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21

Donnerstag, 21. April 2016, 08:15

Das ist die Frage: ist es eine Beleidigung wenn man sagt: Eine Beleidigung ist so etwas wie: "Du Ziegenficker!"
Kria
Der Jesto Facepalm, damit du weißt wann du die Macht erschütterst.

22

Donnerstag, 21. April 2016, 08:20

Genau. Oder: Ist es Mobbing, wenn 5 "nette" Kollegen zu dir sagen: "Es wäre Mobbing, wenn wir dir jetzt sagen würden, dass du ein hässliches, erbärmliches Würstchen bist, das lieber tot sein sollte als hier zu arbeiten" - ?
"In diesem Kurs geht es um Fakten. Wenn ihr an der Wahrheit interessiert seid, Meister Aldes Vorlesung befindet sich am Ende des Ganges." -- Norru Balnam

23

Donnerstag, 21. April 2016, 08:34

Ich muss noch mal die Unterhaltung raussuchen aber hier würde ich ebenso auf die Quantität hinweisen.

Irgendwie muss man die Leute aufklären. Ich mein eine Mutter sagt eventuell, bin keine, in ihrer Erziehung auch mal "Du darfst Tobias nicht Arschloch nennen" was für mich eine vollkommen normale Aktion der Aufklärung ist. Das muss sie binnen von drei Minuten aber nicht in 54 Zeilen mit 32 Ausprägungen tun.

Denk ich. :-)
"RP ist kein Singleplayer"
Ich


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Jestocost (21.04.2016)

24

Donnerstag, 21. April 2016, 08:39

Quantität und natürlich auch Kontext :)
"In diesem Kurs geht es um Fakten. Wenn ihr an der Wahrheit interessiert seid, Meister Aldes Vorlesung befindet sich am Ende des Ganges." -- Norru Balnam

25

Donnerstag, 21. April 2016, 08:49

Richtig.

Wenn wir in der Schule wären als Beispiel dann kann sich durch einen Dialog sowas selbst antreiben.

Lehrer:"Schmähkritim wäre einen Politiker einen Zickenfi**** zu nennen"
Schüler:"Was ist mit "beliebige Beleidigung einsetzen?"
Lehrer:"Das wäre auch eine sowie...das...das und das"

Satire deckt ja auch auf und kritisiert. Ich denke hier liegt auch der Knackpunkt, denn bisher scheint niemand, ich tue es jedenfalls nicht, genau nachvollziehen zu können was Bömmermann für eine Intention verfolgt hat. Aus welchem Kontext heraus eine Duplizierung notwendig gewesen sein soll und nicht nur dem persönlichen, emotionalen Wolhbefinden gedient hat.

Denke das spielt da mit rein und muss eben auch ermittelt werden.

Nebenbei finde ich nicht, dass man Beleidigung als das was es ist nicht strafbar machen sollte. Wenn ich Jesto scheiße finde dann ist das so, wenn ich das sage, dann drücke ich mich aus. Beleidigungen gehen aber meistens, wenn nicht sogar fast immer, mit einer Schmälerung des Anderen ein her.

"Jesto ist ein Parksünder und Steuerbetrüger!"

Neben dem Aspekt dass ich hier vin mir ausspreche, so unterstelle ich auch etwas, was nicht wahr ist und schädige somit den öffentlichen Ruf. Und DAS sollte man eben wirklich unter strafe stellen insofern nicht klar gekennzeichnet ist, dass dieser Satz eben einen bestimmten Kontekt hat und eine satirische Intention verfolgt.

