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Freitag, 6. November 2015, 10:24

[Ausbildung] Erste Hilfe

*Ein Termin wurde der Übersicht mit folgendem Inhalt hinzugefügt*

Grüße.

Als Jedi sind wir die Hüter des Friedens in der Galaxis. Wir sind angehalten auf unseren Missionen jenen zu helfen die sich nicht selbst helfen können, so es unsere Aufgaben zulassen. Die Zeit in der wir gerade leben ist eine Zeit des Krieges und der Konflikte, folglich ist es auch eine Zeit des Elends und der Verletzungen. Wo wir ersteres oft nur begrenzt lindern können, ist zu letzterem jeder imstande der sich ein kleines Grundwissen aneignet und als Standard ein Medpack mit sich führt. Dieses wenige theoretische Wissen kombiniert mit dem Erlernen der praktischen Ausführung bezeichnen wir als „Erste Hilfe Ausbildung“.

Wann: Am Taungs- und Zhelltag um 20.00 Standartzeit (25.11.2015 und 26.11.2015)
Was: Eine grundlegende theoretische und praktische Einführung zur ersten Hilfe.
Wo: Tag 1 - Im nördlichen Unterrichtsraum. Tag 2 - Tempelhof.
Wer: Willkommen sind alle die die nötige Reife mitbringen sich diesem Thema ernsthaft zu widmen. Die Einreichung einer Erlaubnis von Clanmeister oder Meister ist daher nicht erforderlich.

Anmerkung:
Die Praxisnähere Ausbildung wird voraussichtlich am zweiten Tag stattfinden, wer an diesem trotz fehlen am ersten Tages teilnehmen will, ist selbst verpflichtet sich das nötige Wissen dafür anzueignen. Störenfriede werden vom Unterricht entfernt und den Verantwortlichen gemeldet.


Erste Hilfe Ausbildung:
- Inhalt: Kennt euren medizinischer Vorrat.
- Erste Diagnose und aktive Ersthilfe: Was habt ihr vor euch und was tut ihr dagegen?
- Praktische Übungen: Theorie in die Tat umsetzen

Gezeichnet
Jedi Ritter
Yeana Deikan

 Spoiler

Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

~ Chinesisches Sprichwort

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2

Sonntag, 22. November 2015, 10:19

OOC: So ich habe es jetzt mal auch den zweiten Tag fesetgelegt und es wird der Donnerstag sein. Seht es als kleinen Push und Erinnerung. Diese Woche ist es.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

~ Chinesisches Sprichwort

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Jestocost (22.11.2015)

3

Donnerstag, 26. November 2015, 18:06

OOC: Hier mal der Inhalt des Ausbildungsabend. Kann man ruhig IC als Abschrift/Aufzeichnung nehmen und entsprechend sich das Material auch besorgen.


Zitat

Erste Hilfe - Lehreinheit:

Guten Abend. Da ich annehme das jeder weiß wieso er hier ist, werde ich nach einer knappen Vorstellung und ein paar kurzen Anmerkung auch gleich zum Thema erste Hilfe kommen. Ich bin Jedi Ritter Yerana Deikan und arbeite vorwiegend im Medi-Corps.

Fragen werden während den Erklärungen nicht beantwortet aber zwischen jedem Abschnitt besteht die Möglichkeit diese zum Thema zu stellen. Notizen sind daher empfehlenswert.

Dieser Kurs bezieht sich vorwiegend auf Menschen und ähnliche humanoide Spezies. Fangen wir an mit eurem medizinischem Vorrat.

Inhalt: Euer medizinischer Vorrat

Die Diagnose steht bei der ersten Hilfe an erster Stelle doch damit wir uns im zweiten Abschnitt dieser Ausbildung auch angemessen damit befassen können, möchte ich mit euch vorweg mit dem Inhalt eines Med-pack vertraut machen.

Als erste grobe Übersicht ist in einem Med-pack meist folgendes enthalten:

Medscanner, Flexklemmen, Synthfleisch, Spülungs Küvette, Kolto Pflaster, Injektor, Knochen stabilisierer, Verbände, Wundkleber, Nadel und Faden, Brandsalbe, Antiseptika, Gerinnungsmittel, Stimulanzen und andere Arzneimittel.

Während sich manches selbständig erklären mag, ist der Zweck von manchem Inhalt im Med-pack wohl weniger klar ersichtlich. Daher nehmen wir diese Bestandteile nun einzeln durch.


