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Sonntag, 26. August 2018, 20:57

23 NVC - Genesis

Blau-Grüne Augen blickten kühl in das endlose Grau des Himmels. Nur langsam hob und senkte sich der von Nachdenklichkeit erfüllte Körper. Langsam blickte er hinab und setzte den Stift an.

Xines Tagebucheintrag
Viel zu lange schon habe ich mich davor gedrückt wieder einen Eintrag zu erfassen, vor allem mich überhaupt mit derlei zu beschäftigen. Irgendwie kam nie der richtige Moment, die richtige Muse oder mir viel einfach nichts ein, was mich bewegte. Das hat sich nun aber tatsächlich schnell geändert. Ich glaube das Tagebuch hilft mir meine Gedanken zu sortieren und eine Ruhe zu erreichen, die ich im normalen Gespräch nicht erlange. Vielleicht war das Meister Dresarius Gedanke hinter dieser Aufgabe. Vielleicht sollte ich einfach etwas dadurch runter kommen.

Wenn ich manchmal in Gedanken abdrifte In letzter Zeit kommt mir bei meinen Meditationen eine Art Einsicht, oder ist es doch eher Reue? Ich weiß es nicht, aber wenn ich in die Macht eintauche erhasche ich einen Überblick über die Entscheidungen der Gegenwart und Vergangenheit. Es fühlt sich wie tausend Fäden an, die sich durch die Bilder meines Lebens ziehen und mir verdeutlichen welche Entscheidung zur welchen Konsequenz geführt hat...


Der Wind wirbelt durch die Nase in den Körper herein. Mit geschlossenen Augen bebt der Körper durch die aufkommende Energie, erhebt sich, regt sich und senkt sich wieder als die Luft den Leib durch den geöffneten Mund verlässt. Es riecht nach Feuer und Chaos. Zweifelsohne tat das Lagerfeuer im Rücken seinen Beitrag doch waren es eher die Rufe und Klänge von Forthan. Chaotische Seelen in verzweifelten Momenten mit der Briese von Neugier all jener, die zu gucken konnten. Langsam hob er den Kopf wagte ihn zu den Seiten und blickte auf die mit rot durchzogene Altstadt. Der Kälte entgegnete nur die Wärme des Lagerfeuers.

Xines Tagebucheintrag
...“ID“ war ein reiner Alptraum. Wir wissen immer noch so unendlich wenig aber als diese Kinder, dieses...Ding sich einen Zugang zu unserem Verstand verschafft hat, war da so viel Machtlosigkeit. Sie griff tief, die Eindrücke griffen sehr tief. Ich werde wohl nie das Gefühl vergessen an einen Tisch geschnallt zu sein und den Brustkorb geöffnet zu bekommen. Und hätte es im realen Leben wohl kaum erfahren Ebenfalls so eine Entscheidung, die sich durch mein Leben zieht. Doch trotz aller Entscheidungen, was hat es gebracht? Was habe ich bisher erreicht? Den Ritterstand? Na bravo Es kann nicht das Bestreben eines Jedi sein persönliche Erfolge zu erlangen. Seit den Zakuul fühlt sich alles etwas anders an. Und obwohl wir wieder auf Tython sind hat sich dieses seltsame Gefühl in meinem Geist festgebissen. Dieses Gefühl, dass die alten Tage vorbei sind. Das Gefühl, dass wir nur sehr wenig auf Andere zählen können und das die Galaxie weitaus dreckiger geworden ist, als sie ohnehin schon war...


Mit der verschmutzen Hand fährt der Jedi sich entmutigt über das Gesicht, treibt dabei den Schmutz in die Poren, doch es ist ihm egal wie so vieles anderes. Ein nachdenklicher Blick fokussiert den Kommissionsturm während zwei Finger das Kinn um spielen.

Xines Tagebucheintrag
...Ich passe mich an, diese Ausrede habe ich zuvor verwendet. Es war eine Notwendigkeit und daran glaube ich immer noch fest. Wir mussten uns ändern, wir mussten dynamisch agieren. Ich habe viele Jedi gesehen die, während Zakuul die Galaxie zerrissen hat, sich auf einen Planeten zurückgezogen haben um ihr Farmerherz zu beglücken. Das war nie eine Option für mich. Ich kann nichts außer ein Jedi sein musste handeln und konnte nicht zu sehen oder wegschauen. Zakuul forderte viel, nicht nur von meinem persönlichen Kodex sondern auch von allen um mich herum. Fordert es immer noch. Entscheidungen haben uns hierher geführt, meine Entscheidungen. Einige kann ich vertreten, andere verfolgen mich in der Nacht machen mir ein schlechtes Gewissen. Es ist schwierig mit verschwommenem Blick nach vorne auf das Ziel zu schauen und dabei keine der Grenzen zu überschreiten, die am Boden sind.
Definitiv 5 Credits in die „Dumme Sprüche“-Dose
Skye hat das mittlerweile auch festgestellt. Ich spüre es und sehe es ihr an. Sie hadert mich sich und dem was sie tun will, kann und sollte. Es ist sicherlich keine einfache Zeit für meine Padawan und ich frage mich, ob ich ihr ein guter Lehrer bin, ob das was ich tue und wo ich sie hinein ziehe überhaupt gerechtfertigt ist. Es ist eine Sache die Grenze selbst zu dehnen aber eine vollkommen Andere, wenn jemand einem dabei folgt....


Xine legte den Stift kurzzeitig aus der Hand und lauschte in die Ferne. Die Schüsse hatten aufgehört und auf dem Com blinkte ein stechend grünes Lämpchen. Eine Nachricht war angekommen. Der Jedi hoffte, dass sie von Captain Ohyn kam und, dass sie es geschafft hatten die Verwirrung zu nutzen um an den Kreuzer heran zu kommen. Zögerlich aber dann doch recht zügig griff der Rotschopf das Com und öffnete die Textnachricht. „Aurek ist Cern, Aurek ist Cern. Iron Nut ist präpariert. Verlassen Zone.“, las der Jedi gedanklich seinem Selbst vor. Captain Ohyn hatte erreichen können, dass der Kreuzer so schnell wohl keine unmittelbare Gefahr darstellen würde. Zumindest würde es reichen bevor die Soxica, dort auftauchten und mit ihrer Feuerkraft dem Schiff den Rest gaben. Bald wäre es soweit und der Weg zum Turm frei. Xine legte das Com bei Seite, blickte nochmal auf den Turm und dann auf das Pad.

