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Shifty

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Montag, 22. Mai 2017, 08:45

Zwischen Hoffnung und Schicksal - Skye Marsadi

Verzeichnis
Kapitel I: Reisen
Kapitel II: Erinnerungen
Kapitel III: Innere Kälte
Kapitel IV: Bleibende Narben
Kapitel V: Gefallen
Kapitel VI: Helden, die keine waren
Kapitel VII: Erwachsen werden
Kapitel VIII: Stark bleiben


_________________________________________________________________________________________________

Kapitel I: Reisen
[Hopeful Pilgrim | 01/22NVC]

Ruhe, das ist es, was Meister Sintral Skye immer wieder predigt. Daran soll sie sich halten, denn sie ist Teil der Philosophie der Jedi. Und doch geht der jungen Padawan das ständige Surren und Knattern des uralten Motors gehörig auf die Nerven. So sehr, dass sie nicht in der Lage, und auch nicht gewillt ist, ihre Meditation fortzusetzen.

Sie steht auf, richtet ihre Kleidung, die schon lange nicht mehr nach den Traditionen der Jedi ausfällt und wandert durch das kleine, heruntergekommene Raumschiff. Die „Hopeful Pilgrim“ musste in den letzten Jahren viel durchmachen und die letzte Wartung ist schon mehr als überfällig, doch der tapfere Transporter hat allen Widrigkeiten der Anstrengungen standgehalten. Sowohl der Hyperantrieb, als auch viele andere, dennoch nicht so bedeutsame Teile des Schiffes haben längst den Geist aufgegeben, weshalb jede Reise ewig zu dauern scheint. So dauert die momentane Reise nach Naos schon 3 Monate und wird noch länger dauern. Viel Zeit, die es zu verbringen gilt. Meister Sintral und Skye nutzen solche langen Reisen, um zu trainieren, zu meditieren, denn viel mehr Möglichkeiten haben sie nicht.

Seit dem Angriff der Zakuul auf Coruscant befinden sich die beiden Jedi auf der Flucht, reisen durch den Outer Rim, ohne bestimmtes Ziel. Skye hat noch immer die Hoffnung, dass sie bald auf andere Ordensmitglieder stoßen, dass der Orden noch existiert. Doch Meister Sintral, der sich über die Macht der Zakuul im Klaren ist, hat schnell jegliche Zuversicht weitere Jedi zu finden begraben. Über 4 Jahre ist es nun her, dass die Mission auf Ilum abgeschlossen und der Kontakt zum Jedi-Orden abgebrochen ist. Die Vorräte sind in dieser Zeit rar geworden, die Jedi handelten mit Kleidung, Maschinenteilen, Sternenkarten. Sie gingen auf die Jagd und tauschten das erbeutete Fleisch gegen länger haltbare Lebensmittel. Die Zeiten sind hart geworden, kein Vergleich zu der ruhigen Idylle auf Tython.

Skye bleibt neben der Tür stehen, die zum Quartier ihres Meisters führt. Sie zögert, möchte ihren Meister nicht bei der Meditation stören, ist kurz davor wieder zu gehen, als eine warme, doch raue Stimme ertönt. Skye…, spricht Meister Sintral, der ihre Präsenz natürlich längst wahrgenommen hat. „Ich weiß, dass dir die Meditation bei dem Lärm Probleme bereitet. Du solltest es dennoch versuchen.“ Die mahnenden Worte Sintrals hört Skye nicht zum ersten Mal. Wenn Skye Eines noch nicht verinnerlicht hat, dann ist es das Prinzip der Ruhe. Meditationen. Gelassenheit. Nach all den Jahren fällt es ihr immernoch schwer.

„Aber Meister…“, setzt Skye an und steht nun in der Tür zum Meister-Quartier, als sie auch prompt unterbrochen wird. „Skye. Versuche es zumindest. Schließlich schaffe ich es ebenfalls. Und diese Diskussion haben wir schon oft genug geführt, oder?“ Gegen die Logik des alten Twi’lek hat sie nichts zu erwidern. „Ja, Meister…“, seufzt sie und begibt sich zurück in ihr Quartier. Sie kniet sich vor das Fenster, das in das kalte All blicken lässt. Stern um Stern, Cluster um Cluster schieben sich langsam daran vorbei und lassen wage die unendlichen Ausmaße des Universums erahnen. Skye schließt ihre Augen und versucht das Dröhnen der Maschinen zu ignorieren, das penetrant immer lauter zu werden scheint, je mehr sie versucht sich auf die Meditation zu konzentrieren.

Sie erinnert sich zurück an einen Tag in ihrer Jünglingszeit. Damals, als noch alles ruhig und Kriege so fern wie selten schienen. Damals, als die einzigen Sorgen der heranwachsenden Jedi das Auswendiglernen des Kodex und Pünktlichkeit waren. Damals, als sie jeden Tag mit ihren Freunden verbringen konnte, den Lehren der Meister lauschte und voller Begeisterung und Ehrgeiz das Wesen der Jedi zu verstehen versuchte. Ihr ist klar, dass Erinnerungen Relikte vergangener Zeiten sind, sie Schmerz zufügen können, jenen aber auch lindern können. Also gibt sie sich der Erinnerung hin und taucht mit vollem Sein in die wohlig-warme Erinnerung ein.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

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Sonntag, 9. Juli 2017, 12:47

Kapitel II: Erinnerungen
[Tython | 05/08 NVC]


Die Sonne über Tython hüllt den Planeten in einen schimmernden Glanz. Ein Fluss plätschert genügsam, während die Vögel in den Bäumen wunderbare Melodien verbreiten. Uxikühe schnauben und grasen, lassen sich die Sonne auf ihr ruhiges Gemüt scheinen. Aus den Bäumen ragt ein hohes Gebäude empor, auf dessen Vorplatz ein reges Treiben herrscht. Leute eilen von links nach rechts. Andere verlassen das Gebäude, oder betreten es. Grüßen sich. Unterhalten sich. Der seit einigen Jahren bezogene Tempel der Jedi ist zur neuen Heimat der Machtanwender geworden. Seither wurden auf Tython wieder unzählige Jedi ausgebildet, die sich dem Schutz der Galaxis, der Freiheit und der Macht verschrieben haben.