Der Handscanner: Ein Hand großer Bioscanner mit kurzer Reichweite. Die normalen Lebenszeichen wie Blutdruck und Herzfrequenz werden nach einem sechs sekündigen Scan ermessen, ebenso Dinge wie zum Beispiel die Gehirnaktivität. Manch Model misst noch die Tiefe von Wunden und die Nähe zu vitalen Bereichen wie Adern oder Organe. Dazu kann bei entsprechender Einstellung Toxin- und Stahlungslevel hinzu kommen, so wie andere Körperfunktionen die nicht zum Standard gehören.

Die Flexklemmen:
Sie hat einen flexiblen Griff und drei Greifer. Die Flexklemmen dienen dazu Blutvenen abzuklemmen, die schwer zu erreichend sind und nicht gut von außen zum Stillstand gebracht werden könnten. Bis zu vier Stück sind im Med-Pack enthalten.

Das Synthfleisch:
Zum Abdecken und Zupflastern einer Wunde. Dies ist aber ohne weitere Behandlung nur vorübergehend und weder als Ersatz der Haut, noch als permanentes Pflaster gut.
Die längerfristige Einbettung von Synthfleisch in der Haut bedarf eines gewissen Prozederes damit der Übergang nahtlos und nicht gesundheitsschädlich ist. Versucht man es als dauerhaftes Pflaster zu benutzen kann dies ohne Vorbereitung nach einer Weile ebenso zur Infektion führen. Da es eher für größere Wunden gedacht ist sind im Med-pack nur zwei Synthfleisch Stücke enthalten.

Die Spühlungs Küvette: Ein kleine Küvette mit einer Spritzen artigen Spühlungs-Vorichtung, um kleine Wunden mit einer desinfizierten Flüssigkeit zu säubern. Mehre kleine oder eine nachfüllbare ist im Med-Pack integriert. Meist reicht es für etwa zehn Behandlungen.

Das Kolto Pflaster: Ein größeres Pflaster welches eine geringe Dosis Kolto beinhaltet und über einen längeren Zeitraum sämtliches Kolto auf die angepflasterte Fläche verteilt. Die übliche Hersteller-Einstellung ist dabei dass die ersten zwei Stunden das Kolto verstärkt ausgesondert wird, die restlichen vier leichter dosiert. In unseren Med-packs sind aufgrund des erhöhten Fronteinsatzes meist zwei enthalten, der galaktische Standard ist meist auf eines begrenzt.

Der Injektor: Ein Injektor ist eine Art Spritze. In einem Med-Pack kann bei diesem nur eine sehr begrenzte Wahl getroffen werden, was die Dosierung angeht und ist eher dafür hergestellt worden, möglichst schnell die aufsetzbaren oder drehbaren Ampullen wechseln zu können. Ein Injektor ist für eine behandelnde Person völlig ausreichend. Daneben ist die Injektorspitze so behandelt worden, dass ein mehrfaches Nutzen an verschiedene Personen keine Nebenwirkungen mit sich führen kann.

Der Knochen Stabilisierer:
Eine sich aufbauschende Bandagen-Schiene mit elektronischer Komponente. Der Mikro-Computer an dieser Schiene übernimmt die Daten des Handbioscanners und wird sich nach richtiger Anlegung von selbst in die richtige Position rücken. Während ein Medizin Kundiger einen normalen Bruch meist mit einer Bewegung in die richtige Position gebracht hat braucht diese Schiene etwa 15 Sekunden. Den Betroffen ruhig zu halten ist dabei also dringend erforderlich. Da diese Schiene viel Platz einnimmt ist in unseren Med-packs nur eine vorhanden und auch nur für einfache Brüche verwendbar.

Das Antiseptika: Mindestens eine Ampulle im Med-pack enthält Antiseptika gegen Infektionen. Das Mittel kann gut und gerne Leben retten, denn selbst Kratzer können unbehandelt zur Infektion führen und je nach Schweregrad kann der Körper diese nur schwer bekämpfen, was eine Blutvergiftung nach sich ziehen, und dadurch später zum Tod führen kann. Vier Ampullen sollten daher bei uns dabei sein.

