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Sonntag, 26. August 2018, 20:57

23 NVC - Genesis

Blau-Grüne Augen blickten kühl in das endlose Grau des Himmels. Nur langsam hob und senkte sich der von Nachdenklichkeit erfüllte Körper. Langsam blickte er hinab und setzte den Stift an.

Xines Tagebucheintrag
Viel zu lange schon habe ich mich davor gedrückt wieder einen Eintrag zu erfassen, vor allem mich überhaupt mit derlei zu beschäftigen. Irgendwie kam nie der richtige Moment, die richtige Muse oder mir viel einfach nichts ein, was mich bewegte. Das hat sich nun aber tatsächlich schnell geändert. Ich glaube das Tagebuch hilft mir meine Gedanken zu sortieren und eine Ruhe zu erreichen, die ich im normalen Gespräch nicht erlange. Vielleicht war das Meister Dresarius Gedanke hinter dieser Aufgabe. Vielleicht sollte ich einfach etwas dadurch runter kommen.

Wenn ich manchmal in Gedanken abdrifte In letzter Zeit kommt mir bei meinen Meditationen eine Art Einsicht, oder ist es doch eher Reue? Ich weiß es nicht, aber wenn ich in die Macht eintauche erhasche ich einen Überblick über die Entscheidungen der Gegenwart und Vergangenheit. Es fühlt sich wie tausend Fäden an, die sich durch die Bilder meines Lebens ziehen und mir verdeutlichen welche Entscheidung zur welchen Konsequenz geführt hat...


Der Wind wirbelt durch die Nase in den Körper herein. Mit geschlossenen Augen bebt der Körper durch die aufkommende Energie, erhebt sich, regt sich und senkt sich wieder als die Luft den Leib durch den geöffneten Mund verlässt. Es riecht nach Feuer und Chaos. Zweifelsohne tat das Lagerfeuer im Rücken seinen Beitrag doch waren es eher die Rufe und Klänge von Forthan. Chaotische Seelen in verzweifelten Momenten mit der Briese von Neugier all jener, die zu gucken konnten. Langsam hob er den Kopf wagte ihn zu den Seiten und blickte auf die mit rot durchzogene Altstadt. Der Kälte entgegnete nur die Wärme des Lagerfeuers.

Xines Tagebucheintrag
...“ID“ war ein reiner Alptraum. Wir wissen immer noch so unendlich wenig aber als diese Kinder, dieses...Ding sich einen Zugang zu unserem Verstand verschafft hat, war da so viel Machtlosigkeit. Sie griff tief, die Eindrücke griffen sehr tief. Ich werde wohl nie das Gefühl vergessen an einen Tisch geschnallt zu sein und den Brustkorb geöffnet zu bekommen. Und hätte es im realen Leben wohl kaum erfahren Ebenfalls so eine Entscheidung, die sich durch mein Leben zieht. Doch trotz aller Entscheidungen, was hat es gebracht? Was habe ich bisher erreicht? Den Ritterstand? Na bravo Es kann nicht das Bestreben eines Jedi sein persönliche Erfolge zu erlangen. Seit den Zakuul fühlt sich alles etwas anders an. Und obwohl wir wieder auf Tython sind hat sich dieses seltsame Gefühl in meinem Geist festgebissen. Dieses Gefühl, dass die alten Tage vorbei sind. Das Gefühl, dass wir nur sehr wenig auf Andere zählen können und das die Galaxie weitaus dreckiger geworden ist, als sie ohnehin schon war...


Mit der verschmutzen Hand fährt der Jedi sich entmutigt über das Gesicht, treibt dabei den Schmutz in die Poren, doch es ist ihm egal wie so vieles anderes. Ein nachdenklicher Blick fokussiert den Kommissionsturm während zwei Finger das Kinn um spielen.