Btw wissen wir alle das Jestocost Parksünder ist, das ist ein Mutter-Kind Parkplatz wo der Alte seinen AOK-Chopper immer hinstellt!
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Jestocost (21.04.2016)

26

Donnerstag, 21. April 2016, 08:54

Genau, darum darfst du das auch sagen.
"In diesem Kurs geht es um Fakten. Wenn ihr an der Wahrheit interessiert seid, Meister Aldes Vorlesung befindet sich am Ende des Ganges." -- Norru Balnam

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Xine (21.04.2016)

Kinman

Meister

Beiträge: 2 323

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Beruf: Softwareentwicklung

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27

Donnerstag, 21. April 2016, 09:15

Das einzige was mich stört, ist das angedrohte Strafmaß. Bei uns in Österreich würde auf so eine Beleidigung eine Unterlassungsklage kommen, die dann in der Regel unterzeichnet wird. Kostet alles zusammen zwischen 150 und 500 Euro für das Aufsetzen und die Sache ist erledigt.

Und zudem finde ich es, wie hier ja schon genannt wurde, erschreckend, dass man bei der Türkei scheinbar(!) gerne einknickt, weil sie uns ja mit dieser Flüchtlingsproblematik helfen könnten. Erdogan hat seine Karten sehr geschickt gespielt, das muss man anerkennen.

lg Kinman

Community-Plattform: http://vc-rp.de

28

Donnerstag, 21. April 2016, 09:41

Was hat er damit bezweckt? Aufmerksamkeit zu kriegen. Und was hat er bekommen? fast das ganze Land redet über ihn. Und nicht nur hierzulande wird über ihn geredet. Nächste Woche veröffentlicht er dann noch seine Autobiographie und geht nach dem Bestsellerstatus in Rente.

Man sollte ihm ne Geldstrafe aufbrummen und ihn wieder vergessen. Ich verstehe nicht warum man über diesen Fall so ausgiebig redet: er ist weder intelligent, kreativ oder ein Künstler.

Irgendwie wünsche ich mir Schröder zurück, der trotz seiner Fehler in dieser Situation nicht eingeknickt wäre.
"Huurrugh!" - anonymer Tusken
Skyran Vandorack

29

Donnerstag, 21. April 2016, 09:53

Ich verstehe noch immer nicht, warum es falsch gewesen sein soll, die Klage zuzulassen. Das steht jedem anderen auch zu, warum Erdogan nicht? Hätte man es nicht erlaubt, hätte man unser Rechtssystem kompromittiert, in dem das nun mal so geregelt ist. Aber so? Ich glaube nicht, dass Schröder hierin anders entschieden hätte.

Ansonsten stimme ich dir aber zu, Skyran. Der Bengel kriegt viel zu viel Aufmerksamkeit.
"In diesem Kurs geht es um Fakten. Wenn ihr an der Wahrheit interessiert seid, Meister Aldes Vorlesung befindet sich am Ende des Ganges." -- Norru Balnam

30

Donnerstag, 21. April 2016, 10:04

Zitat von »Jesto«

Ich verstehe noch immer nicht, warum es falsch gewesen sein soll, die Klage zuzulassen. Das steht jedem anderen auch zu, warum Erdogan nicht? Hätte man es nicht erlaubt, hätte man unser Rechtssystem kompromittiert, in dem das nun mal so geregelt ist. Aber so? Ich glaube nicht, dass Schröder hierin anders entschieden hätte.


Es handelt sich hierbei ja um zwei Klagen. Die eine bezieht sich auf § 103 StGB, Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten, und wurde vond er Türkei per Verbalnote beantragt. Die andere ist wegen Beleidigung (§ 185 StGB), dort hatte Erdogan (als privat Person) einen Strafantrag (§ 194 StGB) gegen Böhmermann gestellt.

Gegen zweiteres gibt es nichts zu sagen, das ist in meinen Augen völlig legitim.

Erstere ist problematisch, weil dieses Gesetz 100 Jahre alt ist und es fraglich ist, warum Organe und Vertreter ausländischer Staaten einen Sonderstatus erhalten sollen.

Dass Frau Merkel jetzt sagt, wir lassen die Klage nach § 103 StGB zu, wollen den Paragraphen aber nach der Gerichtsentscheidung ändern, ist scheinheilig. Wenn sie diesen Paragraphen als sinnfrei erachtet (was sie ja anscheinend tut, sonst würde sie ihn nicht löschen lassen wollen), dann kann sie eigentlich nicht sagen: aber auf Böhmermann soll er dennoch angewandt werden.