Die Verbände: Da es sich bei einem Med-pack um ein die nötigste Grundversorgung handelt bei kleineren Verletzung oder einem Notbedarf, ehe der Patient einen Arzt übergeben werden sollte, gehören normale Verbände nicht zwangsläufig in ein Med-Pack hinein, werden von uns aber meist mit integriert um manch Improvisation durchführen zu können. Als Ersatz des üblichen bekannten Verbandes dient hier der Sprüh-Verband. Er für eine befristete Schließung der Wunde und reicht gerade bei kleineren Wunden öfters aus, damit die natürliche Gerinnung unter der besprühten Stelle stattfindet. Hier im Orden besteht als Standard eine Mischung von zwei Verbänden und drei Ampullen Spühverband.

Nadel und Biofaden oder Wundkleber: So banal und rückschrittlich ersteres für manche wirken mag, so ist diese alt hergebrachte Methode tatsächlich oft ein überaus platzsparender Ersatz oder Zusatz neben dem Wundkleber und reicht für erheblich mehr Nutzungen aus. Die Nähtechniken sollten jedoch geübt werden und dazu benötigt diese Variante mehr Zeit. Daher ist die Nutzung eher für fortgeschrittene erste Hilfe Anwender geeignet. Anderen Nutzer würde ich für den Start den Wundkleber empfehlen, was im normalen Med-Pack daher auch Standart ist und für etwa drei bis vier Anwendungen ausreicht. Er hält bis er mit entsprechend Mitteln aufgelöst wird oder zerfällt nach etwa vier bis sechs Tagen von selbst, je nach den vorhandenen Bedingungen.

Das Brandspray: Durch die Häufigkeit der Brandverletzungen im Krieg gehört dies inzwischen zum Standard dazu und sorgt für Linderung der Schmerzen und erhöhte Heilung. Für andere Wundarten ist das Brandspray keinesfalls zu nutzen.

Das Gerinnungsmittel: Ein Mittel das gesondert erwähnt werden sollte, ist dieses. Es sollte nur mit Bedacht eingesetzt werden denn was so harmlos und hilfreich klingt, kann falsch genutzt, ebenso zum Tod führen wie die Wunde selbst. Es kann gezielt gespritzt nahe einer blutenden Wunde aber auch allgemein eingesetzt werden. Der Patient muss aber bestimmte Voraussetzungen erfüllen damit es nicht zum Blutstau kommt der zu kleinen oder auch gravierenden Beschwerden führen kann. In unseren Med-Packs sind zwei Ampullen vorhanden, in der Annahme, dass wir uns ausreichend mit dem Thema beschäftigt haben um es nicht unbedacht anzuwenden.

Stimulanzen: Oft enthalten die Medpacks Stimulanzen, die einen vorübergehend wieder auf die Beine helfen und aufputschen. Jene können einen ohne Bedacht genauso schnell ins Aus schießen wie sie einem im ersten Moment aushelfen. Gerade mit Verletzung muss man noch das ein oder andere dabei bedenken. Mehr dazu später. Zwei sind in unserem Fall enthalten.

Die Arzneimittel: Daneben sind noch verschiedene medizinische Ampullen enthalten. Darunter zählen Schmerzmittel, Antidot gegen bekannte Gifte und Kreislaufstabilisatoren. Manche Med-Packs sind auch auf bestimmte Zonen angepasst und weichen daher vom Standard ab. Dementsprechend kann ich auch keine Verallgemeinerung zur Anzahl der verschiedenen Mittel angeben.


Das wäre unser Med-Pack Inhalt. Ich merke zum Schluss nochmal an, dass es sich hier um das Standard Med-pack des Jedi Ordens handelt, es gibt sowohl noch erweiterte Med-packs, die einen größeren Bedarf der Wundversorgung abdecken als auch Med-kits die noch weit umfangreichere Eingriffe ermöglichen. Med-kits haben jedoch meist schon eine beachtliche Größe so dass sie bei weitem zu unhandlich um sie Standardmäßig ohne Tasche oder Rucksack mitzuführen. Es ist daher vor allem für Sanitäter aufwärts vorgesehen und wird hier nicht behandelt, auch wenn sein Vorteil auch für ungeübte Nutzer beträchtlich sein kann.

Als nächstes werden wir uns der Diagnose, der theoretischen Behandlung und schließlich auch der Praxis widmen.


Erste Diagnose und aktive erst Hilfe:

Nachdem wir nun wissen was wir überhaupt bei uns haben wenden wir uns dem ersten und wichtigsten Schritt zu, wenn wir einer Person in Not begegnen: der Diagnose. Wenn wir einen Patienten haben ist das Wichtigste erst ein mal festzustellen was ihm überhaupt fehlt. Dafür habt ihr neben dem Augenmaß einen Scanner.

