will. „Mit einer Aussage hat dieser Ritter allerdings Recht“, gibt Xine unumwunden zu und löst dabei die Beine vom Gerüst, um mit einem kleinen Salto und den Füßen auf dem Boden festen Stand zu finden. Die Konflikte nehmen tatsächlich zu.

Sing grinst, Xine weiß nicht wieso. Eigentlich braucht Sing auch der Erfahrung nach keinen Grund, um zu grinsen. Diesmal liegt es aber eher an dem Ritter, der mit dem Ball spielt und wohl eine Verletzung am Bein hat. Der Padawan, der ihn so nach Skye ausgefragt hat, steht nun auch neben ihm. Die Stimmung wirkt so heiter und surreal. Das Wetter ist gut, der Platz zwar dennoch leer gefegt, weil so viele Jedi immer noch versteckt sind oder auskurieren. Xine verschränkt die Arme vor der Brust und schweigt. Er hört lediglich zu, denn die Heiterkeit, die Überschwänglichkeit passt gerade einfach nicht zu seiner eigenen Verfassung. Während die drei Jedi wie ein buntes Feuerwerk auf einer grünen Wiese sind, fühlt sich Xine wie ein feuchter Tropfen auf einem kalten Stein. Der Jedi kehrt in sich, blendet das Geschehen um ihn aus. Im Inneren fühlt es sich so an, als ob es Zeit wäre erneut einen Padawan auszubilden. Der Blick fällt unweigerlich auf Sing, denn so Recht weiß er noch nicht mit ihm umzugehen. Eine sehr harmonierenden Frohnatur und so sehr mit den Pflanzen verbunden, dass er ihn eigentlich Kari 2.0 nennen will. Momentan kann er sich allerdings nicht Mal aufraffen überhaupt den Mund aufzumachen. Das Gespräch und der ganze Tag zieht an ihm vorbei. Er fühlt sich müde und alt.

Xine lässt die Hüllen fallen, faltet die Tunika zusammen und legt sie bei Seite. Auf nackten Sohlen steigt er unter den Duschkopf und vergräbt das Gesicht in den Händen. Seufzend, atmet er durch, reibt sich die Augen und lehnt den Kopf gegen die Wand. Auf seinem Rücken erkennt man neben den typischen Muskeln auch die zahlreichen Narben, Wunden und Spüren der Folter. Mit der Zunge fährt er durch den Mund und findet diese Lücke bei den hinteren Zähnen. Dort wo ein Zahn war, bis ihn jemand mit brutaler Wucht einfach ausgeschlagen hat. Es ist wieder einer dieser Momente, wenn normale Menschen duschen gehen, Xine aber einige Minuten unter einer trockenen Dusche steht und in Gedanken abdriftet. Fast lethargisch aktiviert er die Dusche und die warmen Tropfen fallen auf das trockene, lange Haar, Bahnen sich ihren
Weg über den Kopf den Hals entlang zur Brust und von dort weiter hinab. Xine seufzt, laut. So laut, dass jemand anderes, den er gar nicht bemerkt hat, nur kurz zu ihm rüber schaut. Dem Rothaar ist der Beobachter egal, denn nur das Gefühl - wie Wasser den Körper hinunter läuft - zählt gerade. In letzter Zeit fühlt er sich ausgelaugt und alt, gezwungen weise und kontrolliert. Konkret sogar erst seit die Chelnok ihm die Tracht Prügel seines Lebens verpasst haben und seit ein Lichtschwert ihm zu allem Überfluss das rechte Auge genommen hat. Ein Thema, welches er versucht zu vermeiden, zu ignorieren, aber nicht abschütteln kann. Es ist schlicht
nicht möglich dauerhaft die Machtsicht parallel aufrechtzuerhalten, weshalb er immer wieder die Erfahrung macht, die jemand eben macht, wenn ihm ein Auge fehlt. Zudem sein Ausweg mit der Machtsicht nur den Zweck hat sich nicht mit seinem Handicap auseinanderzusetzen. Xine schnauft und runzelt die Stirn, denn so sehr er darüber nachdenkt, desto bescheuerter fühlt es sich an. Auf Tatooine hat er sich diese Schwächen eingestanden und fällt jetzt zurück in solche falschen Muster. Der Jedi ballt die rechte Hand zur Faust und schlägt gegen die Wand. Der Schlag ist voller Kraft und Elan. Sein Körper ist nicht der Körper eines alten, toten Mannes.
"Zeit aufzuhören, sich das einzureden", murmelt er genervt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xine« (Gestern, 15:44)


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Sing (24.02.2020), Shifty (24.02.2020)

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