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Freitag, 20. Oktober 2017, 03:44

Auch zwei Ebenen weiter unten sah es nicht besser aus. Ganz im Gegenteil. Mkt Graffiti besprühte Wände, allerlei zwielichtige Gestalten und offenkundig leerstehende Häuserblocks dessen Scheiben zerschlagen und Türen offen waren. Eines war sicher, nämlich dass die Gebäude nicht verlassen waren. Immer wieder drangen verstörende Geräusche aus den Gebäuden heraus und man konnte nicht feststellen ob es sich dabei um Folterschreie oder gänzlich andere Typen handelte. Aus irgendeinem anderen Gebäude drang auch tiefe, basslastige Musik, die am besten auf eine Raveparty gehört hätte.

Es brauchte keinen Jedi um zu erkennen, dass dieser Ort ein sehr merkwürdiges zuhause für einen Doktor darstellte und so sehr man es auch versuchte, den Anwohnern fielen neue Gesichter sofort ins Auge. Noch friedlich war ihre Toleranz allen falls ein loses Gut. Xine wartete bereits auf Skye am Eingang zu dem Sektor, immer noch die Kapuze tief ins Gesicht gezogen um den Kopf vor dem Regen und die Augen vor den Bewohnern zu schützen. Ein sehr knappes Nicken deutete lediglich an, dass die Padawan dem Jedi folgen soll. Er setzte sich daraufhin ohne Worte in Bewegung. Durch den Sektor führte ein Hauptstraßen ähnlicher Pfad der aber mehr wie eine Bummelmeile zu wirken versuchte. Bummeln konnte man hier viele Arten von Spice, sexuelle Gefälligkeiten oder einfach eine verdammt große Menge Ärger. Selbst als er angesprochen wurde, veränderte der Ritter seinen Blick nicht sondern ignorierte die Kommentare und wanderte stur weiter.

Lange dauerte es nicht, bevor man vor dem abgewrackten Gebäude stand in dem der Doktor angeblich gelebt hatte. Auch hier waren die Scheiben zerschlagen und allerlei Geräusche dranfen nach außen. Mental schon mit dem Lichtschwert bewaffnet, schluckte der Jedi den klobige Kloß in seinem Hals hinunter.
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Shifty

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Samstag, 21. Oktober 2017, 13:37

Die restlichen Meter zum Treffpunkt legte Skye verfolgt von kritischen und psychopatischen Blicken der Bewohner auf der Straße zurück, was ihr bisheriges Unwohlsein nicht zu verbessern vermochte, nein es sogar noch steigerte. Sie vermochte es recht gut zu tuschieren, doch warf sie Xine einen dezenten Blick zu, der zumindest ein "Ich hoffe wir können hier zügig wieder weg" ablesen ließ. Auch während des Wegs zum Wohnsitz des Doktors vermied es Skye längeren Augenkontakt mit den Courscantern auf den Straßen zu halten. Es erschien ihr als das Beste auch, wenn sie allzeit bereit war sich gegen körüerliche Angriffe zu wehren.

"Na das sieht ja bequem aus...", flüstert Skye mehr zu sich selbst als zu Xine, auch wenn er es gehört haben sollte. Sie musterte die heruntergekommene Fassade des Geäudes und hielt ihren Blick dann auf die aufgebrochene Tür, hinter der sich bis jetzt nichts als Dunkelheit blicken ließ. Eine leichte Brise, die auf den unteren Ebenen so schon selten genug auftauchte, wehte durch den Eingangsbereich und ließ ein gespenstisches Echo ertönen, was Skye einen kurzen Moment leichte Gänsehaut zu geben vermochte. Sie schüttelte sich dezent und ihr Blick striff zu Xine, dessen Mimik und Körperhaltung sie zu deuten versuchte. Hatte er Respekt vor dem Bevorstehenden oder sogar Angst?

