Sie sind nicht angemeldet.

Shifty

Schüler

  • »Shifty« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 162

Wohnort: Bremen

Beruf: Lacklaborant

  • Nachricht senden

1

Montag, 22. Mai 2017, 08:45

Zwischen Hoffnung und Schicksal - Skye Marsadi

Verzeichnis
Kapitel I: Reisen
Kapitel II: Erinnerungen


_________________________________________________________________________________________________

Kapitel I: Reisen
[Hopeful Pilgrim | 01/22NVC]

Ruhe, das ist es, was Meister Sintral Skye immer wieder predigt. Daran soll sie sich halten, denn sie ist Teil der Philosophie der Jedi. Und doch geht der jungen Padawan das ständige Surren und Knattern des uralten Motors gehörig auf die Nerven. So sehr, dass sie nicht in der Lage, und auch nicht gewillt ist, ihre Meditation fortzusetzen.

Sie steht auf, richtet ihre Kleidung, die schon lange nicht mehr nach den Traditionen der Jedi ausfällt und wandert durch das kleine, heruntergekommene Raumschiff. Die „Hopeful Pilgrim“ musste in den letzten Jahren viel durchmachen und die letzte Wartung ist schon mehr als überfällig, doch der tapfere Transporter hat allen Widrigkeiten der Anstrengungen standgehalten. Sowohl der Hyperantrieb, als auch viele andere, dennoch nicht so bedeutsame Teile des Schiffes haben längst den Geist aufgegeben, weshalb jede Reise ewig zu dauern scheint. So dauert die momentane Reise nach Naos schon 3 Monate und wird noch länger dauern. Viel Zeit, die es zu verbringen gilt. Meister Sintral und Skye nutzen solche langen Reisen, um zu trainieren, zu meditieren, denn viel mehr Möglichkeiten haben sie nicht.

Seit dem Angriff der Zakuul auf Coruscant befinden sich die beiden Jedi auf der Flucht, reisen durch den Outer Rim, ohne bestimmtes Ziel. Skye hat noch immer die Hoffnung, dass sie bald auf andere Ordensmitglieder stoßen, dass der Orden noch existiert. Doch Meister Sintral, der sich über die Macht der Zakuul im Klaren ist, hat schnell jegliche Zuversicht weitere Jedi zu finden begraben. Über 4 Jahre ist es nun her, dass die Mission auf Ilum abgeschlossen und der Kontakt zum Jedi-Orden abgebrochen ist. Die Vorräte sind in dieser Zeit rar geworden, die Jedi handelten mit Kleidung, Maschinenteilen, Sternenkarten. Sie gingen auf die Jagd und tauschten das erbeutete Fleisch gegen länger haltbare Lebensmittel. Die Zeiten sind hart geworden, kein Vergleich zu der ruhigen Idylle auf Tython.

Skye bleibt neben der Tür stehen, die zum Quartier ihres Meisters führt. Sie zögert, möchte ihren Meister nicht bei der Meditation stören, ist kurz davor wieder zu gehen, als eine warme, doch raue Stimme ertönt. Skye…, spricht Meister Sintral, der ihre Präsenz natürlich längst wahrgenommen hat. „Ich weiß, dass dir die Meditation bei dem Lärm Probleme bereitet. Du solltest es dennoch versuchen.“ Die mahnenden Worte Sintrals hört Skye nicht zum ersten Mal. Wenn Skye Eines noch nicht verinnerlicht hat, dann ist es das Prinzip der Ruhe. Meditationen. Gelassenheit. Nach all den Jahren fällt es ihr immernoch schwer.

„Aber Meister…“, setzt Skye an und steht nun in der Tür zum Meister-Quartier, als sie auch prompt unterbrochen wird. „Skye. Versuche es zumindest. Schließlich schaffe ich es ebenfalls. Und diese Diskussion haben wir schon oft genug geführt, oder?“ Gegen die Logik des alten Twi’lek hat sie nichts zu erwidern. „Ja, Meister…“, seufzt sie und begibt sich zurück in ihr Quartier. Sie kniet sich vor das Fenster, das in das kalte All blicken lässt. Stern um Stern, Cluster um Cluster schieben sich langsam daran vorbei und lassen wage die unendlichen Ausmaße des Universums erahnen. Skye schließt ihre Augen und versucht das Dröhnen der Maschinen zu ignorieren, das penetrant immer lauter zu werden scheint, je mehr sie versucht sich auf die Meditation zu konzentrieren.

Sie erinnert sich zurück an einen Tag in ihrer Jünglingszeit. Damals, als noch alles ruhig und Kriege so fern wie selten schienen. Damals, als die einzigen Sorgen der heranwachsenden Jedi das Auswendiglernen des Kodex und Pünktlichkeit waren. Damals, als sie jeden Tag mit ihren Freunden verbringen konnte, den Lehren der Meister lauschte und voller Begeisterung und Ehrgeiz das Wesen der Jedi zu verstehen versuchte. Ihr ist klar, dass Erinnerungen Relikte vergangener Zeiten sind, sie Schmerz zufügen können, jenen aber auch lindern können. Also gibt sie sich der Erinnerung hin und taucht mit vollem Sein in die wohlig-warme Erinnerung ein.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

Padawan Skye Marsadi

Skye Theme | Skye Battle Theme

Avatar von RiaStarchild

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Shifty« (9. Juli 2017, 13:00)