Xines Tagebucheintrag
...Noch wenige Augenblicke, ehe wir den Kommissionsturm auf Forthan betreten können. Das Chaos war ungeplant aber hat doch eine willkommene Begleiterscheinung. Ich wünschte nur, es wären dabei nicht solche Sach- und Personenschäden entstanden. Wieder dieses Denken, diese Art. Eigentlich müsste ich in tiefe Nachdenklichkeit verfallen. Was hier passierte war ist falsch. Doch leider kamen wir zu spät um das unmittelbare aufzuhalten, immerhin konnten wir noch ein paar Bürgern helfen, damit die Soxica ihnen nicht alles wegnehmen. Bald hatte das alles ein Ende. Dieser kleine Bürgeraufstand, die Zakuul auf Forthan und auch der Paladin, der Haeldra zweimal angriff, unzählige Leben auf dem Gewissen hat und noch weitere sich Untertan machen wollte. Auf eine perverse Art freue ich mich auf die Konfrontation. Nicht um das Kampfeswillen aber um die Antworten auf mein „Warum?“ zu erhalten.
Es gibt da dieses Sprichwort:“Sterbe als Held oder lebe lang genug um selbst der Böse zu werden“. Skye hat die Grenze erkannt, ich suche sie noch und hoffe dabei, dass es noch nicht zu spät ist. Seit einiger Zeit frage ich mich wie das alles angefangen hat, wie es dazu gekommen ist. Ich frage mich was wohl mein...Genesis war.


Eine bekannte Person näherte sich von hinten. "Was macht ihr da Meister?", fragte Skye. Der Jedi schaltete das Pad aus und verstaute es in dem Rucksack.

"Nichts"
"RP ist kein Singleplayer"
Ich


Dem Tauntaun-Prinzip sein offizieller Verfechter



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Shifty (26.08.2018), Harlen Gregorius (28.08.2018)

62

Dienstag, 26. Februar 2019, 14:34

24 NVC - Hey du, Jedi!

Gelb, Rot und Grau jagten wahnwitzig aneinander vorbei. Zischend, nahezu ohrenbetäubend pfeifend, ertönte der Hall energiegeladener Triebwerke. Der feste Ruck brach die harmonische Formation und ein kurzer Moment des Chaos offenbarte, dass diese Perfektion keinesfalls stabil war. Huttische Flüche wurden gegenseitig ausgetauscht ohne dass doch nur eines seinen Weg zu dem Anderen finden würde. Wut stieg auf und zerkochte so schnell, wie sie gekommen war. Ein fast fataler, ewig gefühlter Moment, löste sich binnen weniger Augenblicke wieder auf. Von hier unten, in der Nähe des Vergnügungssektors, bekam man nichts davon mit. Eine perfekte Symphonie der verschiedener Gleiterbahnen erstreckte sich über den Himmel hinaus, so dass dieser winzige Ausbruch nicht mehr als ein Blinzeln andauerte.

Der fade Blick wollte sich nur widerwillig von der hypnotischen Wirkung des fernen Himmels lösen und sich den Reizen der nahen, unmittelbaren Realität widmen. Mit langsamen Schritten eröffneten die tiefen Bassklänge und das Neonfarbene Licht nur einen winzigen Einblick in die vermeintlich endlosen Möglichkeiten, die jeden erwarten sollten, der sich ihnen hingeben wollte. Es war unverständlich, welche magnetische Wirkung diese Gebiete auf die Bewohner hatten, doch so unverständlich es war, fühlte auch er sich dort immer wieder. Keine Anziehung, kein offensichtlicher Grund, aber jeder Besuch des Planeten führte unmittelbar immer wieder in diesen Sektor. So hatte wohl dieser Ort auch eine Anziehung auf ihn selbst, so schwer er sich auch tat dies vollends zu akzeptieren. Mit jedem Schritt durch die einladende Promenade, empfingen die Lokalitäten ihre Gäste offenherziger, schnell ließ man die ersten Geschäfte hinter sich, es folgten unzählige weitere. Man nahm den verheerenden Unfall eines Swoop-Bike wahr, in waghalsigen Geschwindigkeiten rasten Pod-Renner auf Malastare um eine Menge Geld, das Grüne war schneller als das Blaue, Getränke gab es zum halben Preis und bei all dem Geruch von süßen Leckereien wurde man überhäuft von Eindrücken, politischen Aussagen und unterschwellige Beeinflussungen. Nach fünf Minuten hatte man mehr über Sport gelernt, als man je wissen wollte. Hatte einen Hunger auf Dinge entwickelt, die man zuvor nicht kannte und war von mehr Leuten entdeckt worden, als man erahnen wollte.

Leben pulsierte zwischen den Reklametafeln nicht, es brannte förmlich in wildschlagenden Flammen und entzündete jeden, der sich traute nur einen Schritt näher zu treten. Nach all der Kriege und der Toten, nach all den Verlusten, Ängsten und Schwierigkeiten, hatte nichts davon diesen Ort erschüttert. In nostalgischer, monotoner Unwichtigkeit konsumierten alle Anwesenden weiter ohne auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Eben diese besondere Anziehung und diese hypnotisierende Wirkung der absoluten Isolation von der harten Realität, machte diesen Ort so attraktiv. Er atmete mit tiefen Lungen ein und zog die süßen Gerüche durch die Nase in das tiefste Innere. Selbst surreales Leben konnte sich entspannend anfühlen und bestärken. Hätte das Lichtpanel bereits seit Minuten in sein Gesicht geschienen, hätte er wohl gar nicht bemerkt wie eine Stimme daraus rief. „Jedi, hey Jedi“, warf die Tafel über die Promenade hinweg. Für einige Sekunden mussten sich seine Ohren erst an dieses Geräusch gewöhnen, so tosend wie die anderen Eindrücke alles überlagerten. „Hey Jedi! Ja, genau du!“, sprach die Tafel in die Menge hinein. Fast fühlte es sich wie eine Dauerschleife an, eine Werbemaßnahme und ebenso wurde sie behandelt. Fotos, Aufnahmen, ein kurzes Lachen. Er schaute sich fragend um, ob denn jemand auf diese Aufforderung reagierten wollte. Ein aufkommenden Lichtstrahl blendete ihm ins Gesicht und nachdem er sich Augen gerieben hatte, war er sich nicht sicher ob er gerade jemand hatte laufen gesehen oder dies nur eine optische Täuschung war.

Das Rothaar hatte die Augen weit aufgerissen und presste sich gegen die Wand der kleinen Nebenstraße. Sein Herz bebte vor Aufregung, überrumpelt von der derzeitigen Situation. Er schaute sich kurz um, ob er beobachtet wurde, ehe die in der Nebenstraße befindlichen Tafel umschalteten und einen Chor aus synchron sprechenden Digitalstimmen bildeten. „Hey,…Jedi…kommt her…na los“, ertönte es in Richtung des Rothaars, dass sich gewiss war, gemeint zu sein. Hurtig platzierte sich Xine vor den Monitor. Ein zischendes „Was?“, entfuhr seinen Lippen. „Ihr schuldet mir noch einen oder zwei Gefallen. Ich fordere nun einen ein“, kam es bewusst dominant und herrschend von der Tafel. „Hier!?“, gab der Ritter entrüstet zurück dabei nur wenig Rücksicht darauf nehmend, wie paradox das Gespräch mit der Tafel wirken mochte. Noch ehe die Lippen, die letzten Worte gesagt hatten, blinkte auf der Tafel eine Anschrift auf inklusiver der Anweisung sich dorthin zu geben und das dortige Comlink aufzunehmen. Langsam hob sich eine skeptische Augenbraue und Xine wollte etwas sagen, wurde dennoch kurz darauf von der typischen Werbung für Energiegetränke in unverhältnismäßig hoher Lautstärke angebrüllt. Der Jedi erstarrte vor Schreck und bewegte sich dann in kurzen Schritten von der Werbetafel weg. Er hatte binnen von wenigen Sekunden bereut jemandem einen Gefallen zu schulden.