Generell ist in meinen Augen klar, dass es sich hierbei um Satire handelt, nicht um Beleidung (aber das wird das Gericht in Mainz entscheiden). Es ist klar, weil es

1.) in einer bekannten Satire-Senung veröffentlich wurde
2.) von einem bekannten Satiriker
3.) im Kontext "Erdogan, extra3, Botschafter einbestellen, usw"
4.) Angekündigt ("Das ist in Deutschland verboten")
5.) Mit dem vorwegnehmenden Titel ("Schmäkritik")

Zitat von »Skyran«

Man sollte ihm ne Geldstrafe aufbrummen und ihn wieder vergessen. Ich verstehe nicht warum man über diesen Fall so ausgiebig redet: er ist weder intelligent, kreativ oder ein Künstler.

Ob er intellegent oder ein Künstler ist, hat mit der Diskussion nichts zu tun.
Andenus Dexter| Story: Der Preis der Pflicht

"Wenn Wissen und Gelassenheit sich gegenseitig ergänzen, entstehen Harmonie und Ordnung"
- Zhuangzi

31

Donnerstag, 21. April 2016, 10:12

Zitat von »Dexter«

Es handelt sich hierbei ja um zwei Klagen. Die eine bezieht sich auf § 103 StGB, Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten, und wurde vond er Türkei per Verbalnote beantragt. Die andere ist wegen Beleidigung (§ 185 StGB), dort hatte Erdogan (als privat Person) einen Strafantrag (§ 194 StGB) gegen Böhmermann gestellt.

Gegen zweiteres gibt es nichts zu sagen, das ist in meinen Augen völlig legitim.

Erstere ist problematisch, weil dieses Gesetz 100 Jahre alt ist und es fraglich ist, warum Organe und Vertreter ausländischer Staaten einen Sonderstatus erhalten sollen.

Ich stimme dir darin zu, dass dieses Gesetz mehr als fragwürdig ist. Jedoch: Solange es noch gilt, muss man es befolgen. Es wäre falsch zu sagen: Oh, hoppla, jetzt wo dieser Erdogan sich darauf beruft, setzen wir uns mal schnell darüber hinweg.

(Jesto würde Andenus an dieser Stelle an den alten Jedi-Philosophen Meister Tan'Pol erinnern, der das oberste der Gesetze dasjenige (ungeschriebene) nannte, das besagt, dass Gesetze Gültigkeit haben müssen und nicht nach Belieben je nach Situation ein- und ausgeknipst werden dürfen. Ein Staat, der so handle, liege bereits in Trümmern.)

Es gehört geprüft und auf dem üblichen Wege abgeschafft, wenn es so sein soll. Danach gilt es nicht mehr. Bis dahin kann sich auch ein verhasster Diktator darauf berufen. Er ist nicht dafür verantwortlich, dass wir verpennt haben, diese Altlast früher loszuwerden.

Zitat von »Dexter«

Ob er intellegent oder ein Künstler ist, hat mit der Diskussion nichts zu tun.

Hier gehört vieles nicht direkt zum Thema, s. auch Teile von Harlens Posting. Trotzdem kann man wohl auch etwas am Rande anmerken, oder?
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32

Donnerstag, 21. April 2016, 10:21

Zitat

Es gehört geprüft und auf dem üblichen Wege abgeschafft, wenn es so sein soll. Danach gilt es nicht mehr. Bis dahin kann sich auch ein verhasster Diktator darauf berufen. Er ist nicht dafür verantwortlich, dass wir verpennt haben, diese Altlast früher loszuwerden.

Stimmt schon, dennoch liegt es in der Macht der Kanzlerin zu sagen: "Hey Erdogan, für uns hat dieses Gesetz keine Relevanz mehr (wir schaffen es jetzt auch ab). Bitte mach das als Privatperson, wie du es ja schon eingereicht hast."