Auf dem Trainingsplatz drischt Skye, mit einer Vibroklinge bewaffnet, auf einer der geschundenen Übungspuppen ein. Grobe, ungeschliffene Hiebe lassen noch keinen Ansatz einer eleganten Schwertform erahnen. Und doch ist sie mit feurigem Eifer bei der Sache und lässt sich von schüttelnden Köpfen und fragenden Blicken der kritischeren Jedi nicht ablenken. Jeder Schlag wird von einem kräftigen Aufschrei begleitet, der sowohl Überzeugung, als auch Willen und Kraft erahnen lässt. Der Schweiß von ihrer Stirn landet in regelmäßigen Abständen in dem Ärmel ihrer traditionellen Tunika, den sie über ihr Gesicht zieht.

„Skye!“, tönt eine kindliche Stimme hinter ihr, „Jetzt komm schon. Der Unterricht fängt gleich an. Meister Nadar wartet bereits!“. Skye lässt von der Puppe ab und wendet sich zu Trey Aris, einem Jüngling ihres Clans, dem Katarn-Clan. Er ist ungefähr in ihrem Alter. Seit Skyes Ankunft auf Tython sind die beiden jungen Menschen sehr gute Freunde geworden. “Ist ja gut…“, seufzt sie. So gerne sie dem Unterricht des Mon Calamari Meisters Nadar lauscht, lieber hätte sie noch weiter mit der Vibroklinge rumgefuchtelt. Wenn Trey, oder einer der anderen Katarn sie nicht darauf hinweist, dass der Unterricht ansteht, kommt es auch mal vor, dass sie ein paar Minuten, sogar ein paar mehr Minuten, zu spät zum Unterricht kommt. Vor allem dadurch fällt sie den Meistern und Rittern, die mit ihr zu tun haben, unangenehm auf. Skye und Trey laufen in den Tempel und betreten die Gemächer, in denen Meister Nadar und die restlichen 8 Jünglinge bereits warten.

„Vielen Dank, Trey.“, erhebt der Mon Calamari das Wort, tiefenentspannt mit einer seichten Handbewegung, die Skye und Trey zum niederknien anweist. Dem Jedi-Meister ist Skyes Übereifer nichts Neues. Auch, dass sie gerne die Zeit aus den Augen verliert. Doch genauso weiß er von ihrem Interesse an seinem Unterricht, der sich überwiegend mit den Wegen der Macht befasst. Er verzichtet daher auf eine öffentliche Rüge der Schülerin und würde diese auf später verschieben. So fährt Meister Nadar mit seinem Unterricht fort. Wie immer macht er die Wege der Macht zum Thema. Die Strömungen auf Tython, wie jedes einzelne Lebewesen Teil der Macht ist. Und Skye saugt jedes Wort auf, wie ein Schwamm eine Wasserpfütze.

Nach Ende des Unterrichts tritt Meister Nadar vor Skye. Er legt die Hand auf ihre Schulter und durchblickt sie eindringlich. Erstaunlicherweise sind beide Jedi gleich groß, obwohl man bei der tiefen Stimme des Jedi-Meisters anderes vermuten könnte. „Bei der Macht, Skye!“, spricht er gewohnt ruhig, „Ich möchte dir dringend anraten deine Gedanken zu sortieren, oder dir zumindest einen Holowecker zu stellen, damit Pünktlichkeit in deinen Alltag einkehrt.“ Skye senkt ihren Kopf, wohl wissend, dass der Tadel Nadars durchaus berechtigt ist. Er spricht ihr noch einige Worte gut zu, weiterhin ruhig, ohne einen Funken Erbostheit verlauten zu lassen, dann entlässt er die angehende Jedi.

Sie tritt ins Freie, auf den Tempelplatz, wo weiterhin reges Treiben herrscht. Leute eilen von links nach rechts. Andere verlassen das Gebäude, oder betreten es. Grüßen sich. Unterhalten sich. Skye blickt in den blauen, wolkigen Himmel und erwacht sogleich aus der Erinnerung.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

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Freitag, 25. August 2017, 06:26

Kapitel III: Innere Kälte
[Rhen Var | 02/22 NVC]

Eiskalt. Nicht nur der Planet, sondern auch das Innere, das ganze Selbst der jungen Padawan scheint von der erbarmungslosen Kälte Rhen Vars verschlungen zu werden. Diese verdammte Kälte. Während der Wind kräftig durch ihren Zopf wirbelt, einige Strähnen durch ihr Gesicht weht, zieht Skye ihre Winterjacke zu, die zumindest ein kleines Stück Schutz vor dem frostigen Atem des Planeten bietet und tritt die Rampe des rustikalen Schiffes in den Schnee hinunter.