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Shifty (26.02.2019)

63

Montag, 6. Mai 2019, 20:13

Tagebucheintrag: Humor der Macht

*Der neuste Tagebucheintrag umfasst eine Holoprojektion des Ritters. Zuerst ist das nebelige Blau zu erkennen, eh das Schema des Ritters in den Vordergrund tritt und auf einem Stuhl platz nimmt, den Kopf in den Nacken gelegt*

Anwärterin...Sheysa...Garrde. Nein, es klingelt zurecht und Ja, es ist mir selbst erst viel später aufgefallen. Es war bei der letzten Gesprächsrunde, als die neue Anwärterin mit einem staatlichen Alter von 27 Jahren sich mir vorstellte. Zuerst hatte ich die Ähnlichkeit nicht registriert, aber als ich selbst dann "Garrde" aussprach, erinnerte ich mich an Hanaa. Garrrrrde *wird das r übertrieben von dem Jedi gerollt*. Der Name blieb mir einfach im Gedächtnis und ich fragte mich instinktiv, ob es einen Zusammenhang zwischen der neuen Anwärterin Garrde und der alten Anwärterin Garrde gab.

*Xine pausierte für einen Moment*

Vermutlich wäre es jetzt wohl von größerer Debatte, wen man als "alt" und "neu" zu bezeichnen müsste.
*Der Ritter wirft den Kopf nach vorne, stützt sich mit den Ellenbogen auf einem Tisch ab und blickt zur Seite*.
Und wäre das nicht schon genug gewesen, um eine Verwirrung in mir Keimen zu lassen, offenbarte sie, dass sie eine Sith ist.

*Das Rothaar hebt langsam die Hand in abwehrender Haltung*


Verzeiht. Sith war. WAR.

*Der Jedi reibt sich mit zwei Fingern die Schlefe*

Instinktiv zogen sich in mir alle Muskeln zusammen, ich ging in eine angespannte Haltung über, jeden Moment bereit mich zu verteidigen. Boah...der Schweiß lief mir in kleinen, feinen Tropfen den Nacken hinab. Augenblicklich wurde ich nervös. Grmpf...ich kann Sith einfach nicht leiden und werde es wohl niiieee können, doch ich war gefangen zwischen meiner Abneigung gegen die Sith und Morwena Aquae, einer ehemaligen Sith, die den Sprung in die Jedi geschafft hatte. Meine Abneigung obsiegte, zumindest in dem unmittelbaren Gespräch, doch war es der Respekt vor Morwena, der mich innerlich tadelte und ein Ungleichgewicht auslöste. Noch immer kann ich nicht ganz greifen, wieso ich einen Unterschied ziehe, aber als ich damals Ritter Aquae kennengelernt hatte, da war sie noch Padawan.
Ich kannte ihre Vergangenheit nicht. Hm... ich erinnere mich an Chilonis Standpauke, die mir einbläute welche Schwierigkeiten die reife Frau bereits durchmachen musste. Zuerst begriff ich nicht und dann offenbarte sich Morwena mir, oder die Mirialanerin erzählte es.

*Xine schweigt für wenige, nachdenkliche Sekunden*


Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, wie ich davon erfahren hatte. Doch sicher bin ich, dass als ich von Morwenas Laster erfuhr, sie mir bereits so sehr als Verbündete bekannt war, ich ihre Vergangenheit ausgeblendet hatte. Sheysa Garrde wird dieser Luxus bei meiner Person vermutlich nicht mehr zu teil.

*Den Kopf leicht wiegend und die Hände auf dem Tisch gefaltet, seufzt der Jedi*

Aaaabsoluter Höhepunkt der Ironie ist, dass der Bürge für Anwärterin Sheysa Garrde niemand geringeres, als Ritter Morwena Aquae selbst ist. Die Ex-Sith, die die Ex-Sith zu den Jedi holt. Puh...als gäbe es eine Höhle lauter Ex-Sith, die nur darauf warten abgeholt zu werden. Ich bin mir nicht sicher, ob sie sich nicht überschätzt hat, ob sie die Anwärterin nicht überschätzt hat. Ich hab mich natürlich informiert. Zuerst hatte ich mich zwar gewundert, dass die Akte so leer war. Normalweise entsprach es nämlich nicht Morwenas Art so schlampig zu arbeiten. Ich meine mit diesen mickrigen Daten, hätte mir Sheysa Garrde erzählen können, dass sie hauptberuflich Bantha-Milch einfärbt. Es hat einige Klicke, Flüche und genervte Schläge auf die Konsole gedauert, bis ich herausfand, dass die Akte nicht leer ist, sondern besser verschlüsselt wurde, als die nuklearen Orbitalschlag-Codes der Republik. Und das soll wirklich was heißen.

*Erneut legt der Jedi den Kopf in den Nacken und lacht mit leichtem Bauch und einem kindlichen Kichern*


Beim heiligen, dreibeinigen Tauntaun der Verdamnis. Ich habe überhaupt keine Motivation mich mit solchen Dingen zu beschäftigen, Pro mit Kontra abzugleichen, einigen Leuten auf die Finger zu hauen. Eigentlich will ich nicht mal von Ex-Sith in meiner Umgebung wissen.

*Xine legt den Kopf - mit der Stirn zuerst- auf den Tisch*

Warum? Warum muss die Macht meine eigene Sturheit und Geduld immer so wieder auf die Probe stellen? Und warum ist ihr Humor einfach so übernatürlich schlecht?