"Wenn ich so offen sprechen darf...ich zweifle gerade etwas daran, dass der Doktor wirklich hier gewohnt hat UND, dass wir hier auch nur ansatzweise irgendetwas finden, was der Sache dienlich ist.", sprach sie mit gedämpfter Stimme, damit nicht direkt das ganze Umfeld hellhörig wird, wohlwissend, dass die Adresse momentan die einzige Anlaufstelle war, um etwas über den Doktor in Erfahrung zu bringen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

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Sonntag, 22. Oktober 2017, 18:26

"Denk immer dran, es war deine Idee", kommentiert Xine, Skyes Unbehagen und trat in das zerfallene Gebäude hinein. Leuchten, hingen halb zerstört von der Decke hinab, flackerndes Licht erfüllte die verschmutzen Flure und immer wieder hörte man das Klingeln des Fahrstuhls, der versuchte am Erdgeschoss anzukommen. Ohne nur einen Gedanken daran zu verschwenden, machte Xine einen Seitenschritt und nutzte die Haustreppe um nach oben zu gelangen. Gerade als er den ersten Fuß auf die Stufe gesetzt hatte, stolperte ein vollkommen zugedröhntes altes Päärchen die Stufen hinab. Es wirkte nicht ansatzweise so, als ob sie ihre Umgebung wahrnahmen und doch brüllten sie lautstark, dass der "Gerechte" sie alle holen würde. Kaum bei Xine angekommen, brüllten diese ihn an und publizierten das Gleiche. Auf ihrem Weg nach draußen, mag auch Skye ihr Vergnügen gehabt haben.

"Im dritten Stock", rief der Jedi, seiner Padawan zu, dabei die Stufen eilig erklimmend. Oben angekommen fand man beeindruckender weise neben dem verschmutzen und zerstörten Flur am Ende des Ganges eine silberne, zerkratze Durastahltür. Der Ritter trat näher an die Tür heran und musterte die zekratzte Oberfläche bei der, zu Xines Überraschung, jegliche Griffe oder Codeschlösser fehlten. Zwar offensichtlich eine Tür, schien es keine Mechanismus zu geben, der diesen öffnete. Einzig mehrere kleine Schlitze, schienen eine Art Input verarbeiten zu können. Xine rieb mit der linken Hand sein Kinn. In solch einer Umgebung war dieser Sicherheitsmechanismus besonders auffällig und in der Regel auch sehr kostspielig. Eine seltsame Kombination, bedachte man das arme Viertel. Als seine Hand auf die Tür prallte war sich der Jedi auch sicher, dass dies keinerlei Spielerei war sondern ein äußerst massives Hindernis darstellte. Ein kurzer Blick ging gen Fenster am Ende des Flures.
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44

Sonntag, 22. Oktober 2017, 19:15

Skye wurde rücksichtlos von den beiden Junkies zur Seite gestoßen und zusätzlich auch noch lautstark daran erinnert, dass sie die Existenz des "Gerechten" nicht verleugnen sollte. Sie zollte dem Pärchen nichts weiter als einen pseudo-anerkennenden Blick und ein zustimmendes Nicken, ehe sie ebenfalls die Treppen heraufschlich. Jedoch konnte von schleichen weniger die Rede sein, denn die Treppen gaben bei jedem Schirtt ordentlich viele Töne von sich und es schien, als würde sich das Material etwas verbiegen. Der Weg nach oben wurde stets von dem Respekt vor einer plötzlich einstürzenden Treppe begleitet, aber sie hielt schon Xine und zwei Trampeltiere aus, also sollte die jetzige Belastung kein Problem darstellen. Oben angekommen musterte sie eine kurze Weile den dreckigen Flur und folgte dann Xines Weg zur massiven, so garnicht in das Muster passenden Durastahltür.