Wild darauf loszulegen ist hingegen nicht empfehlenswert. Dafür gibt es im Sanitäter Kreisen einen bekanntes Beispiel: Einem Erstickenden einen Halsröhrenschnitt zu legen macht wenig Sinn wenn sich lediglich sein Essen in die Luftröhre verirrt hat: er bekäme dennoch keine Luft mehr. Da sind ein paar Handgriffe eher der Lebensretter.

Das einfache Beispiel zeigt dass wir bei der Diagnose selbst in einer Notlage nicht an Zeit geizen sollten, um dem Patienten nicht nur eine gute, sondern auch eine sinnvolle Behandlung zu gewährleisten... Jegliche Arten von Verletzungen durchzugehen würde aber den Rahmen der Veranstaltung bei weitem sprengen. Daher werden wir das ganze in dieser Lerneinheit nur oberflächlich behandeln und vor allem auf bekannte Wundarten und Notfälle eingehen die im Einsatzfall am häufigsten auftreten. Dazu gehören vor allem jene die durch äußere Gewalteinwirkung entstehen.

Da haben wir vor allem Schnitt- Stich- und Rissverletzungen, Brüche, Schürf- Platz- und Brandwunden. Ihre grundlegende Biologiekenntnisse stelle ich hier nicht in Frage weshalb hier auf die Lehre von Hautschichten und die üblichen Funktionalität des Körpers nicht weiter eingegangen wird. Neben der Diagnose werden wir auch gleich die Behandlung der einzelnen Verletzungen mitnehmen, damit die direkte Verknüpfung zwischen Wundart und möglicher Hilfe für euch da ist. Beginnen wir:

Schürfwunden
sind meist an der breiten Flächung und Undeutlichkeit der Wundränder zu erkennen. *Sie schaltet den Holoprojektor an, wo eine solche mittelschwere Wunde am Bein eines Humanoiden projeziert wird* Während bei kleineren Wunden ein kurzer Einsatz der Spühlungs Küvette schon ausreichen kann, benötigen größere Wunden zusätzlich einen Sprüh-Verband um das Infektionsrisiko zu minimieren da gerade tiefere Schürfwunden einem hohen Risiko unterliegen Infektionen mit sich zu bringen. Sollte in diesem Fall längerfristig keine eingehendere Behandlung stattfinden können, sollte man eine kleine Dosis Antiseptika profilaktisch verabreichen, wenn sich der erste Sprüh-Verband aufzulösen beginnt. Weitere Verabreichung von Antiseptika ist nur zu empfehlen, wenn trotz aller Vorsicht eine Infektion auftritt. Bei einer besonders großen Schürfwunde kann, je nach der Notwendigkeit Ressourcen zu sparen, auch Synthefleisch aufgelegt werden. Dabei ist jedoch besondere Gründlichkeit mit der Spühlungs Küvette an den Tag zu legen.

Eine weitere Art:

Stich- und Schnittverletzungen können wir aufgrund der Ähnlichkeit zusammenfassen wenngleich die Stichverletzung meist noch wesentlich tiefer reicht als die Schnittverletzung. *Beide Verletzungsarten werden eingeblendet, hier sowohl als echte Wunde als auch als Zeichnung um den Unterschied der Tiefe zu verdeutlichen.* Die Stichverletzung wirkt mit einer entsprechenen Waffe geradezu harmlos klein, die dargestellte hatte es allerdings bis zu den Organen geschafft und sollte daher nicht unterschätzt werden. Wenn dieser schwere Fall eintritt ist tatsächlich anzuraten sowohl den Wundkleber möglichst tief in die Wunde zu injizieren als auch ein Gerinnungsmittel in der Nähe anzusetzen. So man das Kolto-Pflaster noch zur Verfügung hat ist ein Gebrauch durchaus anzuraten. Verletzungen der inneren Organe stellen eine ernstzunehmende Bedrohung da. So man an jeglichem Vorrat des Med-packs sparen muss ist zumindest der Wundkleber, so wie ein Spray-Verband zu nutzen. Mehr sollte man hier nicht sparen, sonst kann man die Behandlung gleich unterlassen. Durch die meist stärkere Blutung ist der Einsatz des Antiseptikas nur dann zu empfehlen, wenn man annimmt dass die verursachende Waffe verunreinigt war. Bei weniger tiefgehenden Stich- oder Schnittverletzungen, kann der Wundkleber in Kombination mit dem Sprüh-Verband völlig ausreichen.