Es haben sich bereits 3 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Dexter (22.05.2017), Runagate (27.05.2017), Xine (28.06.2017)

Shifty

Schüler

  • »Shifty« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 162

Wohnort: Bremen

Beruf: Lacklaborant

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 9. Juli 2017, 12:47

Kapitel II: Erinnerungen
[Tython | 05/08 NVC]

Die Sonne über Tython hüllt den Planeten in einen schimmernden Glanz. Ein Fluss plätschert genügsam, während die Vögel in den Bäumen wunderbare Melodien verbreiten. Uxikühe schnauben und grasen, lassen sich die Sonne auf ihr ruhiges Gemüt scheinen. Aus den Bäumen ragt ein hohes Gebäude empor, auf dessen Vorplatz ein reges Treiben herrscht. Leute eilen von links nach rechts. Andere verlassen das Gebäude, oder betreten es. Grüßen sich. Unterhalten sich. Der seit einigen Jahren bezogene Tempel der Jedi ist zur neuen Heimat der Machtanwender geworden. Seither wurden auf Tython wieder unzählige Jedi ausgebildet, die sich dem Schutz der Galaxis, der Freiheit und der Macht verschrieben haben.

Auf dem Trainingsplatz drischt Skye, mit einer Vibroklinge bewaffnet, auf einer der geschundenen Übungspuppen ein. Grobe, ungeschliffene Hiebe lassen noch keinen Ansatz einer eleganten Schwertform erahnen. Und doch ist sie mit feurigem Eifer bei der Sache und lässt sich von schüttelnden Köpfen und fragenden Blicken der kritischeren Jedi nicht ablenken. Jeder Schlag wird von einem kräftigen Aufschrei begleitet, der sowohl Überzeugung, als auch Willen und Kraft erahnen lässt. Der Schweiß von ihrer Stirn landet in regelmäßigen Abständen in dem Ärmel ihrer traditionellen Tunika, den sie über ihr Gesicht zieht.

„Skye!“, tönt eine kindliche Stimme hinter ihr, „Jetzt komm schon. Der Unterricht fängt gleich an. Meister Nadar wartet bereits!“. Skye lässt von der Puppe ab und wendet sich zu Trey Aris, einem Jüngling ihres Clans, dem Katarn-Clan. Er ist ungefähr in ihrem Alter. Seit Skyes Ankunft auf Tython sind die beiden jungen Menschen sehr gute Freunde geworden. “Ist ja gut…“, seufzt sie. So gerne sie dem Unterricht des Mon Calamari Meisters Nadar lauscht, lieber hätte sie noch weiter mit der Vibroklinge rumgefuchtelt. Wenn Trey, oder einer der anderen Katarn sie nicht darauf hinweist, dass der Unterricht ansteht, kommt es auch mal vor, dass sie ein paar Minuten, sogar ein paar mehr Minuten, zu spät zum Unterricht kommt. Vor allem dadurch fällt sie den Meistern und Rittern, die mit ihr zu tun haben, unangenehm auf. Skye und Trey laufen in den Tempel und betreten die Gemächer, in denen Meister Nadar und die restlichen 8 Jünglinge bereits warten.

„Vielen Dank, Trey.“, erhebt der Mon Calamari das Wort, tiefenentspannt mit einer seichten Handbewegung, die Skye und Trey zum niederknien anweist. Dem Jedi-Meister ist Skyes Übereifer nichts Neues. Auch, dass sie gerne die Zeit aus den Augen verliert. Doch genauso weiß er von ihrem Interesse an seinem Unterricht, der sich überwiegend mit den Wegen der Macht befasst. Er verzichtet daher auf eine öffentliche Rüge der Schülerin und würde diese auf später verschieben. So fährt Meister Nadar mit seinem Unterricht fort. Wie immer macht er die Wege der Macht zum Thema. Die Strömungen auf Tython, wie jedes einzelne Lebewesen Teil der Macht ist. Und Skye saugt jedes Wort auf, wie ein Schwamm eine Wasserpfütze.

Nach Ende des Unterrichts tritt Meister Nadar vor Skye. Er legt die Hand auf ihre Schulter und durchblickt sie eindringlich. Erstaunlicherweise sind beide Jedi gleich groß, obwohl man bei der tiefen Stimme des Jedi-Meisters anderes vermuten könnte. „Bei der Macht, Skye!“, spricht er gewohnt ruhig, „Ich möchte dir dringend anraten deine Gedanken zu sortieren, oder dir zumindest einen Holowecker zu stellen, damit Pünktlichkeit in deinen Alltag einkehrt.“ Skye senkt ihren Kopf, wohl wissend, dass der Tadel Nadars durchaus berechtigt ist. Er spricht ihr noch einige Worte gut zu, weiterhin ruhig, ohne einen Funken Erbostheit verlauten zu lassen, dann entlässt er die angehende Jedi.

Sie tritt ins Freie, auf den Tempelplatz, wo weiterhin reges Treiben herrscht. Leute eilen von links nach rechts. Andere verlassen das Gebäude, oder betreten es. Grüßen sich. Unterhalten sich. Skye blickt in den blauen, wolkigen Himmel und erwacht sogleich aus der Erinnerung.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss.

Padawan Skye Marsadi

Skye Theme | Skye Battle Theme

Avatar von RiaStarchild

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Shifty« (9. Juli 2017, 12:56)


Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Xine (09.07.2017)

Ähnliche Themen