Beim Blick aus dem Fenster könnte Xine einige Lichter erkennen, die teilweise durch die wenigen Regentropfen auf see Scheibe gebrochen wurden. Einige konnte man zweifellos Lichtreklamen zuordnen. Andere wiederum stammen wohl von vorbeifliegenden Flitzern oder dem gegenüberliegenden Gebäude.

"Das...ist...auffällig.", stellt Skye das Offensichtliche fest, während sie den vermeindlichen Öffnungsmechanismus in Form der Schlitze unter die Lupe nimmt. "Vielleicht lag ich vorhin etwas falsch. Vielleicht finden wir hier doch etwas." Sie achtete stets darauf nicht zu laut zu sprechen, um ja keine unnötige Aufmerksamkeit zu erregen. Auf Anhieb konnte Skye keine Lösung erkennen um die Tür zu öffnen und die Kratzer vermittelten ihr den Eindruck, dass schon mehrere Leute zuvor erfolglos versuchten die Tür zu öffnen.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Shifty« (24. Oktober 2017, 13:08)


45

Dienstag, 24. Oktober 2017, 11:16

Zum Glück hatte der Ritter sein Gesicht zum beschlagenen Fenster gerichtet und beobachtete die Straße, Ausschau haltend nach besonders unwillkommenen Gästen, andernfalls hätte Skye wohl sehen können wie er seine Mimik zu einem fassungslosen Ausdruck formte. Nur kurz drehte er sich zu Kapitän Offensichtlich um, sie bei ihrem Unterfangen beobachtend.

Skye wird zweifellos gesehen haben wie die Schlitze systematisch angeordnet waren und deutliche Schleifspuren auch von reger Nutzung zeugten. Knapp hinter der robusten Tür spürte und hörte man die leichten Lüftergeräusche einer elektronischen Anlage. Insgesamt vier Schlitze bildeten die Öffnungsmechnaik in die etwas eingeführt werden musste damit sich der Koloss bewegte. Einfache Geister kamen sofort auf die Idee, dass Schlüsselkarten hier die richtige Wahl waren aber auch an diesen mangelte es den Jedi.

Xine schob das Fenster auf und lehnte sich heraus dabei den Blick nach links zu dem anliegenden Raum schwenkend. Für ihn gab es die gewiefte oder brachiale Methode, doch über allen Zweifel erhaben war die Neugier des Jedi. Erneut fragte er sich was einen ausgebildeten Wissenschaftler dazu veranlasst hatte in dieses Loch zu ziehen und ob der Ausruf des "Gerechten" von eben nur eine Fantasie war oder sich dahinter der Rufname des Täters verbarg, der immerhin zuvor nur Verbrecher jagte. Xine runzelte die Stirn. Er konnte die Vorstellung nur schwer akzeptieren, dass ihr neustes Opfer nicht auch in das gleiche Metier passte, immerhin blockierte eine Durastahltür den Zugang. Der Jedi setze die Füße wieder auf den Boden ab und blickte zu seiner Padawan.

"Ideen?", es gefielt ihm nicht Skye immer fordern zu müssen doch stellte sich das Gefühl bei ihm ein, dass sie erwartete er würde alle Antworten haben. In dem Fall hatte er zwar einige Optionen doch auch diese Ignoranz der Fakten schrieb er sich der Rolle alS Meister zu.
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Dienstag, 24. Oktober 2017, 14:15

Skye richtete aus ihrer leicht gebeugten Position auf und drehte sich halb zu Xine. "Also...wenn wir die Tür nicht gewaltsam öffnen wollen, müssen wir sie wohl auf herrkömmlichen Weg auf machen. Mit dem Schlüssel, oder wahrscheinlich eher Schlüsselkarten. Oder...wir finden einen Lüftungsschacht nach innen. Oder...wir klettern durch ein Fenster." An Ideen schien es der Padawan jedenfalls nicht zu fehlen. Zumindest bei den Schlüsselkarten war sie sich sicher, dass die Leiche des Doktors mindestens eine im Besitz haben musste. Da jedoch die CSF-Beamten den Tatort bereits gesichtet haben sollten, fiel die Option alle Karten zu finden erstmal flach.