Besonders wichtig bei solchen Wunden ist dass der Patient sich ruhig verhält und gehobene Bewegung vermeidet da die Wunden sonst ein großes Potential haben aufzureißen. Wenn es sich nicht vermeiden lässt ist es zu empfehlen einen straffen Verband anzulegen der die Hautpartien zusätzlich zusammenhält. Wenn Adern verletzt werden ist zusätzlich die Flexklemme einzusetzen und zwei Stunden später zu entfernen. So die Zeit für die Entfernung und weiterführende Maßnahmen nicht vorhanden ist, ist sie zur Not auch vorübergehend in die Wunde einzubetten. Dies verlangsamt zwar auch die Heilung, aber manche Umstände lassen das Optimum einfach nicht zu. Damit hätten wir auch die Stich- und Schnittverletzungen grundlegend versorgt. Widmen wir uns der nächsten Verletzungssart.


Rissverletzungen sind besonders zu erwähnen da die unsaubere Wundart die Behandlung erschwert. Blut kann nur an einer Stelle austreten während die Wundränder an anderer Stelle zusammenkleben oder aneinander reiben. *Ein weitere Holoprojektion von einer hässlichen Risswunde wird angezeigt* Diese Wunde entstammt der Verletzung durch eine Vibroklinge. Diese sind besonders bekannt dafür dass sie durch die Vibration unsaubere Wunden schlagen, um die Heilung zu erschweren und das Schadensponential zu maximieren. Die Rissverletzungen sind meist zu vielfältig um eine einheitliche Behandlungsart vorzuschlagen aber als Referenz kann man eine Behandlungsart von Schnitt- und Schürfwunde zu Rate ziehen. Das heißt Spühlungs-Küvette, Wundkleber und Antispetika, je nachdem wie die Wunde aussieht und welcher Wundart sie an welcher Stelle mehr entspricht. Gezieltere Behandlungsmaßnahmen finden sich erst im Bereich der Sanitäterausbildung und benötigen gegebenfalls ein Schall-Skalpell oder ähnlich präzises Schneidwerkzeug. Daher werden wir nun auch nicht weiter auf die Rissverletzung eingehen sondern kommen zur nächsten Wundwart.


Platzwunden kommen vor allem dort zu tragen wo eine harter Untergrund unter der Haut liegt, wie der Schädel oder an anderen Knochenpartien. *Blendet ein Bild an, wo solch eine Wunde am Brustbein aufgetreten ist*Während die Spühlungs Küvette und ein Wundkleber bei kleineren Wunden oft ausreicht ist bei größeren eine Einbettung von Synthfleisch oft recht brauchbar. Ein normaler Verband ist hier nämlich doch schwerer anzulegen, während ein Sprüh-Verband meist nicht das benötigte Spanungspotential mitbringt. Der Wundkleber hingegen kann mit zu großen offenen Wunden etwas überfordert sein. Da ist als Alternative für größere Wunden nur noch wirklich Nadel und Faden mit einem anschließenden Verband sinnvoll, wer denn das Nähen beherrscht. Daher ist nach einer gründlichen Reinigung Synthfleisch aufzulegen, für Anfänger der ersten Hilfe doch anzuraten: Es kann viele dieser Problematiken umgehen. Kommen wir zu einer anderen bekannten Verletzung.


Brüche gibt es in allerlei Formen. Mit dem einzigen mit dem wir uns hier intensiver beschäftigen wollen ist der einfache Bruch, wenn der Knochen an einer Stelle bricht, statt an vielen, oder gar zersplittert ist. *Sie blendet einen offenen Bruch ein: ein Stück Knochen schaut aus der Haut und zeigt klar den Bruch* Beim einfachen Bruch ist darauf zu achten, dass Verletzungen des Gewebes zuerst behandelt werden, je nach schwere, bevor man den Knochen Stabilisierer anlegt.

Der Scanner wird die nötigen Daten liefern, ob es sich um einen einfachen oder komptlizierten Bruch handelt. Wenn ein einfacherer vorherrscht, muss der Patient unbedingt angemessen fixiert werden. Er kann sonst während dieses mechanischen Vorgangs und Bewegung weiteren Schaden erleiden kann. Unabdingbar ist auch die Verabreichung von Antiseptika, da die Gefahr einer Knocheninfektion besteht.