*Die Aufnahme wird, nachdem einige Schläge ins Leere gehen, durch einen Treffer mit der flachen Hand beendet*

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Saneera Uniri (06.05.2019), Sheysa (06.05.2019), Shifty (07.05.2019), Jestocost (07.05.2019)

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Dienstag, 21. Mai 2019, 22:31

24 NVC - Cui honorem, honorem

Xine blickte nicht hinauf, in den zugezogenen und wolkengrauen Himmel über ihm. Zweifelsohne spiegelte das Wetter die Stimmung am Boden wieder. Der Jedi hatte seine Robe eng um den Körper geschlungen und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Er hatte sich abseits der in schwarz gehüllten Personen gestellt, die ruhig ihre Gedanken austauschten, sich umarmten oder Worte der Zuversicht wechselten und so ihre Form der Trauer nachkamen. Die Angehörigen des Militärs, mit gepflegten fast perfektem Äußeren, kamen makellos ihrer Pflicht nach und taten alles um die Angehörigen und den Umstand wieso sich heute hatten zusammengefunden, zu würdigen. In Mitten der Trauernden wurde ein Loch ausgehoben, zu dessen Seite ein weißes Kreuz stand. Xine war Zeuge seines Versagens und der daraus folgenden Konsequenz geworden, erneut. Das Rothaar vermied es den Blick zu heben, er wusste, dass die Trauernden wussten, dass er wusste, dass sie ihn vernommen hatten und so fühlte er sich trotz seiner Distanz in mitten des Geschehens. Eine Windböe blies dem Jedi entgegen und er hob zwei Finger, die er ruhig zu seiner Kapuze führte um diese tief im Gesicht zu behalten. Nachdenklich vernahm er, dass sie nicht mehr zitterten und die Resignation über diesen Befund keimte.

Es war – für manch einen Anwesenden – wohl ein Frevel, dass die Jedi zur Beerdigung gekommen waren, Xine spürte neben der Trauer die Blicke und die Vorwürfe. Da waren sie nach langer Zeit wieder im Dienste der Republik und schon opferten sie andere statt einen der ihren. Er konnte ihnen diese Empfindungen nicht verübeln, denn er dachte genauso. Die Familie, die in der Nähe des Grabes stand, fixierte er mit seinen kühlen blau-grünen Augen. Eine ältere Dame weinte, hielt sich ein Tuch vor das blasse Gesicht und hatte so zittrige Knie, dass sie beinahe fiel. Ein Mann hielt sie indes im Arm, auch er kämpfte sichtlich mit den Tränen, während er versuchte seiner Frau Trost zu spenden. Ein Junge, nahezu sieben Jahre alt, verstand die Welt nicht mehr und klammerte sich an seine Mutter. Xine spürte diese Eindrücke nicht nur, er erinnerte sich an sie, erinnerte sich an die Konsequenzen von Raxus Prime, Haeldra, Forthan, Empress Teta. An den Moment wo Joelpran Sirkos zu Boden fiel, als er Siralis leblosen Körper fand, als Sarge sich auf Forthan opferte und an die zahlreichen anderen Leben, die verloren gingen weil er sie nahm, indirekt oder direkt. Ein Jedi obsiegte über seine Emotionen, aber er war ein Narr, wenn er glaubte, dass damit eine Schuld verziehen wäre. Ein Narr, wenn er glaubte, dass die Zurückgebliebenen diesen Frieden, den ein Jedi in innerer Harmonie anstrebte, als Grund oder Kontext anerkannten. Das Rothaar erfüllte es mit Kummer, dass er Richter und Henker zugleich wurde und solchen Schmerz erzeugt hatte. In der Hinsicht waren Jedi stumpf. Um sie würde man nicht derartig trauern, was er angesichts der Situation nur zu gut verstehen konnte.

Blasmusik setzte ein, vorgeführt von fünf der Soldaten, und hielt die Anwesenden dazu an die Gespräche einzustellen. Es dauerte nicht lange bis ein weiterer Soldat eine silberne Urne zum Grab trug. Begleitet wurde er von einem Geistlichen, sowie zwei höher dekorierten Offizieren. Ein jener war Lieutnant Sisk, der nach seiner Verletzung mit einer Krücke bestückt war und dennoch ohne Murren, Meckern oder Zögern an das Grab heran trat. Während die Urne behutsam hinabgelassen wurde, ertönte eine Salve Blasterfeuer. Xine zuckte kurz zusammen. Dann noch eine. Xines Augenlider zuckten. Und als die letzte Salve gefeuert wurde, bewegte sich der Jedi keinen Deut. Lieutnant Sisk überreichte die gefaltene Flagge der Republik der Familie und begleitete diese mit Worten des Mitgefühls und Beileids. Ohne Zweifel würde gesagt werden, dass ihre Tochter im Dienste und zum Wohle der Republik ihr Leben ließ, dass sie tapfer war, Respekt und Anerkennung genießen würde. Niemand traute sich zu hinterfragen, ob sie vielleicht Angst gehabt hatte, ob es das Wert war und ob sich in einigen Monaten noch irgendjemand der Befehlshaber darin erinner würde. Es war zu schmerzhaft nachzuhaken, also wurde geschwiegen.

Xine senkte den Kopf in Demut. Die Wahrheit war, dass die Wahrheit niemanden interessierte, denn mittlerweile war allen klar, dass der neu aufflammende Konflikte solche Anlässe fördern würde, dass sie nicht das letzte Mal hier stehen würden und das Opfer nicht aus freien Willen geleistet wurden. Am Zenit des Konfliktes – so dachte Xine – würden Namen schneller fallen als Regentropfen und dann würde sich niemand mit wahrer Demut an ihre Hingabe erinnern. Das war die wahre Heldentat. Sich zu opfern, wenn kein glorreicher Sieg wartete, kein Glockenspiel oder eine Medallie. Sich zu opfern, wenn es um nichts ging, als das Leben von einigen wenigen. Doch auch für Amico galt, was für sie alle noch gelten würde. „Ehre wem Ehre gebührt“.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xine« (21. Mai 2019, 22:42)


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Shifty (21.05.2019), Harlen Gregorius (21.05.2019)

65

Dienstag, 18. Juni 2019, 22:02

24 NVC - Die zwei Wölfe

"Lauf, Lauf!", brüllte das Rothaar den Snivvian an, der sich schnell hinter irgend etwas hinwarf und die Finger über den Kopf schlug. Blasterbolzen flogen durch die Luft, Schweiß ran die Stirn hinab. Binnen von Sekunden zerstörten Explosionen, schweres Atmen und das penetrante Brummen zweier Lichtschwerter die Stille. Xine duckte sich, zog fließend über den Boden. Eine Faust traf den Magen eines Chelnok, die blaue Klinge fand die Brust des Nächsten und zog glühende Kennungen über die Brust. Ein Bolzen kam schneller als erwartet, Xine schrie, hielt sich den Arm, sofort war die Wunde verbrannt und der Jedi wieder im Geschehen. Ein rotes Lichtschwert, die dunkle Seite der Macht, dann das Aufeinandertreffen von Rot und Blau. Beständig und doch unterlegen weichte der Jedi zurück. Immer wieder segelten Blasterbolzen zwischen die zwei Kontrahenten. Xine sah kein Gesicht, nur ein Schemen in Gewand und schon segelte die Nebenhand in den Dreck. Wacker und schweißtreibend wurde er zurückgedrängt. Die Schritte waren schwer, der Atem erschöpft und die Zähne vor Anspannung fast am zerbersten. Noch ein Schuss, erneut zu schnell doch kein Aufschrei nur plötzliche Dunkelheit.