Sie blickte sich etwas an der Decke um, vielleicht würde sie einen Lüftungsschacht erblicken, der in die Wohnung führte. Ihre Größe würde sich dort doch sehr vorteilhaft auszahlen. Sie erspähte zwar Metallrohre, die an der Decke entlang liefen, jedoch noch keine, die auch nur ansatzweise ihren momentanen Ansprüchen entsprachen. Unfreiwillig, jedoch nicht unwillkommen dachte sie daran, wie cool es sein müsste von Fenster zu Fenster zu hangeln und den Raum so zu erreichen. Und es schien bis jetzt auch die einzig sinnvolle Möglichkeit zu sein, denn die Tür mit Hilfe der Macht oder sogar mit Hilfe der Lichtschwerter zu öffnen würde die Aufmerksamkeit der Anwohner eindeutig mehr erregen, als eine einfache Klettereinlage.

Den Blick auf Xine gerichtet wartet sie auf die Meinung ihres Meisters. "Oder...habt Ihr noch andere Ideen, Meister?", ergänzte sie ihre Aufzählung dezent.
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Dienstag, 24. Oktober 2017, 16:21

"Nein, mehr Optionen sehe ich tatsächlich auch nicht", schüttelte der Jedi dezent den Kopf. Er war sichtlich hin und hergerissen seinen Weg über das Fenster zu suchen oder aber sich einfach durch die Tür zu schneiden. Beides hatte seine Vor- und Nachteile. Letzteres sowie auch ersteres könnten ein Alarmsystem aktivieren, dass womöglich Hinweise zerstörte, die von Bedeutung waren. Wer war nur dieser Wissenschaftler, dass er sich solche Mechanismen anschaffen konnte? Der Jedi kratzte sich am Kinn, die Folgen bedenkend, sollten die Fenster irgendeine Verstärkung inne haben.

Mit langsamen Schritten ging er auf die Tür zu und legte seine Handfläche darauf, der Macht beim Wirken lauschend. Xine war wahrlich kein Experte im Erspüren von Technik oder dem allgemeinen Aufbau, aber auch er konnte mit viel Konzentration fühlen, dass die massive Tür mittels faustgroßer Querstreben verschlossen war. So etwas würde ein wenig Zeit kosten, bot aber auch einen guten Ausgang. Im Gegenzug war dann aber klar, dass jemand sich Zutritt verschafft hatte. Der Jedi seufzte, er konnte sich nicht entscheiden welcher der beiden Option für ihn sinnvoller erschien.

"Wir schneiden uns durch den Spalt durch, wenn wir die Bolzen nacheinander durchtrennen, sollte die Verriegelung aufgehoben sein", offenbarte der Ritter mit einem unzufriedenen Gesichtsausdruck, während er den Kopf an die Tür lehnte. Kurz darauf schüttelte er das Haupt, trat von der Tür weg und zückte das Lichtschwert, es sofort entzündet. Durch einen wuchtigen Hieb wurde das Lichtschwert in dem sofort aufglühenden Metall versenkt, während darum die bekannte Hitze aufstieg. Der Ritter drehte die Klinge im Metall und zog sie langsam und sorgsam nach unten, dabei jeden Bolzen nacheinander treffend. Konzentration und Anstrengung machten sich dabei im Gesicht des Jedi breit, der fokussiert seinem Werk folgte.

Einige Minuten später, löschte Xine sein Schwert wieder. Die Arbeit war getan. Mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn wischend, deutet er mit dem dampfenden Lichtschwert auf die Tür.