Wenn ein komplizierter Bruch oder gar ein zersplitterter Knochen vorliegt kann von einem Ersthelfer keine korrekte medizinische Behandlung erwartet werden. Was daher provisorisch getan werden sollte ist: alles was sie haben zu nutzen um diese Wunde zu verkleben, zu schließen bis eine Operation durchgeführt werden kann. Ein Versuch Knochensplitter zu entfernen kann, von einem Laien ausgeführt, schnell dazu führen dass Gewebe oder Nerven geschädigt werden. Nur wenn sie sich sicher sind dass Hilfe mehr als zwei Tage auf sich warten lassen sollte ist in Betracht zu ziehen mit Hilfe des Scanners die Splitter doch noch zu entfernen und den Vorgang wie oben durchzuführen, selbst wenn der Knochen durch die Splitterung nicht zusammenwachsen kann. Die Gefahr durch Infektionen erhöht sich sonst erheblich und ihr Vorrat von Antiseptika wird sonst für die nachträgliche Behandlung nicht mehr ausreichen, wenn mehr als zwei Tage vergehen und die Splitter erst danach entfernt werden. Kurz um: Unterschätzt einen Bruch nicht.

Die nächste Verletzung dürfte gerade den Kampferfahrenen unter uns nur zu bekannt sein.


Brandwunden gehören heutzutage dank der Blastertechnologie zur Tagesordnung. Um die dadurch entstehende Wunde besser zu entstehen hole ich hier noch etwas aus: *Blendet beiläufig ein Bild ein von einer Bauchwunde ein: Ein tiefes Loch mit unschönen Brandwundränder* Der Blasterbolzen selbst ist nicht heiß, sorgt aber bei Aufprall für eine kinetische Reibung mit hoher Hitzeeinwirkung. Einfach gesagt wird durch den Einschuss die getroffene Haut vaporisiert. Durch diese Verdampfung dehnt sich auch das umliegende Gewebe aus und wird durch den heißen Dampf zusätzlich verbrannt. Während normale Brandwunden sich also meist von oben nach unten durch die Hautschichten fressen kann hier direkt der Nerv und anders tiefer gehendes Gewebe beschädigt werden. Blasterwunden kann ein Laie daher nur mit einem Kolto Pflaster effektiv behandeln, da dieses umfassende Heilmittel dabei helfen wird dass der Körper geschädigtes Gewebe abträgt und gesundes heilt. Je nach Grad der Verletzung wie bei einem Durchschossenen Nerv, kann aber erst ein Sanitäter aufwärts zu einer kompletten Heilung beitragen.

Normale Brandwunden sind wieder ein etwas anderes Thema und müssen unterteilt werden. Bei Brandwunden 1-2 Grades reicht stellenweise die Behandlung mittels einer Brandsalbe...*Sie blendet mit einem Klick vier Bilder ein, die die verschiedenen Schweregrade von Brandwunden darstellen*...während bei schweren Verbrennung 2 Grades, aufwärts zu Grad 4, als Ersthelfer nichts mehr zu machen ist. Brandblasen sind nach Möglichkeit unangerührt zu lassen, da sie bei Öffnung für Infektionen höchst anfällig sind.

Was aber jeder tun kann ist auf den Flüssigkeitsverlust von Brandopfern Rücksicht nehmen und ihn mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen. Wenn jemand 10 bis 20 % Körperverbrennungen aufweist gilt der Zustand als akut gefährdet, da der Körper die massiven strukturellen Schäden nur schwer kompensieren kann.

Dies wäre für heute alles. Weitere Details zur Behandlung, auf was man Rücksicht nehmen muss sowie Verabreichung von Medikamenten wird in dem praktischeren Teil noch Erwähnung finden.
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

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~ Chinesisches Sprichwort

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Jestocost (26.11.2015), Xine (26.11.2015), Dexter (27.11.2015), Cayenne (27.11.2015), Aloncor Torn (30.12.2015)

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Dienstag, 29. Dezember 2015, 23:14

OOC: Da es mir jetzt wieder einfiel dass ich den theoretischen Teil vom zweiten Tag auch noch reinpacken wollte... hier bitte, wenn auch sehr spät nachträglich.