Rhen Var war ein paradisischer Planet, bis eine schreckliche Naturkatastrophe die gesamte Oberfläche in eine Eiswüste verwandelte und auch eine alte Zuflucht der Jedi, einen riesigen Tempel einfror. Skye blickt nach oben, hinauf zu der Spitze der gigantischen Zitadelle, ehe sie den Schritt hinein wagt. Auch Innen scheint es nicht sonderlich wärmer zu sein als es Draußen ist. Wasserpfützen sind zu Eisflächen erstarrt und von der Decke hängen große Eiszapfen, die das einfallende Licht brechen und spiegeln. Doch scheint dieser Ort noch von anderen Einflüssen geflutet zu sein. Während sie durch die Gänge schreitet, macht sich in ihr ein Gefühl breit, das sie nicht eindeutig zuzuordnen vermag. Es ist wie ein Drücken, das jedoch kein Unwohlsein hervorruft, aber eindeutig Respekt verlangt, als würde die Umgebung nach ungeteilter Aufmerksamkeit schreien. Ist es die lebendige Macht hier auf Rhen Var? Oder einfach nur Ehrfurcht, dort zu wandeln, wo so viele andere Jedi ausgebildet wurden? Was es auch ist, Skye nimmt diese Eindrücke in sich auf. Je tiefer sie die kühle Luft einatmet, desto mehr scheint dieses Gefühl sie einzunehmen, sie zu erfüllen.

Vor einigen Tagen verstarb Meister Sintral an einer schwerwiegenden Infektion. Auch, wenn sich Skye schon lange auf diesen Moment hat vorbereiten können – sein Zustand war schon länger schwierig – kam es für sie viel zu unerwartet. Nun vermag Skye nicht mehr recht zu glauben, dass die Macht es vorgesehen hat sie zu einer Ritterin des Ordens zu machen. Zu viele Prüfungen, zu viele Herausforderungen, zu viele Strapazen, die ihr entgegengeworfen wurden, die ihr einen Schlag in die Magengrube versetzten. Es scheint ihr, als könnte ein Mensch, ob Jedi oder nicht, nicht mehr vertragen, als sie es tut. Doch andere Jedi haben noch viel mehr Bürde auf sich genommen, noch viel mehr hinnehmen müssen. Manche stammen vielleicht sogar von hier, von Rhen Var.

Skye kniet sich nieder auf den eiskalten Boden des Tempels. Wie von selbst verschiebt sich ihr Bewusstsein in einen tiefen, meditativen Zustand. Sie kontrolliert es nicht, dagegen anzukämpfen versucht sie aber auch nicht. Die Kälte verschwindet und das Eis schmilzt. Die Gänge füllen sich, Jedi streifen durch die Korridore, durch die Halle in der sie kniet. Obwohl die Jedi keine Rücksicht auf die sitzende Skye nehmen, ja sogar durch sie hindurchlaufen, tritt eine Gestalt in einer braunen, alten Robe zu ihr und spricht sie an. „Zweifel bringt nichts, junge Padawan.“, erhebt sich eine sanfte, männliche Stimme. Skye erhebt ihren Blick, guckt der Gestalt in die grünen Augen. Ein Mensch, um die 30 würde Skye schätzen, ein Jedi ohne Zweifel. Ein gepflegter, gestutzer Bart bedeckt das meiste seines Gesichtes. Die schwarzen Haare sind kurz und schimmern seiden im pfahlen Licht des Atriums. „Weder bist du die erste, noch die letzte Jedi, die sich genau die gleichen Gedanken macht wie du jetzt gerade.“, setzt der Mann fort, ehe er sie mit einem Handwink auffordert ihm zu folgen.

Skye braucht einen Moment die immense Eindrucksflut zu verarbeiten. Sie steht auf und joggt dem Jedi hinterher, der bereits seinen Weg durch den Tempel fortsetzt. Nun scheinen auch andere Jedi Skyes Präsenz zu bemerken, zumindest läuft niemand mehr durch sie durch. Auch bekommt sie den Eindruck viele aufmunternde Blicke zu erhaschen. „Wer…seid ihr?“, kommt es zögerlich von Skye. „Sind Namen nicht unwichtig? Bloß ein Versuch Taten ein Gesicht zu verleihen?“, ein amüsiertes Schnauben folgt, „Aber, wenn es dich so brennend interessiert. Ich bin Jedi-Ritter Kel K’For.“ Der junge Ritter öffnet eine Tür, hinter der sich etwas verbirgt, was Skye an die Padawangemächer auf Tython erinnert. Auf die Anweisung K’Fors betritt sie den Raum, blickt sich um und geht langsamen Schrittes weiter durch den Raum.

„Setz dich, Padawan.“, fordert K’For sie auf. „Du solltest dir das ins Gedächtnis rufen, was dich die letzten Jahre geprägt hat. Meditiere und dir wird einiges klarer werden.“ – „Ich bin nicht gut im Meditieren..:“, entgegnet Skye. „Ich weiß“, antwortet der Ritter, „wie dein Meister zu sagen pflegte: Versuche es.“
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Samstag, 26. August 2017, 12:36

Kapiten IV: Bleibende Narben
[Tython | xx/14 NVC]

Nicht nur der Vorplatz, auch der Tempel selbst war von der Verwüstung des Angriffes nicht verschont geblieben. Es raucht noch stellenweise, Felsbrocken versperren die herkömmlichen Wege und viele Soldaten, Jedi und Hilfskräfte versuchen irgendwie Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Die Sith hatten vor kurzem den Tempel der Jedi auf Tython attackiert und ein Bild der Zerstörung hinterlassen. Zwar waren Meister Sintral und Skye zu dem Zeitpunkt auf dem Weg zurück von einer Mission auf Axum, doch haben sie die Erschütterung beim Tod vieler Jedi deutlich vernommen.

Pragmatisch, wie Meister Sintral nun mal ist, verwendet er nicht viel Zeit darauf sich Sorgen, oder Gedanken zu machen, was passiert sein könnte, wie es weitergehen wird. Stattdessen verschafft er sich einen Überblick, fragt verschiedene Jedi nund Offiziere nach dem aktuellen Stand der Dinge und wo Hilfe von Nöten ist. Skye hingegen wandelt blass und hilflos durch den zerstörten Tempel. Weit kommt sie nicht, denn Teile der Decke haben viele Gänge, die von der Eingangshalle abgehen, versperrt. Wie in Trance schleift Skye sich durch die Ruine und sofort prasselt eine Flut von Gedanken über sie herein, wie der Staub von der bröckeligen Decke.