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 18:54

Während Xine sich darum kümmerte die Tür zu öffnen, stand Skye Schmiere und versuchte zumindest aufzupassen, dass niemand zu viel Interesse an der Einbruchsaktion Kund tat. Zu ihrer Überraschung schien es niemanden auch nur ansatzweise zu stören. Entweder waren lautes Surren, der Geruch von geschmolzenem Stahl und demolierte Türen alltäglich genug für die Anwohner, oder es war einfach niemand nüchtern genug, um es für bare Münze zu nehmen. Was ihr jedoch mehr Gedanken machte war die Vermutung, dass die CSF früher oder später die Wohnung des Doktors aufsuchen würde. Auch, wenn sie dem Urteil ihres Meisters beinahe blind vertraute und ihr bewusst war, dass er sich der Konsequenz im Klaren ist, hatte sie doch wenig Interesse daran in den Mittelpunkt der Ermittlungen zu rücken. Wiederum wusste sie von vornherein, dass die "Mission" nicht ungefährlich war und hoffte, dass Captain Ti es irgendwie schaffte die Spur von den beiden Jedi wegzulenken.

Als das Lichtschwert Xines erlischt und sie zur Aktion gerufen wurde, zollte sie der Leistung ihres Meisters mit einem Nicken sowohl Anerkennung, als auch die Bestätigung, die Tür zu öffnen. Skye fokussierte sich auf die schwere Tür und auf die Macht, wodurch sie in der Lage war das Hindernis mit schrillem Quietschen in die Wohnung zu bewegen. Nicht nur das unangenehme Geräusch, wohl teilweise auch Anstrengung ließen sie etwas das Gesicht verziehen. "Erledigt. Darf ich bitten?", sie winkte Xine einladend in die nun offene Wohnung.
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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 18:48

Beeindruckend leer stellte sich der Raum des Professors dar. Neben einem moderaten Bett, mehreren Schreibtischen und Holotafeln befand sich kaum erwähnenswertes hinter der massiven Tür. Doch auch auf den paar Tischen sammelten sich unzählige Datapads und Notizen. Wenige der Datapads deuteten an vor kurzem benutzt worden zu sein. Das Bett war unordentlich und es sah allgemein so aus, als ob jemand schon seit längerem nicht mehr geputzt hatte.

Xine trat in den Raum hinein und betätigte den Lichtschalter, der allerdings nur kleine Funken an der Deckenleuchte erzeugte. Enttäuscht schnaufte der Jedi durch und wanderte langsam durch die Gemächer des Professors, ging am Bett vorbei, zu den Holotafeln bis er schließlich bei den Datapads inne hielt und diese nacheinander aktivierte.

"Ziemlich viel Literatur und Ausrüstung für jemanden, der hier...wohnt", stellt der Ritter fest, sich dabei vorsichtig umsehend. Er konnte das Gefühl nicht vertreiben, dass er sich sofort eine unheilbare Krankheit einfangen würde, würde er mehr Gegenstände anfassen. "Such nach Hinweisen zu Tätigkeit, Verbleib, Kontakten und so weiter. Irgendwas muss sich hier zum Professor finden", wies er im gleichen Atemzug auch Skye zum Handeln an. Ein unangenehmes Gefühl breitete sich im Inneren seines Körpers aus, es war ein Impuls des was kam und noch kommen würde. Kurz atmete er durch und rieb sich die Augen, dabei nach und nach die Datapads durchgehend.

"Und mach schnell, wir wollen hier nicht übernachten", setzt Xine nach und kratzt sich am Hals. Hoffentlich hatte er sich nicht bereits etwas eingefangen.
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Montag, 30. Oktober 2017, 10:17

Skye nahm das Ignorieren ihrer dezent humorvollen Attitüde mit neutraler Begeisterung hin und trottete ihrem Meister hinterher. Zuerst war sie sich noch unsicher wem die miese und ernste Haltung Xines galt, aber nun mehr kristallisierte sich für die junge Padawan heraus, dass ihr Meister sich in einer andersartigen Phase befand, die nichts mit ihr zu tun hatte, sondern viel mehr mit der zu Grunde liegenden Situation. Wirklich verübeln konnte sie es ihm in dem Moment nicht, vor allem als die Deckenbeleuchtung offenbarte nicht mehr als Funkwerk zu sein. Skye schob sich eine Strähne aus dem Gesicht und nickte selbstbewusst zu sich, dabei die Gedanken zu Seite schiebend. Sie würde sich nun auf die Ermittlung konzentrieren und versuchen, dieses undurchsichtige Gewirr etwas aufzuklaren.