Xines Tagebucheintrag
...Ich passe mich an, diese Ausrede habe ich zuvor verwendet. Es war eine Notwendigkeit und daran glaube ich immer noch fest. Wir mussten uns ändern, wir mussten dynamisch agieren. Ich habe viele Jedi gesehen die, während Zakuul die Galaxie zerrissen hat, sich auf einen Planeten zurückgezogen haben um ihr Farmerherz zu beglücken. Das war nie eine Option für mich. Ich kann nichts außer ein Jedi sein musste handeln und konnte nicht zu sehen oder wegschauen. Zakuul forderte viel, nicht nur von meinem persönlichen Kodex sondern auch von allen um mich herum. Fordert es immer noch. Entscheidungen haben uns hierher geführt, meine Entscheidungen. Einige kann ich vertreten, andere verfolgen mich in der Nacht machen mir ein schlechtes Gewissen. Es ist schwierig mit verschwommenem Blick nach vorne auf das Ziel zu schauen und dabei keine der Grenzen zu überschreiten, die am Boden sind.
Definitiv 5 Credits in die „Dumme Sprüche“-Dose
Skye hat das mittlerweile auch festgestellt. Ich spüre es und sehe es ihr an. Sie hadert mich sich und dem was sie tun will, kann und sollte. Es ist sicherlich keine einfache Zeit für meine Padawan und ich frage mich, ob ich ihr ein guter Lehrer bin, ob das was ich tue und wo ich sie hinein ziehe überhaupt gerechtfertigt ist. Es ist eine Sache die Grenze selbst zu dehnen aber eine vollkommen Andere, wenn jemand einem dabei folgt....


Xine legte den Stift kurzzeitig aus der Hand und lauschte in die Ferne. Die Schüsse hatten aufgehört und auf dem Com blinkte ein stechend grünes Lämpchen. Eine Nachricht war angekommen. Der Jedi hoffte, dass sie von Captain Ohyn kam und, dass sie es geschafft hatten die Verwirrung zu nutzen um an den Kreuzer heran zu kommen. Zögerlich aber dann doch recht zügig griff der Rotschopf das Com und öffnete die Textnachricht. „Aurek ist Cern, Aurek ist Cern. Iron Nut ist präpariert. Verlassen Zone.“, las der Jedi gedanklich seinem Selbst vor. Captain Ohyn hatte erreichen können, dass der Kreuzer so schnell wohl keine unmittelbare Gefahr darstellen würde. Zumindest würde es reichen bevor die Soxica, dort auftauchten und mit ihrer Feuerkraft dem Schiff den Rest gaben. Bald wäre es soweit und der Weg zum Turm frei. Xine legte das Com bei Seite, blickte nochmal auf den Turm und dann auf das Pad.

Xines Tagebucheintrag
...Noch wenige Augenblicke, ehe wir den Kommissionsturm auf Forthan betreten können. Das Chaos war ungeplant aber hat doch eine willkommene Begleiterscheinung. Ich wünschte nur, es wären dabei nicht solche Sach- und Personenschäden entstanden. Wieder dieses Denken, diese Art. Eigentlich müsste ich in tiefe Nachdenklichkeit verfallen. Was hier passierte war ist falsch. Doch leider kamen wir zu spät um das unmittelbare aufzuhalten, immerhin konnten wir noch ein paar Bürgern helfen, damit die Soxica ihnen nicht alles wegnehmen. Bald hatte das alles ein Ende. Dieser kleine Bürgeraufstand, die Zakuul auf Forthan und auch der Paladin, der Haeldra zweimal angriff, unzählige Leben auf dem Gewissen hat und noch weitere sich Untertan machen wollte. Auf eine perverse Art freue ich mich auf die Konfrontation. Nicht um das Kampfeswillen aber um die Antworten auf mein „Warum?“ zu erhalten.
Es gibt da dieses Sprichwort:“Sterbe als Held oder lebe lang genug um selbst der Böse zu werden“. Skye hat die Grenze erkannt, ich suche sie noch und hoffe dabei, dass es noch nicht zu spät ist. Seit einiger Zeit frage ich mich wie das alles angefangen hat, wie es dazu gekommen ist. Ich frage mich was wohl mein...Genesis war.


Eine bekannte Person näherte sich von hinten. "Was macht ihr da Meister?", fragte Skye. Der Jedi schaltete das Pad aus und verstaute es in dem Rucksack.