Zitat

Hier gehört vieles nicht direkt zum Thema, s. auch Teile von Harlens Posting. Trotzdem kann man wohl auch etwas am Rande anmerken, oder?

Ich glaube es geht gar nicht mehr um Böhmermann selber und dieses zugegebener Maßen grottige Gedicht, sondern um Souverinität und Rechtstaatlichkeit. Ob das GEdicht gut oder schlecht ist, oder angemssen, oder was genau darin steht, ist für mich erstmal zweitrangig.

EDIT auf
(Jesto würde Andenus an dieser Stelle an den großen Jedi-Philosophen Meister Ton'pla erinnern, der das oberste der Gesetze dasjenige (ungeschriebene) nannte, das besagt, dass Gesetze Gültigkeit haben müssen und nicht nach Belieben je nach Situation ein- und ausgeknipst werden dürfen, weil der Staat, der so handelt, bereits in Trümmer gefallen ist.)
(Es handelt sich hierbei aber nicht um einen judikative Fall, sondern um einen politischen. Dadurch das Kanzlerin qua Recht Entscheidungsbefugnis hat, ob die Klage durchgeht, ist es von der Judikative getrennt und eine poltische Sache. Und das ist immer eine politische Entscheidung, egal ob sie das Verfahren zulässt oder nicht. Als solche ist sie wie jede andere politische Entscheidung politisch kritisierbar.

Von der Sache stimme ich dir zu, Gesetze sollten immer anwendung finden und nicht währendessen geändert werden. Bei diesem speziellen Gesetzt, aber, das eine politische Zwischenstufe vorschreibt, ist es in meinen Augen auch eine politische Entscheidung. Und diese ist in meine Augen unglaubwürdig, wenn du das Gesetz eigentlich abschaffen willst.)
Andenus Dexter| Story: Der Preis der Pflicht

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- Zhuangzi

33

Donnerstag, 21. April 2016, 10:48

Meiner Meinung nach wäre es heuchlerisch gewesen, die Ermächtigung nicht zu geben. Das stinkt einfach nach Opportunismus. Der sauberere Weg ist in meinen Augen, die Klage zuzulassen, im Verfahren festzustellen, dass der Paragraph nicht mehr zeitgemäß ist, ein entsprechend mildes Urteil zu fällen und dann den Paragraphen abzuschaffen.
Aber ich verstehe, was du meinst. Wir sehen das einfach unterschiedlich. Auch in meinem Bekannten- und Kollegenkreis wird es unterschiedlich betrachtet, obwohl alle sich einig sind, dass das Gesetz hoffnungslos überaltet ist. Es ist eine blöde, vertrackte Situation, in der es ein absolutes "richtig" oder "falsch" wahrscheinlich einfach nicht gibt. Hätte Merkel es anders gemacht, wäre ihr vorgeworfen worden, der Justiz vorzugreifen, Politik vs. Judikative hin oder her.
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34

Donnerstag, 21. April 2016, 11:28

Genau. Oder: Ist es Mobbing, wenn 5 "nette" Kollegen zu dir sagen: "Es wäre Mobbing, wenn wir dir jetzt sagen würden, dass du ein hässliches, erbärmliches Würstchen bist, das lieber tot sein sollte als hier zu arbeiten" - ?

Tja, ist halt die Frage wer diese Kollegen sind. Sind sie "nett" oder sind es der Betriebsrat, Personaler, VErtrauensleute die gerade einen Veganer erklären das es kein Mobbing ist wenn der Rest der Abteilung Wurstbrote für die Mittagspause dabei, hat und es nicht nett ist eben diese Wurstbrote mit dem Schlachtruf: "Fleisch ist Mord!" in den Müll zu werfen.
Nach meinem Kenntnisstand ist eher letzteres der Fall. Wenn du bessere Fakten hast immer her damit:



Oh und warum ist folgendes weder Kunst noch intelligent:
https://www.youtube.com/watch?v=PNjG22Gbo6U
https://www.youtube.com/watch?v=HMQkV5cTuoY
https://www.youtube.com/watch?v=YSAqTdc-Y2g
Kria
Der Jesto Facepalm, damit du weißt wann du die Macht erschütterst.