Mit zügigen Schritte bewegte sie sich durch den Raum und sondierte die Umgebung, neben den Datapads, die Xine durchging, empfand sie die Holotafeln von besonderem Interesse. Ihrer Meinung nach, war ihre Position bereits sonderbar, da sie offen und konkret im Raum standen, also von intensiverer Betrachtung waren, selbst für Neuankömmlinge, wie sie welche waren. Das Aktivieren des Kontrollterminals der Tafeln, brachte Ernüchterung mit sich. Nach einer kurzen Begrüßung seitens des Systems gab es auch fast augenblicklich eine Passwortabfrage, die es zu beantworten galt.

„Großartig. Also wenn wir hier dran kommen wollen, brauchen wir ein Passwort“, blickte sie enttäuscht zu Xine, der ihr im Gegenzug kaum einen Blick zu wendete.
„Dann durchsuche erstmal etwas anderes, vielleicht findest du so einen Hinweis“, entgegnete der Jedi ihr in einer stoisch ruhigen Tonlage. Skye runzelte abermals die Stirn, denn die andere Art war trotz aller Toleranz seitens der Padawan immer noch gewöhnungsbedürftig. Xine legte ein Datapad nach dem Anderen aus seiner Hand auf den Tisch. Keines der einzelnen Pads brachte neue Informationen mit sich. In den meisten Fällen handelte es sich dabei nur um, für ihn, belangloses. Sein Blick wich von den Dokumenten Richtung Skye, die gerade dabei war das Bett zu durchsuchen und dies trotz aller offensichtlichen Abscheu, gewissenhaft vollzog.

„Ihr habt Recht. Dafür, dass er ein Professor war und sogar passwortgeschütze Holotafeln besaß, ist sein Sinn für...“, Skye unterbrach ihren Dialog, als sie ein kurzärmliges Oberteil mit zwei Fingerspitzen langsam aus dem Bett hob und es auf den Boden fallen ließ. Sie blickte dabei stur die Wand an und atmete langsam durch um den Ekel, den sie im Inneren empfand zu unterdrücken. „..Hygiene“, schloss sie ihren unterbrochenen Satz ab. Xine zwang sich nicht unterschwellig zu lächeln, denn trotz aller Anstalten die Skye machte, konnte er ihr diese Reaktion nicht verübeln. Die Wohnung war in einem erbärmlichen Zustand und zwar auf so einer Art und Weise, dass es fast schon ein Indiz für sich war.

„Welche Gedanken hast du zu der Durastahltür und der Auswahl des Wohnortes, Padawan?“, fragte Xine Skye, dabei immer noch die Pads minder begeistert durchgehend. Der junge Mensch schob die Decke des Bettes beiseite, nur um diese dann wieder darüber zu ziehen. Sie wollte in dem Moment nicht wissen, was sie dort gerade gesehen hatte und beließ es dabei den Nachttisch auszuräumen. Sie reagierte nicht sofort auf Xines Frage, sondern brauchte einige Sekunden um sein Anliegen zu registrieren. Ächtzend hockte sie sich hin und schob eine Antwort nach. „Von meinem Standpunkt aus, hatte Doktor Novar Angst um seine Privatspähre oder aber er wollte etwas schützen. Ob das berechtigt ist kann ich nicht sagen aber...“, Skye deutete auf die Tür und auf die Holotafeln, als ob dies ihren Satz beenden würde. Der Ritter nickte, er sah es ähnlich denn die Kombination mit der unwürdigen Umgebungen ließen den Anschein eines Versteckes erwecken. Fast schon hoffnungslos, erfreute sich die Padawan umso mehr als sie eine verheißungsvolle Notiz fand. Laut las sie „Elios“ von der Notiz ab und blickte dabei fragend zu ihrem Meister hinüber.