"Nichts"
"RP ist kein Singleplayer"
Ich


Dem Tauntaun-Prinzip sein offizieller Verfechter



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Shifty (26.08.2018), Harlen Gregorius (28.08.2018)

62

Dienstag, 26. Februar 2019, 14:34

24 NVC - Hey du, Jedi!

Gelb, Rot und Grau jagten wahnwitzig aneinander vorbei. Zischend, nahezu ohrenbetäubend pfeifend, ertönte der Hall energiegeladener Triebwerke. Der feste Ruck brach die harmonische Formation und ein kurzer Moment des Chaos offenbarte, dass diese Perfektion keinesfalls stabil war. Huttische Flüche wurden gegenseitig ausgetauscht ohne dass doch nur eines seinen Weg zu dem Anderen finden würde. Wut stieg auf und zerkochte so schnell, wie sie gekommen war. Ein fast fataler, ewig gefühlter Moment, löste sich binnen weniger Augenblicke wieder auf. Von hier unten, in der Nähe des Vergnügungssektors, bekam man nichts davon mit. Eine perfekte Symphonie der verschiedener Gleiterbahnen erstreckte sich über den Himmel hinaus, so dass dieser winzige Ausbruch nicht mehr als ein Blinzeln andauerte.

Der fade Blick wollte sich nur widerwillig von der hypnotischen Wirkung des fernen Himmels lösen und sich den Reizen der nahen, unmittelbaren Realität widmen. Mit langsamen Schritten eröffneten die tiefen Bassklänge und das Neonfarbene Licht nur einen winzigen Einblick in die vermeintlich endlosen Möglichkeiten, die jeden erwarten sollten, der sich ihnen hingeben wollte. Es war unverständlich, welche magnetische Wirkung diese Gebiete auf die Bewohner hatten, doch so unverständlich es war, fühlte auch er sich dort immer wieder. Keine Anziehung, kein offensichtlicher Grund, aber jeder Besuch des Planeten führte unmittelbar immer wieder in diesen Sektor. So hatte wohl dieser Ort auch eine Anziehung auf ihn selbst, so schwer er sich auch tat dies vollends zu akzeptieren. Mit jedem Schritt durch die einladende Promenade, empfingen die Lokalitäten ihre Gäste offenherziger, schnell ließ man die ersten Geschäfte hinter sich, es folgten unzählige weitere. Man nahm den verheerenden Unfall eines Swoop-Bike wahr, in waghalsigen Geschwindigkeiten rasten Pod-Renner auf Malastare um eine Menge Geld, das Grüne war schneller als das Blaue, Getränke gab es zum halben Preis und bei all dem Geruch von süßen Leckereien wurde man überhäuft von Eindrücken, politischen Aussagen und unterschwellige Beeinflussungen. Nach fünf Minuten hatte man mehr über Sport gelernt, als man je wissen wollte. Hatte einen Hunger auf Dinge entwickelt, die man zuvor nicht kannte und war von mehr Leuten entdeckt worden, als man erahnen wollte.

Leben pulsierte zwischen den Reklametafeln nicht, es brannte förmlich in wildschlagenden Flammen und entzündete jeden, der sich traute nur einen Schritt näher zu treten. Nach all der Kriege und der Toten, nach all den Verlusten, Ängsten und Schwierigkeiten, hatte nichts davon diesen Ort erschüttert. In nostalgischer, monotoner Unwichtigkeit konsumierten alle Anwesenden weiter ohne auch nur einen Gedanken zu verschwenden. Eben diese besondere Anziehung und diese hypnotisierende Wirkung der absoluten Isolation von der harten Realität, machte diesen Ort so attraktiv. Er atmete mit tiefen Lungen ein und zog die süßen Gerüche durch die Nase in das tiefste Innere. Selbst surreales Leben konnte sich entspannend anfühlen und bestärken. Hätte das Lichtpanel bereits seit Minuten in sein Gesicht geschienen, hätte er wohl gar nicht bemerkt wie eine Stimme daraus rief. „Jedi, hey Jedi“, warf die Tafel über die Promenade hinweg. Für einige Sekunden mussten sich seine Ohren erst an dieses Geräusch gewöhnen, so tosend wie die anderen Eindrücke alles überlagerten. „Hey Jedi! Ja, genau du!“, sprach die Tafel in die Menge hinein. Fast fühlte es sich wie eine Dauerschleife an, eine Werbemaßnahme und ebenso wurde sie behandelt. Fotos, Aufnahmen, ein kurzes Lachen. Er schaute sich fragend um, ob denn jemand auf diese Aufforderung reagierten wollte. Ein aufkommenden Lichtstrahl blendete ihm ins Gesicht und nachdem er sich Augen gerieben hatte, war er sich nicht sicher ob er gerade jemand hatte laufen gesehen oder dies nur eine optische Täuschung war.