Zitat

Bevor wir mit der Praxis beginnen möchte ich zu Beginn noch ein paar letzte wichtig Punkte in der ersten Hilfe erwähnen die ich gestern bewusst noch außen vorließ damit ihr sie nun frisch und munter – so hoffe ich – zu hören bekommt *lächelt*

Zu aller erst:

Im Notfall spielt kein Scham, kein Schmerz und auch keine nachträgliche Narbe eine Rolle. Das wichtigste ist dass der Verletzte überlebt. Wenn es die Zeit aber zulässt ist auf den Wunsch eines Patienten einzugehen, sofern er machbar ist.
Er hat Schmerzen und will Schmerzmittel, sein Zustand oder eure Ressourcen sprechen nicht dagegen? Gebt ihm welches. Er lehnt es ab obwohl ihr genug habt? Lasst es bleiben. Und so hart es sich anhört:
Er will sterben? Lasst ihn seinen Frieden sofern ihr sicher seid dass er nicht unter dem Schock, einer Geisteskrankheit oder anderer Geistesbeeinflussung leidet. Kurz um: sofern ihr sicher seid dass er die Lage auch wirklich noch richtig einschätzen kann. Es ist sein Leben, nicht eures.

Einsatz von Medikamenten:

Der Einsatz von Medikamenten ist ebenso nochmal anzusehen: Während das Antiseptika oder ein Antidot gegen Gifte kein Gefahrenpotential birgt, haben andere Mittel diesen Effekt durchaus. Das im Krieg am meist eingesetzte neben Kolto und Antispetika, sind Stimulanzen. Meistens verabreicht damit der Soldat noch etwas länger durchhält. Leider kann es ihn aber auch direkt ins Grab treiben. Stimulanzen sind nur dann einzusetzen wenn die Person a) noch nicht völlig verausgabt ist, b) er stirbt, wenn er nicht weiter mit kann oder c) der Zeitrahmen absehbar ist die er noch auf den Beinen zu stehen hat ehe seine Versorgung gewährleistet werden kann. Gerade von Berufssoldaten werden diese Punkte oft vernachlässigt und so kam es auch schon vor dass ein solcher mitten im Lager umkippte und nur mit vereinten Kräften mit Medikameten gerettet werden konnte.

Auch Gerinnungsmittel sind mit Vorsicht zu verabreichen. So hilfreich es auch sein kann um eine Wunde schneller zur Schließung zu treiben, kann es bei falschem Gebrauch auch für einen Blutstau sorgen, was zu Krämpfen führen kann, die Wunden aufreißen können. Der Blutstau kann auch für ein langsames Absterben von Gliedmaßen sorgen oder im schlimmsten Fall zu Fehlfunktionen der Organe führen. Was das heißt wissen hier hoffentlich alle.

Zu guter letzt noch eine Sache, dann kommen wir auch zur versprochenen Praxis. Fremdkörper in Wunden. Bei kleineren Sachen wie Sandkörnern und Schmutz ist es den meisten klar dass sie ausgespült werden sollten. Was ist aber mit größeren Fremdkörpern wie Schrapnell oder einem einfachen Messer? Da ich letztens von einem kritischen Fall gehört habe will ich das heute klarstellen:
Größere Fremdkörper sind nur mit größter Sorgfalt zu entfernen und nicht mit der „Hau-Ruck“-Manier. Es kann tatsächlich ein mal besser sein ein Messer in einer Wunde stecken zu lassen als es sofort herauszuziehen. Seht euch die Wunde vorher genau an, prüft sie mit dem Scanner und wenn ihr keine Zeit habt, weil ihr zum Beispiel auf der Flucht seid: lasst den Fremdkörper vorerst drin und fixiert ihn nach Möglichkeit in der Wunde. Natürlich besteht auch dort die Gefahr dass der Fremdkörper zum Problem wird. Die Probleme die andernfalls auftreten können gehen aber von versehentlichen Durchtrennen von Muskeln oder Nerven bis hin zum Verbluten des Betroffenen.
Kurz um: Seid bei großen Fremdkörpern besonders vorsichtig und tut nichts unüberlegtes, ihr wollt helfen und nicht jemanden schaden.


Aber nun habe ich genug geredet, kommen wir zur Praxis:...
Jedi Chars: Yerana Deikan und Girru Wuhri

"Der Weise erwartet von den Menschen wenig, erhofft viel und befürchtet alles."

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Dexter (30.12.2015), Aloncor Torn (30.12.2015)