Wie wird es weiter gehen? Wird Tython jemals wieder bewohnbar für die Jedi? Wie haben es die Sith überhaupt geschafft soweit vorzudringen? Hätte sie es irgendwie verhindern können? Warum war sie gerade jetzt auf einer Mission? Wieso, wieso, wieso? Tausende und abertausende Fragen rasen der jungen Padawan durch den Kopf und keine ist wirklich greifbar, geschweige denn auf Anhieb zu beantworten. Normal in dieser Situation, aber dennoch nicht minder einschüchternd und erschreckend. Noch vor wenigen Tagen herrschte auf Tython nichts als Harmonie, Idylle und Frieden. Doch abermals hat der Griff der dunklen Seite der Macht den Jedi einen Tribut abverlangt. Ein Tribut mit undenkbaren Ausmaßen.

Gedankenverloren setzt Skye ihren Weg durch den verwüsteten Tempel fort. Sie zwängt sich durch eine Spalte, die ihr den Weg hinunter ins Archiv eröffnet. Die Treppe ist mindestens genauso beschädigt wie der Rest des Gebäudes und sie muss aufpassen nicht zu stolpern, doch geht der Abstieg wie von selbst. Sogar das Archiv, das das gesammelte Wissen von tausenden Generationen der Jedi vereint, hat arg unter dem Angriff gelitten. Ob die Sith wohl einige Daten entwendet haben? Zumindest schien das Archiv ein primäres Ziel der dunklen Lords gewesen zu sein, denn kein Regal steht mehr neben dem anderen. Auf dem Boden verstreut liegen Datapads, aus der Decke hängen funkende Energieleitungen und zwischen den Trümmern, zur Hälfte begraben, erkennt sie etwas, was Skye den Atem verschlägt.

Verstaubt und von Schürfwunden übersäht verdeutlicht der leblose Körper Bliss Starns, der jangjährigen Freundin Skyes, die erbarmungslose Natur der dunklen Seite der Macht. Skye zieht die Leiche aus den Trümmern und ist nicht nur den Tränen nah, ihr ist zum Heulen zumute. Einige Tränen rollen ihr über die Wangen, tropfen am Kinn herunter auf die Brust Bliss‘ und lösen den Schmutz und Staub auf ihrer Haut an. Alle Fragen der letzten Minuten, alle Gedanken, die durch Skyes Kopf geschossen sind, verschwimmen, verblassen und hinterlassen nur die Hoffnung, dass ihr Tod schnell und schmerzlos kam und sie gar keine Zeit mehr hatte von den irrsinnigen Schmerzen gepeinigt zu werden. Ist das der Preis den man zu zahlen hat, wenn man sich dem Kodex der Jedi, dem Frieden in der Galaxis und einem ewigen Kampf gegen das Dunkle verschreibt?

Sie drückt Bliss an sich, nicht bereit sie gehen zu lassen, nicht bereit ihren Tod einfach hinzunehmen, wie es ihr Meister tun würde. Eine Hand auf ihrer Schulter scheint ihre finsteren Gedanken aufzuhellen. Skye blickt nach oben, über ihre Schulter und erblickt das Gesicht von Trey. In all den verzweifelten Gedanken erzeugt sein Gesicht einen Funken Hoffnung in Skyes Seele.
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Sonntag, 27. August 2017, 14:25

Kapitel V: Gefallen
[Coruscant | 07/15 NVC]

Fosh Jedi-Meister Anar Vergare bietet schon einen ulkigen Anblick. Die Narbe durch seine linke Gesichtshälfte und das, in der Folge ertrübte, blinde Auge in Kombination mit seinem spitzen Schnabel suggeriert ein ernstes, untrügliches Auftreten. Dem gegenüber stehen grüne, blaue und lilafarbene Federn und die mickrige Körpergröße von gerade mal 1,31m. Doch Meister Vergare ist viel mehr als ein komischer Vogel. Der langjährige Jedi und Meister von Skyes Freundin Helica Das ist ein passionierter und erfolgreicher Ermittler und das sollte dem Duo Skye und Sintral eine Hilfe sein.

Die vier Jedi sind dem gefallenen Padawan Zayne Riker auf den Fersen, der aus unergründlichem Antrieb seinen eigenen Meister ermordete und seit einigen Wochen nicht mehr gesehen wurde. Die Spuren und Hinweise führen die Ermittler jedoch auf die unteren Ebenen von Coruscant. Auf die Ebenen, auf denen zwielichtige Gestalten, Dealer, Schmuggler und Diebe Schutz suchen. Alle Nase lang erblickt man jemanden, der Mülltonnen nach wertvollen Sachen durchforstet, oder eine Schlägerei anzettelt. Es stinkt bestialisch nach einer Mischung aus Blut, Alkohol und Erbrochenem. Wahrlich keine schöne Seite der Metropole, das denkt sich auch Skye, die ihr Gesicht in einen Schal gehüllt hat, um nicht die ganze Ladung des Gestanks abzubekommen.

„Irgendwie kann ich immer noch nicht glauben, dass Riker so etwas getan hat…“, nuschelt Skye durch ihren Schal. Reaktionen erhält sie keine mehr, dafür hat sie schon zu oft ihre Überraschung Kund getan. Stattdessen erntet sie einen Blick ihres Meisters mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit, Amüsanz und Hoffnungslosigkeit. Der Weg durch die untere Ebene endet am Eingang zu einem alten Fabrikgebäude. Die paar sichtbaren Fenster sind eingeschlagen, die Türen aufgebrochen und lassen einen gespenstischen Einblick in das Innere der Fabrik gewähren. Ketten hängen von der Decke, Stahlstreben liegen auf dem Boden. Alles wirkt, als wäre die Fabrik halsüberkopf verlassen worden. Meister Vergare nimmt sich den Vortritt und setzt als erstes den Fuß in das Gebäude. Unmittelbar danach wird er von einem seitlich heranschwingenden Stahlträger erfasst und mit aller Härte durch die Halle geschleudert. „Meister!“, ruft Helica schockiert und eilt zu dem ohnmächtigen Fosh, ehe sie direkt von Meister Sintral zurückgerufen wird. Der zähe Vogel würde sowas aushalten. Erhalten haben die Jedi die Erkenntnis, dass Padawan Riker tatsächlich in dieser Fabrik sein musste.