Das Rothaar hatte die Augen weit aufgerissen und presste sich gegen die Wand der kleinen Nebenstraße. Sein Herz bebte vor Aufregung, überrumpelt von der derzeitigen Situation. Er schaute sich kurz um, ob er beobachtet wurde, ehe die in der Nebenstraße befindlichen Tafel umschalteten und einen Chor aus synchron sprechenden Digitalstimmen bildeten. „Hey,…Jedi…kommt her…na los“, ertönte es in Richtung des Rothaars, dass sich gewiss war, gemeint zu sein. Hurtig platzierte sich Xine vor den Monitor. Ein zischendes „Was?“, entfuhr seinen Lippen. „Ihr schuldet mir noch einen oder zwei Gefallen. Ich fordere nun einen ein“, kam es bewusst dominant und herrschend von der Tafel. „Hier!?“, gab der Ritter entrüstet zurück dabei nur wenig Rücksicht darauf nehmend, wie paradox das Gespräch mit der Tafel wirken mochte. Noch ehe die Lippen, die letzten Worte gesagt hatten, blinkte auf der Tafel eine Anschrift auf inklusiver der Anweisung sich dorthin zu geben und das dortige Comlink aufzunehmen. Langsam hob sich eine skeptische Augenbraue und Xine wollte etwas sagen, wurde dennoch kurz darauf von der typischen Werbung für Energiegetränke in unverhältnismäßig hoher Lautstärke angebrüllt. Der Jedi erstarrte vor Schreck und bewegte sich dann in kurzen Schritten von der Werbetafel weg. Er hatte binnen von wenigen Sekunden bereut jemandem einen Gefallen zu schulden.

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Shifty (26.02.2019)

63

Montag, 6. Mai 2019, 20:13

Tagebucheintrag: Humor der Macht

*Der neuste Tagebucheintrag umfasst eine Holoprojektion des Ritters. Zuerst ist das nebelige Blau zu erkennen, eh das Schema des Ritters in den Vordergrund tritt und auf einem Stuhl platz nimmt, den Kopf in den Nacken gelegt*

Anwärterin...Sheysa...Garrde. Nein, es klingelt zurecht und Ja, es ist mir selbst erst viel später aufgefallen. Es war bei der letzten Gesprächsrunde, als die neue Anwärterin mit einem staatlichen Alter von 27 Jahren sich mir vorstellte. Zuerst hatte ich die Ähnlichkeit nicht registriert, aber als ich selbst dann "Garrde" aussprach, erinnerte ich mich an Hanaa. Garrrrrde *wird das r übertrieben von dem Jedi gerollt*. Der Name blieb mir einfach im Gedächtnis und ich fragte mich instinktiv, ob es einen Zusammenhang zwischen der neuen Anwärterin Garrde und der alten Anwärterin Garrde gab.

*Xine pausierte für einen Moment*

Vermutlich wäre es jetzt wohl von größerer Debatte, wen man als "alt" und "neu" zu bezeichnen müsste.
*Der Ritter wirft den Kopf nach vorne, stützt sich mit den Ellenbogen auf einem Tisch ab und blickt zur Seite*.
Und wäre das nicht schon genug gewesen, um eine Verwirrung in mir Keimen zu lassen, offenbarte sie, dass sie eine Sith ist.

*Das Rothaar hebt langsam die Hand in abwehrender Haltung*


Verzeiht. Sith war. WAR.

*Der Jedi reibt sich mit zwei Fingern die Schlefe*

Instinktiv zogen sich in mir alle Muskeln zusammen, ich ging in eine angespannte Haltung über, jeden Moment bereit mich zu verteidigen. Boah...der Schweiß lief mir in kleinen, feinen Tropfen den Nacken hinab. Augenblicklich wurde ich nervös. Grmpf...ich kann Sith einfach nicht leiden und werde es wohl niiieee können, doch ich war gefangen zwischen meiner Abneigung gegen die Sith und Morwena Aquae, einer ehemaligen Sith, die den Sprung in die Jedi geschafft hatte. Meine Abneigung obsiegte, zumindest in dem unmittelbaren Gespräch, doch war es der Respekt vor Morwena, der mich innerlich tadelte und ein Ungleichgewicht auslöste. Noch immer kann ich nicht ganz greifen, wieso ich einen Unterschied ziehe, aber als ich damals Ritter Aquae kennengelernt hatte, da war sie noch Padawan.
Ich kannte ihre Vergangenheit nicht. Hm... ich erinnere mich an Chilonis Standpauke, die mir einbläute welche Schwierigkeiten die reife Frau bereits durchmachen musste. Zuerst begriff ich nicht und dann offenbarte sich Morwena mir, oder die Mirialanerin erzählte es.