Ein Tropfen fiel auf den Boden. Noch einer. Und noch einer. Es folgten zahlreiche weitere Tropfen, die von einem undichten Rohr in der Decke hinab auf die Wasserlache fielen, die sich in der hinteren dunklen Ecke des kühlen Raumes gebildet hatte. Kaum nennenswertes Licht schien durch die Tür am anderen Ende hindurch und erzeugte nur eine Anmutung der Raumkulisse. Gerade genug, um die Hände vor den eigenen Augen sehen zu können. Die Geräusche von Rascheln zogen sich durch den Raum, als der Gefangene – welcher an Ketten von der Decke baumelte – langsam wieder zu Bewusstsein kam und sich reflexartig leichten Bewegungsschüben ergab. Das Rothaar murrte und versuchte Herr über seine Sinne und seinen Körper zu werden. Seine Haut fühlte sich taub und seine Gliedmaßen schwer an. Der Schädel brummte und allein der Versuch die Macht zu benutzen, ließ die Übelkeit in seinem Hals hinaufsteigen. Xine befand sich in einem Zustand der zwischen „Wach“ und „Schlafen“ einzuordnen gewesen wäre und sich beständig zu wechseln schien. Feuchte Tropfen liefen aus der Nase und der Jedi zog sie immer wieder mit einer angestrengten Miene hinauf, dabei das typische Geräusch dafür von sich gebend. Langsam öffnete er den Mund, atmete die kalte Luft ein und ächzte in die Stille hinein. Ganz vorsichtig bewegte er den Kopf umher, begutachtete seine Zelle und gliederte langsam die Ereignisse aneinander. Über die nackte Haut des Oberkörpers breitete sich die Feuchtigkeit aus, auf die sich ebenso sofort die Kälte stürzte. Seine Zehen berührten immer mal wieder den Boden und zwar derart leicht, dass es fast schon kitzelte. Ein abstraktes und verwirrendes Gefühl.

Weißes Licht strahlte von der Tür direkt in das Gesicht des Jedi und unterbrach dabei alle Gedanken. Lediglich brennender Schmerz, der sich tief in die Augenhöhlen trieb, erfüllte das Gesicht des Rothaars. Die Tür hatte sich geöffnet und jemand trat mit langsamen aber äußerst festen Schritten in den Raum hinein. Xine blinzelte dem Schemen entgegen und nachdem sich die Tür geschlossen hatte, entzündete sich die Deckenbeleuchtung, dabei den Raum in vollkommenes weiß tauchend. Mit einem Stöhnen schloss der Jedi die Augen und wendete den Kopf ab. Der plötzliche Lichtwechsel überforderte den Ritter und so liefen einige wenige Tränen das Gesicht hinab. Erneut klimperten die Ketten an denen der Mensch hing, als er sich des Schmerzes wegen wand. Der pulsierende Schmerz war unangenehm, zog sich vom Rücken, über die Schulterblätter zum Nacken hinauf, ziehend fast schon zerreißend. Jegliche Gegenwehr war nicht nur nutzlos, sondern noch vollkommen unmöglich, viel zu erschöpft fühlte er sich in der derzeitigen Situation.

„Kennst du den Kampf der zwei Wölfe?“, ertönte die tiefe, feste Stimme eines Mannes in den Ohren des Jedi, der sofort seine restliche Aufmerksamkeit auf das Schemen warf. Zu seiner benebelten Überraschung blickte Xine in ein Spiegelbild mit grünen Augen. Der Blick allerdings, bot eine Mischung aus Abscheu und Mitleid. Mitleid, dass nicht seiner Situation, sondern ihm selbst gewidmet war. Der Jedi bildete sich ein, dass er gerade bewertet, sondiert und für bemitleidenswert empfunden wurde. „Der Eine ist böse, voller Hass, Arroganz und Neid und der Andere...der Andere ist das Licht. Gesegnet mit Liebe, Zuneigung und Empathie. Rate welcher von beiden ich bin.“, kam es von dem zweiten Rothaar im Raum, welches die Regungen nur zu gerne sehr genau musterte, sich aber an eine deutliche Distanz hielt und mit verschränkten Armen sowie dem feinen, ordentlichen Offiziersanzug den Eindruck eines empathielosen Snobs verdeutlichte.

„...das kann nicht sein“, purzelte es aus dem Jedi langsam und undeutlich heraus, der die Situation kaum erfassen und interpretieren konnte.
„Tatsächlich kann es sein und ich bin durchaus real. Du bist auch nicht tot, sollte das die nächste Frage sein, die du hättest stellen wollen. Ich würde zwar gerne behaupten, dass es schön ist dich zu sehen, wenn wir aber ehrlich sind, gibst du gerade keinen sehr beneidenswerten Jedi ab.“, Enix pausierte.
„Kannst du dir denn vorstellen, was passiert ist oder wieso du hier bist?“, fragte der Sith mit entspannter und analytischer Stimme, dessen dunkle Präsenz Xine nun spüren konnte. "Ich...spreche...nicht...mit... Sith", gab Xine in Bruchstücken und mit längeren Atempausen von sich. Der Speichel lief ihm an den Mundwinkeln in Tropfen heraus und die Augenlider flackerte unter den schmerzhaften Licht.
"...wie schlagfertig", quittierte der Sith die Aussage mit vollkommener sarkastischer Tonlage.
"Euer Doktor, so rätselhaft er war, hat ebenso versucht bloß kein Wort mit einem bösen bösen Sith zu wechseln". Xine schloss die Augen länger und versuchte sich zu konzentrieren, was ihm Stück für Stück immer besser gelang. Aus einer Flut an Eindrücken in einem reißenden Sturm wurde lediglich ein Sturm und langsam ein ruhiges Gewässer doch jeder Schritt in Richtung Bewusstsein trieb den pochenden Schmerz in die Höhe. Der Jedi peinigte sich, seine Wahrnehmung zu schärfen und dabei nicht durch die Hitze in seinen Gliedmaßen aufzuschreien.