Sintral, Skye und Helica setzen den Marsch durch die Hallen der Fabrik fort. Jeder lautere Schritt sorgt für ein langes Echo und manchmal hört man den Aufprall von Stahlkörpern auf Oberflächen, der ohrenbetäubend reflektiert wird. „Ich verabscheue euch!“, klingt es erbost von einer Balustrade. „Diese selbstgefällige Art, wie kann man nur so leben?!“ Noch bevor die Jedi reagieren können ertönt das Surren von Strahlenschilden, die Sintral, der etwas hinter den jungen Padawanen steht, von letzteren trennt und vermag nun nicht mehr zu ihnen gelangen kann. Auch Skye und Helica ist dieser Umstand bewusst.

Riker springt von der erhöhten Position und nimmt sogleich sein Lichtschwert in die rechte Hand. Seine Präsenz ist durchzogen von dunklen Gedanken, dunklen Gefühlen, Hass und Wut. „Zayne…“, spricht Skye möglichst ruhig in der ungewohnten und irgendwie einschüchternden Situation, „was ist passiert? Rede doch mit uns. Wir können dir helfen.“ – „Die Zeit des Redens ist vorbei, bald teilt ihr das gleiche Schicksal wie Meister Sedd!“, erwidert der gefallene Riker und setzt so gleich zum Angriff an. Die Angriffe Zaynes sind, ebenso wie er selbst, von Wut und Hass erfüllt, schnell und kräftig. Sowohl Helica als auch Skye haben alle Mühe seine Hiebe abzuwehren und die Ermüdung hat die zwei jungen Schülerinnen bald eingeholt, doch schaffen sie es die Überhand zu gewinnen, der Kampf scheint so gut wie entschieden. Doch das letzte Aufbäumen Rikers sorgt dafür, dass Skye mit einem mächtigen Kraftschub gegen einen der Stahlpfeiler der Halle geschleudert. Der Aufprall ist hart, unbarmherzig und raubte ihr sofort das Bewusstsein.

Einige Sekunden verstreichen, bis Skye wieder die Augen öffnen kann. Alles an ihrem Körper schreit vor Schmerzen, doch ist das Einzige an was sie gerade denkt Helica. Die schwarzhaarige Schülerin muss sich alleine gegen die aggressiven Angriffe Rikers wehren. Das Zischen der Lichtschwerter hallt durch die Fabrik und brennt sich in das Gehör Skyes ein. Ihre Augen weiten sich vor Panik, Angst und Schock, als plötzlich Ruhe einkehrt und Helicas lebloser Körper zu Boden sackt. All der Schock schwang von jetzt auf gleich um in Wut und Frust, die Skye auf der Stelle den ganzen Schmerz vergessen lassen. Sie zieht ihr Schwert mit Hilfe der Macht heran und sprintet auf den Mörder Helicas zu. Das Aufeinandertreffen war kurz, schnell und laut. Mit einem Kick gegen seine Hand schaffte Skye es ihren Widersacher zu entwaffnen.

Nur eine Schwertspitze vom Tod entfernt blickte Riker gleichgültig, emotionslos in die Augen Skyes, als würde er versuchen sie nur durch seine Willenskraft zu töten. Skye rührte sich keinen Millimeter. Innerlich jedoch tobte sie vor Wut auf den gefallenen Jedi. Sie will ihm das Leben nehmen, ihre Rachegelüste stillen. Doch überwiegt die Verbundenheit und das Versprechen gegenüber des Kodex der Jedi. Ein schrilles Surren, ein Zischen gefolgt vom Gestank von verbranntem Fleisch sorgen für einen erneuten Schock für Skye. Doch es war nicht sie, die die Beherrschung verlor, nicht Riker, der sie ebenfalls tötete. Es war Meister Vergare, der den entscheidenden Hieb gegen den Padawan setzte und Zayne enthauptete. Scheinbar hat Meister Sintral recht gehabt, der sture Vogel hat es überstanden und sogar die Zeit gefunden Meister Sintral aus den Strahlenschilden zu befreien. Skye fällt auf ihre Knie, erneut den Tränen nahe, wie schon ein Jahr zuvor.

„Rache, Skye…“, belehrt Meister Sintral sie während sie das Gebäude verlassen, „Rache hätte dir keine Befriedigung verschaffen. Tötest du Padawan Riker kommst du der dunklen Seite genauso nah wie er es war." - "Aber Meister Vergare hat doch...", just wird Skye unterbrochen. "Blinder Mord aus Wut oder Rache ist der finsterste Pfad, der den Weg eines Jedi kreuzt. Meister Vergare hat sich heute entschieden ihm zu folgen und er wird mit den Konsequenzen leben müssen. Es ist bedauerlich, aber es ist wichtig, dass du niemals auf den selben Weg gerätst.“ Skye nickt bloß, ihr fehlen die Worte irgendwas auszudrücken. Doch ihr ist bewusst, dass der Orden an diesem Tag drei Jedi verlor. Helica, Zayne und Meister Vergare.
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Freitag, 1. September 2017, 13:59

Kapitel VI: Helden, die keine waren
[Ilum | 06/17 NVC]

Wenn man Skye vor 5 Jahren gefragt hätte, ob sie jemals ein Schlachtfeld betreten wird, hätte sie wohlmöglich herzlich gelacht und die Frage ohne zu zögern verneint. Damals herrschte zwar ein eisiges Verhältnis zwischen Republik und Imperium, doch schafften es eine Vielzahl der Jedi sich aus diesem Konflikt herauszuhalten, geschweige denn den Krieg zu meiden. Andere folgten dem Ruf auch auf dem Schlachtfeld zu helfen, Skye hat sich nie dazu gezählt. Die andauernden Angriffe Zakuuls haben alles geändert. Jetzt ist es bittere Realität, denn Skye und Meister Sintral verbrachten die letzten 4 Monate in den frostigen Schluchten Ilums, trotzen den imperialen Angriffen.