*Xine schweigt für wenige, nachdenkliche Sekunden*


Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, wie ich davon erfahren hatte. Doch sicher bin ich, dass als ich von Morwenas Laster erfuhr, sie mir bereits so sehr als Verbündete bekannt war, ich ihre Vergangenheit ausgeblendet hatte. Sheysa Garrde wird dieser Luxus bei meiner Person vermutlich nicht mehr zu teil.

*Den Kopf leicht wiegend und die Hände auf dem Tisch gefaltet, seufzt der Jedi*

Aaaabsoluter Höhepunkt der Ironie ist, dass der Bürge für Anwärterin Sheysa Garrde niemand geringeres, als Ritter Morwena Aquae selbst ist. Die Ex-Sith, die die Ex-Sith zu den Jedi holt. Puh...als gäbe es eine Höhle lauter Ex-Sith, die nur darauf warten abgeholt zu werden. Ich bin mir nicht sicher, ob sie sich nicht überschätzt hat, ob sie die Anwärterin nicht überschätzt hat. Ich hab mich natürlich informiert. Zuerst hatte ich mich zwar gewundert, dass die Akte so leer war. Normalweise entsprach es nämlich nicht Morwenas Art so schlampig zu arbeiten. Ich meine mit diesen mickrigen Daten, hätte mir Sheysa Garrde erzählen können, dass sie hauptberuflich Bantha-Milch einfärbt. Es hat einige Klicke, Flüche und genervte Schläge auf die Konsole gedauert, bis ich herausfand, dass die Akte nicht leer ist, sondern besser verschlüsselt wurde, als die nuklearen Orbitalschlag-Codes der Republik. Und das soll wirklich was heißen.

*Erneut legt der Jedi den Kopf in den Nacken und lacht mit leichtem Bauch und einem kindlichen Kichern*


Beim heiligen, dreibeinigen Tauntaun der Verdamnis. Ich habe überhaupt keine Motivation mich mit solchen Dingen zu beschäftigen, Pro mit Kontra abzugleichen, einigen Leuten auf die Finger zu hauen. Eigentlich will ich nicht mal von Ex-Sith in meiner Umgebung wissen.

*Xine legt den Kopf - mit der Stirn zuerst- auf den Tisch*

Warum? Warum muss die Macht meine eigene Sturheit und Geduld immer so wieder auf die Probe stellen? Und warum ist ihr Humor einfach so übernatürlich schlecht?

*Die Aufnahme wird, nachdem einige Schläge ins Leere gehen, durch einen Treffer mit der flachen Hand beendet*

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Saneera Uniri (06.05.2019), Sheysa (06.05.2019), Shifty (07.05.2019), Jestocost (07.05.2019)

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Dienstag, 21. Mai 2019, 22:31

24 NVC - Cui honorem, honorem

Xine blickte nicht hinauf, in den zugezogenen und wolkengrauen Himmel über ihm. Zweifelsohne spiegelte das Wetter die Stimmung am Boden wieder. Der Jedi hatte seine Robe eng um den Körper geschlungen und die Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Er hatte sich abseits der in schwarz gehüllten Personen gestellt, die ruhig ihre Gedanken austauschten, sich umarmten oder Worte der Zuversicht wechselten und so ihre Form der Trauer nachkamen. Die Angehörigen des Militärs, mit gepflegten fast perfektem Äußeren, kamen makellos ihrer Pflicht nach und taten alles um die Angehörigen und den Umstand wieso sich heute hatten zusammengefunden, zu würdigen. In Mitten der Trauernden wurde ein Loch ausgehoben, zu dessen Seite ein weißes Kreuz stand. Xine war Zeuge seines Versagens und der daraus folgenden Konsequenz geworden, erneut. Das Rothaar vermied es den Blick zu heben, er wusste, dass die Trauernden wussten, dass er wusste, dass sie ihn vernommen hatten und so fühlte er sich trotz seiner Distanz in mitten des Geschehens. Eine Windböe blies dem Jedi entgegen und er hob zwei Finger, die er ruhig zu seiner Kapuze führte um diese tief im Gesicht zu behalten. Nachdenklich vernahm er, dass sie nicht mehr zitterten und die Resignation über diesen Befund keimte.