"Wach bleiben", befahl der Sith und untermauerte seine Aussage mit einer eindrucksvollen Backpfeife mit dem Handrücken, die das schon taube Gesicht impulsartig traf.
"Wehe dir, dass du..." - "Zu wenig, zu spät. Spar dir also deine leeren Drohungen. Dr. Traskana hat mir bereits erzählt was ich wissen musste, andernfalls wärst du nicht hier", unterbrach Enix seinen Bruder. Die Ketten klimperten als Xine daran riss. Der Frust aufgrund der Hilflosigkeit keimte auf, zu wenig um etwas zu bewegen, zu viel um passiv zu verharren. Der Sith blickte die Ketten hinauf und seufzte mitleidig über die Unfähigkeit des Jedi sich der Situation zu ergeben. Xine runzelte die Stirn hilflos, fast schon quiekend kam es aus dem Ritter heraus.
"Die Sith Enix? Du bist ein verfluchter Sith?". Genüsslich und in vollkommener Ruhe schloss der Angesprochene die Augen und setzte wenige Schritte zurück. Die Hände verschränkte er vor die Arme und begann langsam auf und ab zu laufen. "Naaaaa endlich. Ich hatte schon angenommen, dass du dich gar nicht mehr dafür interessieren würdest was aus mir geworden ist. Du hast es ja ziemlich lange durchgehalten mit so ungefähr 28 Jahren voller Desinteresse", begegnete Enix - der Situation zum Trotz - Xine mit der Leichtigkeit eines Kindes während der Gefangene einen Moment des Verschnaufens nutzte.
"...es geht hier lediglich um deine verletzen Gefühle? Enix, ich bin ein Jedi!", fauchte Xine mit einer Mischung aus Amüsement und Unverständnis zurück. Der Sith blieb stehen, blickte auf die kahlen Wände des kühlen Raumes. Seine Stimme wurde kalt, unnahbar und tief.
"Und was begründet diese Aussage? Erzähl es mir.", blickte Enix dann schleichend langsam zu seinem Bruder dem er nur ein schmerzhaftes Seufzen voller Müdigkeit entlocken konnte.
"Jedi haben keine Bindung zu ihren Verwandten...nur so können wir unsere Pflicht tun...die dunkle Seite von uns fern halten", erklärte sich der Jedi und spürte wie sein Bewusstsein erstarkte und er das Gefühl über seine Gliedmaßen wiedererlangte dabei immer mehr verwirrt darüber, weshalb er in diese Situation gelangt war. Die Sorge um Traskana und Skye flutete seinen Kopf und es wurde schwerer sich der Präsenz, die von Enix unausweichlich ausging, zu entziehen.
"Welche Pflicht hat ein Jedi denn so?", hakte Enix naiv nach sich vollkommen bewusst welcher Grundlagen sich die Jedi unterworfen hatten. Er wendete sich langsam um. "Welche Pflicht, Xine?". "Den Frieden zu wahren", begegnete der Jedi dem Sith mit Stolz und Zuversicht, wenn auch zumindest die Zuversicht gespielt war. Der Sith wandte sich zu seinem Gefangenen und löste die Verschränkung der Arme.
"Frieden? Ehrbares Ziel, aber du machst einen miesen Job. Ich war, wo du warst. Hörte, was du sagtest und sah was du getan hattest. Und weißt du was? Ich hab keinen Frieden gesehen, nur noch mehr Tod und Zerstörung.", Enix kam immer wieder wenige Schritte näher und Xine vermied es dem Sith in die Augen zu sehen, starrte stattdessen auf die Wand.

"Haeldra? Hm? Du hast es durch dein Einmischen geschafft, dass Zakuul den Planeten sogar dreimal angreift. Dort existiert kein Leben mehr.
Empress Teta? Wie viele haben den Angriff überlebt, den du verhindern wolltest? Null, oder? Null, Xine. Ich hab mich informiert und ich kann immer weiter machen.
Die Jagd des Schakals, die Toten auf Nelvaan, die republikanische Soldatin geht sicher auch auf dein Konto und dann Forthan", zählte Enix erbarmungslos auf und bediente sich dabei seiner Finger um jeden Punkt einzeln aufzuführen. Seine Stimme veränderte sich und klang nicht mehr leicht, sondern schwer und vorwurfsvoll fast schon erdrückend. Mit Erfolg, denn die Worte gingen nicht spurlos an dem Ritter vorbei. Schnell geriet die Frage woher der Sith die Informationen hatte in den Hintergrund und die Schuldfrage trat hervor eben jene Schuldfrage, jenes Versagen dass er nur allzu deutlich bereits verspürte.
"Forthan war anders" - "Inwieweit?" - "Wir wollten Freiheit bringen..." - "...und brachtet dennoch nur Chaos und Zerstörung, denn so sieht es momentan auf dem Planeten aus. Die Zakuul sind fort, dafür regieren jetzt geistliche Fanatiker.", beendete der Sith sein hartes und wenig schonende Fazit. Erneut trat er reserviert einige Schritte zurück und überließ Xine seiner gedanklichen Selbstgeißelung, die er durch den gesenkten Kopf, den abgewandten Blick und die verzogene Mimik vermutete. Der Ritter wurde so schnell von einer Person, die ihm derart fremd war, in der er eigentlich nur Böses sah, mit seinen eigenen Fehlern konfrontiert. Im Inneren des Jedi rasten die Gedanken umher, für den Moment war der reale Schmerz vergessen und die Empfindungen und Fehlschläge der letzten Monate hämmerten an den Verstand. Der Jedi war genau da, wo der Sith ihn hatte haben wollen, um ihm den letzten Dolchstoß zu verpassen.

"Als du gegangen bist, mussten wir fliehen. Ich musste stehlen, wurde geschnappt, entführt und kam zu den Sith. Alles nur deshalb, weil du ja ein Jedi werden wolltest", konfrontierte Enix seinen Bruder, der nur hilflos und in Gedanken versunken zu ihm blickte. "Ich war ein Kind", versuchte der Jedi irgendeine Form von Widerstand zu wirken, den ihm sein Kopf allerdings effektiv verwehrte. Bilder der Toten gingen ihm durch seinen Kopf und die verarbeitet geglaubten Emotionen entfalteten sich vollends im Jedi-Ritter.
"Es war nicht meine Entscheidung", verteidigte sich Xine.
"Ich hatte keine Wahl", stellte das Rothaar fest.
"Auch nicht, zurückzukehren?“, pausierte der Sith. „Was treibt dich denn an, Xine?", bohrte Enix unweigerlich nach um nicht nur die Psyche weiter zu quälen, sondern seinem Bruder auch mehr Informationen zu entlocken. Xine, allerdings, schwieg mit gequälten und gleichzeitig leerem Blick vor sich hin. Er blickte langsam umher. Der Sith ging einige Schritte an seinen Bruder heran und versuchte die Mimik seines Gefangenen zu deuten. Langsam kniff er die Augen zusammen, während Xine versuchte seinem Blick auszuweichen.
"...du weißt es nicht, oder? ...du hast keine Ahnung", stellte der Sith überrascht fest. Er blickte den Jedi für einige Sekunden an, sortierte seine eigenen Gedanken, um dieses überraschende Fazit zu verarbeiten. Langsam sank der Kopf von Enix und er blickte zum Boden ehe er mit langsamen Schritten in Richtung der Tür ging, keinen Blick zurückwerfend. Er versank seine Hände in den Manteltaschen und ließ das Licht erlöschen, so dass es sofort wieder dunkel in dem Raum wurde.