Xine erwiederte ihren Blick und fasste sich langsam an das Kinn, er schwenkte seinen Blick zur Tafel hinüber und festigte ihn später auf den Datapads. Er war sich sicher, den Begriff schon einmal gelesen zu haben. Zügig ging er jedes Datapad durch und stellte dabei fest, wie seltsam offensichtlich ein derartiger Hinweis war. So offensichtlich, dass ein Teil seines Selbst diesen anzweifelte. Er hob seinen Arm als er das gesuchte Pad gefunden hatte und legte es abseits der anderen auf den Tisch. „Das Pad ist mir gerade schon aufgefallen, denn anders als diese wissenschaftliche Lektüren handelt es sich hierbei um ein Kinderbuch“, erklärte der Ritter seinen Fund und erzeugte bei Skye nur ein stummes Nicken und einen fragenden Blick, als diese sich näherte. Xine schloss kurzzeitig die Augen, schüttelte den Kopf und aktivierte das Datapad um die Geschichte über die fliegende Uxikuh „Elios“ zu überfliegen.

„Schreib auf...“, forderte der Ritter die Padawan auf, während diese es sich verkniff einen humorvollen Kommentar los zu werden. Für den Bruchteil einer Sekunde schossen ihr dutzende Anekdoten über ihren Meister und Kindergeschichten in den Kopf. Sie stellte sich kurzzeitig vor, wie Xine den Jünglingen auf Teya IV Gute-Nacht Geschichten vorlas oder wie ein Märchenonkel selber welche verfasste. Das aufkeimende Grinsen in dem jungen Gesicht wurde augenblicklich unterbrochen als der Jedi zu Sprechen begann.

„Elios, Tanas, Coruscant, Plains, Dantooine, Sol, Elios, Wiegen, Fliegen, Heimat, Familie“, zählte der Ritter jedes Wort auf, dass in der Geschichte mehrfach vorkam oder aber von besonderer Bedeutung war. Skye indes schrieb alles auf, was sie angesagt bekam. Ihre Augenbrauen hoben sich von Wort zu Wort immer mehr bis sie nicht mehr an sich halten konnte und Xine fragend anblickte. Dieser hingegen, legte das Pad zur Seite und deutet auf die Holotafeln. Erst jetzt verstand Skye, was sich der Ritter dabei gedacht hatte und trottete der Konsole. Nacheinander gab sie die Wörter ein und strich jedes von der Liste. Immer wieder ertönte ein Signalton, der preisgab dass es sich um die falsche Eingabe handelte. Als sie auch nach dem letzten Wort den gleichen Signalton zu hören bekam, ließ sie die Schultern fallen und schnaubte. „Wieso denn ein Kinderbuch?“, fragte sie mit wenig Neugier, sondern vielmehr Frustration in den Raum hinein.