Nicht nur die andauernden Artillerieschläge auf die Camps der republikanischen Truppen, auch die unwirtlichen Klimabedingungen machen es den Jedi und Soldaten schwer sich auf einen neuen Biorhythmus einzustimmen. Aber so unbarmherzig ist der Krieg und man wird damit leben müssen, oder sterben. Aber, und das fällt Skye schwer wortlos hinzunehmen, waren es auch Unstimmigkeiten in den eigenen Reihen, die Ilum zu einer ganz besonderen Hölle machen. Viele der Soldaten und Offiziere äußern sich alles andere als positiv darüber, dass zwei Jedi die Offensive unterstützen sollen. Sie fühlen sich wohl in ihrer Ehre, in ihrer Fähigkeit eigenständig eine Offensive zu leiten, angegriffen. Befehlsverweigerungen, freche Antworten, Beschimpfungen waren das Resultat. Auch Skye gerät ins Visier, zunehmend der männlichen Soldaten, die unzüchtige Bemerkungen fallen lassen. Des Öfteren erwischt sich Skye dabei kurz davor war ihrem Frust Ausdruck zu verleihen, doch besinnt sie sich jedes Mal auf den Kodex der Jedi und sagt sich selbst, dass das Verhalten der Soldaten den uncharmanten Bedingungen Ilums und der dauernden Belastung des Krieges geschuldet ist.

In der Vergangenheit war Skye schon öfters gezwungen Gewalt anzuwenden. Droiden sind eine Sache, aber andere Lebewesen, ja sogar Personen zu töten, hätte sie sich niemals zugetraut. Wie vielen imperialen Soldaten sie in den letzten 4 Monaten das Leben genommen hat, hat sie schon lange vergessen. Es waren zu viele, denn schon einer ist einer zu viel. Zu sagen, dass es ein Selbsterhaltungstrieb ist, mag stimmen, doch besser fühlt sie sich dadurch nicht. Und jeden Tag aufs Neue fragt sich die junge Jedi, warum gerade sie und ihr Meister gewählt wurden auf diese Mission zu gehen, wieso Jedi mehr und mehr zu Instrumenten der Kriegsführung mutieren und scheinbar kaum noch als Hüter des Friedens betrachtet werden. Es sind Gedanken, die in ihr ein Unwohlsein auslösen. Es sind Bilder, die sie nachts nicht mehr aus ihrem Kopf bekommt. Es sind Taten, die zwar gerechtfertigt sind, doch wird sie mit ihnen leben können?

Letzte Nacht war Skye auf einer Patrouille mit einem Trupp Soldaten. Taschenlampen waren das einzige, was die pure Dunkelheit in der Eisschlucht einigermaßen passierbar machte. Die Meter hohen Wände aus Eis und Fels schirmten den Trupp gegen jeden Wind ab, wodurch zumindest das ewig penetrante Gefühl von Erfrierungen im Gesicht und der Hände vermindert schien, kalt war es trotzdem. Dann schallte es wie Donnerhall, ein Gewitter roter Lichtblitze, die an den glatten Oberflächen der Schlucht gespiegelt wurden. Leicht panisch versuchte Skye zu erkennen, woher das Blasterfeuer kam, während die Soldaten in scheinbar geeignete Deckung hechteten. Doch dennoch fielen sie, einer nach dem anderen. Schmerzensschreie durchstießen den Klang von imperialen Blastern. Zu spät entschied sich Skye zum sofortigen Rückzug, den sie mit ihrer Form V deckte.

Ist sie für die 6 toten Soldaten verantwortlich? Wie würden die Familien ohne einen Vater weitermachen können? Fragen wie diese durchbohren den Schädel Skyes, sorgen für unerträgliche Kopfschmerzen. „Padawan?“, die ruhige und raue Stimme Meister Sintrals durchschneidet ihre Gedanken wie ein Messer ein Stück Papier. „Wir räumen das Camp. Um 0 900 stürmen wir die imperialen Stellungen beim Nordfelsen. Stell sicher, dass du alles hast.“ Sie signiert den Bericht, legt das Datapad bei Seite und greift nach ihrem Rucksack, zieht die Kaputze ihrer Winterjacke zu und folgt dem ersten Zug raus aus dem Lager. Wieder drücken sich diese nervigen Fragen in ihren Kopf. Würde sie mit ihnen leben können?
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Padawan Skye Marsadi im VC-RP Wiki

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Samstag, 23. Dezember 2017, 23:11

Kapitel VII: Erwachsen werden
[Rhen Var | 02/22 NVC]

Mit einem Ruck, kalt und unbarmherzig wie die Erinnerungen, wird Skye zurück in die Gegenwart gerissen. Ihr Herz rast wie verrückt, Schweißperlen rollen ihr über das Gesicht. Umso beruhigender wirkt das Plätschern des Brunnens auf dessen Rand sich Ritter K’For niedergelassen hat und mit schmalem Lächeln der jungen, aber sichtlich überwältigten Padawan in die Augen blickt. Der Tempel ist mittlerweile leer. Keine Seele streift mehr durch die Hallen und langen Korridore. Keine Stimme durchdringt die unendliche Stille.