35

Donnerstag, 21. April 2016, 11:31

Tut mir leid, ich will deine Frage nicht ignorieren, aber verstehe leider nicht, was du sagen willst.
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36

Donnerstag, 21. April 2016, 12:02

Nur weil er vorher darauf hin gewiesen hat das es verboten ist eine Schmähkritik öffentlich ab zu lassen um kurz darauf ein ausgiebiges Beispiel abzufeuern , kann man ihn nicht von der persönlichen Beleidigung freisprechen , denn immerhin war es für jeden der die Sendung gesehen hat offensichtlich wohin der Gaul laufen sollte.

Ich kann auch nicht mit meiner Tochter in ein Geschäft gehen , sie vor Zeugen darüber belehren das Ladendiebstahl eine Straftat ist und dann für jeden Sichtbar zwecks direkter Anschauung beliebig Ware in die Kippe stecken und den Laden verlassen ohne zu bezahlen.
Nimmt man mich dann fest erkläre ich das das nur zur Anschauung gedient hat , und das staatliche Eingreifen hier meine Möglichkeiten beschneidet mein Kind antiautoritär zu erziehen.

Es gibt einfach Fälle wo Bauernschläue nicht greifen kann und auch nicht sollte. Es kann doch auch nicht sein das unser Justizminister massiv gegen Beleidigungen im Netz zu Felde zieht , aber für öffentliche Personen Ausnahmen gemacht werden unter dem Denkmantel der Satirefreiheit.

Ich will keine Ausnahmen vor dem Gesetz für den einen oder anderen. Vor dem Gesetz sind alle gleich , und da ist das Problem mit der Majestätsbeleidigung für mich untragbar , die gewöhnliche Beleidigungsklage aber völlig verständlich , auch wenn ich persönlich der Ansicht bin das man Erdogan einsperren sollte weil ich den Mann für sehr gefährlich , vor allem für sein eigenes Volk halte.
42.

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Jestocost (21.04.2016)

37

Donnerstag, 21. April 2016, 18:36

Platzhalter

So sorry, meine Tagesplanung wurde heute komplett über den Haufen geworfen, bin zu nichts gekommen, was auf der Liste stand. Antwort folgt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Harlen Gregorius« (22. April 2016, 01:59)


38

Freitag, 24. Juni 2016, 17:02

Was für ein Tag für Europa !

Der Brexit wird durch die Medien getrieben wie der Untergang von Atlantis , aber was heißt das ganze wirklich für England und Rest-Europa ?

So wie ich die Sache einschätze haben sich die Engländer massiv selber ins Knie geschossen. Abgesehen davon das sie ihre eigene Wirtschaft ins schwitzen bringen und ich den Finanzstandort London bald in Frankfurt sehe ( sofern die Briten kein Trumpf im Ärmel haben ) , kommen nun Dinge auf sie zu die sie vermutlich selber garnicht wirklich auf der Rechnung hatten.

Schottland will ein neues Referendum das entscheiden soll ob sie lieber bei GB oder der EU bleiben möchten. Betrachtet man unter anderem die schottischen Ölreserven wäre deren Verlust mehr als nur schwer zu verkraften.
Die Teilung von Militär, Verwaltungen usw würde kosten im mindestens zweistelligen Milliardenbereich bedeuten.

Nordirland startet eine interne Diskussion ob es sich nun lieber wieder mit der Irischen Republik wiedervereinigt. Das könnte den Nordirlandkonflikt neu aufbrechen lassen der heute durch einen sehr brüchigen Frieden mit gläsernen Füßen auf dünnem Eis steht.

Die Währungsschwankungen werden sich in den nächsten Tagen vermutlich wieder beruhigen , das ist ein obligatorisches Zockerbeben , danach werden allerdings Kapitalverschiebungen im großen Stil statt finden die Euro und Pfund nach unten drücken. Es wäre also sicher jetzt ein guter Zeitpunkt einen neuen PC zu kaufen wenn man das dieses Jahr eh vor hatte. ;)

Der eine oder andere wird nun auch an einen Ausstieg denken , aber mit Ausnahme der Dänen sehe ich da bei keinem eine wirkliche Chance drauf.