Genug Frustration für Xine um das Datapad nochmal zu konsultieren, er schob auch die letzte Seite nach oben und stellte fest, dass die Ausgabe der Geschichte eine Widmung beinhaltete. „Für meine Tochter: Ejona“, schob der Ritter zögernd über die Lippen. Sein Blick fixierte dabei die eine Zeile. Skye stellte es bei der Art wie Xine die Widmung aussprach, die Nackenhaare auf. Sie tippte den Namen „EJONA“ in die Konsole an. Bereits davon überzeugt auch hier einen Signalton zu erhalten, betätigte sie das Bestätigungsfeld. Statt eines Signaltons jedoch, wurde das Anlitz der jungen Frau in ein leuchtendes blassgrün getränkt. Die Holotafeln aktivierten sich und bauten die gespeicherten Informationen auf. Während die linke Tafel offensichtlich eine Liste von fünf Namen enthielt, befand sich auf der rechten Tafel nur ein gewirr aus Zahlen und Zeichnungen, bei denen die Letzteren von Jedi als chemische Strukturen identifiziert werden konnten. Xine schrieb sich die fünf Namen, von denen eine Doktor Novar selbst war, auf und verstaute das Pad auf dem Rücken. Skye hingegen beobachtete die Zahlen zunächst entschloss sich aber dann den Speicherkern der Tafeln zu entfernen. Über die nun freigeschaltete Bedienfläche aktivierte sie den Auswurf und nahm den faustgroßen Kern an sich.

Die Gedanken der Jedi wurden zügig unterbrochen, als der bereits existierende Lärm auf der Straße noch um ein vielfaches an Intensität zu nahm. Vorsichtig bewegten sich die Jedi zu den Fenstern und blickten hinab auf die Gasse, in der bewaffnete Gestalten, die Bettler ausquetschten und ihren Weg zu dem Gebäude in dem die Jedi sich befanden, fortsetzten. Es war schleierhaft, wie sie von der Ankunft der Jedi erfahren hatten und in Anbetracht der vielen Möglichkeiten, befanden es die zwei Menschen von niederrangiger Bedeutung. Mit dem Datenkern bewaffnet verließen die zwei Jedi zügig die Wohnung und schoben die schwere Tür zu. Doch die bewaffnete Eskorte, die sich näherte, befand sich bereits beim Treppenaufgang wie der Lärm, den sie unweigerlich machten, verriet. „Denkt dran! Erst schießen, dann fragen. Heute jagen wir einen Mythos“, rief eine kernige, harte, weibliche Stimme den Flur hinauf. Darauf hin stimmte die übrige Mannschaft mit einem lauten Grollen ein und trampelte die Treppenstufen hinauf. Skye zog Xine an der Robe und deutete die Treppe rauf, die drei weitere Stockwerke später auf dem Dach endete. Ohne viel weiteren Lärm zu machen, schob Xine die Dachtür auf und verriegelte sie wieder hinter Skye. Mit gezogenem Lichtschwert schweißte die junge Padawan noch den Spalt zwischen Tür und Rahmen zu um so etwas Zeit zu gewinnen. Die Jedi vergewisserten sich erneut, ob ihre Ausrüstung vollständig war, ehe sie mit einem beherzten Machtsprung von einem Gebäude auf das Andere hinüber sprangen und dort den Abstieg suchten. Auch die dreckigen Ebenen hatten ihren beeindruckenden Vorteil, dass man in ihnen untertauchen konnte. Gerade als sie durch die Haustür des Nebengebäudes die Straßen betreten wollten, zog sich Xine erneut die Kapuze über den Kopf. Skye musste feststellen, wie sich seine Haltung schlagartig änderte, abließ und entspannter wurde. Sie war sich sicher, dass sie ihn schnell verlieren würde, würde sie seine Machtaura nicht so gut verinnerlicht haben. Die junge Frau zog ihre Robe enger zu, und war sich der sicheren Obhut des Datenkerns sicher.

Der Ritter schob die Tür auf, lugte hinaus und trat dann auf die Straße. Skye wollte erst ein paar Sekunden warten um Xine nicht zu stören, doch dieser griff überraschend ihre Hand und zog sie auf die Straße. Kurz musste sie schmunzeln, war ihr Meister trotz seiner schroffen Art immer noch derjenige gewesen, der auf sie acht gab. Sie nickte innerlich, folgte dem Ritter und zog ihre Hand zurück. Ohne etwas zu sagen, war klar, dass sie sich zunächst aus der Gefahrenzone bewegen mussten und dann Kontakt zu Captain Ti aufnehmen mussten.
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