„Verluste, Skye“, setzt K’For das Wort an, „so unüberwindlich sie zu sein scheinen, sind Teil eines jeden Lebens, ob Jedi oder nicht. Bedauere nicht die Toten, sondern erfreue dich jeder Erinnerung, so schenkst du ihnen ewiges Leben.“ Mit diesen Worten verblasst das Bild des Ritters, zugleich erfriert der vorher so lebendige Tempel und wird von einer glitzernden und glänzenden Eisschicht eingehüllt. Die gerade noch fröhlich sprießenden Pflanzen im Tempel weichen einer Anhäufung von Eisformationen und auch der Brunnen versiegt und verschwindet unter den Spuren der immensen Kälte.

Skye atmet durch. Nicht nur war es die anstrengendste Meditation, die sie jemals hat durchführen müssen, es war wohl auch die ertragreichste. Es bringt ihr nichts als Kummer und Pein die eigenen Fähigkeiten nach dem Verlust guter Freunde oder Nahestehender in Frage zu stellen. Schließlich blieben sie bis zum Ende ihrem Glauben und ihren Pflichten treu und taten alles Erdenkliche, um die Galaxis zu beschützen. Genauso, wie es Skye sich geschworen hatte, als sie von Meister Sintral zur Schülerin gewählt wurde. Ein Versprechen, welches sie über die letzten Jahre immer mehr aus den Augen verloren, aber gleichzeitig stetig an Wichtigkeit zugenommen hatte. Der Entschluss, mit Hilfe der Macht, eine Ritterin des Ordens zu werden flammt erneut in Skye auf. Dieses Mal würde sie ihr Ziel und ihr Versprechen nicht so leichtfertig aus den Augen verlieren, da ist sie sich absolut sicher.

Ehe sich Skye von der überwältigenden Sinnesflut der letzten Meditation erholen kann, prasselt ein weiterer Sturm von Impressionen, so kräftig und unnachgiebig wie ein Sandsturm, auf die junge Padawan ein. Mit einem Mal wird ihr unheimlich heiß, als würde sich Rhen Var zu einer Super Nova verwandeln, oder von einer gleichen verspeist werden. Ihre Kehle fühlt sich trocken, nahezu staubig an. Das Schlucken beginnt schwerer und schwerer zu werden. Vor ihrem geistigen Auge erscheinen Skye Bilder von Wüsten, eher endlosen Sandmeeren, strahlenden Sonnen und kleinen Städten mit Händlern und Kantinen. Sie vermag das Gebrüll einer Horde Tusken-Räuber zu vernehmen, laut, schrill und hallend wie ein Echo. So schnell wie die offensichtliche Vision aufgetreten ist, verschwindet sie auch wieder und hinterlässt eine abermals überwältigte, vielleicht auch überforderte Skye. Zunächst vermag sie die Bilder nicht recht einzuordnen, doch nach und nach setzt sich für sie ein Puzzle zusammen, welches unmittelbar auf den Wüstenplaneten Tatooine deutet.

Sie zieht ihre Jacke zu und wagt sich erneut hinaus in die bittere Kälte und in den zwischenzeitlich aufgezogenen Eissturm. Der Wind bläst ihr die losen Haare durch das Gesicht und mindert, zusätzlich zu den eisigen Böen, ihre Sicht. Doch sie schafft es zurück zur Hopeful Pilgrim, welche bereits an manchen Stellen von Eiszapfen und -flächen verziert ist. Die Turbinen des Antriebs starten. Der Bordcomputer nimmt die Arbeit auf und gewährt den Zugriff auf das Navigationssystem. Schnell sind die Koordinaten Tatooines eingegeben und eine Route geplant. Skye ist sich nicht ansatzweise sicher, ob es wirklich Tatooine war, was sie vor ihrem inneren Auge hat sehen können und auch nicht, ob sie dort finden wird, was sie sucht. Andere Jedi. Aber es ist alles was sie im Moment hat und sie würde jedem noch so kleinen Hinweis bis zum Ende verfolgen, wenn dies bedeutet zurück zum Orden zu finden.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

Padawan Skye Marsadi im VC-RP Wiki

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Shifty

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Sonntag, 24. Dezember 2017, 01:17

Kapitel VIII: Stark bleiben
[Teya IV | 11/22 NVC]

Skye presst auch den kleinsten Hauch von Luft aus ihrer Lunge und hält ihre Position einige Augenblicke. Ihr Schlag war präzise, so wie sie und viele andere es von ihr erwarten. Sie zieht ihr blau scheinendes Lichtschwert vor sich, im gleichen Zuge einatmend und den Fokus sammelnd. Eine Drehung schließt unmittelbar an die Verlangsamung ihrer Sequenz an und leitet somit eine neue, schnellere, aber nicht minder präzise Folge von Hieben und akrobatischen Manövern ein. Auch diese Sequenz endet mit einem beherzten Schlag, unmittelbar auf einer Schraube heraus und stoppt nur wenige Millimeter vor der Rinde eines weiteren Baumes. Der Schweiß läuft ihr über die Wangen, tropft auf die Wiese, auf der sich ihr eiserner Stand verankert. Trotz der Anstrengungen, die diese Schwertform mit sich bringt, kann Skye sich beim Kampftraining vollkommen fallen lassen, den Kopf frei kriegen. Nichts vermag sie dabei aus der Ruhe zu bringen. Kein Krieg, keine Mission und auch kein Gedanke.