Was aber das wirklich positive ist ist die Chance die nun in der EU entstanden ist. Aus der unleugbaren Notwendigkeit etwas zu ändern und die Bürger endlich mehr mit zu nehmen statt ihre Meinungen wie selbstverständlich zu ignorieren kann eine echte demokratische Reform wachsen die vieles was in der EU in den letzten Jahren völlig daneben gegangen ist wieder ins rechte Lot bringt.

Wenn das gelingt vermute ich das England und Wales in 15 Jahren wieder an die Türe der Eu klopfen um sich auf eine Wiederaufnahme zu bemühen.
Dann sind aber alle extra Würste die sich Britannien heraus gehandelt hat ein für alle mal futsch. England ist dann Gleicher unter Gleichen (wie es eigentlich sein sollte )

Ich sehe am heutigen Tag also eher viel Grund zum Optimismus auf dem Kontinent . Die Briten haben sowohl mein Mitgefühl als auch meinen ehrlichen Dank für die Chance die sie uns geben. Nun muss Brüssel nur noch motiviert genug sein diese Chance zu nutzen. Das wäre am Ende für uns alle gut auch für die Briten.
42.

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Jestocost (24.06.2016), Xine (24.06.2016)

39

Freitag, 24. Juni 2016, 19:01

Eine Bekannte die in England in einer Gegend lebt erzählt das dutzende Leute aus ihrem Bekanntenkreis einfach nur für Leave stimmten um Cameron oder der EU einen Denkzettel zu verpassen aber in Wirklichkeit bleiben wollten.
Da kann ich nur sagen: Toll gemacht!




Kria
Der Jesto Facepalm, damit du weißt wann du die Macht erschütterst.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Talasha« (24. Juni 2016, 21:08)


40

Samstag, 25. Juni 2016, 12:21

Ich hoffe, dass der Brexit eine Warnung für alle ist, die daran gezweifelt haben, dass Bürger etwas bewirken können. Sie können, und sie haben. Viel hat zum Brexit beigetragen; dazu gehört die Trägheit der relativ vielen jungen Leute, die nicht gewählt haben und sich nun bitter beschweren, dass die Älteren ihre Zukunft zerstört haben. Dazu gehört auch die Protestwahl derjenigen, die gar nicht mit diesem "Erfolg" gerechnet haben, sondern "denen da oben" eigentlich nur mal einen ordentlichen Denkzettel verpassen wollten. Es ist wirklich zu hoffen, dass dieses Fiasko auf lange Sicht zu mehr Verantwortungsbewusstsein führt, dass an die Stelle dumpfer Parolen wieder verstärkt der politische Diskurs tritt, der das Herzstück jeder Demokratie sein muss. Die kann nur dann funktionieren, wenn man sich nicht gegenseitig niederrüpelt, sondern andere Ansichten als Bereicherung der Perspektiven anerkennt und sich ernsthaft damit auseinandersetzt. Sonst zerbricht die Bürgerschaft in feindliche Lager, die das Gemeinwohl aus den Augen verlieren, und die Demokratie gerät zu ihrem Zerrbild, das schon Aristoteles benannte: der Ochlokratie, in der eine von Demagogen angeheizte Masse irrational über Wohl und Wehe des Staats entscheidet. (Das muss gar nicht Dauermodus sein, um verheerende Folgen zu haben: Athen führte, so aufgeputscht, in einer einzigen spektakulären Fehlentscheidung den eigenen politischen Untergang herbei.) Ich hoffe in diesem Sinne auch, dass man den sachlichen Anteil der Europa-Kritik aus den nationalpopulistischen Lagern ernst nimmt und sich wieder auf das besinnt, was die EU eigentlich sein wollte.

Wie man es trotzdem mit Humor nehmen kann
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