"Wer...wer gewinnt", erklang Xines Stimme in der vollkommenen Dunkelheit. Sein Ton vibrierte, zitterte und zeigte nur allzu gut, wie mental belastend er das Gespräch empfand.
"Von den Wölfen. Wer gewinnt?"
"Der, den du fütterst", beantwortete Enix und überließ Xine seinen Gedanken.

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Harlen Gregorius (19.06.2019), Shifty (19.06.2019)

66

Mittwoch, 26. Juni 2019, 12:54

24 NVC - Der schwarze Wolf

Der Stern leuchtete hell und stark. Von seinen Strahlen drang allerdings nur eine geschwächte, schattige Variante durch die verdunkelten Fenster. Große Schatten füllten den Raum fast vollständig aus und die Schemen der Büroausstattung zogen lange streifen an den Wänden. Mit der Sonne im Rücken glimmte das Gesicht mit den neidisch grünen Augen unter der Bestrahlung des Holoterminals. Gestützt durch die Faust der linken Hand, dessen Ellenbogen sich auf dem weichen Ledersessel ausruhte, blickte das Gesicht ermüdend auf das blau-grau glimmende Bild. Enix seufzte und legte die Füße gekreuzt auf den Tisch, sich tief in den Sessel wiegend.

Ein Schlag traf den Bauch und der Körper zuckte hervor. Das Geräusch, dass zusammen mit dem Speichel dabei aus dem Mund trat erinnerte an einen dumpfen Sandsack. Es folgte ein weiterer Schlag gegen die linke Seite des hängenden Mannes, wieder nur ein dumpfes, nichts sagendes Geräusch. Speichel Ran kontinuierlich aus dem Mund des Jedi, was nicht nur auf die Schläge, sondern auch auf die sehr gut dosierten Medikamente zurückzuführen war. Vermutlich nahm der Jedi sowieso weitaus weniger von seiner Umgebung war, als sich seine Peiniger erhofften, doch spätestens wenn die Dosis nachlassen würde, würden sich die Schmerzen voll entfalten. Würden die Vitalanzeigen nicht berichten, dass das Opfer noch atmete, könnte man von einem leblosen Körper ausgehen. Zwei Soldaten standen im Raum und wechselten sich nacheinander ab, zurzeit war derjenige dran, der von beiden weitaus ambitionierter wirkte. Sie verschwendeten keine Zeit mit Reden oder Fragen stellen, sondern ließen lediglich ihre Fäuste auf den lädierten Körper regnen. Der gut trainierte Soldat holte ein weiteres Mal aus und traf dabei das Gesicht des Rotschopfs. Es knackte laut, ein Stöhnen ertönte und das Opfer sank schmerzerfüllt den Kopf. In langsamen Fäden floss das Blut aus dem Mund, dann fiel ein Backenzahn schallend zu Boden.

Enix aktivierte missmutig das Intercom und lehnte sich vor. "Brecht ihm einen Knochen und ich breche euch auch welche", wendete sich Enix wieder zurück in den Sessel und beendete die Com-Verbindung genauso kühl und gnadenlos wie seine Befehle. Eigentlich hatte er nichts für derartige Folter übrig. Sinnlose Gewalt in der es nicht um ein Ziel, Informationen oder das Brechen des Verstandes ging, sondern einfach nur darum Gewalt um der Gewalt willen auszuüben. Enix seufzte erneut, in dem Gedanken, dass diese Methode noch die beste Lösung war, selbst wenn es in Anbetracht des ausgeschlagenen Zahns seines Bruders eher skurill wirkte. Jackal wollte Blut sehen und die Chelnok wollten ihre ganz persönliche Rache haben. Beide hätten die Jedi am liebsten für sich alleine gehabt und es wäre auch kein Wunder gewesen, wenn es Tote gegeben hätte. Mit den Aufnahmen, die die Kamera zweifellos machte, konnte er Jackal beruhigen und ihr die Gewissheit verschaffen, dass ihr Anliegen erfüllt worden war. Dies würde Lord Thaelis helfen. Mit der Folterung durch die Chelnok konnte er dessen Loyalität steigen und ihre Wut beschwichtigen. Gerade auf die zwei Jedi hatten die Soldaten es bereits seit Haeldra abgesehen. Enix konnte es ihnen kaum verübeln auch wenn die Methoden eher die von Barbaren als professionellen Soldaten waren. Er schlug zwei Fliegen mit einer Klappe und hoffe dabei, dass die Tortur, die ihm die Galle in den Hals trieb, bald vorüber war.

"Schau, Bruder. Ich rette dir das Leben", schmunzelte der Sith mit dunkler Miene. Enix hatte allerdings mehr mit den Jedi vor, mehr als die kurzsichtigen Visionen, die Andere verfolgten. Möglicherweise, mit etwas Glück könnte er sie sogar überzeugen, konvertieren. Und wenn nicht, war ein Jedi nicht nur viel wert, sondern kannte die eine oder andere wertvolle Information. Enix lächelte wölfisch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xine« (26. Juni 2019, 13:08)


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Shifty (26.06.2019), Harlen Gregorius (27.06.2019)

67

Gestern, 18:04

24 NVC - Der weiße Wolf

Prasselnder Regen fiel von den dunklen, graudurchzogenen Wolken am Himmel herunter auf den Durchweichten Boden. Pfützen hatten sich gebildet wo zuvor noch festgetretene Wege fahren. In Strömen lief das Wasser die schrägen und lädierten Hausfassaden ab. Überall bahnte sich das Wasser seinen Weg durch und sickerte durch die feinen Spalte der Felsen hinab in die Höhle.

Hawk murrte, als ihm der Tropfen ins Gesicht fiel und sich über sein verschmutztes Anlitz bahnte. Er wischte sich durchs Gesicht und verschmierte damit nur noch mehr den Dreck, der sich nun verteilte. Er blickte kurz nach oben ehe er den Blick von Skye suchte, die sich nachdenklich auf einem Felsen in der Höhle niedergelassen hatte. Die Ritterin wirkte zermürbt und erschöpft, fast schon niedergeschlagen. Wie sie da hing. Ihr Bein durchgestreckt aber schwingend vom Felsen hinab während das andere unter ihrem Oberschenkel ruhte. Ihr Pferdeschwanz zerpflückt und das Gesicht in den Händen vergraben. Xine, der nur wenige Meter daneben saß und wie in Lethargie auf den Höhlen Ausgang starrte, durch den das Wasser in feinen Strömen hineinlief. Der sah kaum besser aus als Skye, seine Füße waren fest auf dem Boden doch der Körper nach unten gesenkt, die Hände gefalten, stütze er sich mit den Ellenbogen auf den eigenen Oberschenkel ab. Das Gesicht war zerkratzt, die Robe zerschlissen und Schmutz hatte ihn, wie sie alle, bereits befallen. Es war besonders anstrengender Tag gewesen, seid sie auf der Flucht waren, ausgestoßen und zurückgelassen in einem Niemandsland. Sie hatten hier, mitten in diesem Dilemma, bereits mehrere Kameraden verloren und jeden Tag verloren sie wieder etwas Land, gaben den nächsten Perimeter auf. Tag für Tag. Stück für Stück. Hawk ballte die Hand zur Faust, irgendetwas mussten sie tun können.