Nach über 5 Jahren hat es Skye wieder geschafft ein Teil einer Jedi-Gemeinde zu werden. Teya IV wurde, wie schon viele Jahre zuvor, zum Hort flüchtiger und schutzloser Jedi und bietet gleichermaßen mehr Freiheiten als der alte Stützpunkt auf Tatooine. Skye erlebt Teya als ruhigen, ausgeglichenen und idyllischen Planeten. Zeitweise vermochte er sie auch an Tython zu erinnern, doch hat Teya eine ganz persönliche Ausstrahlung. So ungern es Skye auch zugibt, sie war erfreut, dass ihr alter Meister Unrecht behalten hatte. Der Jedi-Orden hatte überlebt und würde sicherlich bald zu neuer Stärke finden. Tagtäglich herrscht reges Treiben im Praxeum und regelmäßig können neue Jedi den Weg zur Enklave finden.

Es hat sich viel getan, seit sie vor 9 Monaten die Gruppe Jedi fand. Die wohl bedeutendste und umfangreichste Begebenheit ist wohl der junge Ritter Xine Erauqs. Innerhalb kurzer Zeit entstand zwischen ihr und dem Rotschopf eine enge Bindung, welche Xine dazu bewegte die meisterlose Skye als seine erste Schülerin anzunehmen. Xine half Skye die Trauer über den Verlust ihres alten Meisters zu überwinden, vielleicht aus Pflichtbewusstsein, oder schlicht dem Fakt geschuldet, dass auch Xine auf eine sehr bewegte Vergangenheit zurückblickt. Skye respektiert ihren zeitweise doch sehr sturen und eigenwilligen neuen Meister enorm, doch freut es sie mindestens genauso sehr, dass der Umgang miteinander ganz anders ist, als mit Meister Sintral. Bei manchen gemeinsamen Trainingseinheiten entsteht ein regelrechtes Kräftemessen der beiden jungen Jedi. An wieder anderen Tagen scheint Skyes geballte gute Laune an einer Mauer aus Schweigen und Ernsthaftigkeit mit roten Haaren zu zerschellen. So streng und belehrend er auch manchmal sein mag, Skye merkt stets, dass er gewissenhaft auf sie Acht gibt. Eine weitere Sequenz findet ihr Ende, Skyes Lippen werden von einem zarten Lächeln geziert.

Skye lässt das Lichtschwert sinken. Ein kurzes Zischen signalisiert die Deaktivierung und sogleich wandert das leichte Carbon-Heft an den Gürtel der ausgelaugten Padawan. Sie gönnt sich einen Augenblick Ruhe und nimmt auf einem kräftigen Baumstamm Platz, welcher den Trainingsplatz vom Rest des Lagers abgrenzt. Sie streckt sich, dehnt die verspannten Muskeln und lässt die müden Knochen knacken. Langsam gleitet ihre linke Hand über die rechte Schulter. Sie schiebt sich unter die klamme Tunika und ertastet die Ausläufer jener Narben, die seit jeher ihren Rücken zieren. Ein Kontakt reicht und lässt Skye die volle Bandbreite nervlicher Rückmeldung verspüren und die Ausmaße der Plasmaschnitte aufs Neue erfahren. Um ein Haar wäre die Verletzung nicht so glimpfig und vergleichsweise harmlos ausgegangen, das weiß auch Skye. Ihre sonst so aufgedrehte und stellenweise fahrlässig unüberlegte Art hat einen starken, harten aber auch wichtigen Dämpfer erhalten und sie zum Nachdenken bewegt. Bewusster Weise ist sie schon immer eine Macherin gewesen, um keine Aktion verlegen, doch würde man von einer Ritterin des Ordens mehr erwarten als Tatkräftigkeit und Aktionsbereitschaft. Ob verdient oder nicht, sie hat eine Lektion gelernt.

Ein kräftiger Atemzug erfüllt die trockene Lunge wieder mit neuem Leben. Mit einem Mal spürt Skye neue Vitalität, die den Körper durchströmt und ihr die Chance eröffnet die Trainingseinheit noch weiter auf die Spitze zu treiben. Doch vorher lässt sie die Gedanken kreisen, welche scheinbar unwillkürlich bei der quirligen Jedi-Pilotin und Mitpadawan Asura Valren landen. Kein Wunder, denn die beiden verbindet seit Skye auf Teya ankam eine Art Freundschaft. Auch, wenn Skye relativ wenig mit den technischen Raffinessen des Raumschiffbaus anfangen und noch weniger mit Asuras Know-How mithalten kann, empfindet sie die Gespräche über imperiale Kreuzer, republikanische Abfangjäger und anaxesianische Festungen als erfrischende Abwechslung zum sonstigen Alltag. Trotz des geringen Altersunterschiedes blickt Skye zu Asura auf, sieht sie sogar als eine Art Vorbild. Sie schafft es scheinbar in schwierigen und heiklen Situationen stets die Ruhe zu bewahren egal, ob der Erfolg einer Mission von ihrem Handeln abhängt. Skye mag es sich einbilden, doch glaubt sie, dass etwas von Asuras Ruhe auf die anderen Padawane, sich selbst eingeschlossen, abfärbt. Erneut überkommt sie ein Gefühl von Freude.

Ihr Blick wandert zum blauen Himmel, die wenigen schneeweißen Wolken mit den Augen verfolgend. Die Sonne erwärmt ihren schweißgekühlten Körper und lässt die Perlen der Anstrengung auf ihrer Stirn glänzen. Bei all den Strapazen und Herausforderungen, mit denen sich nicht nur Skye, sondern der gesamte Orden der Jedi konfrontiert sieht, gibt es doch auch noch Platz für die schönen Dinge im Leben. Sie hebt erneut das Heft, aktiviert die blaue Klinge ihres Schwertes und begibt sich in Ausgangsposition. Sie spannt jede Faser ihres Körpers an und fokussiert ihren gesamten Geist auf die nächsten Schritte. Egal was passiert, Skye muss stark bleiben. Für sich, für Asura, für Meister Erauqs und den gesamten Orden der Jedi.

Immer.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

Padawan Skye Marsadi im VC-RP Wiki

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