Es war – für manch einen Anwesenden – wohl ein Frevel, dass die Jedi zur Beerdigung gekommen waren, Xine spürte neben der Trauer die Blicke und die Vorwürfe. Da waren sie nach langer Zeit wieder im Dienste der Republik und schon opferten sie andere statt einen der ihren. Er konnte ihnen diese Empfindungen nicht verübeln, denn er dachte genauso. Die Familie, die in der Nähe des Grabes stand, fixierte er mit seinen kühlen blau-grünen Augen. Eine ältere Dame weinte, hielt sich ein Tuch vor das blasse Gesicht und hatte so zittrige Knie, dass sie beinahe fiel. Ein Mann hielt sie indes im Arm, auch er kämpfte sichtlich mit den Tränen, während er versuchte seiner Frau Trost zu spenden. Ein Junge, nahezu sieben Jahre alt, verstand die Welt nicht mehr und klammerte sich an seine Mutter. Xine spürte diese Eindrücke nicht nur, er erinnerte sich an sie, erinnerte sich an die Konsequenzen von Raxus Prime, Haeldra, Forthan, Empress Teta. An den Moment wo Joelpran Sirkos zu Boden fiel, als er Siralis leblosen Körper fand, als Sarge sich auf Forthan opferte und an die zahlreichen anderen Leben, die verloren gingen weil er sie nahm, indirekt oder direkt. Ein Jedi obsiegte über seine Emotionen, aber er war ein Narr, wenn er glaubte, dass damit eine Schuld verziehen wäre. Ein Narr, wenn er glaubte, dass die Zurückgebliebenen diesen Frieden, den ein Jedi in innerer Harmonie anstrebte, als Grund oder Kontext anerkannten. Das Rothaar erfüllte es mit Kummer, dass er Richter und Henker zugleich wurde und solchen Schmerz erzeugt hatte. In der Hinsicht waren Jedi stumpf. Um sie würde man nicht derartig trauern, was er angesichts der Situation nur zu gut verstehen konnte.

Blasmusik setzte ein, vorgeführt von fünf der Soldaten, und hielt die Anwesenden dazu an die Gespräche einzustellen. Es dauerte nicht lange bis ein weiterer Soldat eine silberne Urne zum Grab trug. Begleitet wurde er von einem Geistlichen, sowie zwei höher dekorierten Offizieren. Ein jener war Lieutnant Sisk, der nach seiner Verletzung mit einer Krücke bestückt war und dennoch ohne Murren, Meckern oder Zögern an das Grab heran trat. Während die Urne behutsam hinabgelassen wurde, ertönte eine Salve Blasterfeuer. Xine zuckte kurz zusammen. Dann noch eine. Xines Augenlider zuckten. Und als die letzte Salve gefeuert wurde, bewegte sich der Jedi keinen Deut. Lieutnant Sisk überreichte die gefaltene Flagge der Republik der Familie und begleitete diese mit Worten des Mitgefühls und Beileids. Ohne Zweifel würde gesagt werden, dass ihre Tochter im Dienste und zum Wohle der Republik ihr Leben ließ, dass sie tapfer war, Respekt und Anerkennung genießen würde. Niemand traute sich zu hinterfragen, ob sie vielleicht Angst gehabt hatte, ob es das Wert war und ob sich in einigen Monaten noch irgendjemand der Befehlshaber darin erinner würde. Es war zu schmerzhaft nachzuhaken, also wurde geschwiegen.

Xine senkte den Kopf in Demut. Die Wahrheit war, dass die Wahrheit niemanden interessierte, denn mittlerweile war allen klar, dass der neu aufflammende Konflikte solche Anlässe fördern würde, dass sie nicht das letzte Mal hier stehen würden und das Opfer nicht aus freien Willen geleistet wurden. Am Zenit des Konfliktes – so dachte Xine – würden Namen schneller fallen als Regentropfen und dann würde sich niemand mit wahrer Demut an ihre Hingabe erinnern. Das war die wahre Heldentat. Sich zu opfern, wenn kein glorreicher Sieg wartete, kein Glockenspiel oder eine Medallie. Sich zu opfern, wenn es um nichts ging, als das Leben von einigen wenigen. Doch auch für Amico galt, was für sie alle noch gelten würde. „Ehre wem Ehre gebührt“.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Xine« (21. Mai 2019, 22:42)


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Shifty (21.05.2019), Harlen Gregorius (21.05.2019)