Dann blickten alle auf. Hawk, Illay, Skye und Xine. "Sie kommen", sagte der Jedi, als bereits für alle offensichtlich die Geräusche eines wütenden Mobs hindurchdrangen. In der Ferne erkannte man die Flammen von Fackeln, die selbst durch den mittlerweile starken Regen brannten, als ob sie Böses für immer auszulöschen schworen und niemals ruhen würden. "Was jetzt?", kam es von Hawk doch keiner konnte ihm antworten. "Wollen wir uns jetzt abmetzeln lassen?", kam es energischer von ihm. Doch erneut konnte ihm keine Antworten. Die Hoffnungslosigkeit setze ein und erfasste auch Hawk selbst der sich seufzend wieder niederließ. So viel Kraft war aufgebraucht worden, so viel wurde verloren und sie hatten nichts erreicht. Keinen Ausweg gefunden, nur das unweigerliche hinausgezögert. "Das war es jetzt also?", Sprach der schweigsame Illay und blickte dabei zuerst zu seinem neuen Captain und dann zu den Jedi. Die Jedi fühlten den Druck und die Schuld, die auf ihren Schultern lastete. Sie sollten einen Weg finden, doch wie wenn es keinen gab. Skye und Xine hatten alles versucht, alles getan und es reichte nicht. Es war schwer sich dem Kreislauf der Demoral zu entziehen. Ein Fehler, ein einziger Fehler hatte alles vernichtet und gab es kein entkommen, nur Blut würde sie retten.

Xine erhob seinen Kopf. Erst langsam und dann schlagartig weitete er die Augen. Die Trance erfasste ihn. Es war Erkenntnis, die sich bei ihm hatte eingenistet. Kurz atmete er durch, blickte auf seine Stiefel und nahm dann in Ruhe die Lichtschwerter von seinem Gürtel, legte sie neben sich auf den Felsen. Dann Stand er auf, begleitet von den skeptischen Blicken der Anderen. "Was tust du?", fragte ihn Skye ohne zu begreifen was gerade passierte. Der Jedi entledigte sich seiner blauen Robe, faltete sie sorgfältig und legte sie Skye in die zitternden Hände. "Was wird denn das?", zitterte die junge Jedi vor sich hin. Die Sorge war ihr mittlerweile anzusehen und sie klammerte, wollte die Hand des Rotschopfs nicht loslassen, er zog und riss sich los, dann wendete er sich zu dem durch Wasser getränkten Ausgang.

Xine atmete tief durch, sein Körper löste jede Anspannung und als er den ersten Schritt machte, viel die Sorge und die Angst einem Gefühl der Zuversicht. Aus der Höhle heraus in den strömenden Regen, der sofort sein Haupt erfasste. Das Wasser lief über die Haare durch das Gesicht und der Jedi wurde in ein dunkles Kleid gehüllt. Fassungslos saß Skye mit den Soldaten in der Höhle bis sie Begriff, was gerade passierte und aufstand. Hawk kam ihr zuvor, hielt sie zurück und als sie schreien wollte, hier er ihr den Mund zu so dass nur ein dumpfes Murren Hindurchklang. Skye hätte sich befreien können und Hawk hätte sie gehen lassen können, doch sie beide bemerkten dass es nur das Unausweichliche war, dass sich angebahnt hatte. Xine Schritte nach vorne, über die grauen Felsen in den Schlamm. Er bildete sich in diesem Moment ein, durch die Macht geleitet zu werden. Trance ähnlich mit einer gewissen Zufriedenheit zu sich selbst begleiteten die verschiedenen Personen aus seiner Vergangenheit den Ritter. Das Rotschopf erinnerte sich, bildete sich die Gesichter von Ohyn, Traskana, Sirkos, Sirali und vielen weiteren, wichtigen Personen ein. Er ging einige Schritte bis die Meute, die auf ihn zukam, sich selbst verlangsamte. Sie wollten Blut sehen und es war ihnen egal welches, solange es über den kargen Stein floss. Xine atmete durch, er blickte nach rechts und spürte die Anwesenheit von Meister Sirkos, er blickte nach links und glaubte an Siralis Präsenz, dann - im Einklang mit seinen Eindrücken - faltete er die Hände hinter den Kopf. Ein Mann mit einer Fackeln und einer Vibroklinge trat aus der mittlerweile stillen Meute hervor. Der Jedi fiel langsam auf die Knie und der Schlamm legte sich auf die Hose. Xine blickte nach oben und dem Schwert entgegen, er streckte die Brust raus, schloss die Augen und als er Skyes Schrei vernahm, trieb die Klinge sich in seine Brust.

Der dumpfe Stoß riss den Jedi mit brennenden Schmerzen aus der Ohnmacht. Es klirrte und die loderne Flamme verkam zu einem Zucken und Aufschrei. Die zwei Imperialen wichen zurück. Vor allem derjenige der seinen Gewehrkolben vorsichtig gegen das Brustbein des gefangenen Jedi gepresst hatte um zu schauen ob er noch lebte. Xine atmete noch, auch wenn jeder Luftzug von Schmerz durchzogen war. Und er war wach, weitaus wacher als er erwartet hätte. Der Schmerz war unerträglich und er spürte den eisenhaltigen Geschmack der durch das heraustropfende Blut aus seinem Mundraum entstanden war. Immer noch in Gefangenschaft auch wenn unter jemand anderem. Der Traum, aus dem ihm der Imperiale geholt hatte, war real, fühlte sich real an. Es war kein Traum, da war sich der Jedi sehr bewusst. Es war wie auf Haeldra. Eine seltene Vorahnung. Ein Hinweis über sein Ende, dass sie nochmal in Freiheit sein werden.

"Ob Jedi so grausam sind wie die Sith?", Fragte einer der Soldaten den Anderen. "Theoretisch heuchlerischer aber alle diese Machtis sind wahnsinnig", kam es von dem anderen. Xine jauchzte und erlangte so die Aufmerksamkeit der Wachen. Der Soldat, der ihn schon mit dem Kolben Touchierte kam nochmal näher, während der Jedi murmelte und vor Schwäche nur halbe unverständliches Gebrabbel von sich gab. Erneut ging der Soldat einen Schritt näher. "Ich werde euch alle töten", kam es dann fest, dunkel und mit letzter Kraft von dem Jedi und verfehlte seine Wirkung nicht. Die Imperialen schreckten zurück in Betrachtung des gefolterten Mannes, der keinen Zweifel daran ließ, dass seine Drohung ernst gemeint war. Xine war sich indes sicher, dass er hier nicht sterben würde.

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Shifty (17.07.2019)

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